Nikotin (Taschenbuch) / Agatha Christie Testbericht

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Summe aller Bewertungen
- Niveau:
- Unterhaltungswert:
- Spannung:
- Humor:
- Stil:
Erfahrungsbericht von Myhnegon
Ein scheinbar unerklärlicher Fall
Pro:
„niedlicher“ Stil, sympathische Personen, kurze und präzise Vorstellungen, Personenliste am Anfang, die Lösung
Kontra:
gelegentliche Tippfehler
Empfehlung:
Ja
Heute möchte ich Euch ein weiteres Buch von einer meiner Libelingsautorinnen vorstellen...
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Die Story
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Bei einer Abendgesellschaft im Hause des Schauspielers Cartwright bricht der Pfarrer namens Babbington tot zusammen. Nachdem dies noch für einen unglücklichen Zufall gehalten wird, stirbt bei einer weiteren Gesellschaft der Nervenarzt Sir Bartholomew Strange auf fast genau die gleiche Art und Weise. Allerdings wird in seinem Fall Tod durch Nikotinvergiftung diagnostiziert, weshalb man den Pfarrer exhumiert und bei ihm die gleiche Todesursache feststellt.
Außerdem stellt sich heraus, dass auf beiden Gesellschaften fast die gleichen Personen anwesend waren, mit Ausnahme des Schauspielers, seines Freundes Mr. Satterthwaite und Hercule Poirots, welche nur auf der ersten waren. Mit Hilfe der auf beiden Gesellschaften anwesenden Miss Egg machen sie sich nun auf die Suche nach dem Täter, der schon bald den nächsten Mord verübt...
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Die Aufmachung
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Auf der Vorderseite des in rot gehaltenen Buches ist in einem weiß-grau-schwarz umrandeten Ausschnitt ein schwarzweißes Foto von einem Mann mit einem Glas nebst einem Zug und einiger Gleise zu sehen, worüber der Titel des Buches und der Name der Autorin stehen. Auf der Rückseite findet man den Waschzettel sowie ein kurzes Portrait der Autorin sowie die ISBN-Nr., der Preis und der Name des Verlages
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Die Autorin
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Obwohl Agatha Christie den meisten, wenn nicht sogar allen, ein Begriff sein sollte, möchte ich sie hier noch einmal kurz mit meinem Standard-Text vorstellen: Sie wurde 1890 in Devon geboren und starb 1976 in Oxford. In zweiter Ehe war sie mit dem Archäologen Max Mallowan verheiratet. Ihre Kriminalromane werden in über 100 Ländern verlegt, womit sie die erfolgreichste Schriftstellerin aller Zeiten ist. Ihre bekanntesten Bücher sind wohl die, in denen Hercule Poirot und Miss Marple die Hauptrolle spielen.
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Weitere Infos
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Bei meiner Ausgabe handelt es sich um das Taschenbuch mit 158 Seiten und der ISBN-Nr. 3-442-00064-5, welches bei Goldmann erschienen ist und damals DM 4,80 gekostet hat. Mittlerweile wird es allerdings nicht mehr verlegt, sodass ich es bei ebay erstanden habe.
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Meine Meinung
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Das Buch beginnt mit einer Runde sehr vergnügter und dadurch sympathischer Personen, die obendrein alle auf den ersten Blick erkennbaren Eigenarten haben. Wie immer schafft Agatha Christie es, die einzelnen Personen kurz, aber präzise darzustellen, sodass man sich gleich ein Bild von ihnen machen kann, ohne von Informationen erschlagen zu werden. Im übrigens sind die meisten Charaktere ausgesprochen angenehm.
Überhaupt ist ihr Stil leicht lesbar, wobei die Formulierungen teilweise etwas altbacken sind (z.B. „Mordbube“), was aber irgendwie niedlich wirkt. Erfreulicherweise halten sich in diesem Buch die französischen Ausdrücke, die Hercule Poirot ja immer mit Begeisterung verwendet, extrem in Grenzen und sind auch ohne weiteres für einen Laien verständlich. Etwas verwirrend fand ich dagegen, dass der verstorbene Pfarrer mal Stephan und mal Stephen hieß, aber ansonsten hielten sich die Tippfehler glücklicherweise einigermaßen in Grenzen.
