Bizarre Festival Testbericht
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Erfahrungsbericht von sentacs
Das geilste Festival meines Lebens!!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Am Freitag bis Sonntag (15.-17.08.2001) fand auf dem Flughafen Weeze Niederrhein (Kreis Kleve) das 15. Bizarre Festival im Rahmen der Popkomm statt.
*~*~*~*~*~*
*~Einleitung*~*
*~*~*~*~*~*
Das ich zu dem Festival gegangen bin grenzt schon an ein Wunder, denn eigentlich hatte ich mit einer Freundin (Kruemelchen83) geplant zum Ringfest nach Köln zu fahren und uns dort kostenlos Bands wie 4Lyn und Clawfinger anzuschauen, weil wir fürs Bizarre kein Geld hatten.
Doch am Dienstag vor dem Festival sind wir durch Zufall auf ein 10-Stunden-Gewinnspiel auf der Website von motor.de (Vielen Dank dem motor.de Webteam!) aufmerksam geworden und haben prompt jeder 2 Karten gewonnen und ein noch besseres Wochenende stand uns bevor. (Vermutlich hat sonst niemand mitgemacht *g*)
*~*~*~*~*
*~Tickets~*
*~*~*~*~*
Nun hatten wir also 4 Karten im Wert von 600,- DM, denn das Festival kostet für alle 3 Tage 150,- DM. Mitkommen wollte sonst keiner und deshalb beschlossen wir die Karten zu verkaufen.
Man konnte aber übrigens auch jeweils nur einen Tag hingehen. Für Freitag war der Preis etwas günstiger und für die Wochenendetage jeweils ca. 90,- DM.
Camping, Parken und der Shuttlebus waren übrigens im Ticket enthalten, was bei Rock am Ring z.B. nicht der Fall war.
*~*~*~*~*
*~Anfahrt~*
*~*~*~*~*
Die Anfahrt zum Festival per Auto ist wie folgt:
A 57 aus südlicher Richtung:
Abfahrt Uedem/Weeze (AS 4)
A 57 aus nördlicher Richtung:
Abfahrt Goch/Weeze (AS 3)
dann der Beschilderung zum Festivalgelände folgen
Die Anfahrt mit der Bahn ist wie folgt:
Bis Bahnhof Weeze, ab da Shuttle-Service zum Festivalgelände.
Wir sind mit der Bahn gefahren, was für mich von Hamburg bei einem 5 Stunden Hinweg (75,- DM) und 3 Stunden Rückweg (50,- DM) einen Gesamtpreis mit Bahncard von etwa 120,- DM ausmachte und somit angemessen ist.
*~*~*~*~*~*~*~*
*~Ankunft/Gelände~*
*~*~*~*~*~*~*~*
Das Festival fing am Freitag um 14 Uhr an und gegen 12 Uhr kamen wir am Bahnhof Weeze an.
Von dort aus mussten wir etwa 10 Minuten mit dem Shuttlebus fahren, der sehr regelmässig und häufig fuhr.
Das Festivalgelände lag etwas ausserhalb von Weeze auf dem Flughafengelände einer Kaserne oder ähnliches.
Dort angekommen erfasste uns erstmal große Disorientierung, denn zuerst mussten wir am Campingplatz für Wohnmobile vorbei ehe wir zu den Zeltplätzen gelangten. Dort war es zu dem Zeitpunkt schon super voll und man musste sehr weit laufen um einen freien Platz zu finden. Aber wir haben noch einen netten Platz an der Seite gefunden, der ziemlich dicht zu dem Festivalgelände war.
Links von den Zeltplätzen waren die Parkplätze, die aber ziemlich viele Löcher hatten und für manche Autos und vorallem für Fußgänger im Dunkeln sehr hereinfallend waren, im wahrsten Sinne des Wortes.
Das alles war kostenlos bzw. den Tickets enthalten und es gab genug Platz für alle, auch wenn man als Spätankömmling wirklich viel laufen musste.
Als wir unser Zelt aufbauen wollten, bemerkten wir das es total verschimmelt war, bis auf das äussere Teil. Deshalb versuchten wir wenigstens ein Dach zu bauen, damit wir bei Regen nicht nass wurden. Das Ganze muß sehr komisch ausgesehen haben *g*, sodaß ein paar nette Nachbarn fragten was wir da machten und uns ihr eines Zelt, welches sie als Gepäckzelt nutzen, als Tausch anboten. Also hatten wir auch damit sehr viel Glück und das zeigt auch schon wie nett dort alle miteinander umgegangen sind. (Vielen Dank an diejenigen übrigens!)
Unsere übrigen Karten sind wir übrigens ganz schnell am Bahnhof los geworden, die wir für 130,- DM verkauften, was für mich dann die Zugfahrt kostenlos machte, die mich ja 120,- DM gekostet hatte.
Übrigens, wer schlecht schlafen kann, sollte sich Ohropax mitnehmen, die es aber auch dort zu kaufen gibt, wegen der lauten Musik. Denn es wird die ganze Nacht durchgefeiert mit lauter Musik und Gebrülle. Einmal sind wir nachts hochgeschreckt weil es fünf mal geknallt hatte, alles nach großem Feuer klang und Polizeidurchssagen gemacht wurden. Das ganze schien mir im Halbschlaf wie im Krieg, aber später stellte sich heraus das da welche auf Container trommelten und daneben ein großes Feuer machten. *gg* Das war aber sehr unheimlich irgendwie.
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*~Toiletten~
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Auf dem Campingplätzen sowie aber auch auf dem Festivalgelände gab es sehr viele Dixiklos, die eigentlich ziemlich ordentlich waren im Verhältnis zu jeder anderen Veranstaltung mit Dixiklos. Sogar Klopapier gab es dort.
Desweiteren gab es ein paar LKWs mit ordentlichen Toiletten, die super sauber gehalten wurden, stets Klopapier hatten und sogar sehr nette Mitarbeiter hatten. Waschbecken gab es dort auch, nur leider keine Tücher und die Seife schien auch sehr alt. Das einzige was aber wirklich gestört hatte, war das man meist bis zu einer 3/4 Stunde anstehen musste, jedesmal 1,- DM bezahlen musste und das Wasser ständig ausging, weil die LKWs keine eigene Wasserzufuhr hatten.
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*~Duschen~
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Zum Duschen gab es zwei große Zelte, die ich allerdings nicht genutzt habe, weil man nur von sehr kaltem Wasser und viel Dreck hörte. Wie es genauer darin aussah kann ich leider nicht sagen, aber es waren sehr viele dort die 3 Tage lang nicht geduscht hatten, das fiel also kaum auf. Aber es war doch manchmal zum Verzweifeln wie dreckig man herum lief.
Dagegen half nur Wasserflaschen über den Kopf zu
kippen oder die vier Schläuche innerhalb des Festivalsgeländes unter denen man etwas Wasser schnuppern konnte. Ausserdem gab es dort auch einen \"Cooler\". Das war ein Durchgang in dem zarte Wasserstrahlen von der Decke kamen und die wir lange genossen hatten.
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*~Getränke/Essen*~*
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Auf das Campinggelände durfte man alles an Essen und Trinken mitbringen ausser Glasflaschen. Allerdings wurde da nicht genau kontrolliert, denn bei uns hat man nur eine von drei Glasflaschen gefunden.
Auf das Festivalgelände durfte man allerdings auch keine Dosen oder Plastikflaschen mitnehmen. Man durfte nur Getränkepackungen bis zu 1 Liter pro Person mitnehmen, weshalb wir meist nichts mitnehmen konnten. Einmal wurde aber auch meine Plastikflasche die ich dem Prüfer vor die Nase hielt, nicht beachtet.
Ansonsten gab es sehr viele Buden wo man z.B. exotisches Essen, Pizza oder Crepes kaufen konnte. Ein normaler Crepe lag bei 4,- DM.
Getränke gabs vom Sponsor Diebels für 4,50 DM für z.B. Wasser, Cola etc. und es gab Kakao/Kaffeestände sowie zwei Cocktailstände mit 12,- DM pro Cocktail und 10,- DM pro Mixgetränk. Viel Alkohol war aber nicht enthalten. Alles plus 2,- DM Pfand.
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*~Telefone~
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Telefone habe ich nirgends gesehen. Dort wo die Telefonzellen sein sollten, waren keine und auch sonst habe ich keine gefunden. Wer ohne Handy war wie ich, war also ziemlich aufgeschmissen.
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*~Sonstiges~*
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Ansonsten gab es noch Attraktivitäten der Telekom, eine Spielhalle, Bunggee-Jumping, eine Kartbahn, eine Chill Out Zone, eine Plattenbörse und einen Schlafbunker.
