Elisabeth Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von MikeNRW
Ein Abend in vollendeter Perfektion
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
aller Fähigkeiten ging viel zu schnell zu Ende. Heute möchte ich euch nun endlich mit dem versprochenen Musicalbericht zu Leibe rücken.
Entschuldigt dass es so lange gedauert hat, aber es ist nicht einfach alles unter einen Hut zu kriegen und dabei die Qualität beizubehalten.
Den Besuch eh geplant, kam das Preisausschreiben im Januar von NISSAN gerade richtig, wurden doch dort Karten verlost. Und ich gehörte sogar zu einem der Gewinner. Ingesamt wurden lt. NISSAN 1500 Besucher erwartet. Da gleichzeitig eine Autopräsentation damit verbunden war, dauerte das Ganze natürlich länger als üblich. Die Karten wurden bei der Abholung beliebig verteilt und ich muss sagen wir haben absolutes Glück gehabt, saßen wir doch im Parkett genau mittig etwas erhöht zur Bühne und hatten so einen tollen geraden Blick auf die Bühne, (Parkett rechts Reihe 15, Platz 1 und 2.Ich also meine beste Freundin geschnappt, mein Schatz konnte leider nicht, da er arbeiten musste und auf nach Essen. Dort angekommen wurde der neue NISSAN präsentiert. Neben Einradfahrern und Stelzenläufern im Rahmenprogramm vorher kam zum krönenden Abschluss nach dem Musical die Hauptdarstellerin mit Orchestermitgliedern in einer Live-Performance im „kleinen Schwarzen“ auf die Bühne im Foyer. Dort konnte man sich erneut von ihrer künstlerischen Vielfalt und ihrer voluminösen Stimme trotz ihres zarten Körperbaus überzeugen. Man fragt sich wirklich woher diese Stimme kommt, wenn man diese zierliche Person vor Augen hat.
So nun aber genug der Vorrede.
Zunächst die Gliederung
1. Allgemeines
2.Der geschichtliche Teil
3. Inszenierung/Musik/Umsetzung/Darsteller
4. Das Collosseum
5. Fazit
1.
Veranstalter ist die Stage Holding Essen GmbH.
Seit 2001 spielt das Musical im Collosseum Essen, allerdings leider! nur noch bis zum 8. Juni 2003.
Das Musical von Michael Kunze und Sylvester Levay schildert das Leben der österreichischen Monarchin Elisabeth.
Die Anreise über die A 40 Richtung Dortmund Abfahrt Essen Zentrum, halb links halten und dann an der zweiten Ampel links abbiegen und immer der Beschilderung folgen. Geparkt habe ich auf einem freien Parkplatz (Seitenstreifen) in unmittelbarer Nähe vor dem COLLOSSEUM. Es verfügt aber auch über ein Parkhaus.
Uraufgeführt wurde Elisabeth am 3. September 1992 im Theater an der Wien.
Es dauert knapp 3 Stunden mit einer 20minütigen Erfrischungspause.
Die Preise für Getränke und Essen kann ich nicht benennen.da wir hervorragend für lau mit kleinen herzhaften und süßen Leckereien sowie allen Getränken von Säften, Sekt, Wein, Bier von freundlichen Servicekräften versorgt wurden.
Man hat aber z. B. die Möglichkeit ein „Kaiserbuffet“ zu buchen zu einem Aufpreis zum Ticket in Höhe von 29 €. Dies kann man im Call - Center unter 01805-114 113 für 0,12 €/Min Deutsche Telekom.
Die Kartenpreise sind in der
PK 1 von € 70,- - € 84,-
PK 2 von € 60,- - € 74,-
PK 3 von € 50,- - € 64,-
PK 4 von € 33,- - € 47,- erhältlich.
Romantik, Beauty, After-Work-Tickets sind zusätzlich buchbar, jedoch nicht über das Internet. Ohne solche zusätzlichen dem Musical entsprechenden kulinarischen Events kommt heute kaum ein Musical aus, wollen sie doch alle nur unser Bestes. Unser Geld!
Alles andere könnt ihr genauer unter www. .elisabeth-das-musical.de nachlesen.
Auch ein Stand mit Fanartikeln wie z. B. Tassen im Cafehausstil oder einem Briefbeschwerer als gläserne Kugel mit dem innen eingeschliffenen Schriftzug in, CDs etc ist vorhanden. Wir haben dort zwei Programmhefte für je 12,90 € erstanden. Dies fand ich recht happig, da es aber die einzige Ausgabe des Abends bleiben sollte war dies in Ordnung.
An Preisen erhielt es u. a. die \"Krone der Volksmusik\" und bekam 2001 die Auszeichnung „Bestes Musical“.
2.
Elisabeth wurde am 24.12.1837 als Kind von Herzog Max und Herzogin Ludovika von Bayern an einem Sonntag, geboren. Sie hatte sieben Geschwister und erlebte ihre unbeschwerte Jugend am Starnberger See auf Schloß Possenhofen. Ihr Vater war ein volksnaher Mann, aller höfischen Etikette abgeneigt und ebenso wie er liebte Sissi, wie er sie liebevoll nannte, den Zirkus und dichtete gern. Ihre Mutter, Schwester der Erzherzogin Sophie, der Mutter des Kaisers von Österreich, war eine liberale Frau, die ihre Kinder selbst erzog, was in adligen Kreise zu diesen Zeiten eher unüblich war. Erzherzogin Sophie hielt ihren sowohl physisch als auch geistig schwachen Gatten Franz Carl zugunsten ihres Sohnes Franz Joseph davon ab, die Thronfolge. Dieser bestieg 1848 als 18-jähriger den Thron. Er wurde dadurch einer der mächtigsten Männer Europas und Kaiser eines Reiches welches aus vielen unterschiedlichst geprägten Nationen bestand. Deutschland als Partner für Österreich nicht verzichtbar, verabredete Sophie mit Ludovika die Verlobung des Kaisers mit seiner Cousine Helene, Elisabeths Schwester.
Am 16.8. 1853 fuhren Ludovika, Helene und Elisabeth, welche die Mutter in Absicht auf eine Beziehung mit dem jüngeren Bruder des Kaisers mitgenommen hatte, nach Bad Ischl.
Am Abend beim Ball begriff jeder, nur nicht Elisabeth selbst, dass er sie zu seiner Gemahlin auserwählt hatte.
Die Hochzeit fand am 24.4.1854 in der Wiener Augustinerkirche statt. Schon in den Flitterwochen standen Staatgeschäfte dem jungen Glück im Weg. Zeitgleich nahm Sophie Elisabeth unter ihre „Erziehung“ um sie auf ihre zukünftige Rolle vorzubereiten.
Im März 1855, selbst kaum 17 Jahre alt, gebar sie ihre erste Tochter. Diese wurde ohne die Mutter zu fragen Sophie getauft. 1856 gebar sie Gisela, auch diese wurde ihr wie Sophie von der Großmutter entzogen. Beistand durch Franz Josef bekam sie hierbei nicht.
