Documenta Testbericht
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Erfahrungsbericht von bieneq
Kassel... eine Legende
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
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Ich bin zufällig in die hessische Großstadt mit ihren vielen Fassetten gekommen. Eigentlich wollte ich nur zur Löwenburg. Eine mittelalterliche Anlage, die typisch - zeitgenössische Merkmale vorweist. Doch durch einen puren Zufalle habe ich ein Prospekt gesehen, dass den legendären Herkules zeigt.
Von der Löwenburg bin ich dann einen abenteuerlichen Weg gegangen, der steil und gefährlich (für Anfänger wie mich) war. Der normale - einfache - Wanderweg war otopisch für mich. Beziehungsweise konnte ich diesen nicht finde.
Irgendwann befand ich mich dann doch auf den richtigen Weg und stand schließlich vor dem Schlossmuseum Wilhelmshöhe. Die Ausstellung habe ich mir natürlich angeschaut - vorab kann ich sagen, dass ich begeistert war.
Dann machte ich mich auf den Weg zum Herkules - Turm. Dieser wird ebenfalls restauriert. Die Zeit nagt halt an jeden. Der Weg war mehr als ermüdend. Der Hang ist hoch, mühsam und beschwerlich. Doch die Aussicht entschädigt alles.
Nach dieser aufreibenden Tour habe ich mir eine kalte Cola gegönnt und bin danach noch in die historische Altstadt und habe ausgiebig eingekauft.
Der Schlosspark und die Löwenburg
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Wie oben schon erwähnt, war dies mein eigentliches Ziel. Die Burg liegt etwas abgelegen. Geparkt habe ich in einer kleinen Wohnsiedlung nahegelegen des Schlossparks. Durch einen Waldweg kam ich direkt in den Park, der seinen Namen verdient. Schon allein die Ruhe und Entspannungsmöglichkeiten, die es gibt, lohnt den Weg. Man kann in Ruhe Enten füttern, die Seele baumeln lassen oder die Ruhe genießen.
Ein Stückchen weiter kam dann die Burg. Eine typisch - mittelalterliche Festung wird geboten, wie im Film. Die Löwenburg ist eine besondere Attraktion. Das Anwesen dient zum Einen als Kulisse für romantische Musik am Abend. Entstanden ist sie 1793 bis 1806. Ursprünglich wollte der fürstliche Bauherr Wilhelm die im letzten Viertel des Jahrhunderts Deutschlands beherrschende sentimentale Ruinenschwärmerei am Wilhelmshöher Schloßbau zum Ausdruck bringen. Glücklicherweise kam er davon wieder ab. Statt dessen ließ er im Jahr 1793 die Löwenburg als Ruine einer mittelalterlichen englischen Ritterburg erbauen.
Goethe, der oft den Weißenstein besuchte, hatte im vierten Aufzug des Faust, zweiter Teil, wo Mephistopheles ihm die Örtlichkeit der Sinnenlust ausmalt, den Weißensteiner Lustpark im Auge.
Heute birgt sie eine Sammlung alter Waffen und Casseler Porzellans. Im eigentlichen Sinne wollte ich eine Führung mitmachen. Doch die Mindestanzahl der mitgehenden Personen wurde nicht erreicht und deshalb stöberte ich unzufrieden in dem Museumsshop. Dort fand ich ein Prospektheft mit weiteren Sehenswürdigkeiten. Unter anderem das Residenzschloss, der Herkules und die historische Altstadt. Ich kaufte eine Wanderkarte für einen Euro und ging los. Doch den Wanderweg fand ich nicht auf der Stelle
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SCHLOSS WILHELMSHÖHE
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Das Schloss ist etwas abseits des Wanderweges. Wenn man dem Pfad vernünftig folgt, kommt man an einem traumhaften See an, der ebenfalls historisch nachempfunden wurde. Ich hatte Glück: Mein Ankommen war genau richtig. Um 15 Uhr beginnen die Wasserspiele. Eine atemberaubende Kulisse von Wasserfällen, Stromschnellen und Wasserschauspielen, die den ganzen Wanderweg bis zum Herkules reichen. Am See war eine Meter hohe Fontäne, die man auf einer Bank beobachten konnte.
