Erfahrungsbericht von rsdcberlin
Das Wirtschaftswunder
Pro:
Weniger Müll -?
Kontra:
Bremst die Wirtschaft
Empfehlung:
Nein
Liebe Yopi-Mitglieder,
ach Herrje habe ich mir gedacht, als ich die Hiobsbotschaft mit dem Dosenpfand zum ersten Mal erfuhr. Ich werde wohl meine Öko-Stofftaschen wieder vergessen müssen. Leere Dosen zurückbringen, dann läuft doch der Restinhalt in meine Einkaufstüte. Pfiffig wie ich aber nun mal bin, hatte ich natürlich gleich die rettende Idee. Ich werde Omas Einkaufsnetz dafür benutzen. Dann freut sich Fiffi auf der Straße, dass er mal was schönes zu schlabbern hat. Immer nur das saure Regenwasser, nee davon kriegen seine Flöhe nur Haarausfall. Da nach neuester Umfrage die Bierdosen den Hauptanteil ausmachen, sehen wir auch bald fröhlich beschwipste Fliegen durch die Luft kreisen. Die so benebelten Ur-insekten kann man dann wenigstens endlich mal erwischen. Hat doch was Gutes, die neue der Umweltnorm angepaßte Verordnung.
Die Annahmestellen der Dosen können dann gleich noch ne Extraputze einstellen. Man kann dem Kunden ja nicht zumuten, dass er durch die unendlichen Pfützen von undefinierbarem Restinhalt hindurchwatet. Mehr Reinigungskräfte, weniger Arbeitslose. Und reiche, arbeitsame Leute trinken nunmal mehr. Die können es sich ja leisten. Mehr Trinken, mehr Fiffifreu, mehr Schwips, mehr Dosen, mehr Putzen noch weniger Arbeitslose......
Die Spirale nimmt kein Ende. Ich sehe schon, wir müssen wieder Inder als Hilfskräfte einfliegen lassen. Und alles nur wegen Omas Einkaufsnetz. Wenn die das noch erlebt hätte.
Pfand auf Dosen. Brauchen wir das wirklich? Was soll denn damit bezweckt werden?
Natürlich, die Müllberge sollen schwinden. Aber muß man sich denn erst den Finger in den Hals stecken um sich dann ein Antibrechmittel zu kaufen? Nein! Läßt man das Erste sein, dann erspart man sich die Folgen. Genauso ist das mit den Dosen. Die gute alte Pfandflasche ist gefragt. Glas wird aus Sand gemacht, und davon gibt’s genug. Sind alle Hügel abgetragen kann man ja Tunnel bauen. In denen kann man wenigstens den Atommüll verstecken. Hey! Ich sehe schon, irgendwann bekomme ich den Umweltpreis. Und dann das viele Metall, das man spart. Damit kann man Schienen bauen, die bis nach Indien reichen. Das wiederum verringert den Treibstoffverbrauch der indereinfliegenden Flugzeuge. Die Luft wird besser, kein saurer Regen mehr... Also Leute der Nobelpreis ist mir doch sicher, oder?
Doch werden die Firmen ihre Flüssigkeiten auch wirklich wieder in Pfandlaschen abfüllen? Nein. Pfand auf Glas gab es ja schon früher. Heute ist der Anteil der Pfandflaschen nur noch ein verschwindend kleiner Teil. Schade, meine ich. Woran liegts? Als der Flaschenpfand eingeführt wurde merkten die Firmen, dass der Verkauf der Produkte mit diesen Flaschen zurückging. Der Kunde ist nämlich zu bequem die leeren Flaschen zurückzubringen. (Natürlich nicht alle Kunden - falls sie sich jetzt angesprochen fühlen) Die Firmen dachten erneut um und füllten ihre Produkte wieder in normale Flaschen, Plastikflaschen und in Dosen.
Wie wird sich die Zukunft entwickeln?
Pfand bekommen wir zwar wieder, aber er musss ja erst mal bezahlt werden. Der Verkäufer hat erhebliche Mehrkosten durch das Aufstellen der Annahmebehälter und den Arbeitsaufwand. Diese Kosten wälzt er natürlich auf den Verbraucher ab. Bei der jetzigen Wirtschaftslage schielt der Verbraucher besonders auf den Bruttopreis und die Mehrwege, die er durch den Rücktransport hätte. (Daher der Name Mehrwegflasche) Er wird also vorerst wieder verstärkt auf pfandlose Flaschen zurückgreifen. Die Getränkefirmen werden sich dem Verbraucherverhalten anpassen. Extramüllbehälter für Glas gibt es reichlich. Die Rückführung in den Kreislauf ist somit garantiert. Die Dose wird wahrscheinlich nicht ganz verschwinden, aber ihre Herstellung und ihr Einsatz doch stark reduziert. Damit hat die Regierung eigentlich das erreicht, was sie wollte.
