Erfahrungsbericht von kleineswoelkchen
Kein Volltreffer!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ja, andy weilt wieder in Berlin, langsam erholt und doch ein wenig sauer. Doch das werdet ihr bestimmt im Laufe des Berichtes dann auch verstehen.
Andy wollte ganz einfach bequem und ohne Schmerzen reisen, einfach entspannt in München ankommen und nebenbei noch ein wenig in Ihren Papieren schmökern und lernen. Verspricht die Bahn nicht, entspannt anzukommen? Zeigt nicht ein Werbespot an, das selbst Geschäftsleute in Ruhe ihre Arbeit auch während einer Zugfahrt tätigen können? Dann entscheidet mal, was dabei herauskommen kann.
Es ist der 14.07.2002. Ein normaler Morgen in Berlin und andy steigt in den ICE 1517 nach München ein.
Das Gerangel um die Sitzplätze wird in den ersten Sekunden vorn entschieden. Erleichterung sieht man auf den Gesichtern der Fahrgäste, das sie endlich einen Sitzplatz haben. Die Loveparade vom Vortag hat doch ein paar Spuren hinterlassen.
Nur, wir in Ruhe einsteigenden haben Reservierungen, die in kleiner roter Schrift mit Ortsbeschreibungen angezeigt werden.
10.27 Uhr ruckelt der ICE an und die Gemüter haben sich beruhigt, die Reservierungen waren doch besser, denn viele Fahrgäste sitzen im Gang. Naja, bis München sind es nur 6 Stunden und 44 Minuten, die Zeit müßte schnell vergehen.
Ich saß in Wagen 24 an einem Fensterplatz. Nur einen Wagen weiter war der Servicewagen, also kein Problem mal einen Kaffee trinken zu gehen.
Eine scharfe Bremsung lies uns diesen Gedanken wieder vergessen, stehen und trinken, muss nicht sein. Also entschlossen wir uns, gleich einen Imbiss einzunehmen.
Mir hatte es das Putenschnitzel mit Folienkartoffel und Sauer-Cremé angetan. Also auch bestellt.
Als ich unverhofft einen Blick in Richtung der Kochnische werfe, zieht sich mein Magen zusammen. Da wäscht die junge Frau doch glatt eine Scheibe Fleisch unter Wasser und legt es auf einen Tellerrand. Aber Moment mal, den Teller hatte der Kellner doch gerade erst abgestellt?! Mir hob es und ich konnte den Mund nicht halten. Und wollt ihr wirklich die Antwort des Kellners hören?
*Nach drei Tagen hier in der Kühlung ist das Fleisch ja nicht mehr so frisch*
Meiner Kollegin ist der Appetit vollkommen vergangen.
Dabei hatte sie einen Salat bestellt.
In diesem Moment krachte es und nur dank unseres flinken Zufassens konnten wir ein verrutschen aller Dinge von unserem Tisch verhindern. Doch in der Koch- und Ausschankecke ging einiges zu Bruch, da es sozusagen über Bord ging. Auf meine Frage, ob dies öfter passiert, kam vom Kellner die Antwort:
Bis Lichtenfels muss man damit rechnen.
Moment liebe Bahn, warum werden eure Reisenden nicht informiert? Muss man unbedingt diese Erfahrung sammeln?
In München dann hab ich mich Gott sei dank wieder erholen können. Mein Genick, immer noch vom Autounfall gebeutelt, kam langsam wieder in Routine.
Am 25.07.2002 ging es dann ab Gleis 15 mit dem ICE 1610 wieder in Richtung Berlin. Nein, ganz so schlimm wurde diese Fahrt nun nicht, sogar ein Service wurde im Wagen 24 angeboten. Kaffee, Eis, Snacks und ein freundliches Lächeln der junge Dame gaben mir doch langsam das Gefühl, die Bahnfahrt kann eigentlich entspannend sein.
Doch warum mußte ich mich zu guter Letzt doch noch ärgern?
Um 15.31 Uhr sollten wir nach 6 Stunden und 40 Minuten im Ostbahnhof sein. Nun, ein paar Minuten später kamen wir an, doch das ist ja langsam normal.