Nachdem sie die höfischen Regeln erkannt hatte, forderte sie in diesem Spiel auch ihr Recht. Als Franz Josef um ihre Begleitung zu einer politisch entscheidenden Reise nach Ungarn bat, forderte sie den Umgang und die Mitnahme der Tochter Sophie. Dies endete allerdings in der Tragödie, dass Sophie in Ungarn starb, vermutlich an Typhus.
Am 21. August 1858 wurde der lang ersehnte Sohn, der Thronfolge und Erbe Rudolph geboren. Auch auf dessen Erziehung erhielt Elisabeth keinen Einfluss. Durch diese seelischen Qualen und durch Hungerkuren erlitt sie des öfteren Nervenzusammenbrüche. Sie kurierte ihre Leiden in ausländischen Kurorten wie Madeira und Korfu.. Dies blieb aber nicht ohne Spannungen zwischen den Eheleuten. Als sie ca. um 1860 von der ehelichen Untreue ihres Mannes durch eine Geschlechtserkrankung erfuhr, setzte sie ihm, nachdem der 6-jährige Rudolph in seinem jungen Alter schon einer Militärausbildung unterzogen werden sollte, erfolgreich eine Anzahl schriftlicher Forderungen in Form eines Ultimatums welches bei Nichterfüllung ihr Verlassen des Hofes zur Konsequenz hätte. Diese beinhalteten vor allem die liberale Erziehung ihrer Kinder und ihre Freiheit im eigenen Tun. Sie wurde Schritt für Schritt selbstbewusster und wusste ihre Anmut und Grazie zu ihrem Vorteil einzusetzen und ihren Einfluss auf den Kaiser zu vergrößern.
Die sagenhafte Schönheit bedurfte natürlich auch zeitintensiver, immenser Pflege. Bei ihrer einem Staatsakt gleichkommenden 3-stündigen Haarpflege schrieb sie Briefe, las Bücher und studierte. Mit ihrer wiedererlangten Lebenskraft setzte sie sich auch wieder für politische Belange ein. So war es ihr zu verdanken, dass das Verhältnis von Ungarn zu Österreich seit dem Aufstand 1848 besser wurde, indem diesem Land faktisch ein Selbstbestimmungsrecht unter Verantwortung des Kaisers zuteil wurde, heute vergleichbar mit der demokratischen Monarchie. Dadurch konnten sie am 8. Juni 1867 zum König und zur Königin von Ungarn gekrönt werden. Von der Schwiegermutter argwöhnisch betrachtet, kam dieser politische Zug dem Verhältnis der Eheleute zueinander zugute. Im April 1868 wurde das vierte Kind, Marie Valerie geboren, das erste Kind unter der alleinigen Obhut Elisabeths. Das Interesse an den anderen beiden Kindern wurde geringer und Wien wurde immer weniger Mittelpunkt ihres Lebens. Dies wurde ihr sowohl von der Familie als auch vom Volk verübelt.
Im Mai 1872 starb Erzherzogin Sophie im Alter von 67 Jahren nach langer Krankheit.
Elisabeth nötigte dies zu einem Pflichtbesuch, ansonsten gab sie sich der Pflege ihres Körpers hin und hielt sich körperlich durch Leibesübungen fit.. Ihre Reisen führten sie durch karitative Einrichtungen verschiedenster Art. Dies brachte ihr einen guten Ruf.
Ihr Wohnsitz auf Korfu, das 128 Zimmer große Achilleon, benannt nach ihrem griechischen Lieblingshelden, zeigte in seiner Pracht, wie gerne sie sich dort aufhielt.
Ihre offene Verehrung für Heinrich Heine brachte sie selbst so wie ihren Sohn Rudolph in Schwierigkeiten, entstand doch unter der Führung der Alldeutschen Partei von Georg Ritter von Schönerer der Antisemitismus.
Dies, seine Liebe und die geteilten Interessen mit der Mutter, ihre Ignoranz dem gegenüber, auch durch ihre ständige Abwesenheit sowie die eigene gegnerische Haltung gegenüber dem politischen Kurs des Vaters in der Ungarnfrage trieben Rudolph am 30. Januar 1889 in den Freitod. Nach seinem Tod trug Elisabeth nur noch schwarze Kleidung, sich ihrer vollen Schuld bewusst, und verzweifelte immer mehr am eigenen Leben. Nach dem Tod zweier Schwestern, ihrer Eltern sowie ihrem Freund Andrassy floh sie vor dem Tod ihrer eigenen Todessehnsucht immer weiteren Zielen entgegen. Der Tod raffte ihr Liebstes hinweg und bahnte sich immer mehr einen Weg zu ihr selbst.
Am 15.7.1898 trafen sich Franz Josef und Elisabeth ein letztes Mal in Bad Ischl, wo sie sich vor 45 Jahren zuerst begegnet waren.
In ihrer Gedichtsammlung schreibt sie über ihre Beziehung zueinander:
„Vermöchten wir je zu vergessen, dass ich dir meine Seele gab, dass Du mein Alles mir gewesen, und ich dir Treue schwur zum Grab?“ ....Ich brauch die Zeit dir nicht zu nennen, die uns so innig einst vereint, und die wir nie vergessen können, so endlos fern sie jetzt auch scheint...“. Dies lasse ich hier unkommentiert.
Nach dem Treffen reist sie zu einer Kur in die Schweiz, wo sie am 10. September 1898 von Luigi Lucheni, der dort eigentlich den Prinzen Henri von Orléans , Anwärter auf Frankreichs Thron, ermorden wollte, durch einen Stich mit einer spitzen Feile mitten ins Herzgetötet wurde. Dies geschah ohne dass er sie kannte nur aus dem Grund heraus dass das eigentliche Opfer nicht anwesend war.
Der Täter wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, die er durch den Freitod nach 11 Jahren beendete. Elisabeth wurde am 17. September in Wien beigesetzt. Der Körper bleib so alle Zeit ein Gefangener des Wiener Hofs, ihre Seele aber war endlich frei.
Quellenangabe: Elisabeth – Kaiserin wider Willen /Brigitte Hamann
Der Sturz der Adler – der Untergang des Hauses Habsburg /George Marek
Elisabeth von Österreich – die Tagebuchblätter von Constantin Christomanos
3. Inszenierung/Musik/Umsetzung/Darsteller
Auch wenn man mit der österreichischen Geschichte nicht so vertraut ist, hat man kein Problem, dem Handlungsverlauf zu folgen, da die Rolle von Luigi Lucheni als durch die Handlung führender Erzähler perfekt inszeniert und besetzt ist.
Das Stück revidiert schnell das perfekt kitschig-romantische Bild der Regentin, welches durch die Sissi-Filme, mit Romy Schneider in der Hauptrolle, der 50er Jahre geprägt wurde. Ihr Leben am Wiener Hof, das wie ein Märchen begann, entwickelte sich schnell zu einem pittoresken Drama voller Entbehrungen und nicht nur politischer Machtkämpfe. Trotz aller Widerstände gegen persönliche und höfische Zwänge scheiterte diese schon zu dieser Zeit sehr moderne, emanzipierte und selbstbewusste Frau zum Schluss auf tragische Weise.
