Aqua-Zoo Testbericht

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Erfahrungsbericht von katze35

Der Aquazoo in Düsseldorf

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Auf den Spuren Jacques Cousteau´s

Wenn man in einem Parkgelände der Weltstadt Düsseldorf nach kurzweiliger Unterhaltung Ausschau halten möchte, die lieben kleinen zu quängeln beginnen, dann sollte das Ziel des Ausfluges heißen: Nordpark Düsseldorf. Noch in den Babyschuhen steckend, war dies schon das bevorzugte Ausflugsziel meiner damals noch 3-jährigen (und schon ungepiercten) und mittlerweile vollpubertierenden Tochter. Der Nordpark ist mit dem PKW ebenso wie mit öffentlichen Verkehrmitteln gut zu erreichen und wie die Bezeichnung schon sagt, überraschenderweise im Norden der Stadt zu finden.

Unmittelbar in Eingangsnähe an der Kaiserswerther Straße (einer Hauptzufahrtsstraße zum Zentrum dieser Metropole) findet sich ein Bauwerk von typischer 80er Jahre-Architektur. Zweigeschossig und ausladend. Umgeben von einer Teichanlage an der vor dem Füttern der „Raubenten“ gewarnt wird. Man möchte, so denke ich und meine 13-jahrige, unge .... stimmt mir da voll zu, die Population dieser anheimelnden Geschöpfe in Grenzen halten.

Mit dem Eintritt in den Aquazoo, der täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet ist, wird man von dem gigantischen Skelett eines Pottwales begrüßt, dessen Laute man ununterbrochen abspielt und von den, in einem Großbecken bewohnten und benachbarten Eselspinguinen freudig erwidert wird. Der Familieneintrittspreis (2 Erwachsene und dazugehörige Kinder) von 11,00 Euro (jawoll, genau wie im Krefelder Zoo) schont nicht nur die Nerven und den Geldbeutel des Ernährers, sondern spiegelt die Familienfreundlichkeit dieser, von allen geliebten, Stadt wieder. – Ich hoffe, viele Kölner haben das jetzt gelesen –

Geschichtlich sollte man wissen, das der Aquazoo lange Nachkriegsjahrzehnte in einem gewaltigen Bunker inmitten der Stadt untergebracht war und den Namen Löbbeke-Museum trug. Hierzu findet man unter der Homepage: http://www.duesseldorf.de/kultur/aquazoo/infos/infos.html weitere Informationen.

Zurück zum Eigentlichen. Die Gestaltung der Becken lässt nicht nur auf viel Phantasie, sondern auch auf großen Sachverstand schließen. Hier wurde nicht gegeizt, hier wurde zweifelsfrei versucht, den Tieren einen naturnahen Lebensraum zu bieten. Vor allem die Korallenlandschaft in dem halbrunden 15 Meter langen Becken mit wirklich Tausenden von bunten Fischen fasziniert nicht nur Kinder. Wer aber nur darauf vorbereitet ist, Wasserbewohner in all ihrer Vielfalt zu bewundern (Vom mikroskopisch vergrößerten Plankton bis hin zum 3,50 Meter langen Ammenhai ist hier alles vertreten) wird angenehm enttäuscht. Denn nach dem ersten Teil des Rundganges, der von den Kleinstlebewesen der Meerestiefen über diverse andere Themengebiete im Zusammenhang mit Ozean, Teich, Fluß etc. zu den tropischen Amazonasfischen in einer nahezu Gebietsspezifischen Umgebung führt, beginnt nun der Teil der Reptilien.

Natürlich findet man auch hier ein typisches Tropenhaus (wenn auch nicht mit Krefelder Ausmaß, siehe einen der Vorberichte) indem man diverse Krokodil, Alligatoren und Kaimanarten bestaunen kann. Des weiteren werden in den zahlreichen Ausstellungsterrarien eine schier unerschöpfliche Anzahl von Klein- und Großreptilien gezeigt, dessen Höhepunkt sicher das gut 12 Meter lange Pythonterrarium darstellt. Mit bis zu 8 Meter langen Exemplaren stellt dieses sicher einen unvergesslichen Höhepunkt dar und weckte zumindest bei meiner Tochter den Wunsch nach einer süßen kleinen Babyanakonda, welche dort ebenfalls zu finden ist. Genug von Echsen, Kröten und Schlangen, der Rundgang führt nun zur, wie meine Frau hervorwürgte, Ekelabteilung: dem Insektarium.

Handtellergroße Vogelspinnen und gigantische Tausendfüßler (ungelogene 30 cm lang und Metzgerfinger dick) werden neben diversen Heuschreckenarten und riesigen Faltern gezeigt. Ein Falter von 24 cm Spannweite in einer wüstenähnlichen Landschaft (natürlich hinter Glas) tat es mir besonders an und ließ mich in der folgenden Nacht die schwarzen Skorpione vergessen, die meine verrückte 13-jährige zum streicheln inspirierten. Dieser Teil des Aquazoos ist in seiner Art einzigartig und ich möchte nochmals ausdrücklich betonen, dass es sich ausnahmslos um lebendes Getier handelt. Für die Mineralogen endet nun der Rundgang, denn hier werden Gesteinsarten (Vom Erzklumpen bis zum Goldnugget) und eine Anzahl von Versteinerungen sowie diverse Einschlüsse gezeigt.

Summa summarum bietet der Zoo eine spezifische Informationsbreite, die wohl alle Wünsche des Naturfreundes erfüllt und die Kleinen für wenigstens 3 Stunden ruhigstellt, bevor diese vor der Eingangstüre den obligatorischen Eiswagen entdecken. Zuletzt möchte ich noch erwähnen, dass die gesamte Ausstellungs- und Showfläche behindertengerecht gebaut wurde und das ein virtueller Rundgang auf der oben genannten Homepage möglich ist.

Viel Spaß bei einem möglichen Besuch wünscht euch

die (Meer)Katze

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