Aber ich gab meiner Kollegin ihren Koffer, die erste Reisetasche und die zweite Reisetasche mußte ich sehr rasch nachgeben, da sich die Tür schloß. Eine ältere Frau hatte als erste aussteigende Person mehr Zeit benötigt. Kein Problem, wenn das Bahnpersonal dies auch berücksichtigen würde.
Als ich die Reisetaschen herausgab, stiegen schon 3 Jugendliche einer kleinen Reisegruppe ein. Nur, als sich die Tür schloß, standen noch 7 Menschen draußen, die auch gerne diesen ICE nach Hamburg genutzt hätten.
Mit dem Handy haben die Jugendlichen dann Kontakt zur Person bekommen, die die Fahrkarte in den Händen hat. Ich bat das eine Mädel, einfach mal nachzufragen, warum wir so einfach losgefahren sind. Sie wurde vom Zugpersonal angeschrieen, ob die zu doof zum einsteigen sind. Diese Worte wollte ich dem Mädel nun nicht abnehmen, so benimmt sich kein Mensch, der einen Servicejob ausführt.
In ZOO konnte ich dann auch endlich aussteigen, obwohl ich als Reiseendziel gerne auch den Ostbahnhof genutzt hätte. So war es ja geplant.
An der einen Zugtür (glaube Wagen 23) stand eine Zugbegleiterin. Auf unsere Frage, was das in Ostbahnhof sollte, keifte sie mich an, ich solle sie nicht anbrüllen. Pech, ich kann aufgrund einer Angina gar nicht laut sprechen, also sollte diese Frau ganz schnell einmal nachdenken, ob sie für den Job richtig ist.
Wir sollen in Ostbahnhof 4 Minuten gestanden haben und der Chef, Wohl der zuständige Schaffner/Zugbegleiter, soll das Startzeichen gegeben haben.
Liebe Bahn, ich bin jedenfalls enttäuscht. Für dieses Ticket hat meine Firma für mich 152 Euro plus 5,20 Euro für die Sitzreservierungen bezahlt, MUSS ich mir dies bieten lassen?
Tja, so kann Service auch einmal aussehen und ich denke, anhand der Fakten kann jeder sich selbst ein Bild machen, wie manche Bahnfahrt enden kann. Doch gibt es auch schönere Erlebnisse.
eure andy
Andy wollte ganz einfach bequem und ohne Schmerzen reisen, einfach entspannt in München ankommen und nebenbei noch ein wenig in Ihren Papieren schmökern und lernen. Verspricht die Bahn nicht, entspannt anzukommen? Zeigt nicht ein Werbespot an, das selbst Geschäftsleute in Ruhe ihre Arbeit auch während einer Zugfahrt tätigen können? Dann entscheidet mal, was dabei herauskommen kann.
Es ist der 14.07.2002. Ein normaler Morgen in Berlin und andy steigt in den ICE 1517 nach München ein.
Das Gerangel um die Sitzplätze wird in den ersten Sekunden vorn entschieden. Erleichterung sieht man auf den Gesichtern der Fahrgäste, das sie endlich einen Sitzplatz haben. Die Loveparade vom Vortag hat doch ein paar Spuren hinterlassen.
Nur, wir in Ruhe einsteigenden haben Reservierungen, die in kleiner roter Schrift mit Ortsbeschreibungen angezeigt werden.
10.27 Uhr ruckelt der ICE an und die Gemüter haben sich beruhigt, die Reservierungen waren doch besser, denn viele Fahrgäste sitzen im Gang. Naja, bis München sind es nur 6 Stunden und 44 Minuten, die Zeit müßte schnell vergehen.
Ich saß in Wagen 24 an einem Fensterplatz. Nur einen Wagen weiter war der Servicewagen, also kein Problem mal einen Kaffee trinken zu gehen.
Eine scharfe Bremsung lies uns diesen Gedanken wieder vergessen, stehen und trinken, muss nicht sein. Also entschlossen wir uns, gleich einen Imbiss einzunehmen.
Mir hatte es das Putenschnitzel mit Folienkartoffel und Sauer-Cremé angetan. Also auch bestellt.