Vorab bemerkt habe ich die CD noch einmal genauergehört um die Textpassagen wiedergeben zu können.
Der erste Akt hat insgesamt 15 Szenen und beginnt mit dem Prolog in der Gegenwart im imaginären Reich der Toten und Träumer. Dort verhört ein unsichtbarer Richter noch hundert Jahre nach der Tat den Attentäter Lucheni. Dieser rechtfertigt sich mit der Behauptung, er habe Elisabeth nur einen Gefallen getan. Sie sei die Geliebte des Todes gewesen. Zum Beweis ruft Lucheni Elisabeths tote Zeitgenossen herbei und lässt die untergegangene Welt noch einmal auferstehen.
Bei diesem Lied „ Alle tanzten mit dem Tod“ handelt es sich mehr um einen Sprechgesang
Der Richter im Verhör mit Lucheni. Auf die Frage warum er Elisabeth umgebracht habe antwortet Lucheni: \"Weil sie es wollte\". Hinterher singen alle Toten und Lucheni über Elisabeth und ihre Todessehnsucht, bis der Tod persönlich kommt und die Toten aus ihrer Starre befreit.
Danach wird in einer ländlich anmutenden Kulisse dargestellt, wie frei und unbeschwert Elisabeth aufwächst und der Zuschauer erlebt dennoch hier schon die erste Begegnung mit dem Tod. „Wie Du“ ist ein Flehen Elisabeth s an ihren Vater ihr zu helfen. Sie möchte sich den gesellschaftlichen Verpflichtungen am Abend fernhalten.\" Mama hat heut Abend Gäste, das wird grauenhaft! Steife Kragen, dumme Fragen, Heuchelei.\" Dem Vater bieten sich Möglichkeiten fernzubleiben und diese nutzt er auch. Hierbei spricht oder flüstert der Vater gegen den rebellischen Sprechgesang. Er macht Sissi klar dass dies nicht möglich ist und sie noch mehr Freiheiten als Helene hat, die zur Kaiserin erzogen wird. Die Szene findet ein abruptes Ende in der Flucht des Vaters vor der Hartnäckigkeit der Tochter.
Die nächste Szene spielt am Starnberger See, wo Elisabeths Mutter die Familie zusammengerufen hat, um die bevorstehende Verlobung Helenes mit dem Kaiser von Österreich bekannt zu geben. Dieses Szenario wird von Elisabeth gestört, als sie während der Vorführung ihrer artistischen Künste vom Trapez stürzt. Sie erwacht danach in den Armen des Todes, den sie schon hier liebevoll ihren Schwarzen Prinzen nennt.
Die Lieder hierzu heißen \"Schön, euch alle zu sehen\", welches sehr schwungvoll und freuudig in der Stimmung ist, beim Familientreffen und \"Schwarzer Prinz\".
Daran anschließend folgte ein Szenenwechsel zum Wiener Hof, wo der junge Kaiser unter der strengen Aufsicht seiner Mutter regiert und seine Mutter ihn dazu bringt ein sehr dringendes Gnadengesuch harsch abzulehnen. Dies wird musikalisch unterlegt mit „Jedem gibt er das Seine“, getreu dem Motto die Armen werden ärmer, die Reichen werden reicher.
Danach folgt das Aufeinandertreffen der Familien in Bad Ischl, wo Franz Joseph sich auf den ersten Blick entgegen der beiden mütterlichen Absichten in Elisabeth verliebt. Sprachlich in der Musik wird dies ausdrucksstark interpretiert in „So wie man denkt“. Man könnte auch sagen erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Im Anschluss daran wird das junge Glück inszeniert. Elisabeth und Franz Josef sind verliebt und nichts erscheint ihnen unmöglich. Trotz der Warnungen des Kaisers vor dem Leben an seiner Seite bestätigt sie musikalisch „Nichts ist schwer“ und bringt zum Ausdruck dass nichts wirklich schwer ist, wenn die Liebe und Achtung zueinander stimmig ist.
Nun wird die Hochzeit zelebriert und Elisabeth wird Kaiserin von Österreich. Sie erfasst nicht die Konsequenzen für ihr eigenes Schicksal und das ihrer Umgebung. In „Alle Fragen sind gestellt“ sind alle Klarheiten vermeintlich beseitigt.
Schon während des Hochzeitsballes zweifeln Sophie, Max und die Gäste die Wahl der neuen Kaiserin an. Währenddessen wird sie vom Tod beobachtet, er spinnt hier sein Netz um Elisabeth und erweist sich als gefährlicher Feind für den Kaiser. Nun wird Elisabeth bewusst, dass sie zum Besitz der Öffentlichkeit geworden ist.
„Der letzte Tanz“ zum Schluss der Szene vom Tod gesungen beginnt langsam, ist an Elisabeth gerichtet und sagt aus dass ihm die Ehre des letzten Tanzes zuteil wird. Sonst bisher eher im Sologesang erlebt man hier das gesamte Stimmenvolumen des Ensembles auf der Bühne.
Die Auseinandersetzungen zu Hofe mit Sophie lassen nicht lange auf sich warten, Elisabeth nimmt in ihrer unbekümmerten Art den Hof als eine für ihr Wesen gefährliche Umgebung wahr. Verzweifelt wendet sie sich an ihren Mann, der jedoch dem Willen seiner Mutter fügt. Durch Beschwichtigung hofft er, den Konflikten ausweichen zu können. Sissi lehnt sich auf und beginnt hier ihren Kampf um ihre persönliche Unabhängigkeit und Freiheit.„Ich gehöre nur mir“ ist ihre Antwort darauf. Zunächst eher schwach und immer stärker werdend, parallel ihres Lebenslaufes, wohl das bekannteste Lied. Darin stellt sie klar, dass nichts und niemand ihre Wünsche und Erwartungen brechen kann, sie sich nicht beugen will, nicht gehorsam sein will und auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit ist. Jetzt werden die ersten Ehejahre skizziert. Elisabeth schenkt zwei Töchtern das Leben. Sofort nach der Entbindung jedoch werden ihr die Kinder von der Schwiegermutter entzogen um sie in den Genuss ihrer „Erziehung“ kommen zu lassen. Als der Kaiser um ihre Begleitung nach Ungarn bittet, verlangt sie ihre Töchter mitnehmen zu können.. Er gibt ihr gegen den Willen seiner Mutter die Zustimmung. Der Erfolg endet allerdings in einer Tragödie. Mit dem Lied „Die Schatten werden länger“ welches sehr imposant von Uwe Kröger intoniert wird, steigert sich die Dramatik in dieser Szenerie bis zum Tod der jüngeren Tochter Sophie.
