Erfahrungsbericht von PuschelHaeschen
Erkundigen spart!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Zum 18. Geburtstag habe ich mir die BahnCard gewünscht.
Sie hätte 70,- Euro gekostet und abgesehen vom Nahverkehr, gibt es 50% Ermäßigung!
Ich fahre jedes zweite WE von Goslar nach Mainz und die 70,- Euro hätte ich auf jeden Fall wieder raus gehabt, aber da ich ja schon seit einiger Zeit diese Strecke fahre, habe ich die Card auch schon vorher gut gebraucht.
Eigentlich wäre es die normale BahnCard "Junior" gewesen, aber ich habe da mal angerufen.
Die Nummer ist 04421/999 888, ist aber auch auf der HP von der Bahn angegeben!
Wenn ich mir die BahnCard mit 17 hole, bezahle ich nur 35,- Euro, habe aber die gleichen Vorteile!
Die Card heißt "Teen" und ist um die Hälfte günstiger als die "Junior"!
Ich muss auch nicht noch mal bezahlen, wenn ich 18 geworden bin, sondern kann diese Card jetzt ein Jahr lang nutzen!
Kann nur raten, dass man sich da wirklich rechtzeitig informieren soll!
Sonst hätte ich die Card für 35,- Euro noch versäumt!
Ich bekomme aber trotzdem noch 50% Ermäßigung, außer in dem Nahverkehr!
Ich bin also in das Reisezentrum gegangen, habe meinen Personalausweis mitgenommen und ein Passfoto.
Dann wurde ein Formular ausgefüllt und ich habe erst mal eine "Ersatzkarte" bekommen. Sieht so aus wie eine normale Fahrkarte, steht aber BahnCard drauf.
Die musste ich so lange nutzen, bis mir die Card per Post zugeschickt wurde.
Es hat ca. zwei Wochen gedauert, dann hatte ich meine BahnCard für die Hälfte des eigentlichen Preises in der Tasche und ich kann jetzt ein ganzes Jahr die Card nutzen, ohne etwas zuzahlen zu müssen, weil ich eigentlich die "Junior" nutzen könnte.
Also gut informieren und vor allem: Rechtzeitig informieren! Dann kann man eine menge sparen!
Die BahnCard in allen Ausführungen:
===========================
Die BahnCard:
-------------
Zum einen gibt es da die BahnCard "Classic" und ist für Leute von 23-59 Jahre geeignet. Sie kostet in der 2. Klasse 140 Euro und in der 1. Klasse 280 Euro.
Gibt jeweils 50% Ermäßigung, abgesehen vom Nahverkehr.
Dann gibt es die BahnCard "Senior" und zählt für ältere Leute ab 60 Jahre. Diese kostet in der 2. Klasse 70 Euro und in der 1. Klasse 140 Euro.
Die BahnCard "Junior" zählt für 18-22jährige, für Schüler und Studenten allerdings bis 26 Jahre und kostet 70 Euro in der 2. und 140 Euro in der 1. Klasse, wie die "Senior" auch.
Die Zusatzkarte für "Ehe- und Lebenspartner" kostet 70 Euro in der 2. und 140 Euro in der 1. Klasse. Alldings muss auf dem Personalausweis bewiesen werden, dass die Adressen über ein stimmen!
Zu einer Hauptkarte 2. Klasse kann keine Zusatzkarte 1. Klasse ausgestellt werden; zu jeder Hauptkarte kann nur eine Zusatzkarte erworben werden.
Die BahnCard "Teen" ist für Kinder von 12-17jährige und kostet in der 2. Klasse 35 Euro und in der 1. Klasse 70 Euro.
Diese Card hab ich auch!
Die BahnCard "Kind" ist für Kinder von 6-11 Jahren geeignet. Sie kostet in der 1. Klasse 70 Euro und in der 2. Klasse 35 Euro.
Jede BahnCard ist zudem NICHT übertragbar!
Bei weiteren Fragen:
--------------------
Die Telefonnummer 04421/999888 steht Mo.-Fr. 7-21 Uhr für Fragen rund um die BahnCard zur Verfügung.
