Bauen Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von gp1977

Das Fertighaus und wie ich dazu stehe

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Als angehender Architekt wird man mir beim Thema Fertighaus sicherlich eine gewisse Subjektivität vorwerfen, aber ich möchte unbeeindruckt dessen meine Meinung äussern.

Fertighäuser sind einheitlich geplante und schnell \"fabrizierte\" Wohneinheiten, die in den Bergen genauso wie an den Küsten unseres Landes zu finden sind. Durch dekorativen Schnick-Schnack werden sie oberflächlich an die jeweilige Region angepasst, aber in wirklichkeit zerstören solche Fertighäuser nur das landschaftliche Gesamtbild. Das Problem das sich dabei stellt ist das, das die regionale Bauindentität und über Jahrzehnte gewachsene Baustrukturen damit aufgelöst werden und durch das einheitliche, ja sogar langweilige Bild des Fertighauses ersetzt werden.

Der Zweite Kritikpunkt ist der, das man im allgemeinen denkt, ein Fertighaus wäre kostengünstig, dabei wäre billig der passendere Begriff, denn baut man ein Fertighaus, muss man davon ausgehen, das es vorkommen kann, das chemische Mittel mitverarbeitet werden, die für die Umwelt und für die Bewohner des Hauses gesundheitsschädigend sind.
Desweiteren kann die Haltbarkeit eines Fertighauses eingeschränkt sein im Gegensatz zu einem individuell geplanten und durchgeführten Bauvorhaben.
Das die Kosten, die beim Neubau eines Fertighauses später in die Sanierung fliessen könne, kalkulieren die wenigsten Bauherren ein.
Somit lohnt es sich, auf eine verlängerte Lebensdauer zu spekulieren und vom Haus von der Stange, so wie es heute grössenteils angeboten wird, Abstand zu nehmen und lieber ein individuelles Bauvorhaben zu starten, indem der Architekt oder Bauingenieur von der Planungsphase bis hin zur Ausführung des Bauvorhabens beteiligt sind. Denn Architekten sind nicht Kostentreiber, sonder oftmals Garanten für eine höhere Qualität am Bau wie auch für einen Dialog von Bau und umgebender Umwelt und Landschaft.

Ich möchte nicht sagen, das ich grundsätzlich gegen das Konzept des Fertighauses bin, aber so, wie es in unserer heutigen Zeit hauptsächlich angeboten wird, muss ich dagegen sein.
Ein Fertighaus-Konzept, welches sich modular und individuell planen und errichten lässt, mit hochwertigen Materialien und einer kompetenten Bauplanung würde ich jederzeit unterstützen.
Man könnte auf vorhandene Module zurückgreifen und so individuellen Wohnraum schaffen, der auch im Dialog zur Umgebung steht und nichtsdestotrotz nicht teuer sein muss.

Ich möchte ausdrücklich hervorheben, das ich nicht gegen die Firma Haacke-Haus bin oder sie auf sonstige Weise schädigen möchte, ich wollte nur meine persönliche Meinung zum Ausdruck bringen. Diese Meinungsäusserung hätte auch unter der Rubrik Kampa-Haus oder Weber-Haus stehen können.

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