Als ich unverhofft einen Blick in Richtung der Kochnische werfe, zieht sich mein Magen zusammen. Da wäscht die junge Frau doch glatt eine Scheibe Fleisch unter Wasser und legt es auf einen Tellerrand. Aber Moment mal, den Teller hatte der Kellner doch gerade erst abgestellt?! Mir hob es und ich konnte den Mund nicht halten. Und wollt ihr wirklich die Antwort des Kellners hören?
*Nach drei Tagen hier in der Kühlung ist das Fleisch ja nicht mehr so frisch*
Meiner Kollegin ist der Appetit vollkommen vergangen.
Dabei hatte sie einen Salat bestellt.
In diesem Moment krachte es und nur dank unseres flinken Zufassens konnten wir ein verrutschen aller Dinge von unserem Tisch verhindern. Doch in der Koch- und Ausschankecke ging einiges zu Bruch, da es sozusagen über Bord ging. Auf meine Frage, ob dies öfter passiert, kam vom Kellner die Antwort:
Bis Lichtenfels muss man damit rechnen.
Moment liebe Bahn, warum werden eure Reisenden nicht informiert? Muss man unbedingt diese Erfahrung sammeln?
In München dann hab ich mich Gott sei dank wieder erholen können. Mein Genick, immer noch vom Autounfall gebeutelt, kam langsam wieder in Routine.
Am 25.07.2002 ging es dann ab Gleis 15 mit dem ICE 1610 wieder in Richtung Berlin. Nein, ganz so schlimm wurde diese Fahrt nun nicht, sogar ein Service wurde im Wagen 24 angeboten. Kaffee, Eis, Snacks und ein freundliches Lächeln der junge Dame gaben mir doch langsam das Gefühl, die Bahnfahrt kann eigentlich entspannend sein.
Doch warum mußte ich mich zu guter Letzt doch noch ärgern?
Um 15.31 Uhr sollten wir nach 6 Stunden und 40 Minuten im Ostbahnhof sein. Nun, ein paar Minuten später kamen wir an, doch das ist ja langsam normal.
Aber ich gab meiner Kollegin ihren Koffer, die erste Reisetasche und die zweite Reisetasche mußte ich sehr rasch nachgeben, da sich die Tür schloß. Eine ältere Frau hatte als erste aussteigende Person mehr Zeit benötigt. Kein Problem, wenn das Bahnpersonal dies auch berücksichtigen würde.
Als ich die Reisetaschen herausgab, stiegen schon 3 Jugendliche einer kleinen Reisegruppe ein. Nur, als sich die Tür schloß, standen noch 7 Menschen draußen, die auch gerne diesen ICE nach Hamburg genutzt hätten.
Mit dem Handy haben die Jugendlichen dann Kontakt zur Person bekommen, die die Fahrkarte in den Händen hat. Ich bat das eine Mädel, einfach mal nachzufragen, warum wir so einfach losgefahren sind. Sie wurde vom Zugpersonal angeschrieen, ob die zu doof zum einsteigen sind. Diese Worte wollte ich dem Mädel nun nicht abnehmen, so benimmt sich kein Mensch, der einen Servicejob ausführt.
In ZOO konnte ich dann auch endlich aussteigen, obwohl ich als Reiseendziel gerne auch den Ostbahnhof genutzt hätte. So war es ja geplant.
An der einen Zugtür (glaube Wagen 23) stand eine Zugbegleiterin. Auf unsere Frage, was das in Ostbahnhof sollte, keifte sie mich an, ich solle sie nicht anbrüllen. Pech, ich kann aufgrund einer Angina gar nicht laut sprechen, also sollte diese Frau ganz schnell einmal nachdenken, ob sie für den Job richtig ist.
Wir sollen in Ostbahnhof 4 Minuten gestanden haben und der Chef, Wohl der zuständige Schaffner/Zugbegleiter, soll das Startzeichen gegeben haben.
Liebe Bahn, ich bin jedenfalls enttäuscht. Für dieses Ticket hat meine Firma für mich 152 Euro plus 5,20 Euro für die Sitzreservierungen bezahlt, MUSS ich mir dies bieten lassen?
Tja, so kann Service auch einmal aussehen und ich denke, anhand der Fakten kann jeder sich selbst ein Bild machen, wie manche Bahnfahrt enden kann. Doch gibt es auch schönere Erlebnisse.
eure andy
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