Außderdem kann man sich über das Internet auf www.Bahn.de noch mal genau über alles informieren.
Punktesammeln?
============
Habe vor einigen Tagen einen Brief erhalten, dass man mit der BahnCard jetzt Punkte sammeln kann, die dann gut geschrieben werden.
Natürlich bin ich neugierig und habe mich darüber erkundigen wollen, aber die freundliche Frau an der Information meinte, ich möchte doch bitte mal an den Schalter draußen gehen. Die könnten mir bestimmt besser helfen.
Dort etwa 10 Minuten angestanden, kam ich endlich an die Reihe und legte den Brief vor. Die Frau hinter dem Schalter las ihn flüchtig durch und schüttelte mit dem Kopf.
Kann sie auch nichts drüber sagen, da dass erst im April zählen würde und sie noch keine Schulung darüber besuchen konnte.
Aber jetzt ist es endlich so weit! Ich habe in Erfahrung bringen können, was genau das ganze auf sich hat:
Mit 2000 Punkten kann man in der ersten Klasse Louge mit einem Begleiter Platz nehmen.
2000 Punkte? Heißt also, man muss erst mal für 2000 Euro durch die Welt reisen, um diesen Service nutzen zu dürfen? Ich fragte noch mal nach und man bejate es. So ein Schwachsinn in meinen Augen.
Sicher kann man auch die Reservierung noch 10 Minuten vor Abfahrt des Zuges vornehmen, allerdings auch nur mit 2000 Punkten...
*FAZIT*
---------
Vor den Punkten fand ich die BahnCard an sich schon klasse, aber jetzt wird es einfach nur noch lächerlich!
Finde ich schon schade, dass die Bahn diesen Service nur für Leute bietet, die mindestens für 2000 Euro in 12 Monaten durch die Welt reisen.
Ich selber verfahre im Monat um die 100 Euro und da bezeichne ich mich schon als Vielfahrer. Wieso kann mir nicht auch dieser Service geboten werden?
Vielleicht wird es ja auch in der nächsten Zeit geändert, aber bis dahin muss ich trotzdem noch im kalten stehen und den miesen Service der Bahn nutzen, da ich keine andere Wahl habe, außer mit der Bahn zu reisen.
Ja ja, die Bahn und ihr Service...
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-23 10:53:33 mit dem Titel Service für die Bahn - nicht für die Reisenden
Bin mal wieder am WE die Strecke von Mainz zurück nach Oker gefahren und stieg in Frankfurt in einen InterRegio um. Ich setzte mich in ein leeres Abteil und wartete darauf, dass ich endlich wieder zu Hause bin. In Friedberg stieg eine Blinde junge Frau dazu.
Wir haben uns ein wenig über Gott und die Welt unterhalten und als dann die Fahrkatenkontrolle kam, hat die junge Frau um Hilfe gebeten, weil sie in Kassel Willelmshöhe umsteigen musste und nicht wusste, wie sie von A nach B kommt.
Die Bahnangestellte sagte, dass sie sich drum kümmern würde und ihr jemanden vorbei schickt. Leider war dies nicht der Fall. Sie hatte noch 1 Stunde und 20 Minuten dafür Zeit, aber sie lief immer wieder an unserem Abteil vorbei und die junge Frau wurde immer nervöser. Dann ertönte die Durchsage, dass der nächste Halt Kassel-Willhelmshöhe war und wir ihn in wenigen Minuten erreichen würden.
Sie hatte irgendwie Angst, zumindest klang ihre Stimme zittrig und unruhig. Wir haben dann einfach ein paar vorbei gehende Fahrgäste angesprochen, die den Zug verlassen wollten, ob ihr jemand helfen kann. Zwei Männer mussten auch zu dem anderen Bahnsteig und kümmerten sich um die junge Frau. Da sie selber eine Blinde bei sich hatten, wussten sie, mit der jungen Dame um zu gehen und führten sie hoffentlich sicher über den Bahnhof.