Anschließend wird die Stimmung des Volkes in einer „fröhlichen Apokalypse dargestellt. Die Szene spielt kurz nach der Geburt des Thronfolgers, da dies eines der Themen ist. Hier sagt Lucheni in seiner erzählenden Rolle den Untergang des Habsburger Reiches voraus.
Anschließend kommt eine Szene die jeden Besucher vor Wut die Tränen in die Augen treibt. Der kleine Rudolf sehnt sich und verlangt nach seiner Mama. Sophie vertraut ihn aber dem strengen Grafen an, der ihn auf die Rolle des Kaisers vorbereiten soll. Eindrucksvoll ist das hier in der identischen Kostümwahl mit dem des Kaisers dargestellt. Als Elisabeth erfährt, unter welchen Umständen er gedrillt wird und wie sehr er unter der militärischen Erziehung leidet, stellt sie dem Kaiser ein Ultimatum. Hier ist die Musik mit „Elisabeth, mach auf mein Engel“ von Franz Joseph gesungen und „Elisabeth, sei nicht verzweifelt“ vom Tod gesungen gut gewählt und stellt unterschwellig deutlich die Rivalität dar. Des Kaisers Töne sind ruhig, leise und verliebt und voller Sorge und er bittet sie ihn zu unterstützen. Elisabeth verweist ihn an seine Mutter. In den Disput mischt sich der Tod mit sanfter Stimme, um den Keil zwischen den Eheleuten größer werden zu lassen. Wenn sich der Tod auch interessant darstellt entzeiht sie sich ihm und stellt dem Kaiser, der immer noch vor verschlossener Tür steht im Sprechgesang ein Ultimatum mit ihren Forderungen. Weiß sie doch ihr gewachsenes Selbstbewusstsein und ihre Schönheit zu ihren Gunsten zu nutzen. Ihr Stolz lässt hier noch keine Resignation zu und ihr Trotz schlägt in Bitterkeit und Hass um.
Anschließend wird die wirtschaftliche Not des Volkes im Verhältnis zum Prunkvollen Leben am Hofe dargestellt. Dies wird mit dem einfachen Lied „Milch“ dargestellt. Es wird abwechselnd von Frauen, Männern und Lucheni gesungen. Lucheni erklärt das Geheimnis der Milchknappheit damit dass Elisabeth in Milch badet und dass dadurch die Leute dursten und hungern müssen, damit sie keinen Kummer hat, wenn sie ein Haar verliert. Die Empörung des Volkes wird immer größer gegen die Kaiserin, sind doch schon Todesfälle deswegen zu beklagen. Das Finale des 1. Aktes stellt die Blindheit Elisabeths für ihr Volk klar heraus und stellt ihren Narzissmus hervor. Mit dem Lied „Ich will Dir nur sagen“ geht Franz Joseph auf Elisabeths Ultimatum ein, weil er sie nicht verlieren möchte. Der Tod zwängt sich erneut zwischen sie, weil er bemerkt dass die beiden sich einander wieder näher kommen. \"Ich gehör nur mir!“ ist Elisabeths voluminöse Antwort darauf. Ruhelos reist Elisabeth über 18 Jahre nun von Ort zu Ort. Nur noch gelegentlich kehrt sie an den Hof zurück. Ihre innere Zerrissenheit wird charakteristisch gut dargestellt.
Der zweite Akt hat 16 Szenen beginnend in Ungarn mit der Krönung der beiden Eheleute zu Kaiser und Kaiserin von Österreich. Lucheni singt „Kitsch“, ein sehr fetziges Lied und bietet darin ironisch diversen Nippes der Kaiserin Elisabeth an. So gibt er auf seine Art und Weise zu verstehen, wie diese Versöhnung durch die Krönung besiegelt wird.
Auch hier in Ungarn bleibt der Tod ihr Begleiter. In „Wenn ich tanzen will“ singen Elisabeth und der Tod ein Duett. Sie will sich aus den Klauen des Todes befreien. Dieselbe Aussage wie „Ich gehör nur mir“ findet sich in der Passage „Wenn ich tanzen will, dann tanz ich so wie\'s mir gefällt“. Dieses Lied in seinem Stakkato erinnert ein wenig vom Timbre her an Rosenstolz und von der Musik an den Bolero von Ravel in seiner einzigartigen Steigerungsfähigkeit.
In der nächsten Szene ist der zehnjährige Rudolf allein im Bett und verlangt mit „Mama, wo bist du“ in sehr schön dargestellter kindlicher Art nach seiner Mama. Das Gefühl der Angst und Einsamkeit wird von dem kleinen Jungen gut interpretiert. AUch hier rührt es zu Tränen voller Mitgefühl. Nachdem sie ihre eigenen Interessen in den Vordergrund gestellt und sich von Rudolph abgewandt hat singt der Tod \"Sie hört Dich nicht, ruf nicht nach ihr\" und stellt sich ihm als Freund vor.
In „Wir oder Sie“ betrachtet Sophie den Einfluss Elisabeths in Ungarn und die Rolle sowie ihren wachsenden Einfluss auf den Kaiser mit Argwohn. Sie beschleißt die Macht zu brechen, indem sie den Kaiser mit körperlicher Lust verführen lässt und untreu werden lässt.
Mit „Nur kein Genieren“, gesungen in Frau Wolffs Bordell preisen Lucheni und Frau Wolf gemeinsam die Vorzüge der Mädchen an und spotten über sogenannte Kenner. Der von Sophie beauftragte Graf weiß allerdings nicht dass das „feurige“ Mädchen durch Fieber, verursacht durch eine Geschlechtskrankheit, so feurig ist.
Die Szenerie wechselt in die Wiener Hofburg, wo sich Elisabeth bei sportlichen Übungen unwohl fühlt. Der Tod erscheint als Arzt verkleidet und erklärt ihr die Untreue ihres Mannes.
Der Wunsch nach Unabhängigkeit wird ihr bewusster, aber sie lehnt sich auf und weist ihn ab.
Nun kommt es zum Eklat zwischen Franz Joseph und Sophie. Elisabeth flüchtet und dies wird „Nie kommt sie zur Ruhe“ eindrucksvoll dargestellt. Er wirft seiner Muter vor, das Glück immer zerstört haben zu wollen, sie entgegnet im Versiegen ihrer Kräfte und der Nähe ihres Todes, dass es ihr nur um die Monarchie vor dem drohenden Untergang zu bewahren
Währenddessen vertreibt sich Elisabeth die Zeit mit Reisen, Körperpflege und Gedichten ohne zu bemerken, das der Kaiser mit liebevollen Briefen zeigt, wie sehr er sie vermisst.
Während eines Besuches im Irrenhaus wird Elisabeth mit einer Patientin konfrontiert, welche behauptet Elisabeth selbst zu sein. \"Ich wollte ich wäre wirklich Du in der Zwangsjacke statt im Korsett\", gesungen von Elisabeth stellen ihren Wunsch nach Ruhe dar, egal um welchen Preis. Sie stellt klar, dass sie nur die Starke spielt und das Leben aus lauter Lügen besteht.„Sieh mich an“ und „Nichts, nichts, gar nichts“ sind die passenden musikalischen Erklärungen. Der Wahnsinn als Ausweg aus ihrem bisherigen Leben?
