Dill Testbericht

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Summe aller Bewertungen

Erfahrungsbericht von darkunit

Gut gewürzt ist halb gewonnen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Dill im lateinischen Anethum graveolens gehört zu der Familie der Doldenblütler. Jeder kennt ihn, hat ihn schon gesehen, wenn er seine fadenförmigen Fliederblättchen und die goldgelben Blütendolden der Sonne entgegen streckt. Er wächst bei uns überall, denn wer ihn erst einmal hat, dort sät er sich immer wieder selbst aus, man wird ihn nicht mehr los. (deswegen heißt es auch „der“ Dill)

Da ich ja immer etwas ausschweifen muss, möchte ich das auch heute tun...
Im alten Judäa schon wurde dem Dill so große Bedeutung beigemessen, dass er sogar als Zahlungsmittel akzeptiert wurde. Das waren noch Zeiten... heute will keiner, dass ich mit Dill zahle.
Als Heilpflanze ist der Dill schon seit dem Altertum bekannt. Sogar in Pharaonengräbern findet man heute noch Dillsamen als Grabbeigaben.

Die im Dill enthaltenen wertvollen Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor, vor allem aber die ätherischen Öle der Samen, machen ihn zu einem vielseitigen Naturheilmittel. Er hilft heilen bei Magen- und Darmleiden, nervöse Beschwerden und Schlafstörungen und hilft bei Gallen- und Lebererkrankungen und Herzproblemen. Wer unter Blähungen oder ganz und gar Koliken leidet, ich will jetzt nicht schon wieder von meinen Magenproblemen erzählen, aber Dill hilft. Die ätherischen Öle eigenen sich halt nicht nur dazu in den Körper einmassiert zu werden ;-) sondern beruhigen einen nervösen Magen und lindern Darm-, Leber- und Gallenleiden. Er vermag krankheitserregende Darmbakterien abzutöten ohne dabei die gesunde Darmflora zu schädigen. Das ätherische Öl wird aus den Samen der Dillpflanzen gewonnen wobei hauptsächlich das Carvon für den typischen Dillgeschmack verantwortlich ist. Denn den Dillgeschmack würde ich so beschreiben würzig, sogar leicht scharf, trotzdem ein bisschen süßlich und erinnert mich dabei auch an Fenchel und das nicht nur wegen des Aussehens der Samen.
Manche Mensche plagen sich manchmal jahrelang mit Schluckauf, dabei kann so einfach geholfen werden. Normalerweise wenn bei uns jemand Schluckauf hat, dann darf eine etwas Süßes (Zucker, Praline etc) essen, doch manchmal ist er hartnäckig. Dann überbrühe ich ein Teelöffelchen Dillblätter mit einer Tasse Wasser, ziehen lassen wie einen Tee, und dann ungesüßt in kleinen Schlückchen... ihr werdet sehen, nichts hilft besser gegen Schluckauf.

Mundgeruch ist ja auch so etwas unangenehmes. Wer darunter leidet sollte immer mal ein paar Dillsamen kauen, denn die ätherischen Öle desinfizieren den Mund- und Rachenraum.
Bei stillenden Müttern regt ein Tee aus Dillsamen die Milchproduktion an. Doch Vorsicht viel hilft nicht immer viel! Bei übermäßigem Genuss kann Dill auch die Funktion der Nieren beeinträchtigen. Doch wer isst schon nur noch Grünfutter und trinkt Dilltee? *Kopf schüttel*
Oft wird Dill als die Schwester der Petersilie bezeichnet, denn ihre Wirkungsweisen sind sehr ähnlich.

In meiner Küche verwende ich den Dill vor allem als würzige Beigabe zu Fischspeisen und Salaten, natürlich auch in eingelegten Gurken und Mix Pickles. Gurkensalat ohne Dill geht gar nicht *zwinker*. Und wer keinen Kümmel mag, kann an dessen Stelle bei Kohlgerichten Dill mit beikochen, der wirkt auch gegen die unangenehmen Blähungen.

Dill ist anspruchslos und gedeiht in jedem Garten, mag der Boden noch so karg sein. Natürlich kann ihm schwerer und lockerer Boden nicht schaden, im Gegenteil er wird wachsen wie Unkraut. Er liebt es sonnig bis halbschattig und schön feucht, nur keine Staunässe. Ihr könnt ihn ab Mitte April draußen an Ort und Stelle aussäen, und den Rest macht er ganz alleine. Wer ihn einmal hat, bekommt ihn nicht wieder los. Überall wuchert bei mir sogar in den Blumenrabatten.

Ich friere den Dill das ganz Jahr über ein und mache ihn so haltbar für den Winter. Getrocknet verliert er leider viel von seinem Aroma und die so wichtigen ätherischen Öle sind einfach verflogen...

Also von mir aus kann der Winter kommen, mein Vorrat ist perfekt. Dill ist ein altbewährtes Hausmittel gegen Blähungen, Bauchgrimmen und Koliken, und vorzügliches Schlafmittel doch dafür brauch ich ihn weniger. Doch wenn ich gerade über Weihnachten mich mit all den Leckereien voll stopfe *kicher* dann sorgt er dafür das ich mich trotzdem wohl fühle dabei ;-)

Viele Grüße
Peggy

47 Bewertungen, 4 Kommentare

  • DrDuke

    14.04.2002, 22:30 Uhr von DrDuke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Kann man zum Glück sehr vielseitig verwenden :)))

  • owesen

    10.04.2002, 14:13 Uhr von owesen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Interessant !!! Gruß, sönke ( owi13 )

  • Tomasso1

    10.04.2002, 01:13 Uhr von Tomasso1
    Bewertung: sehr hilfreich

    ja schau mich mal um;)

  • chatterman90

    07.04.2002, 22:15 Uhr von chatterman90
    Bewertung: sehr hilfreich

    jaja, die peggy ist also auch hier!!