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*~Einkaufen*~*
*~*~*~*~*~*
Einkaufen konnte man ca. 5 Minuten vom Bahnhof Weeze zu Fuß bei Penny und einem anderem Supermarkt, die man per Shuttlebus ja stets erreichen konnte.
Ausserdem gab es auf dem Campingplatz noch einen LKW mit wichtigen Dingen die man beim Zelten brauchte wie z.B. Schlafsack, Stühle, Taschenlampen etc. Eine gute kleine Taschenlampe mit Batterie kostete dort z.B. 10,- DM und war uns eine große Hilfe im Dunkeln im Zelt klar zu kommen.
Merchandise Produkte konnte man kaufen, allerdings nicht wikrlich viele und die besten Bands fehlten. Die Preise waren unterschiedlich je nach Band.
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*~Ticketsumtausch~*
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Die Tickets konnte man mitten auf dem Campingplatz gegen ein Bändchen eitauschen. Das war diesmal nicht nur ein Papier- oder Plastikbändchen, sondern ein Stoffbändchen welches recht hübsch aussieht und besser hält. Mit einem Metallstück und einem Werkzeug bekam man es dann befestigt.
Übrigens:
Bei den vielen Buden und beim Ticketsumtausch handelte es sich zum grössten Teil um Holländer, was wohl an der Nähe zu Holland lag und man hatte manchmal ein paar Verständigunsprobleme.
*~*~*~*~*
*~Wetter~*
*~*~*~*~*
Von Rock am Ring im Juni noch gequält, wo es nachts nämlich bis auf 4 Grad Celsius abkühlte und fast nur regnete und auf Grund einer (Un)Wettervorhersage von wetterspiegel.de, habe ich mir dicke Pullis eingepackt und das Schlimmste befürchtet. Aber das krasse Gegenteil war der Fall. Am Freitag und Samstag hatten wir bis zu über 30 Grad Celsius und nachts um die 20 Grad Celsius und statt dem Erfrieren bei Rock am Ring, konnten wir kaum schlafen vor Hitze. Nur Samstag morgens hatte es etwas geregnet. Am Sonntag war es etwas kühler und angenehm. Aber ich habe einen fetten Sonnenbrand und einen leichten Sonnenstich abbekommen.
*~*~*~*~*
*~Publikum~*
*~*~*~*~*
Das Publikum bestand aus etwa 40.000 gut gelaunten Leuten.
Das Publikum bzw. die Festivalbesucher waren alle super nett und zuvorkommend. Es gab sehr viele verrückte breite Leute, aber das war nie schlimm, sondern einfach nur lustig.
Man wunderte sich öfters mal über die ganzen Leute die alle ständig \"Helga\" riefen, aber wie wir erfuhren handelte es sich wohl um ein Mädchen was ein paar Festivals zuvor von ihrem Freund gesucht wurde und dieser überall nach ihr rief und seither scheint das der \"Running Gag\" des Festivals zu sein.
Die Stimmung war auch fast überall perfekt.
Auch beim Stage Diving wurde immer sehr genau darauf geachtet, daß keiner herunter fällt, was bei anderen Konzerten nie so genau getan wurde.
Bei Rock am Ring dagegen waren die Leute alle voll gelangweilt, viel spiessiger und sind kaum abgegangen.
Aber hier waren alle wirklich klasse gelaunt und vernünftig. Prolls oder Spiesser gab es so gut wie keine und man spürte die Ähnlichkeit der vielen Leute. Ich glaube wenn die ganze Welt nur voller solcher Leute wäre, wäre alles sehr viel spassiger und schöner.
*~*~*~*~*
*~Security~*
*~*~*~*~*
Die Securitys waren eigentlich besser als bei anderen Veranstaltungen, jedoch gab es auch hier Ausnahmen. Betitelt haben sie sich \"Communicate Peace\" was einen großen Lacher hervorrief.
Meist wurde sehr viel Rücksicht auf die Festivalbesucher und auch aufs Stage Diving genommen und auch die Laune war nicht so genervt wie es Securitys meist sind.
Aber am zweiten Tag gab es doch größere Probleme. Beim Auftritt von Green Day hatte man wohl zu viele Leute in die erste Absperrung gelassen und es gab ein paar leicht Verletzte, worauf die Securitys ohne Grund brutal gegenüber den Festivalbesuchern waren. Einer fasste die Leute die langsam aus der Absperrung kamen ziemlich brutal an und wenn dann mal jemand schnell lief, bat er sie langsamer zu werden, der Witz überhaupt.
Ausserdem standen wir stundenlang davor um in die vordere Absperrung zu kommen und man sagte uns immer dort käme keiner mehr herein, wir sollen doch auf die andere Seite gehen. Auf der anderen Seite wurde aber genau dasselbe gesagt und erst nach langer ruhiger Diskussion checkten auch die Securitys das.
Das Stage Diving wurde bei der Bühne aber erstmal verboten, wegen der Verletzten und wer sich nicht daran hielt, bekam einen Strich auf dem Arm und bei Wiederholung das Bändchen durchgeschnitten. Aber ein Rockfestival ohne Stage Diving, ist kein Rockfestival und das war auch wohl kaum Grund für Verletzte.
Bei der anderen Bühne, der Second Stage gab es drei Absperrungen, bei denen man oft ohne Grund sehr lange warten muste. Ein Security schlug brutal auf einige ein, weil die hinter ihm nach vorne drängelten, er schlug also völlig grundlos. Es wurden teilwesie Hunderte Leute heraus gelassen und keine herein, was sehr unlogisch war und wenn dann aber eine neue Band auf die Bühne kam, hat man alle herein gelassen, sodaß es oft viel zu voll war. Das ging also auch nicht so gut.
Ausserdem bekam man nur selten Wasser von den Securitys. Manchmal ging aber auch das ziemlich gut und sogar Bier wurde verteilt. Aber leider wurde meistens am Anfang sehr viel Trinken verteilt und zum Ende wo man total fertig und durstig war, war kein Wasser mehr da und zum Kaufen musste man aus den Absperrungen heraus und wäre bei dem Andrang nur schwer wieder herein gekommen.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatten ein paar Idioten die Radmuttern von vielen Autos geklaut, was sehr gefährlich werden konnte und deshalb wurde vor jedem Auftritt eine Durchsage gemacht, was ich sehr gut finde.
Zwischen den Auftritten gab es immer Pausen von 15 bis zu 25 Minuten, was wirklich nötig war um sich auszuruhen, was zu trinken, zu essen und zur anderen Bühne zu wechseln.
*~*~*~*~*
*~Line up~*
*~*~*~*~*
>>Freitag 17.08.2001:
>>>Main Stage:
14:00 Nelly Furtado
14:45 Feeder
15:30 JJ72
16:25 Spooks
17:15 Tricky
18:45 Manic Street Preachers
20:10 Guano Apes
21:50 Foo Fighters
>>>Electronic Beats Stage:
15:00 No Jazz
15:45 Project 2000
16:35 N.O.H.A.
17:35 Hooverphonic
18:35 Dub Pistols
19:35 Utah Saints
20:35 Mouse On Mars
21:55 Dreadzone
23:30 Arling & Cameron
00:30 Basement Jaxx
02:00 LTJ Bukem + MC Conrad
>>>Ausserdem gab es noch den Shelter, eine kleine Bühne auf der unbekannte Bands spielen durften. Eine war wirklich klasse, nur leider weiß ich den Namen nicht. Klang wie Das Bett oder Respect oder so *gg*
>>Samstag 18.08.2001:
>>>Main Stage:
12.00 Psycho Path
12.40 Boy Hits Car
13.25 Blackmail
14.15 Staind
15.00 BS 2000
16.00 Apocalyptica
17.00 Green Day
18.20 Queens of the Stoneage
19.40 New Model Army
21.20 Stone Temple Pilots
23.00 Prodigy
>>>Second Stage:
12.00 Hosh
12.30 Subterfuge
13.00 Scycs
13.30 Uncle Ho
14.15 Sub7even
15.00 Das Department
15.50 Sportfreunde Stiller
16.50 Josh Joplin Group
17.50 Blumfeld
18.50 Fünf Sterne Deluxe
20.10 Thomas D.
22.00 Emil Bulls
22.30 The (International) Noise Conspiracy
23.15 Slut
00.05 Ash
01.05 Thumb
02.00 Backyard Babies
02.55 Nickelback
>>>Ausserdem wieder Bands auf der Shelter Bühne.