Nach einem Streit über politische Differenzen zwischen Vater und Sohn, der dieselbe Grundhaltung wie seine Mutter zu Ungarn einnimmt und nachdem er sich vom Tod, seinem Freund aus Kindertagen, in eine politische Verschwörung hineinziehen lässt, durchschaut der Vater das Komplott und bezeichnet den Sohn als Verräter
Hier begegnen sich der inzwischen 30-jährige Rudolf und der Tod bei„Die Schatten werden länger“. Die Toten bilden einen Chor. Der Tod hält ihn dazu an, die Macht zu ergreifen.
Mit „Wenn ich Dein Spiegel wär“ wird offenbart dass der Geheimdienst die Verschwörung von Rudolf entdeckt und er bittet seine Mutter zwischen ihn und seinem Vater zu vermitteln.
Rudolf verzweifelt zunehmend. Einmal noch bittet er auf Korfu in schier auswegloser Lage seine Mutter um Hilfe. Sie soll beim Vater für ihn Partei ergreifen, sie verweigert jedoch ihre Mithilfe. Sie hat sich nicht befreit, um wieder Bittstellerin zu werden. Verzweifelt fährt Rudolf nach Mayerling. Dort wartet der Tod.
Voller Gewissensbisse trägt Elisabeth nach Rudolfs Tod nur noch schwarze Kleidung. Sie hat ihn im Kampf um ihre eigene Selbständigkeit und Freiheit geopfert und kann dies nicht verwinden. Nun wird ihr Wunsch zu sterben übermächtig. Doch jetzt ist es der Tod, der sich bitten lässt. Bei dem Song „Boote in der Nacht“ treffen sich Elisabeth und Franz-Joseph ein letztes Mal an der Cote d\' Azur. „ Auf Elisabeths „Wir sind 2Boote mit unterschiedlichen Zielen“ antwortet Franz-Joseph: \"Du möchtest alles, doch manchmal ist wenig schon sehr viel\". Elisabeth findet sein Lebensziel zu primitiv. Franz-Joseph beteuert seine Liebe zu ihr aber sie antwortet nur:“Was nicht sein kann, kann nicht sein. Erst nach einem weiteren Jahrzehnt voller Rastlosigkeit erlöst der Tod die Kaiserin, die so voller Todessehnsucht ist und das Attentat am Ufer des Genfer Sees führt die Liebenden zusammen. Elisabeths Kämpfen und Sehnen endet in einer leidenschaftlichen Umarmung mit dem Tod“.
Dieses Finale wird mit „Der Schleier fällt“ imposant eindrucksvoll dargeboten. Lucheni ermordet am 10. September die Kaiserin, der Tod wartet auf sie. Der Tod singt von der Sehnsucht nach ihr und sie will von ihm aufgefangen werden, er soll ihre Erinnerung auslöschen. Doch Elisabeth gehört nur sich.
Perfekt abgestimmt auf den Handlungsablauf ist auch die dreidimensionale Kulisse der zahllosen Bühnenbilder, die trotz aufwendiger Bauten auf der teilbaren, rotierenden Hebebühne zwischendurch, wenn nur einzelne Elemente die Bühne beleben, schlicht gehalten ist.. Dies lenkt nicht zu sehr von den prunkvollen Kostümen ab, die im Gegensatz zu der extra kitschig plüschigen Atmosphäre in Frau Wolfs Bordell immer historisch korrekt bleiben. Selbst die Zeitungen sind originalgetreu nachgebildet. Die stimmungsvolle, auf die jeweilige Szenerie abgestimmte Lichtkulisse, welche die Szenen meist in ein kühl wirkendes Blau taucht trägt vervollständigt die Perfektion.
Die in allen Punkten sehr gut ausgefeilte Choreographie des gesamten Ensembles bei dem mal mit Milchkannen hart aufgeschlagen, oder mit Pistolen “Fang mich doch” gespielt wird sucht seinesgleichen. Herausragend auch das gesamte Ensemble auf einem Schachfeld in Pferdetorsen. Dabei die Bewegungsabläufe eines Pferdes baturgetreu nachzustellen, war für mich eine der tänzerischen Glanzleistungen des Abends. Eine ähnliche Choreographie und aufwängige Bühnentechnisk und Köstumpracht habe ich bisher nur bei Les Misérables erlebt.
Die dramatische Geschichte wird sehr originalgetreu in großartigen Bildern und Kostümen erzählt. Jedes Bühnenbild ist originalgetreu und dreidimensional gebaut, ob die meterhohen Bäume, die Kirche zur Hochzeit oder Krönung in Ungarn, Schlafgemach oder Friedhof, jedes Bild ist mit den aufwendig gestalteten Kostümen der knapp 40 Ensemblemitglieder ein Augenschmaus.
Die Charaktere sind von den Darstellern perfekt gezeichnet. Der Wandel Elisabeths vom “Zirkusmädchen” zur unnahbaren Egoistin mit der immerwährenden Sehnsucht nach dem Tod wird glaubhaft über die Bühne gebracht.
Besondere Beachtung sollte man natürlich auch dem Tod schenken: Uwe Kröger ist in seinem schwarzen Anzug eine Mischung aus erotischem Verführer und fleischgewordenem Teufel. Begleitet wird er von einem Ballett aus schwarzen Todesvögeln mit wunderschönem tiefschwarzem breitem sehr aufwändig gestaltetem großem Gefieder, die in ihrer wenig aufwändigen, aber um so wirkungsvolleren Choreographie weitere Glanzpunkte liefern.
Keine Frage, dass sich zu diesen optischen Highlights auch ein geradezu mehr als satter Sound aus dem Orchestergraben gesellt, die Stimmen der Hauptdarsteller sind ohnehin perfekt. Kristin Hölck als Elisabeth überzeugt mit glockenklarer, brillianter Stimme nicht nur als unerfahrene Sissi am Kaiserhof. Sie schafft es die unterschiedlichen Persönlichkeitsstrukturen ob auf Korfu, im Irrenhaus oder als alternde Diva hervorragend zu interpretieren und die Herzen der Zuschauer zu erobern: Neben Uwe Kröger als Tod spielte Alex Melcher hervorragen schmierig frech die Rolle des Mörders Lucheni.
4.