Besonders gut hat mir an diesem Buch übrigens gefallen, dass ganz vorne eine Liste mit allen Personen zu finden ist, die es einem leicht macht, den Überblick zu behalten. Weiter treten in diesem Buch viele ungewöhnliche Namen auf, wie z.B. der von Miss „Egg“, die ihn ihrer Kindheit verdankt oder der des Hauses des Schauspielers, welches überall „Krähennest“ genannt wird. Auch dies sorgt dafür, dass man sich besser an die Personen und Begebenheiten erinnern kann und nicht zu häufig nachschlagen braucht.
In diesem Buch wird eine interessante Theorie auf, die besagt, dass bestimmte Menschen bestimmte Dinge anziehen, wie z.B. Hercule Poirot Verbrechen anzieht, was sich ja auch prompt bewahrheitet. Dieses Phänomen findet sich ja im Prinzip in jedem Buch, dass einer Serie entspringt, so stoßen Hexen immer auf Übernatürliches, Detektive und Polizisten immer auf Verbrechen und Ärzte ständig auf Erkrankungen, was natürlich immer alles „rein zufällig“ so ist. Dieses Zufälligkeit wird hier auf diese einfache Weise überspielt.
Da der Verdächtigenkreis offenbar von vornherein festgelegt ist, überlegt man die ganze Zeit zwischen den anwesenden Personen hin und her, aber umso mehr Fakten herausgefunden werden, umso verwirrender wird das Ganze. Zwar scheinen einem einige Teile vollkommen klar, aber diese Teile lassen sich offenbar nicht miteinander vereinbaren. Ebenso erstaunlich ist, dass Poirot nur am Anfang und am Ende auftaucht und sich weitestgehend im Hintergrund hält.
Ich muss zugeben, dass ich bis zum Schluss völlig im Dunkeln tappte und wahrscheinlich nie auf den Täter gekommen wäre, obwohl Hercule Poirot in seinem typischen Monolog alles ganz logisch und nachvollziehbar darlegt. Trotzdem wollte ich nicht wirklich daran glauben, weil ich mich komplett habe verwirren lassen. Was mich dagegen fasziniert hat, ist, dass Psychologie an allen Ecken und Enden und von vielen handelnden Personen angewandt wird.
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Fazit
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Da die Personen sehr sympathisch, der Stil irgendwie niedlich und leicht lesbar ist und ich nie auf die Lösung gekommen wäre, bekommt das Buch schon mal ein Empfehlenswert, aber da die zwar wenigen, aber teilweise ausschlaggebenden Tippfehler etwas verwirrend waren, „nur“ vier Sterne.
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Die Story
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Bei einer Abendgesellschaft im Hause des Schauspielers Cartwright bricht der Pfarrer namens Babbington tot zusammen. Nachdem dies noch für einen unglücklichen Zufall gehalten wird, stirbt bei einer weiteren Gesellschaft der Nervenarzt Sir Bartholomew Strange auf fast genau die gleiche Art und Weise. Allerdings wird in seinem Fall Tod durch Nikotinvergiftung diagnostiziert, weshalb man den Pfarrer exhumiert und bei ihm die gleiche Todesursache feststellt.
Außerdem stellt sich heraus, dass auf beiden Gesellschaften fast die gleichen Personen anwesend waren, mit Ausnahme des Schauspielers, seines Freundes Mr. Satterthwaite und Hercule Poirots, welche nur auf der ersten waren. Mit Hilfe der auf beiden Gesellschaften anwesenden Miss Egg machen sie sich nun auf die Suche nach dem Täter, der schon bald den nächsten Mord verübt...
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Die Aufmachung
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Auf der Vorderseite des in rot gehaltenen Buches ist in einem weiß-grau-schwarz umrandeten Ausschnitt ein schwarzweißes Foto von einem Mann mit einem Glas nebst einem Zug und einiger Gleise zu sehen, worüber der Titel des Buches und der Name der Autorin stehen. Auf der Rückseite findet man den Waschzettel sowie ein kurzes Portrait der Autorin sowie die ISBN-Nr., der Preis und der Name des Verlages
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Die Autorin
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Obwohl Agatha Christie den meisten, wenn nicht sogar allen, ein Begriff sein sollte, möchte ich sie hier noch einmal kurz mit meinem Standard-Text vorstellen: Sie wurde 1890 in Devon geboren und starb 1976 in Oxford. In zweiter Ehe war sie mit dem Archäologen Max Mallowan verheiratet. Ihre Kriminalromane werden in über 100 Ländern verlegt, womit sie die erfolgreichste Schriftstellerin aller Zeiten ist. Ihre bekanntesten Bücher sind wohl die, in denen Hercule Poirot und Miss Marple die Hauptrolle spielen.