>>Sonntag 19.08.2001:
>>>Main Stage:
12.00 Sub Simplex
12.30 311
13.25 Alien Ant Farm
14.20 Grand Theft Audio
15.20 Fear Factory
16.35 Xzibit
18.00 Iggy Pop
19.40 Papa Roach
21.30 Die Ärzte
>>>Second Stage:
12.30 Danko Jones
13.50 Turbo ACs
13.05 Undeclinable
14.35 Heideroosjes
16.05 Vandals
16.55 Ignite
17.45 Mad Caddies
18.40 Beatsteaks
19.40 Donots
20.40 Less Than Jake
*~*~*~*
*~Musik~*
*~*~*~*
Die Musik war sehr laut beim Festival. Bei Rock am Ring im Juni war die Musik immer sehr leise, aber hier sind einem fast die Ohren weggedonnert und das war auch gut so. Es gab nur wenige Bands bei denen der Sound nicht so gut war, eine davon waren Papa Roach, meine eigentlich Lieblingsband, aber dazu später mehr.
Die Bands die ich mir angeschaut habe, waren folgende:
>>Freitag:
>>>JJ 72: Von denen habe ich leider nur das Ende mitbekommen, habe sie aber vom Zelt aus schon gehört. Der Sänger hat eine ziemlich gute Stimme, aber im Grunde ist die Band sehr eintönig und nicht gerade der Knaller bis auf den Song \"October Swimmer\".
>>>Tricky: Diese Band ist sehr extravagant und musikalisch sicher sehr gut, jedoch nur für wirkliche Anhänger der Band ein Knaller, ansonsten ziemlich einschlafend. Gespielt wurden 10 ziemlich langscheinende Songs.
>>>Manic Street Preachers: Yeah, mein persönliches Highlight, eines davon. Als großer Manics Fan habe ich den Auftritt sehr genossen. Bei Rock am Ring war ich ziemlich enttäuscht, weil wir nur sehr weit hinten standen, die Musik sehr leise war und \"The Everlasting\" nicht gespielt wurde. Doch beim Bizarre war die Musik sehr laut und auch mein Fave Song wurde endlich gespielt. Das Konzert in Hamburg war zwar noch besser und die Stimme des Sängers war auch schon mal besser, aber trotzdem war der Auftritt sehr gelungen und großartig. Ich habe mir auch gleich ein Shirt der Band gekauft, was aber mit 50,- DM sehr teuer war. Gespielt wurden 15 Songs, darunter viele des letzten Albums, die Hits und wenige ältere Songs.
>>>Guano Apes: Die Guano Apes waren wie immer ziemlich langweilig, weil die Stimme der Sängerin nicht unbedingt die beste ist und alle Songs gleich klingen. Auch musikalisch sind sie nichts Besonderes und nach 17 Songs war man froh das es endlich zu Ende war. Nur drei Songs waren ganz ok, ansonsten hatte keiner mehr viel Lust auf die Band und bei der Zugabe wurde gebuht.
>>>Foo Fighters: Die Foo Fighters sind eine sehr gute Band und waren ein nettes Ende des Tages, von dem wir super erschöpft waren. Gespielt wurden 15 Songs und langweilig wurde es kaum.
>>Samstag:
>>>Boy Hits Car: Diese Band war ziemlich gut, etwas eintönig, aber sonst wirklich gut und hat viel Stimmung gemacht.
>>>Uncle Ho: Uncle Ho waren wie immer sehr gut und haben schön gerockt. Leider war die Stimmung nicht ganz perfekt, aber der Spass hat trotzdem nicht gefehlt und ganz besonders der Song \"I don´t care if you like me\" blieb lange im Ohr hängen.
>>>Sub7even: Von dieser Band haben wir nur den Anfang gesehen, weil meine Freundin die unbedingt sehen wollte, ich sie aber schon vom Auftritt beim Wallsbüll Festival nicht mochte. Diesmal wurde zwar gänzlich live gespielt, aber die Songs, Stimme, Lyrics und das Englisch waren noch immer schlecht.
>>>Staind: Diese Band von Limp Bizkit Frontman Fred Durst haben wir auch nur kurz gesehen. Sie war zwar nicht so schlecht wie man es von einer Band Fred Durst`s zu erwarten hat, aber der Knaller waren sie auch nicht.
>>>Sportfreunde Stiller: Diese Band hatte ich mal bei einem Auftritt in Kiel gesehen wo nur etwa 40 Leute zuschauten und hier war dagegen die ganze Halle voll und die Stimmung wahnsinnig. Die Band war wirklich großartig, die Stimme ist einzigartig und auch die Lyrics sind echt gut. Musikalisch natürlich auch sehr klasse und man hatte seinen Spass.
>>>Green Day: Diese Band haben wir mehr gehört als gesehen, weil wir keine Möglichkeit hatten in die vordere Absperrung zu gelangen, dank der tollen Securitys und hinten hätten wir auch nicht viel mehr gesehen. Aber Green Day sind sowieso nicht so berauschend und ausser den zwei alten Songs wie \"Basket Case\" ging nicht viel ab und die Musik war eher schlecht als recht.
>>>Queens of the Stoneage: Diese Band ist sehr extravagant und musikalisch sicher sehr gut, aber trotzdem nicht mein Fall. Wir haben sie dazu genutzt uns etwas auzuruhen, denn dafür ist die Band auf alle Fälle großartig geeignet und bei den langen 11 Songs die sie gespielt haben sehr erholsam.
>>>New Model Army: Diese Band habe ich mir auf Empfehlung von Halo_Fourteen angeschaut und kann hier eigentlich nur dasselbe wie von den Queens of the Stoneage behaupten. Allerdings habe ich mir auch nur die Hälfte angeschaut, weil wir uns den Platz vor der anderen Bühne sichern musssten.
>>>Thomas D: Bei diesem Herrn war ich sehr überrascht. Aus TV Berichten weiß ich ja das seine Live Darbietung ein großes musikalisches Ergeinis ist, habe aber immer aus Langeweile abgeschaltet und auch nicht mehr als bei den Fanta 4 erwartet. Auch sonst habe ich mich kaum für seine Musik interessiert, wurde erst durch den Song \"Gebet an den Planet\", der von den Lyrics her der beste je dagewesene Song der Welt ist für mich, auf ihn aufmerksam. Das was man sah war aber nicht nur Hip Hop, sondern hat richtig gerockt. Das was ich da gesehen habe, war wahnsinn. Die musikalische Darbietung war wirklich der hammer, die Stimmung unglaublich und viel größer als bei fast jeder anderen Band des Festivals und die Lyrics sind sowieso der absolute wahnsinn. Gespielt wurden 12 Songs unterstützt von einer großartigen Band. Thomas D hat jetzt auf jeden Fall einen Anhänger mehr, denn das ist wirklich großartige künstlerische Musik. Hut ab!
>>>Emil Bulls: Diese Band war auch ziemlich klasse, besonders wenn man bedenkt das sie deutsch sind. Sie werden zwar immer etwas herunter gemacht, von wegen sie würden anderen amerikanischen Bands nacheifern, aber ich kann da kaum Zusammenhänge erkennen und diese Band rockt einfach ziemlich geil. Der Auftritt war mit 7 Songs aber leider etwas kurz.
>>>The international Noise Conspiracy: Diese Band ist wie erwartet sehr extravagant und hat sehr gerockt. Die Stimmung war auch sehr gut. Die Lyrics sind unglaublich und auch die musikalische Darbietung ist echt der hammer und viel besser als erwartet. Gespielt wurden 8 Songs.
>>>Slut: Diese Band habe ich auch schon ein paar Mal vorher live gesehen, aber erst hier ist mir aufgefallen wie poppig sie eigentlich ist. Sie ist zwar musikalisch nicht schlecht, weil die Stimme klasse ist und die Musik etwas extravagant für Popmusik, aber gerockt hat sie nicht wirklich. Leider hat man auch die Stimme des Sängers kaum gehört und von den Lyrics absolut null verstanden. Der Song \"No time\" war der einzig wirklich klasse Song von den 7 Songs. Aber im Grunde genommen hat diese Band hier nicht wirklich hingepasst und vorallem nicht zeitlich zwischen diesen Bands.
>>>Ash: Ash sind schon ziemlich geil und haben auch sehr gerockt, allerdings fehlt der letzte Kick zum wirklich großartig sein und das war mir auf Dauer zu eintönig. Ausserdem war ich zu dem Zeitpunkt schon kurz vorm Umkippen. Aber im Grunde haben sie schon sehr gutes Potential, auch wenn die Melodien etwas besser sein könnten.
