Wächter des Kreuzes (Taschenbuch) / Asensi Matilde Testbericht
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Erfahrungsbericht von m0gli
Illuminati lässt grüßen
Pro:
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Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Seltsame Zeichen zieren die Leiche eines Äthiopiers, der bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen ist. Keine zwei Tage nach dem Unglück ruft Kardinalstaatssekretär Sodano die renomierteste Paläographin des Vatikanischen Geheimarchivs zu sich: Ottavia Salina soll die Tätovierungen entschlüsseln. Aber warum zeigt der mächtigste Mann des Kirchenstaats ein so brennendes Interesse an dem Toten? Nur zögerlich weiht man die Ordensschwester ein in das Geheimnis um den größten Reliquienraub aller Zeiten. Die bei der Leiche aufgefundenen Holzsplitter stammen zweifelsfrei vom Heiligen Kreuz. Und: auf geheimnisvolle Weise sind auf der ganzen Welt nahezu alle Kreuzesreliquien verschwunden. Gemeinsam mit Hauptmann Glauser-Röist von der Schweizergarde und dem Archäologen Boswell verfolgt Ottavia die Spuren der Reliquienräuber, die sie auf seit Jahrhunderten existierende geheime Bruderschaft bringen. Sieben Prüfungen warten auf sie in sieben historische Städte des Christentums führen. In einem rasanten Strudel aus Abenteuern und geheimnisvollen Verflechtungen kommen sie dem dunkel um die geheime Bruderschaft immer näher ….
das Buch
Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN 3-423-20899-6
9,90 Euro
639 Seiten
aus dem Spanischen von Sivia Schmid
Originaltitel: El ultimo Catòn
die Autorin
Matilde Aseni geboren 1962 in Alicante. Bereits ihr Debutbuch "El salòn àmbar wurde in mehrere Sprachen übersetzt (1999). Mit ihrem zweiten Roman Iacocobus (2000) eroberte sie entgültig die Herzen ihrer Leser. Übertroffen wurde dieser Erfolg von diesem Buch, das zum Millionenseller wurde. Es wurde in alle Weltsprachen übersetzt.
weiterer Inhalt
Tätowierungen oder gar Skarifikationen sind ja heute in, viele „schmücken“ und „verschönern ihren Körper damit.
Die Haut eines Äthiopiers zieren sieben Kreuzesmuster und einige griechische Buchstaben, sie sind regelrecht in seine Haut geritzt worden und haben Narben hinterlassen. Pech nur für ihn, dass er tot ist.
Die hinzugezogene Wissenschaftlerin Ottavia Salina, Paläographin und Ordensfrau soll zusammen mit dem Hauptmann der Schweizer Garde Kaspar Glauser-Röist herausfinden, was die Kreuzmuster zu bedeuten haben. Ist auch die Zahl sieben bedeutsam. Und die griechischen Buchstaben? Haben auch sie eine Bedeutung?
Die Entschlüsselung der Buchstaben gelingt recht schnell und auch die Identität des toten Äthiopiers und vieles über seine Person gelingt ihr, als sie zu ihren Neffen in ihrer sizilianischen Heimat besucht.
Unterdessen kommt der Hauptmann hinter das Geheimnis der Kreuzeszeichen. So findet er u. a. heraus, dass sie auch auf einer Mauer eines uralten Klosters auf dem Sinai zu finden sind.
Zurück in Rom erfährt Signora Salina, dass man ihre Mitarbeit nicht mehr brauche, ja, dass sie auch ihrer Anstellung im Geheimarchiv verliere und nach Irland versetzt werde.
Natürlich fragt sie sich, was das solle. Natürlich möchte sie gerne an der Aufklärung des Falles weiterarbeiten und auch ihre Arbeit im Archiv, die sie liebt möchte sie nicht verlieren.
Doch ihr Gelübde lässt ihr keine Wahl. So steigt sie ins Flugzeug und fliegt nach Irland. Doch noch auf dem Flughafen muss sie umkehren, denn auf einmal braucht man sie doch in Rom.
Was ist passiert?
Hauptmann Kaspar Glauser-Röist war mit Professor Farag Boswell auf dem Sinai, wo er dem Kloster einen Besuch abgestattet und ein wichtiges Dokument gestohlen hat.
Dann überschlagen sich die Ereignisse. Es tauchen Verbindungen zur uralten und geheimen Bruderschaft der Staurophylakes auf, die sich „Wächter des Heiligen Kreuzes“ nennen und an verschiedenen Orten auf der Welt werden wertvolle Kreuzreliquien gestohlen.
Die Zahl sieben wird immer wichtiger. Nachdem dem Kloster gestohlenen Papier soll es sieben Prüfungen in sieben Städten geben, nur so soll der Weg ins irdische Paradies der Kreuzwächter erreicht werden können.
Plötzlich spielt die „Göttliche Komödie“ von Dante Alighieris eine Rolle, werden die Prüfungen immer schwieriger und gefährlicher und plötzlich finden sich alle „Gefährten“ weit unterhalb der Erdoberfläche wieder in einem „Bauwerk“ von unglaublichen Ausmaßen.
