Blade Runner (DVD) Testbericht
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- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von xenophobe
Frau Heise liebt ihn
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Vorwort
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Zur Erklärung: Frau Heise ist mit ihren 70 Lenzen sehr gesellig und liebt es uns, während wir in einen Film vertieft sind, besuchen zu kommen.
Leider beschränkt sie sich nicht auf die Übergabe eines Kuchens oder einiger Plätzchen, vielmehr fordert sie lautstark Ihre Morgens/Mittags/Nachmittags/Abend-Ruhe ein und weckt damit andere, friedfertigere Rentner.)
Genau genommen gibt es keinen einzelnen Stein des Anstosses.
Vielmehr handelt es sich um einen Geröllhaufen, der Frau Heise immer wieder zu uns nach oben treibt.
Für meinen heutigen Bericht habe ich mir einen kleinen Klumpen Silbererz herausgesucht:
Die Blade Runner Directors Cut DVD
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Die Rahmenhandlung
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Der heruntergekommene Ex-Polizist Dekkard (Harrison Ford) wird im
verregneten Los Angeles des Jahres 2019 dazu verdonnert, vier geflohene
Replikanten aufzuspüren und zu töten. Replikanten sind menschengleiche
Androiden, die von der Tyrell Corporation für niedere Arbeiten ausserhalb
der Erde, entwickelt und eingesetzt wurden. Da Replikanten der Aufenthalt
auf der Erde untersagt ist, werden diese von sogenannten Blade Runnern
gejagt und "aus dem Verkehr gezogen", wenn diese einen Fuss auf diesen
Planeten setzen. Dazu muessen sie jedoch erst einmal als Replikanten
identifiziert werden, was einzig durch den sogenannten Voight-Kampff-Test
möglich ist, bei dem, ähnlich einem Lügendetektortest, unbewusste Reaktionen
des Körpers auf bestimmte Fragen provoziert werden, die bei Androiden
aufgrund ihrer unterentwickelten Emotionen, sowie fehlenden
Erinnerungen,anders ausfallen als bei Menschen.
Während Dekkard die vier Replikanten sucht, hinterlassen diese unter der
Führung des besonders hoch entwickelten Nexus 7 Replikanten, Roy Betty
(Rutger Hauer), eine Spur des Todes und bringen nacheinander sämtliche, an
der Konstruktion ihrer selbst, beteiligten Personen um.
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Das Cover
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Die DVD kommt im, bei Warner Brothers üblichen und vielgehassten Pappcover daher.
Glüchlicherweise hat WB diese inzwischen wenigstens so gestaltet,
dass sie ordentlich verschlossen werden können.
Auf der Vorderseite des Covers sieht man neben dem Titel und dem übergrossen Namen des Hauptdarstellers (Harrison Ford) noch das gezeichnete Kinoplakat und darunter Fotos, sowie Namen sämtlicher Hauptdarsteller.
Auf der Rückseite sind einige Bildschirmfotos, sowie der Klappentext abgedruckt.
Eine Aufzählung des Bonusmaterial fehlt, da auf der DVD leider keines vorhanden ist.
Der Coverrücken ist, zum Gesamteindruck des DVD-Covers passend,
schlicht in schwarz gehalten und zeigt den Titel in fetter, weisser Schrift.
Dadurch und durch das matte Finish der Hülle, lässt sich die DVD auch in gut gefüllten DVD-Regalen schnell finden.
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Meine Meinung zum Film
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Der Science-Fiction Klassiker, nach der Novelle "Do Androids Dream of Electric Sheep?" von Philip K. Dick,
wurde unter der Leitung von Ridley Scott 1982 auf Zelluloid gebannt.
Der Film, erschien dann 1992 als Directors Cut,
der komplett neu synchronisiert wurde und einige wenige,
vorher unveröffentlichte, Szenen enthält.
Die Film ist inzwischen nur schwer in der ursprünglichen Kinoversion zu erhalten.
Dieses ist meiner Ansicht nach sehr schade, da die Neusynchronisation viel von der eigentlich düsteren Stimmung dieser Dystopie vernichtet. In der ursprünglichen Fassung bekommt man schon allein durch den Tonfall des Protagonisten Dekkard und die Vertonung seiner Gedanken,
einen Einblick in dessen Psyche und seine Lebensumstände.
Ausserdem gingen durch die überarbeiteten Dialoge,
viele zusätzliche Informationen über die Welt im Jahre 2019 verloren.
Im Directors Cut wurde ausserdem das Ende des Filmes verändert,
da dem Mainstreampublikum ein offenes Ende wohl nicht opportun ist.
Wer den Film fast "gefühlsecht" erleben will, der sollte ihn sich
zumindest im englischen Original zu Gemüte führen, welches ein wesentlich besseres
Feeling für den Film vermittelt.
Leider muss man dann (zumindest auf dieser
DVD) auf den Doly Digital Surround-Sound verzichten, da dieser nur für die
deutsche Fassung vorliegt.