Doch ich bin zum Schloss gegangen, dass 500 Meter entfernt ist. Für alle, die sich für griechische Mythologien und deren Zeit interessieren, kann ich die Tour nur empfehlen. Zur Zeit bietet das Schloss eine integrierte Ausstellung zu diesem Thema an. Auch die Einrichtung des Schlosses ist grandios. Alle Möbel sind von sehr guter Qualität. Sie stammen noch aus der ersten Ausstattung im Louis-seize-Stil und im englischen Geschmack, den das hessische Fürstenhaus seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bevorzugte. Aber auch das Empire der Jerome-Zeit und der Restauration nach 1815 wird reichlich gezeigt. Die Einrichtungen belegen gut den schnellen Wechsel im höfischen Wohnstil von 1760 bis 1830. Berühmte Kunsttischler, wie Abraham und David Roentgen, auch die Kasseler Johann Ruhl, der Vater des Bildhauers Johann Christian Ruhl und Friedrich Wichmann sind mit ihren Arbeiten vertreten. Glas, Porzellan und Steingut aus hessischen und berühmten auswärtigen, auch seltenen Manufakturen vervollständigen das Bild von Reichtum und Geschmack des hessischen Fürstenhauses, sie beweisen aber auch die Leistungsfähigkeit des heimischen Kunsthandwerks. Der Eintritt betrug 6 Euro. Darin enthalten waren außerdem die Rubensausstellung und eine Führung.
Der gesamte Rundgang erwies sich als aufregend und spannend. Die Stimmung und Atmosphäre war gleichbleibend gut. Da ich an einem Donnerstag Nachmittag da war, gab es nur eine kleine Gruppe und somit war die Möglichkeit da, viele Fragen zu stellen. Für Offenes hab es für jedes Ausstellungsstück Zusatzinformationen, in Form von Karteien, Bildschirminformationen oder raffiniert ausgeklügelte technische Highlights.
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Nach dem Schlossrundgang machte ich mich auf zum legendären Herkules. Der Sage nach, besiegte der Sohn des Zeus den Riesen auf diesem besagten Berg. Der Besuch lohnt sich im vollen Maße. Alle wichtigen Informationen erhält man von den vielen Prospekten und Literaturen in den kleinen Shops. Die Anlage ist naturgetreu, realistisch und vielfältig. Der Herkules ist das Wahrzeichen der Stadt Kassel. Jedoch war die Figur des Herkules auf dem Oktogon und der Pyramide bei dem ursprünglichen Plan nicht vorgesehen. Die Entscheidung, daß der griechische Halbgott das Gebäude zieren soll, wurde erst 1713 beschlossen.
Alles begann 1696 mit den ersten Arbeiten an dem "Alten Winterkasten" - dem Wassersammelbecken auf der von Kassel abgewandten Seite des Habichtswaldes. Im Jahre 1700 fuhr Landgraf Karl nach Italien, um dort den zukünftigen Baumeister Francesco Gueriero zu treffen. Schon ein Jahr später kam Gueriero nach Kassel und besah sich das Gelände. 1703 kam der erste Vertrag zwischen Landgraf Karl und Gueriero zustande.
Dieser Vertrag war die Voraussetzung für die Wasserspiele im Park Wilhelmshöhe. Es mußte ein größerer Winterkasten gebaut werden; anschließend wurde 1704 der Bau der Kaskaden vertraglich festgelegt. Für die Kaskaden suchte Gueriero in den umliegenden Wäldern nach einem geeigneten Baustoff. Es standen ihm zwei Steinarten zur Verfügung. Zum einen Basalt, ein sehr harter und strapazierfähiger Stein, der aber schwer zu bearbeiten war. Zum anderen Tuffstein, ein grobkörniges Material, das leicht zu bearbeiten und in ausreichender Menge vorhanden war.
Während den Wasserspielen läuft das Wasser neben den Kaskaden an vielen kleineren Bauten im Park vorbei. Der Weg bis zum Herkules geht steil Bergauf. Doch durch das selbstgebaute Naturspiel wird die Anspannung gemildert. Spektakulär ist jedoch nicht alles. Es fängt mit dem Fontänenteich und "Lac" an. Der Fontäneteich mit seiner 52 Meter hoch aufsteigenden Fontäne wurde 1789 bis 1790 von Heinrich Christoph Jussow angelegt. Das Wasser fließt anschließenden über kleine Wasserfälle weiter zum sogenannten "Lac", der von 1785 bis 1791 ebenfalls von Jussow angelegt wurde, und aus einem kleinen Fischteich entstand. Danach kann man den Steinhöfer Wasserfall bewundern. Der zerklüftete Felssturz wurde künstlich in den fast senkrechten Hang hineingebaut und wird von dem überwölbenden Hochwald eingeschlossen. Anschließend folgt die Teufelsbrücke, durch die das Wasser der Kaskaden fließt und in den zehn Meter tiefer gelegenden Höllenteich stürzt, wurde 1792 bis 1793 von Heinrich Christoph Jussow angelegt. Folgend der Der Aquädukt. Es ist ein künstlicher Ruinenbau, der eine verfallene römische Wasserleitung mit einem Befestigungsturm darstellen soll. Die Rinne der Wasserleitung, die von der Teufelsbrücke kommt, wird von vierzehn hohen Bögen getragen. Hinter dem letzten Pfeiler stürzt das Wasser in die 43 m tiefe, scheinbar mit Trümmern der Leitung bedeckte Schlucht. Jetzt muss man nur noch die 666 steilen Treppen überwinden und die einmalige Aussicht danach genießen.
