Angelcare AC 100 Testbericht
Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
- Übertragung:
- Design:
Erfahrungsbericht von ClaudiaRetzmann
Optimaler "Wächter" für unser Baby
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Und so machte auch ich mir meine Gedanken darüber. In einem Katalog für Babysachen und -zubehör fand ich dann den Angelcare-Geräusch- und Bewegungsmelder und möchte ihn nicht mehr missen.
WAS IST ANGELCARE?:
Wie bereits oben angedeutet, handelt es sich hierbei um einen Geräusch- und Bewegungsmelder. Anders ausgedrückt der Angelcare ist gleichzeitig Babyphon und Überwachungsgerät der Atembewegung.
D.h. zum einen übermittelt der Angelcare jegliche Geräusche aus z.B. dem Kinderzimmer. So dass man, wie bei jedem Babyphon, sofort hört, wenn das Baby wach ist und schreit oder hustet etc. Zum anderen überwacht der Angelcare die Atembewegung des Babys und gibt sofort Alarm, wenn diese länger als 15 Sekunden aussetzt.
WIE SETZT SICH ANGELCARE ZUSAMMEN?:
Das Angelcare-Paket enthält
1 Sender
1 Empfänger
1 Sensormatte sowie
2 Adapter à 9 Volt
sowie eine Bedienungsanleitung und einen „Leitfaden der Sofortmaßnahmen bei einem Atemstillstand im Säuglingsalter“ von der Johanniter-Unfall-Hilfe.
Der Sender
Der Sender hat eine „napfähnliche“ Form (mir fällt jetzt leider kein besserer Vergleich ein) der oben verschlossen ist und besitzt einen Durchmesser von ca. 10 cm. Er läuft nach oben hin ein wenig konisch zu. An dem Sender befindet sich eine biegsame längliche Antenne, diese ist ebenfalls 10 cm lang.
Oben auf dem Sender selber befinden sich drei Funktionsschalter („Tick“-Funktion, Kanal-Wähler, Auswahlschalter für die Funktionen „Babyphon und Atmungsbewegungen“, „Aus“ und „nur Babyphon“).
An der Vorderseite des Angelcare befinden sich drei Leuchten (Alarmanzeige, Ein/Aus-Anzeige und Bewegungsanzeige) sowie das Mikrophon, welches die Geräusche des Babys registriert und an den Empfänger übermittelt.
Auf der Rückseite finden sich dann zwei Eingangsbuchsen, einmal um den Adaper einzustecken, die andere für die Sensormatte.
Unter dem Sender befindet sich dann noch ein kleines „Rädchen“, mit dem sich die Sensibilität des Gerätes einstellen läßt.
Der Empfänger
Der Empfänger ist kegelförmig, hat unten einen Durchmesser von ca. 8 cm und eine Höhe von ca. 11 cm.
Oben besitzt der Empfänger eine Rundantenne, die aussieht, wie ein Griff und an der man den Empfänger auch bequem zu einem anderen Ort tragen kann.
Auf der linken Seite des Empfänger befindet sich ein Schalter zur Einstellung des Kanals, sowie darunter die Eingangsbuchse für den Adapter.
Auf der anderen Seite ist dann der Ein/Aus-Schalter, der gleichzeitig auch als Lautstärkeregler dient.
Auf der Vorderseite des Empfängers befindet sich zunächst ganz oben eine Kontrollleuchte, die anzeigt, ob das Gerät ein- oder ausgeschaltet ist.
Darunter befinden sich dann die Lautsprecher.
Unter dem Empfänger befindet sich noch ein Batteriefach für eine 9-Volt-Batterie, so dass man hier auch ohne Steckdose auskommt.
Die Sensormatte
Die Sensormatte hat eine rechteckige Form (25cm x 40 cm) und ist eine feste, harte Platte. An der schmalen Seite befindet sich ein Kabel, welches in die Eingangsbuchse des Senders gesteckt wird.
Der Adapter
Im Paket sind zwei 9-Volt-Adapter enthalten. Der eine verbindet den Sender mit der Steckdose, der andere ist für den Empfänger gedacht.