Sieht man von diesen Makeln ab, so stellt Blade Runner, für sich allein
gesehen, immer noch ein grandioses Stück Kinogeschichte dar.
Ridley Scott schafft es, wie kaum ein anderer, den Zuschauer für zwei
Stunden in eine dunkle Zukunft zu versetzen, wie er es zum Beispiel auch
schon mit Alien I und II bewies.
Der fast schon epische Soundtrack von Vangelis, bei einer gewissen
Mindestlautstärke genossen (Tschuldigung, Frau Heise), tut sein übriges, um
die Story zu transportieren.
Die zu Zeiten von Matrix und Co. sicher nicht mehr als zeitgemäss geltenden
Phasen der Ruhe, werden hier durch sanfte Synthesizerklänge untermalt und
verdeutlichen, dass Blade Runner kein hirnloser SF-Film ohne Sinn und
Botschaft, sondern durchaus ein Werk mit einem gewissen Anspruch ist.
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Die Darsteller
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Die schauspielerische Leistung von Harrison Ford wird nur durch den,
zumindest in diesem Film genialen, Rutger Hauer getoppt, der in keinem Film
nach Blade Runner noch einmal zu solch einer Hochform auflief. Erst durch
seine überzeugende Darstellung des Replikanten Roy Betty gewinnt der Film an
Tiefe und Sinn.
Rutger Hauer schafft es mit seinen Monologen die Tragik des Charakters und
dessen Situation so darzustellen, dass man trotz der brutalen und sinnlosen
Taten, Mitleid mit dem Androiden empfindet. Ein Highlight stellt hier die
grosse Abschlussszene auf dem Dach dar.
Unter den verbleibenden Darstellern hebt sich einzig noch Sean Young, als
Rachael positiv ab, die es versteht Ihre Rolle recht glaubhaft darzustellen.
Daryl Hannah, die die Replikantin Prys mimt, wirkt in diesem Film farblos
und beweist meiner Meinung nach auch in dieses Mal, ihr unvermögen eine
überzeugende darstellerische Leistung zu bieten.
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Special Effects
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Diese treten eher in homöopatischen Dosen auf und beschränken sich
grösstenteils auf die flüge, der "Spinner" genannten Fahrzeuge durch und
über die Skyline des zukünftigen Los Angeles.
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Fazit
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Schade eigentlich, dass bei dieser DVD am falschen Ende gespart wurde und
die Fähigkeiten des Mediums DVD nicht stärker genutzt wurden. Hier hätte
sich Warner Brothers ein Scheibchen von Fox abschneiden können, die zum
Beispiel mit dem Director´s Cut von Abyss gezeigt haben, wie man einen
älteren Film auf ein modernes Medium portiert und dadurch einen Kaufanreiz
für den geneigten Konsumenten generiert.
Für SF-Fans ist Blade Runner onehin ein Muss, wobei diese wohl eher zur Collectors Edition greifen werden,
wenn es der Geldbeutel zulässt, da hier diverse Extras beigelegt wurden, sie einem sonst verwehrt bleiben.
Frau Heise mit ihren 70 Jahren liebt Blade Runner jedenfalls besonders, denn sie erkennt diesen Film schon in den ersten zwei Minuten und ist fast ebenso schnell vor unserer Wohnungstür.
Was wohl daran liegt, dass ich mich durch die sphärischwen Klänge des Soundtracks immer wieder dazu verleiten lasse, den Film einige dB über dem Normalpegel zu geniessen.
Nebenbei gesagt kann Frau Heise ja partout nicht verstehen, warum ein Deutscher sich einen Film in englisch ansieht.
Zitat:"Bei dem Kauderwelsch wird man ja Mischugge" Zitatende und Meinungsende.
21 Bewertungen, 5 Kommentare
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25.03.2006, 03:42 Uhr von Kranich
Bewertung: sehr hilfreichsh - *lg und danke für gute rückbewertungen* :-))
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25.06.2002, 14:23 Uhr von Fahrenheit451
Bewertung: sehr hilfreichHallo :) Sehr guter Bericht mit vielen Details- Blade Runner ist definitiv einer der Klassiker unter den SF-Movies, da kann ich Dir nur Recht geben! Grüße Fahrenheit451
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17.04.2002, 03:40 Uhr von Andreas68
Bewertung: sehr hilfreichDer Bezug zu Frau Heise ist köstlich u. lockert Eure Beschreibungen geziemend auf! Aber von wegen unterentwickelte Emotionen! Blade Runner habe ich nicht nur als einen der wenigen guten SF - , sondern auch als ergreifenden Liebesfilm in Erinnerung. M
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27.03.2002, 22:17 Uhr von godjul
Bewertung: sehr hilfreichDas war's! Alle bewertet!
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26.03.2002, 16:51 Uhr von schweitzman
Bewertung: sehr hilfreichIch find den Director´s Cut ohne die nervenden Monologe wesentlich besser, auch das neue Ende ohne Happy End passt viel besser zu diesem SF Meilenstein...
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