Das Zugpersonal wechselt immer an dieser Stelle und ich habe einen anderen Zugbegleiter gefragt, wieso man es Service nennt, wenn man die Frau dann doch hier so allein sitzen lässt.
Der Mann war sehr nett und meinte, dass es länger dauert, dies zu erklären. Ich sagte, dass ich noch über zwei Stunden Fahrzeit in diesem Zug habe und genug Geduld, mir es anzuhören. Er setzte sich dann zu mir und wir haben eine halbe Stunde geredet. Dabei kamen für mich doch interessante Dinge zum Vorschein:
Wenn jemand Sachen im Zug liegen lässt und der Gegenstand unter 15,- Euro liegt, darf er entsorgt werden. Alle Gegenstände, die hier liegen gelassen werden, werden grob abgeschätzt und dann wird entschieden, kommt er in den Müll oder kann ein Mitarbeiter ihn gebrauchen. Abgegeben werden Taschen oder Jacken, Portmonais.
Er nannte mir ein Beispiel: Wenn ein Buch vergessen wird, dass den Wert von 15 Euro überschreitet wird er nicht abgegeben, wenn er von einem Bahnangestellten von Interesse ist. Aber dies gilt nicht für Geld oder Brieftaschen. Der Besitzer kann nicht nachweisen, wie viel Geld da drin war und ob nicht ein Fahrgast das Geld genommen hat. So lange viele Brieftaschen ohne Geld bei ServicePoint, wo man sich als Reisender nach seinen Verlorenen Dingen erkundigen kann und auch erfährt, wo man sie gegebenenfalls abholen kann. Meist muss man sogar eine Gebühr von 10 Euro bezahlen, um die Sachen wieder zu bekommen, was meines ehrachtens schon eine Frechheit ist.
Wieder erklang die Durchsage mit dem nächsten Bahnhof und der Zugbegleiter verabschiedete sich. Ich habe mir so einige Gedanken darüber gemacht, was er gesagt hat und denke, dass man doch mal die Fahrgäste über diese Methoden informieren sollte.
Schade finde ich auch, dass hilflose Fahrgäste einfach sich selbst überlassen werden und kaum Hilfe erwarten können.
Zum Glück gibt es doch noch hin und wieder Fahrgäste, die sich bereit erklären, mal Hand an zu legen und beim Ein- und Ausstieg helfen.
Die Reisenden haben doch alle das gleiche Ziel: Heile und Sorgenlos ankommen, aber wieso verlässt man sich da immer auf andere? Wenn die Reisenden selber mal Hilfe anbieten würden und nicht immer alles auf andere abschieben, könnte die Reise sehr angenehm werden, aber darauf kommt kaum einer. Zumindest empfinde ich es auf meinen Reisen immer so.
Ich habe es mir jetzt zur Regel gemacht, dass ich den Menschen am Bahnhof helfe, sei es mit einer Auskunft oder mit den Koffern. Wenn es jeder so machen würde, gehe der Ein- und Ausstieg doch viel schneller. Oder einfach mal den Rucksack vom Sitz nehmen und ihn jemanden anbieten.
Einfach mal drüber nachdenken, dass man selber etwas zum Service beitragen kann, auch wenn es nicht gerade für die Bahn spricht, aber das dürfte ja keinen stören...
Noch etwas:
-----------
Ich beziehe mich hier wirklich NICHT auf jeden Angestellten der Bahn. Zum Beispiel der Mann, mit dem ich mich nett unterhalten habe, war wirklich sehr nett und war immer zur Stelle, man es brauchte.
Ich beziehe mich hier nur auf die Angestellten, die ich selber erlebt habe und als sehr unfreundlich und nicht zuvorkommend empfinde.
Dieser Bericht soll keine Kritik sein, eher eine Anregung, dass die Reisenden selber für den Service sorgen können, den sie wünschen.
Sie hätte 70,- Euro gekostet und abgesehen vom Nahverkehr, gibt es 50% Ermäßigung!
Ich fahre jedes zweite WE von Goslar nach Mainz und die 70,- Euro hätte ich auf jeden Fall wieder raus gehabt, aber da ich ja schon seit einiger Zeit diese Strecke fahre, habe ich die Card auch schon vorher gut gebraucht.
