And justice for all - Metallica Testbericht

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ab 9,09
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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  gut

Erfahrungsbericht von Hoffi

Metallica in Höchstform: ...And justice for all

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Zu dieser CD gibts so viel zu sagen, dass ich mich lieber kurz fassen will! :-) Zwar sagen viele, mit dieser CD seien die vier Jungs nach dem Hammeralbum \"Master of Puppets\" vom Niveau her wieder gesunken, aber erstens stimmt das nicht und zweitens ist diese CD genau genommen noch besser als sein Vorgänger. Mit diesem Album haben sie sich unglaublicherweise musikalisch nochmal verbessert, denn was hier an Songs vorliegt, ist wirklich überragend- Wenn man sich mal genau in das Album hineinversetzt, sieht man erst, wieviel dermaßen gutes Material auf der CD vorhanden ist. Sie strotzt eigentlich nur von Komplexität und zeigt wirklich Metallicas ganzes Spieltalent. Jeder einzelne Song ist sehr komplex und anspruchsvoll strukturiert. Die Texte befassen sich meist mit \"Justiz\" und \"Politik\", also anspruchsvolle Texte, über die man sich unterhalten kann oder sogar lange nachdenken kann. Leider Gottes findet man solche Texte selten bis garnicht bei irgendeiner anderen Band. Die CD hat natürlich einen Nachteil, wofür aber Metallica selbst wahrscheinlich nichts können. Die schlechte Produktion fällt sofort auf: Manchmal sirren Gitarren zu dünn oder die Drums klicken nur und an manchen Stellen fehlt sogar der Bass. Das ist deswegen so schade, weil die Songs einfach nur spitze sind und das Album mit einer guten Produktion wahrscheinlich das beste Album überhaupt geworden wäre.

And Justice For All war das erste richtige Album mit Jason Newsted als neuen Bassisten und brachte auch eine erste Grammy Nominierung für den Song One, der auch als Single erschienen ist und für den ein erster Videoclip produziert wurde. Das Album ging allein in den USA bis 1997 10 Mio mal übern Ladentisch. Produziert wurde es von Metallica und Flemming Rasmussen und wurde diesmal in den One on One Studios in Los Angeles aufgenommen. Das Album kam am 25. August 1988 in die Läden und die beste Chartposition war Platz 6.
Nun zu den Songs:

1. Blackened (6:39)
Dieser Song kommt fast so brachialisch und schnell daher wie sein Vorgänger-Opener Battery. Er beginnt mit einem stetig lauter werdenden Intro, in dem hohe Gitarren begleitet von einer Rhythmusgitarre vorkommen. Bei 0:30 ist es dann soweit: Drums und Rhythm-Gitarre vereinen sich zu einem plötzlichen Donnerschlag und dann geht es in Höchstgeschwindigkeit los. Der ganze Song ist sehr komplex gestaltet und wird nie langweilig. Sollte man gehört haben! Einer meiner Favoriten von Metallica.

2. ...And Justice For All (9:44)
Oha! Verdammt lang, scheint es am Anfang, aber er Titelsong vergeht schneller als man denkt, denn er hat es wirklich in sich! Wahrscheinlich der komplizierteste und anspruchsvollste Song überhaupt von Metallica. Der Text handelt von der, wie könnte es anders sein, Justiz. Das Intro ist Oberklasse, die Strophen und der Refrain unvergesslich und das Hammersolo von Kirk Hammett fetzt einem nur so um die Ohren. Aber vorsichtig: Dies ist kein Song (na gut wie eigentlich alle Songs auf der Scheibe), den man hört, wenn man Headbangen und ausrasten will, sondern eher ein Song zum ruhigen Zuhören und Hineinversetzen.

3. Eye of the Beholder (6:25)
Zu diesem Song brauch ich nicht viel zu sagen. Auch der ist einfach genial und bleibt einem im Ohr hängen wie ne Klette. Er ist eher langsam gehalten.