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Kassel - die Innenstadt
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Erschöpft und ausgepowert gönnte ich mir eine Cola und fuhr anschließend in die Innenstadt. Auch diese ist durch Fachwerkhäuser und historische Kleinbauten geprägt. Vor allem aber das Rathaus sticht hervor. Doch dieses besichtigte ich nicht. Meine Kulturgier war gestillt. Aber lange hielt ich mich nicht in der Innenstadt auf. Nach 1,5 Stunden brach ich die Heimreise an. Doch die Erlebnisse und Sehenswürdigkeiten waren reichlich.
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Eindrücke
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Ich kann diese Stadt als Ausflugsziel nur empfehlen. Insgesamt habe ich für den ganzen Tag nur 6 Euro für das Wilhelmsschloss ausgegeben (plus 1 Euro Wanderkarte/ Prospekt). Der Herkules und die Löwenburg, samt Schlosspark, waren völlig umsonst. Das nächste mal nehme ich mir jedoch mehr zum Trinken mit. Die Preise in den dazugehörigen Restaurants sind happig. 2,50 Euro habe ich für das 0,3 Liter volle Glas bezahlt. Doch es war heiß und schwül.
Stolz war ich, dass ich den Aufstieg zum Herkules ganz nach oben geschafft habe. Der Muskelkater am Abend war dann doch sehr stark ausgeprägt. Die Leute und das Personal waren stets freundlich und beantworteten alle Fragen zuvorkommend, ausführlich und direkt. Die Anlage war sehr sauber und naturgetreu. Wenn ich die Wanderkarte nicht mitgehabt hätte, wäre ich bestimmt den falschen Weg gegangen. Genau Beschilderungen fehlten leider.
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Die gesamte Tour hat einen riesen Spaß gemacht. Besonders die Aussicht auf dem Herkules hat sich gelohnt. Dieses Naturschauspiel hätte ich nicht verpassen wollen. Die Löwenburg, das Schloss, der Herkules und auch die Innenstadt waren gefüllt von spannenden Ereignissen und aufregenden Einzelheiten. Besonders die Wasserspiele quellten hervor. Typisch für die Gegend war die Löwenburg und die Fachwerkhäuser. Dafür ist Hessen bekannt und ein Ausflug lohnt sich alle mal. Wenn ich irgendwann wieder in der Nähe bin, gönne ich mir dieses Aufstieg Nocheinmahl. Die Legende von Herkules lebt weiter.
Ich habe leider keine Kamera dabei gehabt, ansonsten hätte ich auch Bilder gezeigt
58 Bewertungen, 17 Kommentare
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20.01.2010, 18:08 Uhr von mrwong
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich :-)
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20.09.2009, 14:29 Uhr von fantagirlie
Bewertung: sehr hilfreichtoller Bericht. LG
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31.07.2009, 23:27 Uhr von liebes35
Bewertung: sehr hilfreichGuter Bericht. LG Steffi
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13.07.2009, 17:54 Uhr von Steve2512
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich, toller Bericht ! Freue mich über Gegenlesungen :- LG Steve 2512
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27.06.2009, 13:15 Uhr von rob1980
Bewertung: sehr hilfreichtoller Bericht, gut geschrieben.. ich freue mich über Gegenlesung.. lg rob1980
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25.06.2009, 15:37 Uhr von kleiner_engel
Bewertung: sehr hilfreichFreue mich auf deine Gegenlesung. Liebe Grüße, Christin
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25.06.2009, 15:34 Uhr von UnserMargret
Bewertung: off topicDer Bericht ist klasse und ich hätte auch ein BH gegeben, aber eigentlich sollte hier ein Bericht über die Documenta stehen - nur darüber lese ich hier nichts. Sollte Dir YOPI mitgeteilt haben, dass Du hier Deinen Bericht einstellen sollst sag mir bitte Bescheid - ich hoffe, dass ich bald umbewerten kann
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25.06.2009, 14:37 Uhr von krullinchen
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße, Bine.
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25.06.2009, 09:16 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSH für deinen guten Bericht.LG Bernd
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25.06.2009, 08:06 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht Lg Sigi
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25.06.2009, 00:48 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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25.06.2009, 00:13 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichich wünsche dir einen schönen abend lg. petra
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25.06.2009, 00:09 Uhr von Brittili70
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht! LG Brittili70
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24.06.2009, 23:56 Uhr von Puenktchen3844
Bewertung: sehr hilfreichEin guter Bericht. LG
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24.06.2009, 23:42 Uhr von Daisy_Bluemchen
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich und viele Grüße
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24.06.2009, 23:31 Uhr von Lale
Bewertung: sehr hilfreichBericht wurde gern gelesen. Allerbeste Grüße sendet dir die Lale.
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24.06.2009, 23:22 Uhr von minasteini
Bewertung: sehr hilfreichSh und lg. Würde mich über einen Gegenbesuch freuen. Marina
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