Eigentlich wäre es die normale BahnCard "Junior" gewesen, aber ich habe da mal angerufen.
Die Nummer ist 04421/999 888, ist aber auch auf der HP von der Bahn angegeben!
Wenn ich mir die BahnCard mit 17 hole, bezahle ich nur 35,- Euro, habe aber die gleichen Vorteile!
Die Card heißt "Teen" und ist um die Hälfte günstiger als die "Junior"!
Ich muss auch nicht noch mal bezahlen, wenn ich 18 geworden bin, sondern kann diese Card jetzt ein Jahr lang nutzen!
Kann nur raten, dass man sich da wirklich rechtzeitig informieren soll!
Sonst hätte ich die Card für 35,- Euro noch versäumt!
Ich bekomme aber trotzdem noch 50% Ermäßigung, außer in dem Nahverkehr!
Ich bin also in das Reisezentrum gegangen, habe meinen Personalausweis mitgenommen und ein Passfoto.
Dann wurde ein Formular ausgefüllt und ich habe erst mal eine "Ersatzkarte" bekommen. Sieht so aus wie eine normale Fahrkarte, steht aber BahnCard drauf.
Die musste ich so lange nutzen, bis mir die Card per Post zugeschickt wurde.
Es hat ca. zwei Wochen gedauert, dann hatte ich meine BahnCard für die Hälfte des eigentlichen Preises in der Tasche und ich kann jetzt ein ganzes Jahr die Card nutzen, ohne etwas zuzahlen zu müssen, weil ich eigentlich die "Junior" nutzen könnte.
Also gut informieren und vor allem: Rechtzeitig informieren! Dann kann man eine menge sparen!
Die BahnCard in allen Ausführungen:
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Die BahnCard:
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Zum einen gibt es da die BahnCard "Classic" und ist für Leute von 23-59 Jahre geeignet. Sie kostet in der 2. Klasse 140 Euro und in der 1. Klasse 280 Euro.
Gibt jeweils 50% Ermäßigung, abgesehen vom Nahverkehr.
Dann gibt es die BahnCard "Senior" und zählt für ältere Leute ab 60 Jahre. Diese kostet in der 2. Klasse 70 Euro und in der 1. Klasse 140 Euro.
Die BahnCard "Junior" zählt für 18-22jährige, für Schüler und Studenten allerdings bis 26 Jahre und kostet 70 Euro in der 2. und 140 Euro in der 1. Klasse, wie die "Senior" auch.
Die Zusatzkarte für "Ehe- und Lebenspartner" kostet 70 Euro in der 2. und 140 Euro in der 1. Klasse. Alldings muss auf dem Personalausweis bewiesen werden, dass die Adressen über ein stimmen!
Zu einer Hauptkarte 2. Klasse kann keine Zusatzkarte 1. Klasse ausgestellt werden; zu jeder Hauptkarte kann nur eine Zusatzkarte erworben werden.
Die BahnCard "Teen" ist für Kinder von 12-17jährige und kostet in der 2. Klasse 35 Euro und in der 1. Klasse 70 Euro.
Diese Card hab ich auch!
Die BahnCard "Kind" ist für Kinder von 6-11 Jahren geeignet. Sie kostet in der 1. Klasse 70 Euro und in der 2. Klasse 35 Euro.
Jede BahnCard ist zudem NICHT übertragbar!
Bei weiteren Fragen:
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Die Telefonnummer 04421/999888 steht Mo.-Fr. 7-21 Uhr für Fragen rund um die BahnCard zur Verfügung.
Außderdem kann man sich über das Internet auf www.Bahn.de noch mal genau über alles informieren.
Punktesammeln?
============
Habe vor einigen Tagen einen Brief erhalten, dass man mit der BahnCard jetzt Punkte sammeln kann, die dann gut geschrieben werden.
Natürlich bin ich neugierig und habe mich darüber erkundigen wollen, aber die freundliche Frau an der Information meinte, ich möchte doch bitte mal an den Schalter draußen gehen. Die könnten mir bestimmt besser helfen.
