Deutsche Bahn Testbericht

Deutsche-bahn
ab 16,26
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Erfahrungsbericht von Ondyx

WartezeiteninSchalterschlangenvermeidung - DAS ONLINE-TICKET!

Pro:

Schnell, einfach, wirkungsvoll!

Kontra:

Die Rückgabemöglichkeiten sind ein ganz, ganz schlechter Witz!

Empfehlung:

Ja

Ein lobender Beitrag über die Bahn?

Aber ja doch, warum nicht?

Allerdings darf hier jetzt niemand eine durchgehende Lobhudelei über die Bahn erwarten!

Alle Besitzer einer Bahncard (BC) können sich den Weg und die Wartezeit vor dem Schalter der Bahn sparen - vorausgesetzt, sie sind \"online\", d.h. haben einen Internet-Zugang.

Unter www.db.de kommt man auf die rasch aufbauende Startseite der Bahn AG, im linken Fenster sucht man sich die Zugverbindung seiner Wahl aus, lässt suchen und bekommt nach wirklich kurzer Zeit eine Auswahl möglicher Verbindungen.

Wer sich unter www.bahn.de/onlineticket als online-Kunde angemeldet hat, kann nun direkt von der Auskunft in den Online-Ticket-Kauf weiter klicken.

Wie gesagt, nur Besitzer einer neuen BC kommen in den Genuss des stressfreien Fahrkartenkaufs.

Zweite Voraussetzung: Besitz einer Kreditkarte!
Nur mit einer solchen kann man am online-Ticktet-Kauf teilnehmen.

Dritte Voraussetzung: Am heimischen PC muss der Acrobat Reader installiert sein, wer aber den noch nicht hat, der bekommt diesen auch über die Seiten der Bahn AG kostenlos zum Download angeboten.

Der weitere Ablauf ist tatsächlich weitesgehend selbsterklärend: Man bestätigt nochmals Start & Ziel, wenn gewünscht auch die Verbindung über eine Route nach Wahl, bestätigt oder ändert Datum und Zeit und gibt die nötigen Angaben zur Preisberechnung ein (Zahl der Reisenden, ob Erwachsene oder Kinder, Bahncard) sowie die gewünschten oder ausgeschlossenen Verkehrsmittel (IC, ICE etc...).

Anschließend wird mir eine Auswahl der in Frage kommenden Züge ezeigt, hier lässt sich ein Zug als Hinfahrt auswählen, wenn gewünscht auch gleich die Rückfahrt dazu (Dies ist z.B. für die Plan&Spar-Züge
wichtig! Um \"Plan&Spar40\" zu nutzen, muss mind. eine Nacht von Sa. auf So. dazwischen liegen!) und danach muss man sich mittels Benutzername und Kennwort einloggen.

Sehr komfortabel sind auch noch die Möglichkeiten, zwischendurch die Anfrage zu ändern und sich andere Verbindungen zeigen zu lassen.

Perfekt wäre das System allerdings, wenn bereits hier Hinweise auf die günstigsten Verbindungen (s.o. Plan&Spar40) zu finden wären.

Leider findet man diese erst nach dem Einloggen und quasi vor dem letzten Schritt der verbindlichen Buchung.

Schließlich werden einem nochmals die Daten der Reise angezeigt und man hat die Wahl, das Ticket selber auszudrucken (was nur mit BahnCard möglich ist), sich die Karte zuschicken zu lassen (auch ohne BC, aber nur mit Krediktarte) oder aber nur eine Reservierung vorzunehmen und sich das Ticket dann doch am Schalter oder am Automaten zu holen.

Man hat auch noch die Wahl zwischen dem günstigsten Plan&Spar-Ticket oder dem Normalpreis. Der Vorteil des Normalpreises: ein so teuer erstandenes Ticket ist nicht zuggebunden, d.h. ich kann fahren, wann ich will...

Klickt man jetzt weiter, kann man sich noch aussuchen, wo man sitzen will, sofern man Plätze reserviert, also ob man im Großraumwagen, bei den Qualmern, mit ICE-Video oder in einem handyfreien Waggon am liebsten fährt.

Der nächste Bildschirm dient nochmals der Absicherung, es werden die persönlichen Daten, die Zahlungsdaten und die Identifizierung für das Online-Ticket-Verfahren gezeigt.

Achtung, wenn man jetzt weiter klickt, ist der Käse gebissen! Man hat dann gebucht und wer sich eines der Spar-Tickets ausgesucht hat, gehört der Katze: JETZT MUSST DU FAHREN - ODER ZAHLEN!

Das ist wichtig und auch ein Schwachpunkt, vielleicht auch die oft beschimpfte Abzocke: Es gibt kein zurück, gebucht ist gebucht. Man kann zwar das Spar-Ticket zurückgeben, aber es wird einem nicht der volle Preis erstattet, es gilt folgendes:

\"Umtausch und Erstattung von Fahrkarten zu Plan&Spar-Preisen: 15 Euro bis Ende der Vorkaufsfrist bzw. 30 Euro bis vor dem 1. Geltungstag. Ab dem 1. Geltungstag sind Umtausch und Erstattung ausgeschlossen\"

Hier muss man also aufpassen, sonst ist schnell der eine oder ander Euro futsch und die Bahn AG lacht sich ins Fäustchen.

Zurück zum Buchungsvorgang: ist dieser abgeschlossen, kann man sich das Ticket, das in einem neuen Fenster im Acrobat Reader erscheint, ausdrucken lassen. Zugleich erhält man eine E-Mail, dass gebucht bzw. abgebucht (über die KK) wurde.

Ist es ein echter Nachteil, dass das Ticket im Format DIN A 4 ausgedruckt wird? Und: kann man sich das nicht vielleicht verkleinern? Probiert habe ich es noch nicht, aber ich halte das Format auch nicht wirklich für so problematisch.

Jedes Ticket enthält einen oder mehrere Codes (für Hin- und Rückfahrt), die an die BC des Ticketkäufers gekoppelt sind und die der Zugbegleiter (hieß, soweit ich mich erinner, früher \"Schaffner\") mit seinem Mini-PC überprüfen kann.

Was mir auffiel: BC und Ticket hinhalten reicht manchem Zugbegleiter schon, denen dauert möglicherweise das Einlesen der BC und das manuelle Eintippen des Ticket-Codes zu lang.

Alles in allem: eine wirklich feine Sache und tatsächlich sehr empfehlenswert, wenn man die notwendige Vorsicht obwalten lässt!

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