>>>Thumb: Diese Band war für mich der Abschluss des Tages, bei dem wir nochmal sehr abgegangen sind. Die Stimmung war klasse und die musikalische Darbietung war viel besser, als sie mir bei Rock am Ring schien, als sehr eintönig nämlich. Aber das war überhaupt nicht der Fall, diese Band hat super gerockt und ist mal wieder eine großartige Sache von einer deutschen Band. Einfach geil.
>>>Backyard Babies: An diese Band hatten wir große Erwartungen, wurden aber nach den ersten zwei Songs schon ziemlich enttäuscht und dann hat uns die Erschöpftheit gänzlich gepackt und wir sind schlafen gegangen.
>>Sonntag:
>>>Alien Ant Farm: Dieser Band verdankten wir indirekt die Karten, weil sich die Gewinnspielfrage um sie drehte und somit wollten wir sie nicht verpassen. Von Rock am Ring wussten wir schon, daß sie nicht gerade der Knaller sind, aber zu dem Zeitpunkt hatten wir eh nichts besseres vor. Allerdings mussten wir so lange warten um in die vordere Absperrung zu gelangen, daß wir wieder mehr hörten als sahen und schon nach kurzer Zeit keine Lust mehr hatten auf die Band, weil sie wirklich nichts besonderes ist und nicht wirklich rockt.
>>>Undeclinable: Diese holländische Band war sehr jung und hat ziemlich gerockt. Sie hat mir wirklich ziemlich gut gefallen, wenn auch vom Sitzen aus.
>>>Heideroosjes: Diese holländische Punkband war schon ziemlich klasse, aber nicht wirklich mein Fall. Die Unterhaltung war auf Grund des holländischem Deutsch sehr lustig, es gab auch deutsche Songs und die Lyrics waren sicher ziemlich geil, Punk halt, aber trotzdem nicht das allerbeste.
>>>Vandals: Oje was soll ich zu dieser Band sagen, deren Anhänger waren ziemlich brutal und nervtötend und auch die Musik und die Lyrics sind nicht mein Fall. Ich hab die ganze Zeit 12 Songs lang nur aufs Ende gehofft und stand mit einem Becher Fanta für Wuschel (Kruemelchen83) in der Schlange zum Einlass der nächsten Absperrungen fest zwischen den ganzen Brutalis.
>>>Ignite: Diese Band ist nicht schlecht, rockt schön, ist aber nicht unbedingt dauerhaft spassig und war demnach nicht der Knaller, sondern eine gute Nutzung zum Ausruhen, die aber nach 14 Songs zu lang war.
>>>Mad Caddies: Mit dieser Band begann mein Highlight des Festivals. Geiler Skapunk aus Amerika, ähnlich den Less Than Jake, aber noch einen Tick besser. 16 geile Songs von Blasinstrumenten begleitet zum Abgehen haben mir super viel Spass bereitet. Diese Art von Musik ist wahrscheinlich das geilste was es gibt und dementsprechend geil war es auch. Einfach mit das geilste was ich bisher an Konzerten erlebt habe.
>>>Beatsteaks: Diese Band kannte ich schon vom Die Ärzte Konzert in Hamburg als Vorband und ich hatte wieder ein Surfen des Sängers über die Menge mit Surfbrett erwartet. Dies geschah auch, allerdings durfte er auf Grund der Zwischenabsperrung nicht sehr weit hinaus. Die 12 Songs haben aber ziemlich gerockt und der Spass war auch sehr groß. Eine ziemlich gute Band für eine Deutsche und am Ende hat Ingo von den Donots bei \"Shut up, Stand up\" mitgesungen, was mit am besten war. Der beste Song war aber eindeutig der letzte \"Kings of Metal\" und musikalisch wirklich schön ist. Eine großartige Band.
>>>Papa Roach/Donots: Ja und nun stand ich vor einer Zwickmühle. Die Bands zuvor hatten mir so viel Spass auf eine meiner Libelingsbands gemacht, den Donots. Andererseits war da aber meine absolute Lieblingsband nach Silverchair und zwar Papa Roach auf der anderen Bühne und es fiel mir wirklich schwer wohin ich gehen sollte. Auf keine Band hatte ich mich mehr gefreut als auf Papa Roach, also entschloss ich mich schweren Herzens zu denen zu gehen. Was mich da erwartete war aber die grösste Enttäuschung überhaupt. In die vordere Absperrung war kein Gelingen und hinten war es zu voll, daß man nichts sah und entweder keine Stimmung gab oder zu brutal für mich war. Ich schaute also nun die ersten zwei Songs und war so super enttäuscht. Man hörte die Stimme des Frontmans Coby kaum und die Musik war super leise, was mich sehr verwunderte. Denn bei Rock am Ring hatte Coby die ganze Technik zerstört, weil er, der ja bekanntlich viel zu viel Drogen nimmt, dort mit dem Sound des Festivals nicht einverstanden war, aber gerade hier wo der Sound bei allen Bands perfekt war, war es bei ihnen super schlecht. Naja, dann hat Coby sich das Mikrophon mal wieder gegen den Kopf gehauen und sich blutig geschlagen, wovon er auch null Kenntnis nahm und ich war super enttäuscht und traurig und ging zu den Donots zurück. :-(( Bei den Donots kämpfte ich mich schnellstmöglich in die vorderste Absperrung und bekam die letzten drei (vier einhalb) Songs zu sehen, was für mich absolutes Highlight des Festivals war. Ich hab zwar leider viel verpasst von ihnen aber wenigstens den geilsten Song \"Were not gonna take it\" bekam ich noch zu sehen und konnte geil abgehen, was man bei kaum einer anderen Band besser kann. Der geile Guido *g* sprang dann mitsamt seiner Gitarre zum Stagediving in die Menge und alles war einfach nur geil. Leider haben die Donots nur 9 Songs gespielt und waren für mich eh schon viel zu kurz.
>>>Less Than Jake: Und der Spass ging weiter. Less Than Jake waren auch eines der absoluten Highlights und haben mit ihrem Skapunk noch mehr Spass verbreitet als die Mad Caddies. Ausser den Bläsern gab es noch einen maskierten Animateur und alles war nur geil, auch wenn meine Fave Songs nicht gespielt wurden. Aber bei den Mengen an Songs, die es von der Band gibt, kein Wunder. Die Menge war kaum zu halten und ab und zu sprang auch mal einer auf die Bühne. Einfach nur wahnsinn dieser Auftritt und ebenfalls mit das beste Konzerterlebnis meines Lebens.
>>>Die Ärzte: Die Ärzte legten den Abschluss des Festivals hin und zum ersten Mal habe ich bemerkt wie poppig Die Ärzte sind und wie wenig sie eigentlich zum Festival passten. Die Menge schien das genauso zu sehen und war anfangs wenig begeistert, was man auf einem Ärzte Konzert niemals erleben würde. Aber auch hier haben Die Ärzte es geschafft die Menge sehr gut zu unterhalten und haben mit 28 Songs einen tollen Abschluss gebildet. Wenn auch viele der Songs nicht unbedingt die besten waren, aber Rebell, Elke, Westerland, Zu Spät, Radio Brennt, Ein Sommer für mich und Schrei nach Liebe haben es doch irgendwie noch gerettet. Die beste Band der Welt war also hier mal nicht die beste Band der Welt und für eines ihrer angeblich aller letzten Konzerte vor der Westerland-Trennung war es eigentlich sehr schade.
*~*~*~*~*
*~Abreise~*
*~*~*~*~*
Nun ging es auf nach Hause, die Sachen vorher bereits ins Auto verfrachtet, wurden wir von einem Bekannnten Wuschels bis zu Wuschel nach Hause gefahren, haben dort ein wenig gepennt und ich bin dann morgens von dort nach Hause 3 Stunden mit dem Zug.
Die Abreise war anfangs sehr lang im Stau, selbst die Fahrräder überholten uns, aber es war alles sehr gut ausgeschildert und an jeder Kreuzung noch Kilometer weiter entfernt standen Polzeiautos die den Verkehr regelten, was ich sehr bewundernswert fand.
*~*~*~*
*~Fazit~*
*~*~*~*
DAS GEILSTE FESTIVAL MEINES LEBENS!!!
Es gab zwar schon vereinzelte Konzerte die besser waren, aber von den Festivals war es das beste und einige der Auftritte waren auch mit die besten aller Konzerte.
Das ganze Wochenende war sehr sehr anstrengend, hat aber unheimlich viel Spass gemacht und wird immer wieder gerne wiederholt werden von mir, wenn auch vielleicht nächstes Mal lieber mit Wohnmobil damit es nicht so anstrengend ist.