Dort etwa 10 Minuten angestanden, kam ich endlich an die Reihe und legte den Brief vor. Die Frau hinter dem Schalter las ihn flüchtig durch und schüttelte mit dem Kopf.
Kann sie auch nichts drüber sagen, da dass erst im April zählen würde und sie noch keine Schulung darüber besuchen konnte.
Aber jetzt ist es endlich so weit! Ich habe in Erfahrung bringen können, was genau das ganze auf sich hat:
Mit 2000 Punkten kann man in der ersten Klasse Louge mit einem Begleiter Platz nehmen.
2000 Punkte? Heißt also, man muss erst mal für 2000 Euro durch die Welt reisen, um diesen Service nutzen zu dürfen? Ich fragte noch mal nach und man bejate es. So ein Schwachsinn in meinen Augen.
Sicher kann man auch die Reservierung noch 10 Minuten vor Abfahrt des Zuges vornehmen, allerdings auch nur mit 2000 Punkten...
*FAZIT*
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Vor den Punkten fand ich die BahnCard an sich schon klasse, aber jetzt wird es einfach nur noch lächerlich!
Finde ich schon schade, dass die Bahn diesen Service nur für Leute bietet, die mindestens für 2000 Euro in 12 Monaten durch die Welt reisen.
Ich selber verfahre im Monat um die 100 Euro und da bezeichne ich mich schon als Vielfahrer. Wieso kann mir nicht auch dieser Service geboten werden?
Vielleicht wird es ja auch in der nächsten Zeit geändert, aber bis dahin muss ich trotzdem noch im kalten stehen und den miesen Service der Bahn nutzen, da ich keine andere Wahl habe, außer mit der Bahn zu reisen.
Ja ja, die Bahn und ihr Service...
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-04-23 10:53:33 mit dem Titel Service für die Bahn - nicht für die Reisenden
Bin mal wieder am WE die Strecke von Mainz zurück nach Oker gefahren und stieg in Frankfurt in einen InterRegio um. Ich setzte mich in ein leeres Abteil und wartete darauf, dass ich endlich wieder zu Hause bin. In Friedberg stieg eine Blinde junge Frau dazu.
Wir haben uns ein wenig über Gott und die Welt unterhalten und als dann die Fahrkatenkontrolle kam, hat die junge Frau um Hilfe gebeten, weil sie in Kassel Willelmshöhe umsteigen musste und nicht wusste, wie sie von A nach B kommt.
Die Bahnangestellte sagte, dass sie sich drum kümmern würde und ihr jemanden vorbei schickt. Leider war dies nicht der Fall. Sie hatte noch 1 Stunde und 20 Minuten dafür Zeit, aber sie lief immer wieder an unserem Abteil vorbei und die junge Frau wurde immer nervöser. Dann ertönte die Durchsage, dass der nächste Halt Kassel-Willhelmshöhe war und wir ihn in wenigen Minuten erreichen würden.
Sie hatte irgendwie Angst, zumindest klang ihre Stimme zittrig und unruhig. Wir haben dann einfach ein paar vorbei gehende Fahrgäste angesprochen, die den Zug verlassen wollten, ob ihr jemand helfen kann. Zwei Männer mussten auch zu dem anderen Bahnsteig und kümmerten sich um die junge Frau. Da sie selber eine Blinde bei sich hatten, wussten sie, mit der jungen Dame um zu gehen und führten sie hoffentlich sicher über den Bahnhof.
Das Zugpersonal wechselt immer an dieser Stelle und ich habe einen anderen Zugbegleiter gefragt, wieso man es Service nennt, wenn man die Frau dann doch hier so allein sitzen lässt.
Der Mann war sehr nett und meinte, dass es länger dauert, dies zu erklären. Ich sagte, dass ich noch über zwei Stunden Fahrzeit in diesem Zug habe und genug Geduld, mir es anzuhören. Er setzte sich dann zu mir und wir haben eine halbe Stunde geredet. Dabei kamen für mich doch interessante Dinge zum Vorschein:
Wenn jemand Sachen im Zug liegen lässt und der Gegenstand unter 15,- Euro liegt, darf er entsorgt werden. Alle Gegenstände, die hier liegen gelassen werden, werden grob abgeschätzt und dann wird entschieden, kommt er in den Müll oder kann ein Mitarbeiter ihn gebrauchen. Abgegeben werden Taschen oder Jacken, Portmonais.