REICHWEITE:
Die Reichweite vom Sender zum Empfänger wird vom Hersteller mit 130 m angegeben. Ob dies genau zutrifft, kann ich jedoch nicht sagen, da ich es noch nicht bis auf diese Weite ausprobiert habe. Jedoch habe ich den Empfänger schon mal mit zur Nachbarin genommen, die ein Stockwerk unter mir wohnt, und der Angelcare hat ohne Störungen funktioniert.
WIE FUNKTIONIERT ANGELCARE?:
Zunächst wird die Sensormatte unter die Matratze des Kinderbettes gelegt. Dabei ist es wichtig, dass die Sensormatte auf einem harten Untergrund (Lattenrost) liegt und darüber direkt die Matratze. Die Sensormatte muß auch in Längsrichtung ins Bett gelegt werden.
Den Sender sollte man in einer Entfernung von ca. 3 m vom Bett aufstellen, dann die Sensormatte mit dem Sender verbinden und den Adapter des Senders in die Steckdose stecken.
Der Empfänger wird dann ebenfalls entweder mittels Adapter oder durch Batterien mit Strom versorgt und schon ist Angelcare startbereit.
Der Aufbau ist wirklich recht einfach und die beiliegende Aufbauanleitung auch sehr verständlich geschrieben.
Kommen wir nun aber zur eigentlichen Funktion. Nachdem man sein Baby ins Bett gelegt hat, stellt man den Sender ein. Hierbei habe ich nun verschiedene Möglichkeiten. Zunächst sollte man jedoch den Kanal wählen, zur Verfügung stehen zwei, Kanal „A“ und „B“, natürlich muß am Empfänger der gleiche Kanal eingestellt sein. Wir haben das Gerät immer auf Kanal „A“ stehen, weil der Empfang dort besser ist, aber das kann bei jedem anders sein.
Wie gesagt habe ich verschiedene Möglichkeiten den Angelcare einzustellen.
Da gibt es zunächst die Einstellung „BABYPHON & BEWEGUNG“:
Hierbei werden sowohl die Geräusche übermittelt, als auch die Atmungsbewegungen des Kindes kontrolliert. Wie es der Name schon sagt, handelt es sich bei letzterem um einen „Bewegungsmelder“, d.h. er kontrolliert nicht, wie man vielleicht annehmen mag, die Atmung des Babys, sondern die Atembewegungen bzw. überhaupt die Bewegungen des Babys!!
Am Sender blinkt dann bei jedem Atemzug bzw. bei jeder Bewegung des Kindes die grüne Bewegungsleuchte kurz auf. Setzt die Atmung des Kindes für länger als 15 Sekunden aus, gibt der Sender Alarm. Zunächst ertönt ein lautes „Tick“, 5 Sekunden später dann ertönt am Empfänger ein Alarmsignal, am Sender selber blinkt die rote Alarmleuchte auf.
Dies kann jedoch auch geschehen, wenn das Baby nicht mehr richtig über der Sensormatte liegt, sondern z. B. zum unteren Rand des Bettchens gerutscht ist, so dass es ab und an schon einmal zu einem „Fehlalarm“ kommen kann.
Wir hatten selber ein paarmal so einen Fehlalarm, was uns dann jedesmal aus dem Bett springen und voller Angst ins Kinderzimmer rennen ließ. Glücklicherweise konnten wir immer feststellen, dass sich unser Wonneproppen lediglich von der Sensormatte wegbewegt hatte. Trotzdem sag ich mir, lieber ein paarmal durch einen Fehlalarm aus dem Bett gesprungen...
Zusätzlich zur obigen Einstellung kann ich dann noch den Schalter „TICK“ auf „Ein“ stellen. Nunmehr ist jeder Atemzug und jede Bewegung des Babys zusätzlich noch mit einem deutlich vernehmbaren Ticken am Empfänger zu hören.
Diesen Schalter habe ich selbst jedoch nicht mehr eingeschaltet, weil mich das Ticken dann doch zu sehr störte. Zumal die Atemzüge eines Babys ja nicht immer gleichmäßig sind, so dass das Ticken mal schneller oder mal langsamer war und ich jedesmal wenn der nächste „Tick“ ein wenig auf sich warten ließ, sofort in Unruhe geriet und trotz des Angelcares nicht richtig schlafen konnte.