Bis auf die große Enttäuschung mit Papa Roach, den Securityorganisationen und ein paar anderen Dingen war es wirklich einfach nur geil und ist selbst bei bezahltem Preis sehr empfehlenswert, aber kostenlos natürlich noch besser. Ausserdem im Ganzem ein großes krasses Gegenteil zu Rock am Ring, welches nämlich das Schlimmste Festival/Konzert meines Lebens war.
TV TERMINE: http://www.rockpalast.de/termine.html
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Das ich zu dem Festival gegangen bin grenzt schon an ein Wunder, denn eigentlich hatte ich mit einer Freundin (Kruemelchen83) geplant zum Ringfest nach Köln zu fahren und uns dort kostenlos Bands wie 4Lyn und Clawfinger anzuschauen, weil wir fürs Bizarre kein Geld hatten.
Doch am Dienstag vor dem Festival sind wir durch Zufall auf ein 10-Stunden-Gewinnspiel auf der Website von motor.de (Vielen Dank dem motor.de Webteam!) aufmerksam geworden und haben prompt jeder 2 Karten gewonnen und ein noch besseres Wochenende stand uns bevor. (Vermutlich hat sonst niemand mitgemacht *g*)
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*~Tickets~*
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Nun hatten wir also 4 Karten im Wert von 600,- DM, denn das Festival kostet für alle 3 Tage 150,- DM. Mitkommen wollte sonst keiner und deshalb beschlossen wir die Karten zu verkaufen.
Man konnte aber übrigens auch jeweils nur einen Tag hingehen. Für Freitag war der Preis etwas günstiger und für die Wochenendetage jeweils ca. 90,- DM.
Camping, Parken und der Shuttlebus waren übrigens im Ticket enthalten, was bei Rock am Ring z.B. nicht der Fall war.
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*~Anfahrt~*
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Die Anfahrt zum Festival per Auto ist wie folgt:
A 57 aus südlicher Richtung:
Abfahrt Uedem/Weeze (AS 4)
A 57 aus nördlicher Richtung:
Abfahrt Goch/Weeze (AS 3)
dann der Beschilderung zum Festivalgelände folgen
Die Anfahrt mit der Bahn ist wie folgt:
Bis Bahnhof Weeze, ab da Shuttle-Service zum Festivalgelände.
Wir sind mit der Bahn gefahren, was für mich von Hamburg bei einem 5 Stunden Hinweg (75,- DM) und 3 Stunden Rückweg (50,- DM) einen Gesamtpreis mit Bahncard von etwa 120,- DM ausmachte und somit angemessen ist.
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*~Ankunft/Gelände~*
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Das Festival fing am Freitag um 14 Uhr an und gegen 12 Uhr kamen wir am Bahnhof Weeze an.
Von dort aus mussten wir etwa 10 Minuten mit dem Shuttlebus fahren, der sehr regelmässig und häufig fuhr.
Das Festivalgelände lag etwas ausserhalb von Weeze auf dem Flughafengelände einer Kaserne oder ähnliches.
Dort angekommen erfasste uns erstmal große Disorientierung, denn zuerst mussten wir am Campingplatz für Wohnmobile vorbei ehe wir zu den Zeltplätzen gelangten. Dort war es zu dem Zeitpunkt schon super voll und man musste sehr weit laufen um einen freien Platz zu finden. Aber wir haben noch einen netten Platz an der Seite gefunden, der ziemlich dicht zu dem Festivalgelände war.
Links von den Zeltplätzen waren die Parkplätze, die aber ziemlich viele Löcher hatten und für manche Autos und vorallem für Fußgänger im Dunkeln sehr hereinfallend waren, im wahrsten Sinne des Wortes.
Das alles war kostenlos bzw. den Tickets enthalten und es gab genug Platz für alle, auch wenn man als Spätankömmling wirklich viel laufen musste.
Als wir unser Zelt aufbauen wollten, bemerkten wir das es total verschimmelt war, bis auf das äussere Teil. Deshalb versuchten wir wenigstens ein Dach zu bauen, damit wir bei Regen nicht nass wurden. Das Ganze muß sehr komisch ausgesehen haben *g*, sodaß ein paar nette Nachbarn fragten was wir da machten und uns ihr eines Zelt, welches sie als Gepäckzelt nutzen, als Tausch anboten. Also hatten wir auch damit sehr viel Glück und das zeigt auch schon wie nett dort alle miteinander umgegangen sind. (Vielen Dank an diejenigen übrigens!)
Unsere übrigen Karten sind wir übrigens ganz schnell am Bahnhof los geworden, die wir für 130,- DM verkauften, was für mich dann die Zugfahrt kostenlos machte, die mich ja 120,- DM gekostet hatte.
Übrigens, wer schlecht schlafen kann, sollte sich Ohropax mitnehmen, die es aber auch dort zu kaufen gibt, wegen der lauten Musik. Denn es wird die ganze Nacht durchgefeiert mit lauter Musik und Gebrülle. Einmal sind wir nachts hochgeschreckt weil es fünf mal geknallt hatte, alles nach großem Feuer klang und Polizeidurchssagen gemacht wurden. Das ganze schien mir im Halbschlaf wie im Krieg, aber später stellte sich heraus das da welche auf Container trommelten und daneben ein großes Feuer machten. *gg* Das war aber sehr unheimlich irgendwie.
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*~Toiletten~
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Auf dem Campingplätzen sowie aber auch auf dem Festivalgelände gab es sehr viele Dixiklos, die eigentlich ziemlich ordentlich waren im Verhältnis zu jeder anderen Veranstaltung mit Dixiklos. Sogar Klopapier gab es dort.
Desweiteren gab es ein paar LKWs mit ordentlichen Toiletten, die super sauber gehalten wurden, stets Klopapier hatten und sogar sehr nette Mitarbeiter hatten. Waschbecken gab es dort auch, nur leider keine Tücher und die Seife schien auch sehr alt. Das einzige was aber wirklich gestört hatte, war das man meist bis zu einer 3/4 Stunde anstehen musste, jedesmal 1,- DM bezahlen musste und das Wasser ständig ausging, weil die LKWs keine eigene Wasserzufuhr hatten.
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*~Duschen~
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Zum Duschen gab es zwei große Zelte, die ich allerdings nicht genutzt habe, weil man nur von sehr kaltem Wasser und viel Dreck hörte. Wie es genauer darin aussah kann ich leider nicht sagen, aber es waren sehr viele dort die 3 Tage lang nicht geduscht hatten, das fiel also kaum auf. Aber es war doch manchmal zum Verzweifeln wie dreckig man herum lief.
Dagegen half nur Wasserflaschen über den Kopf zu
kippen oder die vier Schläuche innerhalb des Festivalsgeländes unter denen man etwas Wasser schnuppern konnte. Ausserdem gab es dort auch einen \"Cooler\". Das war ein Durchgang in dem zarte Wasserstrahlen von der Decke kamen und die wir lange genossen hatten.
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*~Getränke/Essen*~*
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Auf das Campinggelände durfte man alles an Essen und Trinken mitbringen ausser Glasflaschen. Allerdings wurde da nicht genau kontrolliert, denn bei uns hat man nur eine von drei Glasflaschen gefunden.
Auf das Festivalgelände durfte man allerdings auch keine Dosen oder Plastikflaschen mitnehmen. Man durfte nur Getränkepackungen bis zu 1 Liter pro Person mitnehmen, weshalb wir meist nichts mitnehmen konnten. Einmal wurde aber auch meine Plastikflasche die ich dem Prüfer vor die Nase hielt, nicht beachtet.
Ansonsten gab es sehr viele Buden wo man z.B. exotisches Essen, Pizza oder Crepes kaufen konnte. Ein normaler Crepe lag bei 4,- DM.
Getränke gabs vom Sponsor Diebels für 4,50 DM für z.B. Wasser, Cola etc. und es gab Kakao/Kaffeestände sowie zwei Cocktailstände mit 12,- DM pro Cocktail und 10,- DM pro Mixgetränk. Viel Alkohol war aber nicht enthalten. Alles plus 2,- DM Pfand.
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*~Telefone~
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Telefone habe ich nirgends gesehen. Dort wo die Telefonzellen sein sollten, waren keine und auch sonst habe ich keine gefunden. Wer ohne Handy war wie ich, war also ziemlich aufgeschmissen.
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*~Sonstiges~*
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Ansonsten gab es noch Attraktivitäten der Telekom, eine Spielhalle, Bunggee-Jumping, eine Kartbahn, eine Chill Out Zone, eine Plattenbörse und einen Schlafbunker.