4. One (7:22)
DER Höhepunkt auf dem Album, und für die meisten auch in der Diskographie Metallicas. Der Text handelt von den Gedanken eines verkrüppelten Soldaten, der nicht leben aber auch nicht sterben kann, da er in einem Krankenhaus an Schläuchen etc. hängt. Zuerst beginnt der SOng mit einigen leisen Maschinengewehr und Helikoptergeräuschen, die vorausahnen lassen, um was es sich hier dreht. Es hat den Anschein als solle es eine Ballade werden, doch der Song steigert sich im weiteren Verlauf immer mehr und mehr bis er schließlich aggressiv wird. Dann kommt eine der besten Kompositionen Metallicas: Der brachiale Machine-Gun-Teil, danach das 3. beste Solo der Welt (wurde gewählt), dann noch einige Maschinengewehrschüsse, dann Schluss. Also wer das Ding noch nicht gehört hat, sollte es dringend nachholen.

5. Shortest Straw (6:33)
Mann, oh mann, wo kommen wir denn da hin? Kaum ist das Donnern von One erloschen, kommt auch schon der nächste Kracher. Aber ich fass ich kurz, sonst könnte ich über dieses Album einen Roman schreiben! Das Solo ist wieder spitzenklasse, auch die Strophen und der Refrain sind ohrwurmlastig und das Lied kommt im coolen Midtempo daher. Hammer!

6. Harvester of Sorrow (5:42)
Eigentlich DER Metallica-Live-Song und zusammen mit Dyers Eve DER Hasssong von Metallica. Ich glaube alles andere erklärt sich von selbst.
Warum? Weil er DER Ohrwurm schlechthin ist und eine ziemlich böse Energie ausstrahlt (man brauche sich nur einmal die Texte oder den Titel anzuschauen).

7. Frayed Ends of Sanity (7:41)
Diesen Song brauch ich nicht sehr zu beschreiben. Der Höhepunkt sit der Midteil, meiner Meinung nach eine der coolsten Erfindungen von Metallica. Also dieser Teil hat wirklich einen sauhohen Ohrwurmfaktor. Am besten mal selber reinhören!

8. To Live is To Die (9:49)
Meiner Meinung nach das beste Instrumental (eigentlich nicht ganz Instrumental, denn es werden ein paar Zeilen gesprochen)von Metallica. Dieses Stück soll ein Tribut an den verstorbenen Cliff Burton darstellen (Cliff Burton hat an diesem Stück noch mitgewirkt). Der Midteil ist so traurig, dass einem fast die Tränen kommen und man Gänsehaut bekommt. Genial!

9. Dyers Eve (5:13)
Zum Schluss treten Metallica nochmal richtig aufs Gaspedal. Dyers Eve repräsentiert eigentlich DEN Hasssong Metallicas, da James seine ganze Wut wegen seiner nicht so tollen Jugend herauslässt. Allerdings schade, dass sie ihn live nie gespielt haben, da Lars ihn nicht mehr spielen kann, weil die Double-Bass einfach zu schnell ist. EIn würdiger Abschluss des Albums!

Fazit: Also dieses Album ist eigentlich der Hammer schlechthin, wäre da nicht die schlechte Produktion. Also mir persönlich hat sie nicht gestört, und somit zählt das Album mit Master of Puppets und Ride the Lightning zu meinem Liebling. Klar, anfangs stört der teilweise fehlende Bass, aber man gewöhnt sich schnell dran, und ein Album in dieser Größenordnung findet man anderswo vergeblich. Also auf jedenfall Pflicht nicht nur für Metallicafans im Regal.

39 Bewertungen, 6 Kommentare

  • Mogry1987

    15.04.2006, 22:40 Uhr von Mogry1987
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH ;) LG Stefanie :) Frohe Ostern :)

  • Connector

    13.03.2006, 15:05 Uhr von Connector
    Bewertung: sehr hilfreich

    Danke für deine Lesung und zur Belohnung folgt auch gleich eine Gegenlesung. LG an Dich!

  • WreckRin

    06.03.2006, 17:04 Uhr von WreckRin
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & lg

  • skorbut

    28.02.2006, 23:38 Uhr von skorbut
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • Kamil_Jan

    21.02.2006, 11:46 Uhr von Kamil_Jan
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • Baby1

    14.02.2006, 22:09 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Anita