Für ältere Babys und Kleinkinder kann man den Angelcare dann auf den Schalter „BABYPHON“ stellen. Hier hat man eben nur das Babyphon zur Überwachung der Geräusche.
Am Empfänger selber kann ich mittels des Ein/Aus-Schalters auch die Lautstärke des Babyphons einstellen. Hierzu habe ich drei Stufen zur Auswahl. Je nach Umgebungslautstärke (wenn das Babyphon z.B. mit ins Wohnzimmer genommen wird) stelle ich die Lautstärke auf Stufe III, nachts steht der Empfänger immer neben meinem Bett, da reicht die Stufe I vollkommen aus.
WAS TUN IM NOTFALL?:
Sollte es (was ich niemandem wünsche möchte) zu einem Alarm kommen und der Atem des Babys bleibt aus, hat man hier die Möglichkeit bereits 20 Sekunden nach Atemstillstand mit Wiederbelebungsmaßnahmen zu beginnen.
Dem Lieferpaket liegt eine Broschüre „Leitfaden der Sofortmaßnahmen bei einem Atemstillstand im Säuglingsalter“ der Johanniter-Unfall-Hilfe bei. Dieser Leitfaden umfaßt jedoch nicht nur die Wiederbelebungsmaßnahmen bzw. Sofortmaßnahmen, er informiert sehr anschaulich und verständlich zudem am Anfang über Atempausen, Vitalfunktionen, Atmungs- und Kreisslaufsystem und Bewußtsein bei Säuglingen.
Diesen Leitfaden sollte man sich auf jeden Fall sehr gut durchlesen. Vor allem in Bezug auf die einzuleitenden Sofortmaßnahmen denke ich, ist es sinnvoll dieses Kapitel wirklich gründlich und mehrfach zu studieren, um im Ernstfall auch wirklich SOFORT Hilfe leisten zu können.
Natürlich MUSS man auf jeden Fall den Notarzt verständigen und darf sich nicht allein auf eigenes „Können“ verlassen. Jedoch verliert man keine wertvolle Zeit, da der Angelcare einen wirklich frühzeitig warnt.
WO ERHÄLT MAN DEN ANGELCARE?:[
Den Angelcare kann man in jedem guten Babyfachgeschäft oder in Katalogen für Babyzubehör kaufen. Ein Blick ins Internet bei Auktionen lohnt sich auch schon mal.
HERSTELLER:
Hersteller ist die Firma Funny Handelsgesellschaft,
J. Bahr & V. Hamann GbR
Hügelstraße 51
D-40589 Düsseldorf
Tel.: 0211/7948930
PREIS:
Ich habe den Angelcare (Modell AC101) im März 2001 im Angebot für 179,-- DM gekauft. Der „Normalpreis“ lag damals bei 249,-- DM.
Mittlerweile gibt es bereits das Modell AC201-R. Im Gegensatz zu meinem besitzen hier sowohl Empfänger als auch Sender die Möglichkeit des Batteriebetriebs, so dass im Falle eines Stromausfalls sofort auf Batteriebetrieb umgestellt werden kann. Zudem hat sich das Design des Senders ein wenig verändert, es ähnelt nun einer Wolke. Allerdings ist dafür auch der Preis gestiegen. Ich habe dieses Modell in einem Babyfachgeschäft für 149,95 € gesehen.
MEIN FAZIT:
Ich persönlich bin mit dem Angelcare mehr als zufrieden und kann ihn auf jeden Fall weiterempfehlen. Die Anschaffung ist zwar nicht gerade billig, aber gerade in dem Bereich sollte man nicht am falschen Ende sparen. Zudem ist der Angelcare eine Anschaffung, die man über mehrere Jahre hinweg nutzen kann.
Zur Zeit (mein Sohn ist nun über 1 Jahr alt) habe ich noch beide Funktionen (Babyphon & Bewegungsmelder) eingeschaltet. Sobald ich die Funktion Bewegungsmelder nicht mehr benötige, kann ich den Angelcare jedoch weiter als reines Babyphon nutzen. So dass ich meine, dass das Preis-/Leistungsverhältnis sehr gut ist, zumal ein gutes reines Babyphon auch seinen Preis hat.