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*~Einkaufen*~*
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Einkaufen konnte man ca. 5 Minuten vom Bahnhof Weeze zu Fuß bei Penny und einem anderem Supermarkt, die man per Shuttlebus ja stets erreichen konnte.
Ausserdem gab es auf dem Campingplatz noch einen LKW mit wichtigen Dingen die man beim Zelten brauchte wie z.B. Schlafsack, Stühle, Taschenlampen etc. Eine gute kleine Taschenlampe mit Batterie kostete dort z.B. 10,- DM und war uns eine große Hilfe im Dunkeln im Zelt klar zu kommen.
Merchandise Produkte konnte man kaufen, allerdings nicht wikrlich viele und die besten Bands fehlten. Die Preise waren unterschiedlich je nach Band.
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*~Ticketsumtausch~*
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Die Tickets konnte man mitten auf dem Campingplatz gegen ein Bändchen eitauschen. Das war diesmal nicht nur ein Papier- oder Plastikbändchen, sondern ein Stoffbändchen welches recht hübsch aussieht und besser hält. Mit einem Metallstück und einem Werkzeug bekam man es dann befestigt.
Übrigens:
Bei den vielen Buden und beim Ticketsumtausch handelte es sich zum grössten Teil um Holländer, was wohl an der Nähe zu Holland lag und man hatte manchmal ein paar Verständigunsprobleme.
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*~Wetter~*
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Von Rock am Ring im Juni noch gequält, wo es nachts nämlich bis auf 4 Grad Celsius abkühlte und fast nur regnete und auf Grund einer (Un)Wettervorhersage von wetterspiegel.de, habe ich mir dicke Pullis eingepackt und das Schlimmste befürchtet. Aber das krasse Gegenteil war der Fall. Am Freitag und Samstag hatten wir bis zu über 30 Grad Celsius und nachts um die 20 Grad Celsius und statt dem Erfrieren bei Rock am Ring, konnten wir kaum schlafen vor Hitze. Nur Samstag morgens hatte es etwas geregnet. Am Sonntag war es etwas kühler und angenehm. Aber ich habe einen fetten Sonnenbrand und einen leichten Sonnenstich abbekommen.
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*~Publikum~*
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Das Publikum bestand aus etwa 40.000 gut gelaunten Leuten.
Das Publikum bzw. die Festivalbesucher waren alle super nett und zuvorkommend. Es gab sehr viele verrückte breite Leute, aber das war nie schlimm, sondern einfach nur lustig.
Man wunderte sich öfters mal über die ganzen Leute die alle ständig \"Helga\" riefen, aber wie wir erfuhren handelte es sich wohl um ein Mädchen was ein paar Festivals zuvor von ihrem Freund gesucht wurde und dieser überall nach ihr rief und seither scheint das der \"Running Gag\" des Festivals zu sein.
Die Stimmung war auch fast überall perfekt.
Auch beim Stage Diving wurde immer sehr genau darauf geachtet, daß keiner herunter fällt, was bei anderen Konzerten nie so genau getan wurde.
Bei Rock am Ring dagegen waren die Leute alle voll gelangweilt, viel spiessiger und sind kaum abgegangen.
Aber hier waren alle wirklich klasse gelaunt und vernünftig. Prolls oder Spiesser gab es so gut wie keine und man spürte die Ähnlichkeit der vielen Leute. Ich glaube wenn die ganze Welt nur voller solcher Leute wäre, wäre alles sehr viel spassiger und schöner.
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*~Security~*
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Die Securitys waren eigentlich besser als bei anderen Veranstaltungen, jedoch gab es auch hier Ausnahmen. Betitelt haben sie sich \"Communicate Peace\" was einen großen Lacher hervorrief.
Meist wurde sehr viel Rücksicht auf die Festivalbesucher und auch aufs Stage Diving genommen und auch die Laune war nicht so genervt wie es Securitys meist sind.
Aber am zweiten Tag gab es doch größere Probleme. Beim Auftritt von Green Day hatte man wohl zu viele Leute in die erste Absperrung gelassen und es gab ein paar leicht Verletzte, worauf die Securitys ohne Grund brutal gegenüber den Festivalbesuchern waren. Einer fasste die Leute die langsam aus der Absperrung kamen ziemlich brutal an und wenn dann mal jemand schnell lief, bat er sie langsamer zu werden, der Witz überhaupt.
Ausserdem standen wir stundenlang davor um in die vordere Absperrung zu kommen und man sagte uns immer dort käme keiner mehr herein, wir sollen doch auf die andere Seite gehen. Auf der anderen Seite wurde aber genau dasselbe gesagt und erst nach langer ruhiger Diskussion checkten auch die Securitys das.
Das Stage Diving wurde bei der Bühne aber erstmal verboten, wegen der Verletzten und wer sich nicht daran hielt, bekam einen Strich auf dem Arm und bei Wiederholung das Bändchen durchgeschnitten. Aber ein Rockfestival ohne Stage Diving, ist kein Rockfestival und das war auch wohl kaum Grund für Verletzte.
Bei der anderen Bühne, der Second Stage gab es drei Absperrungen, bei denen man oft ohne Grund sehr lange warten muste. Ein Security schlug brutal auf einige ein, weil die hinter ihm nach vorne drängelten, er schlug also völlig grundlos. Es wurden teilwesie Hunderte Leute heraus gelassen und keine herein, was sehr unlogisch war und wenn dann aber eine neue Band auf die Bühne kam, hat man alle herein gelassen, sodaß es oft viel zu voll war. Das ging also auch nicht so gut.
Ausserdem bekam man nur selten Wasser von den Securitys. Manchmal ging aber auch das ziemlich gut und sogar Bier wurde verteilt. Aber leider wurde meistens am Anfang sehr viel Trinken verteilt und zum Ende wo man total fertig und durstig war, war kein Wasser mehr da und zum Kaufen musste man aus den Absperrungen heraus und wäre bei dem Andrang nur schwer wieder herein gekommen.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatten ein paar Idioten die Radmuttern von vielen Autos geklaut, was sehr gefährlich werden konnte und deshalb wurde vor jedem Auftritt eine Durchsage gemacht, was ich sehr gut finde.
Zwischen den Auftritten gab es immer Pausen von 15 bis zu 25 Minuten, was wirklich nötig war um sich auszuruhen, was zu trinken, zu essen und zur anderen Bühne zu wechseln.
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*~Line up~*
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>>Freitag 17.08.2001:
>>>Main Stage:
14:00 Nelly Furtado
14:45 Feeder
15:30 JJ72
16:25 Spooks
17:15 Tricky
18:45 Manic Street Preachers
20:10 Guano Apes
21:50 Foo Fighters
>>>Electronic Beats Stage:
15:00 No Jazz
15:45 Project 2000
16:35 N.O.H.A.
17:35 Hooverphonic
18:35 Dub Pistols
19:35 Utah Saints
20:35 Mouse On Mars
21:55 Dreadzone
23:30 Arling & Cameron
00:30 Basement Jaxx
02:00 LTJ Bukem + MC Conrad
>>>Ausserdem gab es noch den Shelter, eine kleine Bühne auf der unbekannte Bands spielen durften. Eine war wirklich klasse, nur leider weiß ich den Namen nicht. Klang wie Das Bett oder Respect oder so *gg*
>>Samstag 18.08.2001:
>>>Main Stage:
12.00 Psycho Path
12.40 Boy Hits Car
13.25 Blackmail
14.15 Staind
15.00 BS 2000
16.00 Apocalyptica
17.00 Green Day
18.20 Queens of the Stoneage
19.40 New Model Army
21.20 Stone Temple Pilots
23.00 Prodigy
>>>Second Stage:
12.00 Hosh
12.30 Subterfuge
13.00 Scycs
13.30 Uncle Ho
14.15 Sub7even
15.00 Das Department
15.50 Sportfreunde Stiller
16.50 Josh Joplin Group
17.50 Blumfeld
18.50 Fünf Sterne Deluxe
20.10 Thomas D.
22.00 Emil Bulls
22.30 The (International) Noise Conspiracy
23.15 Slut
00.05 Ash
01.05 Thumb
02.00 Backyard Babies
02.55 Nickelback
>>>Ausserdem wieder Bands auf der Shelter Bühne.
