Autostadt Wolfsburg Testbericht

ab 5,87
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Erfahrungsbericht von sandwarrior

Geburtstagsgeschenk

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Autostadt

Heute erzählt euch Onkel Sandwarrior mal was über sein letztes Geburtstagsgeschenk.
Nein kein Fischbrötchen oder eine Seite Lachs.
Meine liebevolle Frau schenkte mir zwei Tage Autostadt Wolfsburg mit Übernachtung im TRYP was ich ja schon vorgestellt habe.
Vorneweg muss ich sagen, ich bin kein Autonarr und ein Auto ist für mich ein Gebrauchsgegenstand, daher war ich ein wenig skeptisch.
Eine Autoausstellung?
Nun gut geschenkt ist geschenkt und gekostet hat alles zusammen, also 2mal Eintritt und Übernachtung mit Frühstück 130 Euro, für 2 Erwachsene.

Anreise:
Die Autostadt ist in Wolfsburg gar nicht zu verfehlen, erstens sehr gut ausgeschildert und zweitens immer nur auf die einem Elefantenklo ähnelnden Türme des VW-Werkes zuhalten.
Unter www.wolfsburg.de gibt es auch noch einen Stadtplan, da kann man sich orientieren.
Parkplätze sind ausreichend vorhanden, sogar kostenlos, bis auf jene die direkt vor der Tür sind.
Wer mit dem Zug kommt, am Bahnhof raus, links über die Brücke den Mittellandkanal überqueren schon drin.
Am Mittellandkanal sind auch Bootsanlieger für Fahrgastschiffe, ob ihr da mit eurer Yacht hindürft, müsst ihr selbst erfragen.

Wir betreten eine riesige Halle und checken erst mal ein.
Jeder bekommt eine Chipkarte die man zum Einlass in die Autostadt-Ausstellung benötigt.
In dem Gebäude kann man nämlich noch sein Auto abholen oder in einem Mövenpickrestaurant speisen.
Im Keller befinden sich die Toiletten, Wickelraum, Garderobe und Schließfächer.
Dort kann man auch bei Mistwetter Schirme ausleihen.
Hier muss ich gleich mal die Konstrukteure loben, alle Ausstellungen, Gaststätten oder Toiletten sind für Behinderte oder Ältere mit Fahrstühlen ausgestattet und es ist auch wirklich der kleinste Winkel zu erreichen.
Wir wenden uns nach links und meine Tochter stürmt erst mal zu dem Glasfußboden in dem man etliche sich drehende Globen beobachten kann.
Die Eingangshalle wirkt schon futuristisch, sehr viel Glas und Metall, was sich weiter fortsetzen sollte.
Da entdeckt meine Tochter das Kinderland.
„Da will ich rein!“
Eine sehr große Spielewelt, in der man seine Kleinen für 1 ½ Stunden betreut spielen lassen kann.
Gokartbahn, Computerterminals, Riesenrutsche und noch etliches mehr, auch mit ausreichend Personal.
Die Kinder bekommen Aufkleber, auch noch einen für die Jacke und die Eltern einen Pager, falls mal was ist.
Im Sommer wird sogar ein Kinderführerschein mit Elektroautos im Verkehrsgarten angeboten.
Wir machen ohne Kind mal einen Erkundungsgang und ziehen uns einen Cappuccino rein.
Äußerst lecker unbedingt probieren.
Da ein Actionkino, mir passt sogar der Gurt.
Fast 5 min. Fahrt durch einen Motor, geil. Sind wir später mit Kind noch 5 mal gefahren.
Rolltreppe hoch, hier wird es für Kids und Autofreaks spannend, man kann sich an etlichen Computerterminals sein Lieblingsmodell selbst zurechtbasteln und auch ausdrucken.
Wir durchschreiten noch einen Windkanal, Hitzekanal und machen uns auf dem Stoßdämpfertester zur Lachfigur für die Zuschauer.
An einem Zuschauer wird simuliert wie man in den Gurten hängen kann, bei einem Überschlag.
Ein 360 Gradkino, Nebelsimulation und noch etliches mehr runden den ersten Teil ab.

Draußen erwartet uns ein kleiner See und wir eilen mal schnurstracks zum nächsten Haus.
Hier erwartet uns ein Rundgang durch die Geschichte des Automobiles.
Originale von den Anfängen bis Heute, alles schön bebildert und erläutert.
Zwischendurch gibt es fast in der ganzen Ausstellung, immer mal was zum spielen und anfassen, so das es den kleinen und großen Kindern nie langweilig wird.