Fazit:
Firmen passen sich dem Verbraucher an. Denn Geld regiert die Welt. Die Dosen werden nach und nach verschwinden. Ich persönlich finde Glasbehälter zur Zeit am Optimalsten. Natürlich nur, wenn sie in den Kreislauf kommen, also wiederverwendet werden. Der Nachteil ist natürlich das hohe Gewicht und die Zerbrechlichkeit. Die Forschung schläft nicht und wird bessere Materialien entwickeln. Euer rsdcberlin
ach Herrje habe ich mir gedacht, als ich die Hiobsbotschaft mit dem Dosenpfand zum ersten Mal erfuhr. Ich werde wohl meine Öko-Stofftaschen wieder vergessen müssen. Leere Dosen zurückbringen, dann läuft doch der Restinhalt in meine Einkaufstüte. Pfiffig wie ich aber nun mal bin, hatte ich natürlich gleich die rettende Idee. Ich werde Omas Einkaufsnetz dafür benutzen. Dann freut sich Fiffi auf der Straße, dass er mal was schönes zu schlabbern hat. Immer nur das saure Regenwasser, nee davon kriegen seine Flöhe nur Haarausfall. Da nach neuester Umfrage die Bierdosen den Hauptanteil ausmachen, sehen wir auch bald fröhlich beschwipste Fliegen durch die Luft kreisen. Die so benebelten Ur-insekten kann man dann wenigstens endlich mal erwischen. Hat doch was Gutes, die neue der Umweltnorm angepaßte Verordnung.
Die Annahmestellen der Dosen können dann gleich noch ne Extraputze einstellen. Man kann dem Kunden ja nicht zumuten, dass er durch die unendlichen Pfützen von undefinierbarem Restinhalt hindurchwatet. Mehr Reinigungskräfte, weniger Arbeitslose. Und reiche, arbeitsame Leute trinken nunmal mehr. Die können es sich ja leisten. Mehr Trinken, mehr Fiffifreu, mehr Schwips, mehr Dosen, mehr Putzen noch weniger Arbeitslose......
Die Spirale nimmt kein Ende. Ich sehe schon, wir müssen wieder Inder als Hilfskräfte einfliegen lassen. Und alles nur wegen Omas Einkaufsnetz. Wenn die das noch erlebt hätte.
Pfand auf Dosen. Brauchen wir das wirklich? Was soll denn damit bezweckt werden?
Natürlich, die Müllberge sollen schwinden. Aber muß man sich denn erst den Finger in den Hals stecken um sich dann ein Antibrechmittel zu kaufen? Nein! Läßt man das Erste sein, dann erspart man sich die Folgen. Genauso ist das mit den Dosen. Die gute alte Pfandflasche ist gefragt. Glas wird aus Sand gemacht, und davon gibt’s genug. Sind alle Hügel abgetragen kann man ja Tunnel bauen. In denen kann man wenigstens den Atommüll verstecken. Hey! Ich sehe schon, irgendwann bekomme ich den Umweltpreis. Und dann das viele Metall, das man spart. Damit kann man Schienen bauen, die bis nach Indien reichen. Das wiederum verringert den Treibstoffverbrauch der indereinfliegenden Flugzeuge. Die Luft wird besser, kein saurer Regen mehr... Also Leute der Nobelpreis ist mir doch sicher, oder?
Doch werden die Firmen ihre Flüssigkeiten auch wirklich wieder in Pfandlaschen abfüllen? Nein. Pfand auf Glas gab es ja schon früher. Heute ist der Anteil der Pfandflaschen nur noch ein verschwindend kleiner Teil. Schade, meine ich. Woran liegts? Als der Flaschenpfand eingeführt wurde merkten die Firmen, dass der Verkauf der Produkte mit diesen Flaschen zurückging. Der Kunde ist nämlich zu bequem die leeren Flaschen zurückzubringen. (Natürlich nicht alle Kunden - falls sie sich jetzt angesprochen fühlen) Die Firmen dachten erneut um und füllten ihre Produkte wieder in normale Flaschen, Plastikflaschen und in Dosen.
Wie wird sich die Zukunft entwickeln?
Pfand bekommen wir zwar wieder, aber er musss ja erst mal bezahlt werden. Der Verkäufer hat erhebliche Mehrkosten durch das Aufstellen der Annahmebehälter und den Arbeitsaufwand. Diese Kosten wälzt er natürlich auf den Verbraucher ab. Bei der jetzigen Wirtschaftslage schielt der Verbraucher besonders auf den Bruttopreis und die Mehrwege, die er durch den Rücktransport hätte. (Daher der Name Mehrwegflasche) Er wird also vorerst wieder verstärkt auf pfandlose Flaschen zurückgreifen. Die Getränkefirmen werden sich dem Verbraucherverhalten anpassen. Extramüllbehälter für Glas gibt es reichlich. Die Rückführung in den Kreislauf ist somit garantiert. Die Dose wird wahrscheinlich nicht ganz verschwinden, aber ihre Herstellung und ihr Einsatz doch stark reduziert. Damit hat die Regierung eigentlich das erreicht, was sie wollte.
Fazit:
Firmen passen sich dem Verbraucher an. Denn Geld regiert die Welt. Die Dosen werden nach und nach verschwinden. Ich persönlich finde Glasbehälter zur Zeit am Optimalsten. Natürlich nur, wenn sie in den Kreislauf kommen, also wiederverwendet werden. Der Nachteil ist natürlich das hohe Gewicht und die Zerbrechlichkeit. Die Forschung schläft nicht und wird bessere Materialien entwickeln. Euer rsdcberlin
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