Die \"VIII. Mechanische Werkstatt”, eine dreischiffige Industriehalle, wurde zwischen 1898 und 1902 erbaut und bildete mit dem gegenüberliegenden Gebäudekomplex das Tor zur damaligen „Kruppstadt“, und diente als Arbeitsstätte für 12.000 Menschen. Nach dem 2. WK nutzte die AG Kanis die Hallen als Produktionsstätte für ihre Maschinen. 1989 wurde das Bauwerk aufgrund der historischen Bedeutung unter Denkmalschutz gestellt. Sechs Jahre später begann der Umbau zum Theater und somit war der Broadway an der Ruhr um eine Attraktion reicher.. Noch heute zieren das Musicaltheater eine historische Stahlkonstruktion und ein komplett verglastes Dach, welches dem Theater ein ganz besonderes Ambiente verleiht. Ein riesiges Foyer, rechts und links versetzt befinden sich darin Getränketresen, links geht es in eine separate Bar und rechts befindet sich eine Garderobe, dann läuft man auf einen „Schuhkarton“ zu, zu dem man von beiden Seiten Zugang hat, dies ist die eigentliche Musicalhalle. Als Gegenstand der „Route Industriekultur“ sind u.a. der Landschaftspark Nord in Duisburg durch seine bunte Beleuchtung und die Zeche Carl in Essen bekannt geworden, aber auch andere profane Zweckbauten des 19. und 20. Jahrhunderts wie Gasometer, Turbinenhallen und Bahnhöfe wandelten sich im Laufe der Zeit in schützenswerte Baudenkmäler einer vergangenen Epoche. Dadurch entwickelte sich vor allem das Ruhrgebiet zu einer der faszinierendsten Kulturlandschaften Europas. Diese Industriedenkmäler lassen sich heute noch sehr gut zu anderen Zwecken nutzen. Nicht selten sind sie ein bestens geeigneter Ort für Konzerte, Ausstellungen und Theater ob ihrer hervorragenden akustischen Voraussetzungen. Durch die Denkmalschutzbestimmungen bedingt blieben beim Umbau 1995 viele historische Elemente des denkmalgeschützten Gebäudes erhalten. Sämtliche Stahlkonstruktionen und das Mauerwerk wurden nur gereinigt und versiegelt. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Ein neuer Theaterbau, der nicht nur über die neuesten technischen Mittel, sondern auch über eine einzigartige Atmosphäre verfügt. Das Ambiente althergebrachter Industriearchitektur geht eine verbindet sich mit der Moderne auf besonders anspruchsvolle, sehrimposant und doch filigran wirkenden Weise. In die Halle wurde ein Bühnenturm eingesetzt. Der Zuschauerraum verfügt über 1.565 Plätze und ist als eigenständiger Baukörper („Schuhkarton“) integriert, während man das 25 Meter hohe Foyer sowie die Seitenschiffe mit eingehängten Emporen umgab. In das Bühnenhaus mit seinen historischen Elementen und dem Portal wurden Schnürboden und Beleuchterbrücken eingefügt. Das Foyer ist außerdem noch mit überdimensional großen Gemälden und Plastiken von zeitgenössischen Künstlern, die zum überwiegenden Teil aus dem Ruhrgebiet kommen, ausgestattet. Hinzu kommt die Bronzeplastik „Theatre Pops“ des Niederländers Karel Appel.
5.
Eine Kaiserin muss glänzen: Elisabeth erstrahlt in Essen! Neben einer perfekten Bühnentechnik, prachtvollen Kostümen, einzigartigen Choreographien sind absolut perfekt abgestimmte Lieder und deren ebenso authetische Darbietung die Höchstleistungen dieses Musicals.Momentan wird im Radio kräftig geworben. Es gibt sogar günstigere Kartenkonditionen.
Es bleibt zu hoffen, dass dieses hohe künstlerische Niveau auch ab August 2003 mit AIDA, der Geschichte des ägyptischen Königs und der nubischen Prinzessin, an welchem Elton John beteiligt ist, in Deutschland weitergeführt wird, nachdem Joop van den Ende das Collosseum in Essen für Elisabeth, wo ja auch schon die Musicals Joseph und Jesus Christ Superstar aufgeführt wurden, von STELLA übernommen hat.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren sagt MikeNRW
P. S.
Sogar ein Mitglied des Merkel-Clans ist im Ensemble als Totentänzer vertreten, bleibt nur zu klären in welchem verwandtschaftlichen Verhältnis sie zu uns aller Antschi steht.
Entschuldigt dass es so lange gedauert hat, aber es ist nicht einfach alles unter einen Hut zu kriegen und dabei die Qualität beizubehalten.
Den Besuch eh geplant, kam das Preisausschreiben im Januar von NISSAN gerade richtig, wurden doch dort Karten verlost. Und ich gehörte sogar zu einem der Gewinner. Ingesamt wurden lt. NISSAN 1500 Besucher erwartet. Da gleichzeitig eine Autopräsentation damit verbunden war, dauerte das Ganze natürlich länger als üblich. Die Karten wurden bei der Abholung beliebig verteilt und ich muss sagen wir haben absolutes Glück gehabt, saßen wir doch im Parkett genau mittig etwas erhöht zur Bühne und hatten so einen tollen geraden Blick auf die Bühne, (Parkett rechts Reihe 15, Platz 1 und 2.Ich also meine beste Freundin geschnappt, mein Schatz konnte leider nicht, da er arbeiten musste und auf nach Essen. Dort angekommen wurde der neue NISSAN präsentiert. Neben Einradfahrern und Stelzenläufern im Rahmenprogramm vorher kam zum krönenden Abschluss nach dem Musical die Hauptdarstellerin mit Orchestermitgliedern in einer Live-Performance im „kleinen Schwarzen“ auf die Bühne im Foyer. Dort konnte man sich erneut von ihrer künstlerischen Vielfalt und ihrer voluminösen Stimme trotz ihres zarten Körperbaus überzeugen. Man fragt sich wirklich woher diese Stimme kommt, wenn man diese zierliche Person vor Augen hat.
So nun aber genug der Vorrede.
Zunächst die Gliederung
1. Allgemeines
2.Der geschichtliche Teil
3. Inszenierung/Musik/Umsetzung/Darsteller
4. Das Collosseum
5. Fazit
1.
Veranstalter ist die Stage Holding Essen GmbH.
Seit 2001 spielt das Musical im Collosseum Essen, allerdings leider! nur noch bis zum 8. Juni 2003.
Das Musical von Michael Kunze und Sylvester Levay schildert das Leben der österreichischen Monarchin Elisabeth.
Die Anreise über die A 40 Richtung Dortmund Abfahrt Essen Zentrum, halb links halten und dann an der zweiten Ampel links abbiegen und immer der Beschilderung folgen. Geparkt habe ich auf einem freien Parkplatz (Seitenstreifen) in unmittelbarer Nähe vor dem COLLOSSEUM. Es verfügt aber auch über ein Parkhaus.
Uraufgeführt wurde Elisabeth am 3. September 1992 im Theater an der Wien.
Es dauert knapp 3 Stunden mit einer 20minütigen Erfrischungspause.
Die Preise für Getränke und Essen kann ich nicht benennen.da wir hervorragend für lau mit kleinen herzhaften und süßen Leckereien sowie allen Getränken von Säften, Sekt, Wein, Bier von freundlichen Servicekräften versorgt wurden.