Sehenswert ist auch im nächsten Erdhügel, die Bentleyausstellung.
Edle Limousinen und die Entstehungsgeschichte

Die Skoda-Ausstellung setzt auf geschichtliches und drapiert die neuesten Modelle in eine Märchenlandschaft.

Audi zeigt seine kraftstrotzenden Modelle in einem an die 4 Ringe erinnernden Pavillon.
Die 10 Ereigniszonen sollen Lebensstil, Erlesenheit und schnittige Eleganz darbieten, was sehr gelungen ist.

Seat setzt auf Kunst in Verbindung mit Lebensart und Qualität.

Lamborghini hat sich was besonderes ausgedacht, eine Licht und Lasershow, mit Vulkanausbruch und etlichem mehr, dazu der Motorensound.
Hier werden locker 110 dB erreicht so das es für Hörgeschädigte oder Herzkranke nicht zu empfehlen ist.

Und dann noch VW bis zum abwinken.
Im VW-Kubus werden alle VW vorgestellt, die am Markt sind.
Sehr zu empfehlen ist das Sphärenkino, dort wird der Film „ Typisch VW“ gezeigt.

Nutzfahrzeuge werden auf 1000 qm gezeigt, etliche Multimediainstallationen zeigen VW in der Berufs- und Freizeitwelt.

Anschließen tut sich das Kundencenter und die Autotürme, eigentlich das Wahrzeichen und von weitem zu sehen.
In jeden passen 400 Autos.

Wer es nobel mag, im Ritz-Carlton kann man 5 Sterneluxus genießen und standesgemäß übernachten.

Das Mövenpickrestaurant konnte überzeugen, man bekam am Eingang eine Chipkarte worauf sämtliche Speisen und Getränke gebucht werden und man beim verlassen bezahlt.
Etliche Themenbuffets bieten reichliche Auswahl und auch was für den kleinen Geldbeutel.

Öffnungszeiten:
Winter: 1.11-31.3
9:00 – 18.00 Uhr
Werktour werktags 9:15- 16:45 Uhr

Sommer: 1.4- 31.10
9:00- 20.00 Uhr
Werktour werktags 9.15- 18:15 Uhr

Eintrittspreise:
1-Tageskarte 2-Tageskarte
Erwachsene 14€ 21€
Ermäßigung 11€ 17€
Kinder 6-14 6€ 9€
Familienkarte 38€ 57€
2Erw.+3Kinder

Gruppen ab 20 Erw. 13€ 20€
Ermäßigt ab 20 10€ 15€
Ab 20 Kinder 5€ 8€

Ermäßigt sind Arbeitslose, Schüler, Studenten, Wehrdienstleistende und Zivis, Behinderte und Senioren ab 60.

Hotline: 0800 288678238

Beurteilung:
Es würde glatt den Rahmen sprengen, alles aufzuführen was zu sehen ist, ich behaupte ich habe auch noch nicht alles gesehen.
Wochentags werden in kleinen Shuttles Werksführungen durch die Produktion angeboten.
Zubuchbar ist auch noch ein Surviveltrainig mit Geländewagen durch einen sehr anspruchsvollen Parkur, weis aber nicht was das kostet, hätte ich aber gern gemacht.
Die Ausstattung ist vom feinsten, man ist ein wenig erstaunt, was man mit ein wenig Licht, Spiegel und Metall hinbekommt. Es wirkt alles ein wenig futuristisch.
Die ganze Anlage macht einen sehr gepflegten Eindruck und ist penibel sauber, erstaunlich bei der Menschenmenge.
Das Personal ist sehr freundlich und auch überall ansprechbar, erstaunlicherweise auch kompetent in allen Fragen.

Fazit:
Uns hat die Autostadt wunderbar gefallen und ich kann sie nur empfehlen.
Nicht nur für Autofreaks ein Erlebnis.
Meine Skepsis ist gewichen, die Autostadt Wolfsburg ist wirklich sehenswert.
Kinder würde ich erst ab ungefähr 4 ½ bis 5 Jahre mitnehmen, damit sie was davon haben.
Ich würde mir nun nicht unbedingt einen VW kaufen, weil ich dort war, aber das Ambiente ist eigentlich toll.
War ein wunderbares Geschenk und die trendige Frau von Heute findet hier mal ein ausgefallenes Geschenk, einfach mal im Reisebüro fragen.

Wer alles an einem Tag ablatschen will, dem tut frei nach Bully,
der Vau Weh.

Viele Grüße vom Autostadtwarrior

PS: Dieser Beitrag ist wie üblich dem Autogenen Karl Napf gewidmet, dem Entdecker des Autogen.

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