Er nannte mir ein Beispiel: Wenn ein Buch vergessen wird, dass den Wert von 15 Euro überschreitet wird er nicht abgegeben, wenn er von einem Bahnangestellten von Interesse ist. Aber dies gilt nicht für Geld oder Brieftaschen. Der Besitzer kann nicht nachweisen, wie viel Geld da drin war und ob nicht ein Fahrgast das Geld genommen hat. So lange viele Brieftaschen ohne Geld bei ServicePoint, wo man sich als Reisender nach seinen Verlorenen Dingen erkundigen kann und auch erfährt, wo man sie gegebenenfalls abholen kann. Meist muss man sogar eine Gebühr von 10 Euro bezahlen, um die Sachen wieder zu bekommen, was meines ehrachtens schon eine Frechheit ist.
Wieder erklang die Durchsage mit dem nächsten Bahnhof und der Zugbegleiter verabschiedete sich. Ich habe mir so einige Gedanken darüber gemacht, was er gesagt hat und denke, dass man doch mal die Fahrgäste über diese Methoden informieren sollte.
Schade finde ich auch, dass hilflose Fahrgäste einfach sich selbst überlassen werden und kaum Hilfe erwarten können.
Zum Glück gibt es doch noch hin und wieder Fahrgäste, die sich bereit erklären, mal Hand an zu legen und beim Ein- und Ausstieg helfen.
Die Reisenden haben doch alle das gleiche Ziel: Heile und Sorgenlos ankommen, aber wieso verlässt man sich da immer auf andere? Wenn die Reisenden selber mal Hilfe anbieten würden und nicht immer alles auf andere abschieben, könnte die Reise sehr angenehm werden, aber darauf kommt kaum einer. Zumindest empfinde ich es auf meinen Reisen immer so.
Ich habe es mir jetzt zur Regel gemacht, dass ich den Menschen am Bahnhof helfe, sei es mit einer Auskunft oder mit den Koffern. Wenn es jeder so machen würde, gehe der Ein- und Ausstieg doch viel schneller. Oder einfach mal den Rucksack vom Sitz nehmen und ihn jemanden anbieten.
Einfach mal drüber nachdenken, dass man selber etwas zum Service beitragen kann, auch wenn es nicht gerade für die Bahn spricht, aber das dürfte ja keinen stören...
Noch etwas:
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Ich beziehe mich hier wirklich NICHT auf jeden Angestellten der Bahn. Zum Beispiel der Mann, mit dem ich mich nett unterhalten habe, war wirklich sehr nett und war immer zur Stelle, man es brauchte.
Ich beziehe mich hier nur auf die Angestellten, die ich selber erlebt habe und als sehr unfreundlich und nicht zuvorkommend empfinde.
Dieser Bericht soll keine Kritik sein, eher eine Anregung, dass die Reisenden selber für den Service sorgen können, den sie wünschen.
13 Bewertungen, 3 Kommentare
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30.01.2004, 15:08 Uhr von mjk25
Bewertung: sehr hilfreichnetter bericht.ich erlebe das auch sehr viel auf meinen reisen.grüße aus dresden mario
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23.04.2002, 15:01 Uhr von city-flitzer
Bewertung: sehr hilfreichDanke für Deinen netten Kommentar zum "Kartengeheimnis". Kann ich nur zurückgeben. Das Problem, dass Du hier beschreibst ist aber auch in vielen andren Bereichen zu erkennen. Nur sehr wenige identifizieren sich mit ihrer Arbeit. Einer V
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23.04.2002, 13:00 Uhr von MaxTheCB
Bewertung: sehr hilfreichJaja, die Bahn kommt...fragt sich nur wann...und zum Service...leider in Deutschland kein Wunder!
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