>>Sonntag 19.08.2001:
>>>Main Stage:
12.00 Sub Simplex
12.30 311
13.25 Alien Ant Farm
14.20 Grand Theft Audio
15.20 Fear Factory
16.35 Xzibit
18.00 Iggy Pop
19.40 Papa Roach
21.30 Die Ärzte
>>>Second Stage:
12.30 Danko Jones
13.50 Turbo ACs
13.05 Undeclinable
14.35 Heideroosjes
16.05 Vandals
16.55 Ignite
17.45 Mad Caddies
18.40 Beatsteaks
19.40 Donots
20.40 Less Than Jake
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*~Musik~*
*~*~*~*
Die Musik war sehr laut beim Festival. Bei Rock am Ring im Juni war die Musik immer sehr leise, aber hier sind einem fast die Ohren weggedonnert und das war auch gut so. Es gab nur wenige Bands bei denen der Sound nicht so gut war, eine davon waren Papa Roach, meine eigentlich Lieblingsband, aber dazu später mehr.
Die Bands die ich mir angeschaut habe, waren folgende:
>>Freitag:
>>>JJ 72: Von denen habe ich leider nur das Ende mitbekommen, habe sie aber vom Zelt aus schon gehört. Der Sänger hat eine ziemlich gute Stimme, aber im Grunde ist die Band sehr eintönig und nicht gerade der Knaller bis auf den Song \"October Swimmer\".
>>>Tricky: Diese Band ist sehr extravagant und musikalisch sicher sehr gut, jedoch nur für wirkliche Anhänger der Band ein Knaller, ansonsten ziemlich einschlafend. Gespielt wurden 10 ziemlich langscheinende Songs.
>>>Manic Street Preachers: Yeah, mein persönliches Highlight, eines davon. Als großer Manics Fan habe ich den Auftritt sehr genossen. Bei Rock am Ring war ich ziemlich enttäuscht, weil wir nur sehr weit hinten standen, die Musik sehr leise war und \"The Everlasting\" nicht gespielt wurde. Doch beim Bizarre war die Musik sehr laut und auch mein Fave Song wurde endlich gespielt. Das Konzert in Hamburg war zwar noch besser und die Stimme des Sängers war auch schon mal besser, aber trotzdem war der Auftritt sehr gelungen und großartig. Ich habe mir auch gleich ein Shirt der Band gekauft, was aber mit 50,- DM sehr teuer war. Gespielt wurden 15 Songs, darunter viele des letzten Albums, die Hits und wenige ältere Songs.
>>>Guano Apes: Die Guano Apes waren wie immer ziemlich langweilig, weil die Stimme der Sängerin nicht unbedingt die beste ist und alle Songs gleich klingen. Auch musikalisch sind sie nichts Besonderes und nach 17 Songs war man froh das es endlich zu Ende war. Nur drei Songs waren ganz ok, ansonsten hatte keiner mehr viel Lust auf die Band und bei der Zugabe wurde gebuht.
>>>Foo Fighters: Die Foo Fighters sind eine sehr gute Band und waren ein nettes Ende des Tages, von dem wir super erschöpft waren. Gespielt wurden 15 Songs und langweilig wurde es kaum.
>>Samstag:
>>>Boy Hits Car: Diese Band war ziemlich gut, etwas eintönig, aber sonst wirklich gut und hat viel Stimmung gemacht.
>>>Uncle Ho: Uncle Ho waren wie immer sehr gut und haben schön gerockt. Leider war die Stimmung nicht ganz perfekt, aber der Spass hat trotzdem nicht gefehlt und ganz besonders der Song \"I don´t care if you like me\" blieb lange im Ohr hängen.
>>>Sub7even: Von dieser Band haben wir nur den Anfang gesehen, weil meine Freundin die unbedingt sehen wollte, ich sie aber schon vom Auftritt beim Wallsbüll Festival nicht mochte. Diesmal wurde zwar gänzlich live gespielt, aber die Songs, Stimme, Lyrics und das Englisch waren noch immer schlecht.
>>>Staind: Diese Band von Limp Bizkit Frontman Fred Durst haben wir auch nur kurz gesehen. Sie war zwar nicht so schlecht wie man es von einer Band Fred Durst`s zu erwarten hat, aber der Knaller waren sie auch nicht.
>>>Sportfreunde Stiller: Diese Band hatte ich mal bei einem Auftritt in Kiel gesehen wo nur etwa 40 Leute zuschauten und hier war dagegen die ganze Halle voll und die Stimmung wahnsinnig. Die Band war wirklich großartig, die Stimme ist einzigartig und auch die Lyrics sind echt gut. Musikalisch natürlich auch sehr klasse und man hatte seinen Spass.
>>>Green Day: Diese Band haben wir mehr gehört als gesehen, weil wir keine Möglichkeit hatten in die vordere Absperrung zu gelangen, dank der tollen Securitys und hinten hätten wir auch nicht viel mehr gesehen. Aber Green Day sind sowieso nicht so berauschend und ausser den zwei alten Songs wie \"Basket Case\" ging nicht viel ab und die Musik war eher schlecht als recht.
>>>Queens of the Stoneage: Diese Band ist sehr extravagant und musikalisch sicher sehr gut, aber trotzdem nicht mein Fall. Wir haben sie dazu genutzt uns etwas auzuruhen, denn dafür ist die Band auf alle Fälle großartig geeignet und bei den langen 11 Songs die sie gespielt haben sehr erholsam.
>>>New Model Army: Diese Band habe ich mir auf Empfehlung von Halo_Fourteen angeschaut und kann hier eigentlich nur dasselbe wie von den Queens of the Stoneage behaupten. Allerdings habe ich mir auch nur die Hälfte angeschaut, weil wir uns den Platz vor der anderen Bühne sichern musssten.
>>>Thomas D: Bei diesem Herrn war ich sehr überrascht. Aus TV Berichten weiß ich ja das seine Live Darbietung ein großes musikalisches Ergeinis ist, habe aber immer aus Langeweile abgeschaltet und auch nicht mehr als bei den Fanta 4 erwartet. Auch sonst habe ich mich kaum für seine Musik interessiert, wurde erst durch den Song \"Gebet an den Planet\", der von den Lyrics her der beste je dagewesene Song der Welt ist für mich, auf ihn aufmerksam. Das was man sah war aber nicht nur Hip Hop, sondern hat richtig gerockt. Das was ich da gesehen habe, war wahnsinn. Die musikalische Darbietung war wirklich der hammer, die Stimmung unglaublich und viel größer als bei fast jeder anderen Band des Festivals und die Lyrics sind sowieso der absolute wahnsinn. Gespielt wurden 12 Songs unterstützt von einer großartigen Band. Thomas D hat jetzt auf jeden Fall einen Anhänger mehr, denn das ist wirklich großartige künstlerische Musik. Hut ab!
>>>Emil Bulls: Diese Band war auch ziemlich klasse, besonders wenn man bedenkt das sie deutsch sind. Sie werden zwar immer etwas herunter gemacht, von wegen sie würden anderen amerikanischen Bands nacheifern, aber ich kann da kaum Zusammenhänge erkennen und diese Band rockt einfach ziemlich geil. Der Auftritt war mit 7 Songs aber leider etwas kurz.
>>>The international Noise Conspiracy: Diese Band ist wie erwartet sehr extravagant und hat sehr gerockt. Die Stimmung war auch sehr gut. Die Lyrics sind unglaublich und auch die musikalische Darbietung ist echt der hammer und viel besser als erwartet. Gespielt wurden 8 Songs.
>>>Slut: Diese Band habe ich auch schon ein paar Mal vorher live gesehen, aber erst hier ist mir aufgefallen wie poppig sie eigentlich ist. Sie ist zwar musikalisch nicht schlecht, weil die Stimme klasse ist und die Musik etwas extravagant für Popmusik, aber gerockt hat sie nicht wirklich. Leider hat man auch die Stimme des Sängers kaum gehört und von den Lyrics absolut null verstanden. Der Song \"No time\" war der einzig wirklich klasse Song von den 7 Songs. Aber im Grunde genommen hat diese Band hier nicht wirklich hingepasst und vorallem nicht zeitlich zwischen diesen Bands.
>>>Ash: Ash sind schon ziemlich geil und haben auch sehr gerockt, allerdings fehlt der letzte Kick zum wirklich großartig sein und das war mir auf Dauer zu eintönig. Ausserdem war ich zu dem Zeitpunkt schon kurz vorm Umkippen. Aber im Grunde haben sie schon sehr gutes Potential, auch wenn die Melodien etwas besser sein könnten.
>>>Thumb: Diese Band war für mich der Abschluss des Tages, bei dem wir nochmal sehr abgegangen sind. Die Stimmung war klasse und die musikalische Darbietung war viel besser, als sie mir bei Rock am Ring schien, als sehr eintönig nämlich. Aber das war überhaupt nicht der Fall, diese Band hat super gerockt und ist mal wieder eine großartige Sache von einer deutschen Band. Einfach geil.
