Edeka Testbericht

Edeka
ab 7,70
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Summe aller Bewertungen
  • Warenverfügbarkeit:  immer vorrätig
  • Übersichtlichkeit:  sehr gut
  • Kundenfreundlichkeit:  sehr freundlich
  • Auswahl:  durchschnittlich
  • Fachliche Beratung:  sehr gut
  • Umgang mit Reklamationen:  sehr gut
  • Warenqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von goedefeld

Von dicken Frauen und der Kelly-Family

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Die folgende Geschichte ist wahr. Ich habe sie so in einem beliebigen deutschen EDEKA-Markt erlebt.




Es ist ein friedlicher Freitagnachmittag im Mai.
Doch die Ruhe wird jäh gestört, als: \"Schatziiiiiiiii, gehst du einkaufen?\"

Ich muß mal wieder einkaufen.
Mein Sonnenschein hat die Wäsche am Hals und weil ich ein netter Mensch bin, nehme ich ihr den Einkauf ab.
Also hinein ins Auto und schnell zu Edeka an der Ecke. Sind ja nur ein paar Besorgungen, da kommt es auf die Pfennige nicht an (Ich weiß ja, daß Edeka nicht die günstigste Einkaufsmöglichkeit ist).

Parkplatz?
Kein Problem!
Nun noch vorbei an den netten Menschen, die mit ihrer Hopfenkaltschale am Hals, den Eingang des Edekamarktes bevölkern.
Bumm!!!
Voll in die Einkaufskörbe gerannt. (Aua)
Na schön, ich muß wenigstens nicht suchen, denn die berüchtigte Korbmark (jetzt 1€ = Dm 2,-) brauche ich hier nicht.
Bumm!!!
Uuups, die Eingangsschleuse müßte mal wieder auf die Geschwindigkeit der Kundschaft abgestimmt werden.

Das ist hier vielleicht dunkel...denke ich noch so, als mir klar wird, daß es sich hier um hunderte kleiner süßer Fruchtfliegen handelt, welche meinen Augen die Sicht rauben.
Ich mochte diese Tiere schon immer gerne, daher freue ich mich besonders, daß diese ein Heim in der Obst- und Gemüseabteilung des Edekamarktes gefunden haben.
Bloß schnell durch hier.
Im Lauf schnell noch einen kurzen Blick zu den bräunlichen Äpfeln und den am Boden liegenden Salatköpfen, nein! Obst gibt´s heute keines mehr.

Also weiter zum Brot.
Sch....äh...Mist! Wo ist denn hier Toastbrot? Was, schon weg? Montag wieder? Ah ja, wer rechnet auch schon mit Kunden, die die Frechheit besitzen, hier am Freitagnachmittag nach Toastbrot zu fragen. Ich entschuldige mich höflich für meine Frage und packe also das letzte Schwarzbrot ein. Irgendwie erinnert mich das Backwarenregal an einen Pornoladen. Da ist auch alles nackt, wie das Regal.
Na egal, wird schon werden, denk ich noch so bei mir, aber dann...

Weiter zur Tiefkühlabteilung.
Doch halt, was sehe ich da. Hier zwischen dem Waschmittelregal und dem Katzenfutter, hier gibt es einen Kleiderständer.
Und da kommt eine Frau, die aufgrund ihrer anatomischen Veranlagung keinen Gegenverkehr zuläßt.
Hinter ihr drei Kinder, die ich nicht so ganz erkennen kann, wegen der Frau.
Nun, sie positioniert sich am Kleiderständer.
Oh nein, meine schlimmsten Befürchtungen werden bestätigt. Die vollschlanke Frau entledigt sich ihres rosa Pullovers. Nun steht sie da, mit Körbchengröße XXXXXXL, den lila Leggins, den roten Tennissocken und den Jesuslatschen.
Nun versucht sie verzweifelt schwitzend den gelben Pullover vom Kleiderständer über ihren Kopf zu stülpen.
Gott sei dank sind ihr dabei ihre fettigen Haare behilflich. Nein, der passt nicht. Also wieder retour auf den Kleiderständer. Hier kann das arme gelbe Ding erstmal abtropfen. Rosa Pullover wieder an und nichts wie weg hier. Nun, nach dieser Explosion auf meiner Netzhaut, ich bin immer noch benommen, wanke ich weiter zur Tiefkühlabteilung.

Die Fleischtheke macht einen guten Eindruck. Hier liegen wohlsortiert die Fleischlappen und Salate nebeneinander. Ich fasse wieder Mut, greife beherzt nach einem Kräuterbaguettes und trolle mich Richtung Kasse.

Doch was ist das? Die Kräuterbaguettes sind ja grün!
Iiii, verschimmelt. Obwohl noch 2 Tage haltbar! Da wurde wohl die Kühlkette unterbrochen. Das liegt wohl daran, daß der Marktleiter nachts den Hauptschalter abstellt um Strom zu sparen (reine Vermutung und nicht bewiesen).

Nein, das reicht!!!
Ich nehme ungefähr 12 grüne Baguettes aus dem Tiefkühlregal und begebe mich zur Kasse. Lege selbige auf das Band und beschwere mich bei der Kassiererin. \"Danke für ihre Hilfe, kann ja mal passieren\" antwortet diese.
Nein, nach dem Marktleiter ist mir jetzt nicht mehr zu mute. Ich lasse meinen Einkauf stehen und verlasse den Laden trotz der mir hinterher schreienden Kassiererin.
Vorbei an den netten Menschen am Eingang des Edekamarktes, die mich an die Reinkarnation der Kelly-Family, nach dem Sturz in die Friteuse, erinnern. Ab nach Hause.
\"Du Schatz, ich lade dich zum essen ein!\"

Für alle, die jetzt genau das Gegenteil erlebt haben, sei folgendes gesagt:
Alles, was ich hier geschrieben habe, habe ich tatsächlich beim Edekamarkt an der Ecke erlebt. Es handelt sich hierbei um eine kleinere Filiale, welche ca. 8 angestellt hat. Nicht besonders groß.
Bei EDEKA-Neukauf (Supermarkt) habe ich dergleichen nicht erlebt.
Nur haben mich die Zustände bei meinem Edekaladen zum schreiben dieser Meinung veranlasst.

Wie hätten wohl Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitsch, die beiden Gründungsväter von Edeka, auf diese Filiale reagiert? Immerhin besteht die 1850 gegründete Edeka-Gruppe heute aus über 5363 Edeka-Kaufleuten, die sich zu 15 Genossenschaften zusammengeschlossen haben. Da hat man dieses Schmuddelimmage doch wohl nicht nötig, oder etwa doch? Von einer Genossenschaft mit über 58 Mrd.DM Umsatz kann ich doch wohl saubere Filialen erwarten.

Ich persönlich empfehle für die kleineren Edeka-Läden eine persönliche Schutzkleidung und von Fall zu Fall einige Schutzimpfungen.

goedefeld


PS:
Die Bewertung gilt für die von mir beschriebenen Erfahrungen, keineswegs jedoch für alle Läden, dieser Ladenkette, denn ich meine, es gibt auch positive Außnahmen.

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