Man hat aber z. B. die Möglichkeit ein „Kaiserbuffet“ zu buchen zu einem Aufpreis zum Ticket in Höhe von 29 €. Dies kann man im Call - Center unter 01805-114 113 für 0,12 €/Min Deutsche Telekom.
Die Kartenpreise sind in der
PK 1 von € 70,- - € 84,-
PK 2 von € 60,- - € 74,-
PK 3 von € 50,- - € 64,-
PK 4 von € 33,- - € 47,- erhältlich.
Romantik, Beauty, After-Work-Tickets sind zusätzlich buchbar, jedoch nicht über das Internet. Ohne solche zusätzlichen dem Musical entsprechenden kulinarischen Events kommt heute kaum ein Musical aus, wollen sie doch alle nur unser Bestes. Unser Geld!
Alles andere könnt ihr genauer unter www. .elisabeth-das-musical.de nachlesen.
Auch ein Stand mit Fanartikeln wie z. B. Tassen im Cafehausstil oder einem Briefbeschwerer als gläserne Kugel mit dem innen eingeschliffenen Schriftzug in, CDs etc ist vorhanden. Wir haben dort zwei Programmhefte für je 12,90 € erstanden. Dies fand ich recht happig, da es aber die einzige Ausgabe des Abends bleiben sollte war dies in Ordnung.
An Preisen erhielt es u. a. die \"Krone der Volksmusik\" und bekam 2001 die Auszeichnung „Bestes Musical“.
2.
Elisabeth wurde am 24.12.1837 als Kind von Herzog Max und Herzogin Ludovika von Bayern an einem Sonntag, geboren. Sie hatte sieben Geschwister und erlebte ihre unbeschwerte Jugend am Starnberger See auf Schloß Possenhofen. Ihr Vater war ein volksnaher Mann, aller höfischen Etikette abgeneigt und ebenso wie er liebte Sissi, wie er sie liebevoll nannte, den Zirkus und dichtete gern. Ihre Mutter, Schwester der Erzherzogin Sophie, der Mutter des Kaisers von Österreich, war eine liberale Frau, die ihre Kinder selbst erzog, was in adligen Kreise zu diesen Zeiten eher unüblich war. Erzherzogin Sophie hielt ihren sowohl physisch als auch geistig schwachen Gatten Franz Carl zugunsten ihres Sohnes Franz Joseph davon ab, die Thronfolge. Dieser bestieg 1848 als 18-jähriger den Thron. Er wurde dadurch einer der mächtigsten Männer Europas und Kaiser eines Reiches welches aus vielen unterschiedlichst geprägten Nationen bestand. Deutschland als Partner für Österreich nicht verzichtbar, verabredete Sophie mit Ludovika die Verlobung des Kaisers mit seiner Cousine Helene, Elisabeths Schwester.
Am 16.8. 1853 fuhren Ludovika, Helene und Elisabeth, welche die Mutter in Absicht auf eine Beziehung mit dem jüngeren Bruder des Kaisers mitgenommen hatte, nach Bad Ischl.
Am Abend beim Ball begriff jeder, nur nicht Elisabeth selbst, dass er sie zu seiner Gemahlin auserwählt hatte.
Die Hochzeit fand am 24.4.1854 in der Wiener Augustinerkirche statt. Schon in den Flitterwochen standen Staatgeschäfte dem jungen Glück im Weg. Zeitgleich nahm Sophie Elisabeth unter ihre „Erziehung“ um sie auf ihre zukünftige Rolle vorzubereiten.
Im März 1855, selbst kaum 17 Jahre alt, gebar sie ihre erste Tochter. Diese wurde ohne die Mutter zu fragen Sophie getauft. 1856 gebar sie Gisela, auch diese wurde ihr wie Sophie von der Großmutter entzogen. Beistand durch Franz Josef bekam sie hierbei nicht.
Nachdem sie die höfischen Regeln erkannt hatte, forderte sie in diesem Spiel auch ihr Recht. Als Franz Josef um ihre Begleitung zu einer politisch entscheidenden Reise nach Ungarn bat, forderte sie den Umgang und die Mitnahme der Tochter Sophie. Dies endete allerdings in der Tragödie, dass Sophie in Ungarn starb, vermutlich an Typhus.
Am 21. August 1858 wurde der lang ersehnte Sohn, der Thronfolge und Erbe Rudolph geboren. Auch auf dessen Erziehung erhielt Elisabeth keinen Einfluss. Durch diese seelischen Qualen und durch Hungerkuren erlitt sie des öfteren Nervenzusammenbrüche. Sie kurierte ihre Leiden in ausländischen Kurorten wie Madeira und Korfu.. Dies blieb aber nicht ohne Spannungen zwischen den Eheleuten. Als sie ca. um 1860 von der ehelichen Untreue ihres Mannes durch eine Geschlechtserkrankung erfuhr, setzte sie ihm, nachdem der 6-jährige Rudolph in seinem jungen Alter schon einer Militärausbildung unterzogen werden sollte, erfolgreich eine Anzahl schriftlicher Forderungen in Form eines Ultimatums welches bei Nichterfüllung ihr Verlassen des Hofes zur Konsequenz hätte. Diese beinhalteten vor allem die liberale Erziehung ihrer Kinder und ihre Freiheit im eigenen Tun. Sie wurde Schritt für Schritt selbstbewusster und wusste ihre Anmut und Grazie zu ihrem Vorteil einzusetzen und ihren Einfluss auf den Kaiser zu vergrößern.
Die sagenhafte Schönheit bedurfte natürlich auch zeitintensiver, immenser Pflege. Bei ihrer einem Staatsakt gleichkommenden 3-stündigen Haarpflege schrieb sie Briefe, las Bücher und studierte. Mit ihrer wiedererlangten Lebenskraft setzte sie sich auch wieder für politische Belange ein. So war es ihr zu verdanken, dass das Verhältnis von Ungarn zu Österreich seit dem Aufstand 1848 besser wurde, indem diesem Land faktisch ein Selbstbestimmungsrecht unter Verantwortung des Kaisers zuteil wurde, heute vergleichbar mit der demokratischen Monarchie. Dadurch konnten sie am 8. Juni 1867 zum König und zur Königin von Ungarn gekrönt werden. Von der Schwiegermutter argwöhnisch betrachtet, kam dieser politische Zug dem Verhältnis der Eheleute zueinander zugute. Im April 1868 wurde das vierte Kind, Marie Valerie geboren, das erste Kind unter der alleinigen Obhut Elisabeths. Das Interesse an den anderen beiden Kindern wurde geringer und Wien wurde immer weniger Mittelpunkt ihres Lebens. Dies wurde ihr sowohl von der Familie als auch vom Volk verübelt.
Im Mai 1872 starb Erzherzogin Sophie im Alter von 67 Jahren nach langer Krankheit.
Elisabeth nötigte dies zu einem Pflichtbesuch, ansonsten gab sie sich der Pflege ihres Körpers hin und hielt sich körperlich durch Leibesübungen fit.. Ihre Reisen führten sie durch karitative Einrichtungen verschiedenster Art. Dies brachte ihr einen guten Ruf.