Die Göttliche Komödie wird zum Wegweiser durch die Prüfungen. Die sieben Todsünden müssen abgebüßt werden. Und das Rätsel muss möglichst schnell gelöst werden, denn die Geheimgesellschaft führt nichts Gutes im Schilde.
Hauptpersonen
Ottavia Salina, Paläographin, Sizilianerin, Ordensschwester
Kaspar Glauser-Röist, Hauptmann der Schweizer Garde des Vatikans
Professor Farag Boswell, Archäologe und Mitstreiter von Salina und Glauser-Röist
Leseprobe
Meinung
das Buch ist spannend und interessant. Allerdings ist es schon seltsam, dass man um eine Leiche einen solchen Aufwand betreibt, dass man gleich die Schweizer Garde des Vatikans hinzuzieht, dass von Anfang an selbst der um Aufklärung bemühten und ja genau deshalb hinzugezogenen Paläographin Ottavia Salina gegenüber nicht mit offenen Karten spielt. Die trägt natürlich zur Spannung bei, ist aber nicht ganz logisch.
Wer Dan Brown liebt, wer Bücher wie Illuminati und Sakrileg mag, wer überhaupt an Themen wie Vatikan und Geheimhaltung, Verschwörung rund um biblische Themen interessiert ist, dem wird auch dieser Roman gefallen. Allerdings erfordert die Lektüre des Buches ein gewisses Durchhaltevermögen, es ist nicht ganz so leichte Kost, da die Schriftstellerin doch zu langen Um- und Beschreibungen neigt, gerne ausschmückend wird. Erklärungen sind oft langatmig und werden dadurch nicht selten eher schwierig zu verstehen. Dazu kommt, dass sie für die eigentliche Handlung nicht unbedingt notwendig sind, diese hemmen und man aufpassen muss, den Handlungsfaden nicht zu verlieren.
Auch finde ich, ist vieles sehr dick aufgetragen, ja wirkt wie an den Haaren herbeigezogen. Wer kann sich schon eine Ordensschwester vorstellen, die als Paläographin im Geheimarchiv des Vatikans arbeitet und sich mit 39 erstmals der Tatsache bewusst wird, dass man als Frau Gefühle für einen Mann entwickeln kann, die über bloße Freundschaft weit hinausgehen.
Etwas langatmig fand ich auch die teilweise wortwörtlich Wiedergabe der Göttlichen Komödie, die ich zum Teil überschlagen habe, die alte Sprache Dantes mag für die Liebhaber der Klassik interessant sein, ich habe sie oft nur überflogen oder gar überschlagen. Die Erläuterungen und das Beziehungsgeflecht, welches zur Handlung beiträgt bzw. zur Lösung der Aufgaben notwendig ist bekommt man dennoch mit. Die Verwebung dieses Klassikers und die Behauptung, dass darin eine verborgene Botschaft steckt, gab es doch auf andere Art und Weise auch schon einmal. Wie war das noch mit dem Gemälde „Das letzte Abendmahl“?
Die Beschreibungen der historischen Hintergründe mögen zwar interessant und auch lehrreich sein, mir aber oft zu ausufernd und langwierig. Auch die Schilderungen der Stadtteile und Bauwerke der Orte an denen die Geschichte spielt, tragen meines Erachtens ein wenig zur Langatmigkeit bei. Teilweise kam es mir fast so vor, als wenn einem das Buch in der Hand einen Stadtplan ersparen könnte. So lernt der Leser Rom, Ravenna, Athen, Jerusalem, Konstantinopel, Alexandria und Antiochia kennen und zwar in Vergangenheit und Gegenwart. Man zähle die Anzahl der Hauptspielorte und kommt wieder auf …..? Ja genau, auf sieben.!!
Trotz der hier von mir genannten Punkte, kann ich den Roman den Freunden des Genres hauptsächlich wegen der Spannung des Buches durchaus empfehlen.
28 Bewertungen, 9 Kommentare
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03.05.2009, 16:52 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichGreetz from Wallcity Beartown
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31.03.2009, 14:01 Uhr von giselamaria
Bewertung: sehr hilfreichsehr interessant, vor allem vermutlich für Leser, die Magie usw. bevorzugen. prima Buchbericht!!!! schönen Tag noch und LG Gisela
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31.03.2009, 10:12 Uhr von Iris1979
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht. Liebe Grüße Iris
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31.03.2009, 00:12 Uhr von tina08
Bewertung: sehr hilfreichViele Grüße .... Tina
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30.03.2009, 23:48 Uhr von minasteini
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreicher Bericht.
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30.03.2009, 22:56 Uhr von juriS91
Bewertung: sehr hilfreichHoffe auf Gegenbewertung:) Lg Juri
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30.03.2009, 22:17 Uhr von timecode001
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Testbericht! Liebe Grüsse. timecode001
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30.03.2009, 22:14 Uhr von werder
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht! LG aus Hannover!
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30.03.2009, 22:12 Uhr von Düsseldorf
Bewertung: sehr hilfreichklasse geschrieben, lese gern
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