Der Aufbau des Angelcares ist denkbar einfach und auch die Handhabung ist sehr gut und unkompliziert. Sowohl Sender als auch Empfänger sind handlich, nehmen nicht viel Platz weg und sind vom Gewicht her recht leicht, so dass man Angelcare auch schnell in der Tasche verstaut bekommt, wenn man mit dem Kind z.B. im Urlaub ist.
Auch zur Funktion kann ich nichts negatives berichten. Zwar hatten wir bereits den ein oder anderen Fehlalarm, welches jedoch daran lag, dass mein Sohn im Bett nach unten gerutscht war und nicht mehr optimal über der Sensorplatte lag. Dies ließ sich jedoch durch Verstellen der Sensibilität am Sender beheben, in dem wir in den ersten Wochen diese etwas höher einstellten.
Der Hersteller weist in seiner Anleitung allerdings ausdrücklich darauf hin, dass Angelcare KEIN medizinisches Gerät ist und NICHT zur Vorbeugung gegen das Syndrom des plötzlichen Kindstods dient. D.h. bei Risikokindern (also dort, wo die Ärzte bereits festgestellt haben, dass die Gefahr an plötzlichem Kindstod zu sterben sehr groß ist) soll auf jeden Fall eine Überwachung unter ärztlicher Aufsicht folgen.
Praktisch ist, dass ich den „Empfänger“ überall mithin nehmen kann, da ich dank der Funktion auch mit Batterie nicht auf eine Steckdose angewiesen bin. So hab ich im Sommer den „Empfänger“ immer mit auf dem Balkon stehen.
Ich persönlich fühle mich durch den Angelcare beruhigter. Früher, bei meinen anderen beiden Kindern, habe ich immer „mit einem Ohr beim Kind geschlafen“ und bin auch mehrfach nachts aufgestanden, um mich zu vergewissern, ob sie noch atmen. Wenn sie dann morgens ausnahmsweise mal etwas länger als üblich schliefen, hatte ich beim Betreten des Kinderzimmers immer ein banges Gefühl. Dank Angelcare brauche ich dies nicht mehr.
Allerdings waren die Geräusche, die bei der Funktion „Babyphon“ übermittelt werden, anfangs recht gewöhnungsbedürftig, da sich alles viel lauter anhört als es in Wirklichkeit ist. So hört sich das Atmen meines Sohnes manchmal wie lautes Schnarchen an, gehe ich dann aber ins Kinderzimmer, stelle ich fest, dass er gar nicht so laut atmet, dies nur durch das Gerät so laut übermittelt wird.
Momentan wird unser Kleiner nachts schon mal öfter wach. Er weint dann nicht, sondern beginnt in seinem Bettchen zu erzählen oder singt vor sich hin, auch das hört sich bei mir im Schlafzimmer durch den Empfänger viel lauter an, aber wie gesagt, daran gewöhnt man sich mit der Zeit.
Alles in allem ist der Angelcare ein äußerst praktisches und nützliches Gerät und ich kann hier guten Gewissens die volle Punktzahl geben.
Copyright Claudia Retzmann 2002
30 Bewertungen, 6 Kommentare
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01.02.2008, 11:57 Uhr von rpbm69
Bewertung: sehr hilfreichangelcare wird auch meine erste Wahl
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07.08.2002, 13:35 Uhr von 25188
Bewertung: sehr hilfreichkann ich nur bestätigen
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05.07.2002, 01:53 Uhr von LaMagra
Bewertung: sehr hilfreichwerd ich auch in ein paar Jahren kaufen :)
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04.07.2002, 12:59 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichUnd was ist mit Elektrosmog?
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21.03.2002, 11:28 Uhr von MiNic
Bewertung: sehr hilfreichHat nur einen Nachteil: Es ist nur eine Sensormatte dabei. beim lifegaurd sind es z.B. zwei, wodurch die Sensibilität beeinflusst werden kann und das Wachstum berücksichtigt wird. CU, MiNic
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21.03.2002, 11:27 Uhr von Jakini
Bewertung: sehr hilfreichden kann man auch gut zwei Mal lesen.
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