Ayers Rock Testbericht

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Erfahrungsbericht von dreamweb

Ein MUSS für Australienreisende

Pro:

sehr schön und faszinierend

Kontra:

Rechte der Ureinwohner beachten, immer genug Wasser mitnehmen, Wege nicht verlassen

Empfehlung:

Ja

Dreimal war ich jetzt schon in meinem absoluten Traumland Australien. Und wie so viele deutsche Touristen war auch ich am Uluru, auch Ayers Rock genannt. Seit dem der Berg aber wieder an die Aborigines zurück gegeben wurde, sollte man als Tourist doch die Höflichkeit besitzen, und den Abrigenes-Namen Uluru verwenden.


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BESONDERHEITEN
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Der Uluru bzw. Ayers Rock ist eine der zwei Besonderheiten des Uluru-Nationalparks. Neben den Olgas ist er alerdings riesig und besonders auffällig. Der Uluru ist der größte Monolith der Erde und ist wie die Olgas aus dem Erosionsschutt des einsigen präkambrischen Gebirges des Petermann-Range entstanden.

Für Touristen ist es schon ein Muss, diesen Berg aufzusuchen, der zwar rot aussieht, aber in eigentlich total dunkel ist. Nur durch den roten Wüstensand wird er rot gefärbt. Man kann den Berg besteigen, was anstrengender ist, als viele vermuten. Wir haben uns damals die Tortour erspart, da mein Vater Herzkrank ist und meine Mutter Astmatikerin. In beiden Fällen darf man diesen eher wie ein Hügel wirkenden Berg nicht besteigen. Leider richten sich viele Touristen nicht danach und so kommt es doch immer wieder auch zu Todesfällen.

Sofern man den Berg hinauf will, sollte man unbedingt auf festes Schuhwerk achten und sofern möglich schon in frühen Morgenstunden hoch. Denn hier in Australiens Mitte herrschen auch die extremsten Hitzetemperaturen. Über 40 Grad im Schatten und leider kein Schatten in der Nähe ist hier normal. Und den 348 Meter hohen Berg darf man hier nicht unterschätzen. Wer Rücksicht auf die religiösen Belange der australischen Ureinwohner nehmen möchte, der sollte davon absehen, auf den Ayers Rock zu steigen. Ein Aborigine hat mal gesagt \"Es wäre so, als wenn wir Aborigines auf Europäische Kathedrealen klettern würden.\"

Der Uluru wirkt wie ein Fremdkörper in der sonst so flachen Wüste und hat einen Umfang von 9 km. Man kann ihn also auch umwandern. Allerdings soll man dabei wirklich auf Wasser achten, denn nicht nur ein Tourist hat sich hier schon verlaufen und ist irgendwo ganz in der Nähe verdurstet. Strikt sollte man sich hier an die Wege halten und nicht einfach in der Wüstengegend mit anfänglich leichtem Pflanzenbewuchs umherlaufen.

Wir selbst haben einen Spaziergang am Uluru bzw. Ayers Rock englang gemacht und waren fasziniert von den verschiedenen Eindrücken, die wir hier bekamen. Denn es gibt hier zum einen Verwitterungen, die wie Darstellung von Tieren oder eben einem Gehirn ähneln. Zum anderen gibt es aber auch Spuren von Wasser, also sehr dunkle von oben herablaufende Spuren. Auch einige Pflanzen kann man hier sehen, je nach Jahreszeit sogar blühende Blumen.

Wichtig bei allem, was den Ayers Rock (Uluru) betrifft ist aber, die Rechte der Aborigenes zu wahren. Denn der Berg ist sehr wichtig für die Kultur und Zeremonien der Ureinwohner. Hier werden Mannbarkeitszeremonien und andere religiose Zeremonien abgehaltenl. Einige Gebiete dürfen von Touristen nicht betreten werden.

Sofern man um den Ayers Rock herumfährt oder herumspaziert, sollte man die Augen offenhalten. Wir selbst haben eine der Kragenechsen gesehen, die bei Gefahr einen Kragen aufstellen. Man läuft an Eukalyptusbäumen herum und bewundert die vielen Farben, in denen der Ayers Rock hier schillert. Auch viele Akazienarten wachsen hier.

Empfehlenswert sind die Tagesfahrten um den Ayers Rock. Hier hat man Gelegenheiten die Farbänderung des Berges zu den verschiedenen Tageszeiten festzustellen, zu bewundern und auch zu fotografieren. Oft sieht man erst auf den Fotos, wie unterschiedlich der Berg im Verlauf eines Tages wirkt. Besonders toll sind die Aufnahmen zur Abenddämmerung. Mit viel Glück erhält man hier spektakuläre Aufnahmen, das aber nur, wenn Wolken in Sicht sind. Und die sind hier eher Seltenheit.

Falls möglich, sollte man auch einen Ausflug zu den nur 30 km entfernten Olgas machen. Diese sehen aus wie große Kugelfelsen, aber wenn man nah ist, bemerkst man erst, wie riesig die Olgas doch sind. Dazwischen herlaufen macht riesigen Spaß.

Lohnenswert ist es zum Einen, selbst um den Uluru herumzulaufen oder sich wenigstens ein Stück der Landschaft anzusehen. Selbst bei größter Hitze gibt es hier immer einiges Grün, denn der Uluru ist ein natürlicher Wasserspeicher. Es gibt herrliche Farbkontraste zwischen den Grünfarben und dem rot der Wüste.

Ebenso empfehlenswert sind allerdings auch die Tagestouren, die mit modernen voll klimatisierten Reisebussen stattfinden. Meistens kann man dann den Ayers Rock in verschiedenen Farben bewundern, denn je nach Lichtverhältnis ändern sich die Farben des Berges. Zudem erfährt man hier interessantes zum Uluru. Bei einer dieser Touren konnten wir auch in ein Aborigines-Lager. Dort durfte man allerdings nicht fotografieren.


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ANREISE/UNTERKUNFT
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Am besten reist man von Alice Springs an. Das sieht aus wie eine Touristen-Oase und ist es auch. Trotzdem sind die kleinen Wohnungen, in denen man untergebracht sind, herrlich. Man kann zu Geschäften laufen und eben Touren zum Ayers Rock/Uluru und auch zu den Olgas unternehmen. Wer mit einem Flieger kommt, wird sich wohl wundern, dass dieser kleine Landeplatz überhaupt Flughafen genannt wird. So ging es uns damals.


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INTERESSANTE DATEN
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(aus einem Reiseführer)

Temperatur: Zwischen 45 Grad im Sommer und Minus 5 Grad im Winter
Durchschnittlich 10 Nachtfröste im Juli
200 bis 250 mm Jahresniederschlag, der unvorsehbar ist.
Sommerzeit: Dezember bis Februar
Winterzeit: Juni bis August.

Wir selbst haben die Gegend im Februar besucht, also noch zur Zeit der größten Hitze. Es waren meist weit über 40 Grad im Schatten. Für wen das nichts ist, der sollte im Winter anreisen oder in den Übergangsmonaten


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FAZIT
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Der Ayers Rock bzw. Uluru ist ein ganz besonderes Stück Australien, das für Jeden etwas bietet, der die Hitze verträgt. Man sollte hier immer genügend Wasser mithaben und sich nicht von den Wegen entfernen, denn die Liste der gestorbenen Touristen wird leider auch jedes Jahr länger. Trotzdem ist es immer noch ein wundervolles Stück Erde und eine faszinierende Gegend.


Liebe Grüße und danke fürs Lesen - Miara

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