>>>Backyard Babies: An diese Band hatten wir große Erwartungen, wurden aber nach den ersten zwei Songs schon ziemlich enttäuscht und dann hat uns die Erschöpftheit gänzlich gepackt und wir sind schlafen gegangen.
>>Sonntag:
>>>Alien Ant Farm: Dieser Band verdankten wir indirekt die Karten, weil sich die Gewinnspielfrage um sie drehte und somit wollten wir sie nicht verpassen. Von Rock am Ring wussten wir schon, daß sie nicht gerade der Knaller sind, aber zu dem Zeitpunkt hatten wir eh nichts besseres vor. Allerdings mussten wir so lange warten um in die vordere Absperrung zu gelangen, daß wir wieder mehr hörten als sahen und schon nach kurzer Zeit keine Lust mehr hatten auf die Band, weil sie wirklich nichts besonderes ist und nicht wirklich rockt.
>>>Undeclinable: Diese holländische Band war sehr jung und hat ziemlich gerockt. Sie hat mir wirklich ziemlich gut gefallen, wenn auch vom Sitzen aus.
>>>Heideroosjes: Diese holländische Punkband war schon ziemlich klasse, aber nicht wirklich mein Fall. Die Unterhaltung war auf Grund des holländischem Deutsch sehr lustig, es gab auch deutsche Songs und die Lyrics waren sicher ziemlich geil, Punk halt, aber trotzdem nicht das allerbeste.
>>>Vandals: Oje was soll ich zu dieser Band sagen, deren Anhänger waren ziemlich brutal und nervtötend und auch die Musik und die Lyrics sind nicht mein Fall. Ich hab die ganze Zeit 12 Songs lang nur aufs Ende gehofft und stand mit einem Becher Fanta für Wuschel (Kruemelchen83) in der Schlange zum Einlass der nächsten Absperrungen fest zwischen den ganzen Brutalis.
>>>Ignite: Diese Band ist nicht schlecht, rockt schön, ist aber nicht unbedingt dauerhaft spassig und war demnach nicht der Knaller, sondern eine gute Nutzung zum Ausruhen, die aber nach 14 Songs zu lang war.
>>>Mad Caddies: Mit dieser Band begann mein Highlight des Festivals. Geiler Skapunk aus Amerika, ähnlich den Less Than Jake, aber noch einen Tick besser. 16 geile Songs von Blasinstrumenten begleitet zum Abgehen haben mir super viel Spass bereitet. Diese Art von Musik ist wahrscheinlich das geilste was es gibt und dementsprechend geil war es auch. Einfach mit das geilste was ich bisher an Konzerten erlebt habe.
>>>Beatsteaks: Diese Band kannte ich schon vom Die Ärzte Konzert in Hamburg als Vorband und ich hatte wieder ein Surfen des Sängers über die Menge mit Surfbrett erwartet. Dies geschah auch, allerdings durfte er auf Grund der Zwischenabsperrung nicht sehr weit hinaus. Die 12 Songs haben aber ziemlich gerockt und der Spass war auch sehr groß. Eine ziemlich gute Band für eine Deutsche und am Ende hat Ingo von den Donots bei \"Shut up, Stand up\" mitgesungen, was mit am besten war. Der beste Song war aber eindeutig der letzte \"Kings of Metal\" und musikalisch wirklich schön ist. Eine großartige Band.
>>>Papa Roach/Donots: Ja und nun stand ich vor einer Zwickmühle. Die Bands zuvor hatten mir so viel Spass auf eine meiner Libelingsbands gemacht, den Donots. Andererseits war da aber meine absolute Lieblingsband nach Silverchair und zwar Papa Roach auf der anderen Bühne und es fiel mir wirklich schwer wohin ich gehen sollte. Auf keine Band hatte ich mich mehr gefreut als auf Papa Roach, also entschloss ich mich schweren Herzens zu denen zu gehen. Was mich da erwartete war aber die grösste Enttäuschung überhaupt. In die vordere Absperrung war kein Gelingen und hinten war es zu voll, daß man nichts sah und entweder keine Stimmung gab oder zu brutal für mich war. Ich schaute also nun die ersten zwei Songs und war so super enttäuscht. Man hörte die Stimme des Frontmans Coby kaum und die Musik war super leise, was mich sehr verwunderte. Denn bei Rock am Ring hatte Coby die ganze Technik zerstört, weil er, der ja bekanntlich viel zu viel Drogen nimmt, dort mit dem Sound des Festivals nicht einverstanden war, aber gerade hier wo der Sound bei allen Bands perfekt war, war es bei ihnen super schlecht. Naja, dann hat Coby sich das Mikrophon mal wieder gegen den Kopf gehauen und sich blutig geschlagen, wovon er auch null Kenntnis nahm und ich war super enttäuscht und traurig und ging zu den Donots zurück. :-(( Bei den Donots kämpfte ich mich schnellstmöglich in die vorderste Absperrung und bekam die letzten drei (vier einhalb) Songs zu sehen, was für mich absolutes Highlight des Festivals war. Ich hab zwar leider viel verpasst von ihnen aber wenigstens den geilsten Song \"Were not gonna take it\" bekam ich noch zu sehen und konnte geil abgehen, was man bei kaum einer anderen Band besser kann. Der geile Guido *g* sprang dann mitsamt seiner Gitarre zum Stagediving in die Menge und alles war einfach nur geil. Leider haben die Donots nur 9 Songs gespielt und waren für mich eh schon viel zu kurz.
>>>Less Than Jake: Und der Spass ging weiter. Less Than Jake waren auch eines der absoluten Highlights und haben mit ihrem Skapunk noch mehr Spass verbreitet als die Mad Caddies. Ausser den Bläsern gab es noch einen maskierten Animateur und alles war nur geil, auch wenn meine Fave Songs nicht gespielt wurden. Aber bei den Mengen an Songs, die es von der Band gibt, kein Wunder. Die Menge war kaum zu halten und ab und zu sprang auch mal einer auf die Bühne. Einfach nur wahnsinn dieser Auftritt und ebenfalls mit das beste Konzerterlebnis meines Lebens.
>>>Die Ärzte: Die Ärzte legten den Abschluss des Festivals hin und zum ersten Mal habe ich bemerkt wie poppig Die Ärzte sind und wie wenig sie eigentlich zum Festival passten. Die Menge schien das genauso zu sehen und war anfangs wenig begeistert, was man auf einem Ärzte Konzert niemals erleben würde. Aber auch hier haben Die Ärzte es geschafft die Menge sehr gut zu unterhalten und haben mit 28 Songs einen tollen Abschluss gebildet. Wenn auch viele der Songs nicht unbedingt die besten waren, aber Rebell, Elke, Westerland, Zu Spät, Radio Brennt, Ein Sommer für mich und Schrei nach Liebe haben es doch irgendwie noch gerettet. Die beste Band der Welt war also hier mal nicht die beste Band der Welt und für eines ihrer angeblich aller letzten Konzerte vor der Westerland-Trennung war es eigentlich sehr schade.
*~*~*~*~*
*~Abreise~*
*~*~*~*~*
Nun ging es auf nach Hause, die Sachen vorher bereits ins Auto verfrachtet, wurden wir von einem Bekannnten Wuschels bis zu Wuschel nach Hause gefahren, haben dort ein wenig gepennt und ich bin dann morgens von dort nach Hause 3 Stunden mit dem Zug.
Die Abreise war anfangs sehr lang im Stau, selbst die Fahrräder überholten uns, aber es war alles sehr gut ausgeschildert und an jeder Kreuzung noch Kilometer weiter entfernt standen Polzeiautos die den Verkehr regelten, was ich sehr bewundernswert fand.
*~*~*~*
*~Fazit~*
*~*~*~*
DAS GEILSTE FESTIVAL MEINES LEBENS!!!
Es gab zwar schon vereinzelte Konzerte die besser waren, aber von den Festivals war es das beste und einige der Auftritte waren auch mit die besten aller Konzerte.
Das ganze Wochenende war sehr sehr anstrengend, hat aber unheimlich viel Spass gemacht und wird immer wieder gerne wiederholt werden von mir, wenn auch vielleicht nächstes Mal lieber mit Wohnmobil damit es nicht so anstrengend ist.
Bis auf die große Enttäuschung mit Papa Roach, den Securityorganisationen und ein paar anderen Dingen war es wirklich einfach nur geil und ist selbst bei bezahltem Preis sehr empfehlenswert, aber kostenlos natürlich noch besser. Ausserdem im Ganzem ein großes krasses Gegenteil zu Rock am Ring, welches nämlich das Schlimmste Festival/Konzert meines Lebens war.
TV TERMINE: http://www.rockpalast.de/termine.html
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