Biophar Canadischer Raps-Klee Testbericht

Biophar-canadischer-raps-klee
ab 14,02
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Summe aller Bewertungen
  • Geschmack:  sehr gut
  • Geruch:  sehr gut
  • Streichfähigkeit:  sehr gut

Erfahrungsbericht von streitline

Genetisch bedenklich

Pro:

lecker, streichfähig

Kontra:

enthält gentechnisch veränderten Raps

Empfehlung:

Nein

Wer in seinem Speiseplan auf Zucker verzichten möchte, greift zum Süßen von Speisen und als Brotaufstrich sicherlich gern auf Honig zurück. Neben Akazienhonig ist der Biophar Canadischer Raps-Klee-Honig schon seit langer Zeit fester Bestandteil meines Haushaltes.

Beschreibung und Meinung:

Verpackt wie viele Honigsorten – im Glas mit Schraubverschluss - findet man den Biophar Canadischer Raps-Klee-Honig in großen Supermärkten, jedoch beispielsweise nicht bei Aldi. Der Honig ist von hell-gelblicher Farbe, sieht milchgetrübt aus und ist von zähflüssiger Konsistenz. Dadurch ist er besonders streichfähig, lässt sich gut auf Brot verarbeiten, ohne davon wieder herunterzulaufen. Zum Süßen von Speisen ist er durchaus geeignet, wenn auch die Verarbeitung, das Verrühren, aufgrund der Zähflüssigkeit etwas schwieriger ausfällt als bei flüssigem Honig. Er zeichnet sich durch einen milden, zarten, nicht zu süßen Geschmack aus, was ihn bislang auf meiner Beliebtheitsskala an die erste Stelle rücken lies. Wie gesagt, bislang ... und jetzt, Schock!

Der Schock

Wollte ich über meinen favorisierten Honig einen positiven Bericht schreiben, ernüchterte mich meine Recherche im Internet grundlegend.
Der Hersteller garantiert auf seiner einzigen (und mickrigen und nicht informativen) Seite „ein naturbelassenes Lebensmittel von natürlich ausgereifter Qualität.“ Das hatte ich bis dahin auch geglaubt.
Ein Blick auf die Greenpeace-Seite versetzte mich dann kurzfristig in einen Schockzustand. Dort ist zu lesen: „Greenpeace-Analysen haben ergeben, dass der Honig Bestandteile von gentechnisch verändertem Raps enthält, der in der EU nicht zugelassen ist. Das Produkt ist nicht entsprechend gekennzeichnet.“

Fazit:

Ist es diesem Bericht auch fehl am Platz, mich über gentechnisch veränderte Lebensmittel auszulassen – hierzu könnte man eigens ein Forum eröffnen – fließt diese Kenntnis maßgeblich in die Bewertung dieses Produktes ein. War ich bei der Berichtsidee noch gewillt, die volle Punktzahl zu vergeben, tendiert der Wille jetzt gen Null. Ein glattes mangelhaft gibt es, weil mir der Honig – verflixt noch mal – schmeckt, aber der Genuss ist mit Erlangen der Kenntnis um seine gentechnische Bedenklichkeit stark getrübt; zumal noch keine Langzeitstudien über den Verzehr dieses Produktes existieren. In diesem Sinne sind 2,99 Euro zu viel für jedes Glas den Biophar Canadischer Raps-Klee-Honigs.

Auch wenn es weiterhin schwierig sein wird, gentechnisch-veränderten Produkten aus dem Weg zu gehen – schließlich weiß man nicht, wann man sie unbewusst und unwissentlich zu sich nimmt – hat mich das Wissen um den gentechnisch-veränderten Biophar Canadischer Raps-Klee-Honig dazu veranlasst, ihn von meiner Einkaufsliste zu streichen. Diese Entscheidung wird dadurch unterstützt, dass der Hersteller diesen Zustand auf dem Produkt nicht kenntlich macht. Denn dann hätte ich als Verbraucher die bewusste Entscheidungsmöglichkeit, dass Produkt zu kaufen oder nicht.

Meiner Ansicht nach verdient der Hersteller nicht das Wort „bio“ in seinem Namen.

In diesem Sinne:
„bio“ im Namen ist keine Garantie.

Quellen:
www.biophar.de
http://www.greenpeace.org/deutschland/fakten/einkaufsnetz/gen-technik-in-lebensmitteln

© streitline für ciao 20.03.2003
© streitline für yopi 21.03.2003

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