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Weitere Infos
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Bei meiner Ausgabe handelt es sich um das Taschenbuch mit 158 Seiten und der ISBN-Nr. 3-442-00064-5, welches bei Goldmann erschienen ist und damals DM 4,80 gekostet hat. Mittlerweile wird es allerdings nicht mehr verlegt, sodass ich es bei ebay erstanden habe.
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Meine Meinung
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Das Buch beginnt mit einer Runde sehr vergnügter und dadurch sympathischer Personen, die obendrein alle auf den ersten Blick erkennbaren Eigenarten haben. Wie immer schafft Agatha Christie es, die einzelnen Personen kurz, aber präzise darzustellen, sodass man sich gleich ein Bild von ihnen machen kann, ohne von Informationen erschlagen zu werden. Im übrigens sind die meisten Charaktere ausgesprochen angenehm.
Überhaupt ist ihr Stil leicht lesbar, wobei die Formulierungen teilweise etwas altbacken sind (z.B. „Mordbube“), was aber irgendwie niedlich wirkt. Erfreulicherweise halten sich in diesem Buch die französischen Ausdrücke, die Hercule Poirot ja immer mit Begeisterung verwendet, extrem in Grenzen und sind auch ohne weiteres für einen Laien verständlich. Etwas verwirrend fand ich dagegen, dass der verstorbene Pfarrer mal Stephan und mal Stephen hieß, aber ansonsten hielten sich die Tippfehler glücklicherweise einigermaßen in Grenzen.
Besonders gut hat mir an diesem Buch übrigens gefallen, dass ganz vorne eine Liste mit allen Personen zu finden ist, die es einem leicht macht, den Überblick zu behalten. Weiter treten in diesem Buch viele ungewöhnliche Namen auf, wie z.B. der von Miss „Egg“, die ihn ihrer Kindheit verdankt oder der des Hauses des Schauspielers, welches überall „Krähennest“ genannt wird. Auch dies sorgt dafür, dass man sich besser an die Personen und Begebenheiten erinnern kann und nicht zu häufig nachschlagen braucht.
In diesem Buch wird eine interessante Theorie auf, die besagt, dass bestimmte Menschen bestimmte Dinge anziehen, wie z.B. Hercule Poirot Verbrechen anzieht, was sich ja auch prompt bewahrheitet. Dieses Phänomen findet sich ja im Prinzip in jedem Buch, dass einer Serie entspringt, so stoßen Hexen immer auf Übernatürliches, Detektive und Polizisten immer auf Verbrechen und Ärzte ständig auf Erkrankungen, was natürlich immer alles „rein zufällig“ so ist. Dieses Zufälligkeit wird hier auf diese einfache Weise überspielt.
Da der Verdächtigenkreis offenbar von vornherein festgelegt ist, überlegt man die ganze Zeit zwischen den anwesenden Personen hin und her, aber umso mehr Fakten herausgefunden werden, umso verwirrender wird das Ganze. Zwar scheinen einem einige Teile vollkommen klar, aber diese Teile lassen sich offenbar nicht miteinander vereinbaren. Ebenso erstaunlich ist, dass Poirot nur am Anfang und am Ende auftaucht und sich weitestgehend im Hintergrund hält.
Ich muss zugeben, dass ich bis zum Schluss völlig im Dunkeln tappte und wahrscheinlich nie auf den Täter gekommen wäre, obwohl Hercule Poirot in seinem typischen Monolog alles ganz logisch und nachvollziehbar darlegt. Trotzdem wollte ich nicht wirklich daran glauben, weil ich mich komplett habe verwirren lassen. Was mich dagegen fasziniert hat, ist, dass Psychologie an allen Ecken und Enden und von vielen handelnden Personen angewandt wird.
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Fazit
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Da die Personen sehr sympathisch, der Stil irgendwie niedlich und leicht lesbar ist und ich nie auf die Lösung gekommen wäre, bekommt das Buch schon mal ein Empfehlenswert, aber da die zwar wenigen, aber teilweise ausschlaggebenden Tippfehler etwas verwirrend waren, „nur“ vier Sterne.
21 Bewertungen, 1 Kommentar
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09.03.2007, 20:03 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichSh & lg Sarah
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