Ihr Wohnsitz auf Korfu, das 128 Zimmer große Achilleon, benannt nach ihrem griechischen Lieblingshelden, zeigte in seiner Pracht, wie gerne sie sich dort aufhielt.
Ihre offene Verehrung für Heinrich Heine brachte sie selbst so wie ihren Sohn Rudolph in Schwierigkeiten, entstand doch unter der Führung der Alldeutschen Partei von Georg Ritter von Schönerer der Antisemitismus.
Dies, seine Liebe und die geteilten Interessen mit der Mutter, ihre Ignoranz dem gegenüber, auch durch ihre ständige Abwesenheit sowie die eigene gegnerische Haltung gegenüber dem politischen Kurs des Vaters in der Ungarnfrage trieben Rudolph am 30. Januar 1889 in den Freitod. Nach seinem Tod trug Elisabeth nur noch schwarze Kleidung, sich ihrer vollen Schuld bewusst, und verzweifelte immer mehr am eigenen Leben. Nach dem Tod zweier Schwestern, ihrer Eltern sowie ihrem Freund Andrassy floh sie vor dem Tod ihrer eigenen Todessehnsucht immer weiteren Zielen entgegen. Der Tod raffte ihr Liebstes hinweg und bahnte sich immer mehr einen Weg zu ihr selbst.
Am 15.7.1898 trafen sich Franz Josef und Elisabeth ein letztes Mal in Bad Ischl, wo sie sich vor 45 Jahren zuerst begegnet waren.
In ihrer Gedichtsammlung schreibt sie über ihre Beziehung zueinander:
„Vermöchten wir je zu vergessen, dass ich dir meine Seele gab, dass Du mein Alles mir gewesen, und ich dir Treue schwur zum Grab?“ ....Ich brauch die Zeit dir nicht zu nennen, die uns so innig einst vereint, und die wir nie vergessen können, so endlos fern sie jetzt auch scheint...“. Dies lasse ich hier unkommentiert.
Nach dem Treffen reist sie zu einer Kur in die Schweiz, wo sie am 10. September 1898 von Luigi Lucheni, der dort eigentlich den Prinzen Henri von Orléans , Anwärter auf Frankreichs Thron, ermorden wollte, durch einen Stich mit einer spitzen Feile mitten ins Herzgetötet wurde. Dies geschah ohne dass er sie kannte nur aus dem Grund heraus dass das eigentliche Opfer nicht anwesend war.
Der Täter wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, die er durch den Freitod nach 11 Jahren beendete. Elisabeth wurde am 17. September in Wien beigesetzt. Der Körper bleib so alle Zeit ein Gefangener des Wiener Hofs, ihre Seele aber war endlich frei.
Quellenangabe: Elisabeth – Kaiserin wider Willen /Brigitte Hamann
Der Sturz der Adler – der Untergang des Hauses Habsburg /George Marek
Elisabeth von Österreich – die Tagebuchblätter von Constantin Christomanos
3. Inszenierung/Musik/Umsetzung/Darsteller
Auch wenn man mit der österreichischen Geschichte nicht so vertraut ist, hat man kein Problem, dem Handlungsverlauf zu folgen, da die Rolle von Luigi Lucheni als durch die Handlung führender Erzähler perfekt inszeniert und besetzt ist.
Das Stück revidiert schnell das perfekt kitschig-romantische Bild der Regentin, welches durch die Sissi-Filme, mit Romy Schneider in der Hauptrolle, der 50er Jahre geprägt wurde. Ihr Leben am Wiener Hof, das wie ein Märchen begann, entwickelte sich schnell zu einem pittoresken Drama voller Entbehrungen und nicht nur politischer Machtkämpfe. Trotz aller Widerstände gegen persönliche und höfische Zwänge scheiterte diese schon zu dieser Zeit sehr moderne, emanzipierte und selbstbewusste Frau zum Schluss auf tragische Weise.
Vorab bemerkt habe ich die CD noch einmal genauergehört um die Textpassagen wiedergeben zu können.
Der erste Akt hat insgesamt 15 Szenen und beginnt mit dem Prolog in der Gegenwart im imaginären Reich der Toten und Träumer. Dort verhört ein unsichtbarer Richter noch hundert Jahre nach der Tat den Attentäter Lucheni. Dieser rechtfertigt sich mit der Behauptung, er habe Elisabeth nur einen Gefallen getan. Sie sei die Geliebte des Todes gewesen. Zum Beweis ruft Lucheni Elisabeths tote Zeitgenossen herbei und lässt die untergegangene Welt noch einmal auferstehen.
Bei diesem Lied „ Alle tanzten mit dem Tod“ handelt es sich mehr um einen Sprechgesang
Der Richter im Verhör mit Lucheni. Auf die Frage warum er Elisabeth umgebracht habe antwortet Lucheni: \"Weil sie es wollte\". Hinterher singen alle Toten und Lucheni über Elisabeth und ihre Todessehnsucht, bis der Tod persönlich kommt und die Toten aus ihrer Starre befreit.
Danach wird in einer ländlich anmutenden Kulisse dargestellt, wie frei und unbeschwert Elisabeth aufwächst und der Zuschauer erlebt dennoch hier schon die erste Begegnung mit dem Tod. „Wie Du“ ist ein Flehen Elisabeth s an ihren Vater ihr zu helfen. Sie möchte sich den gesellschaftlichen Verpflichtungen am Abend fernhalten.\" Mama hat heut Abend Gäste, das wird grauenhaft! Steife Kragen, dumme Fragen, Heuchelei.\" Dem Vater bieten sich Möglichkeiten fernzubleiben und diese nutzt er auch. Hierbei spricht oder flüstert der Vater gegen den rebellischen Sprechgesang. Er macht Sissi klar dass dies nicht möglich ist und sie noch mehr Freiheiten als Helene hat, die zur Kaiserin erzogen wird. Die Szene findet ein abruptes Ende in der Flucht des Vaters vor der Hartnäckigkeit der Tochter.
Die nächste Szene spielt am Starnberger See, wo Elisabeths Mutter die Familie zusammengerufen hat, um die bevorstehende Verlobung Helenes mit dem Kaiser von Österreich bekannt zu geben. Dieses Szenario wird von Elisabeth gestört, als sie während der Vorführung ihrer artistischen Künste vom Trapez stürzt. Sie erwacht danach in den Armen des Todes, den sie schon hier liebevoll ihren Schwarzen Prinzen nennt.
Die Lieder hierzu heißen \"Schön, euch alle zu sehen\", welches sehr schwungvoll und freuudig in der Stimmung ist, beim Familientreffen und \"Schwarzer Prinz\".
Daran anschließend folgte ein Szenenwechsel zum Wiener Hof, wo der junge Kaiser unter der strengen Aufsicht seiner Mutter regiert und seine Mutter ihn dazu bringt ein sehr dringendes Gnadengesuch harsch abzulehnen. Dies wird musikalisch unterlegt mit „Jedem gibt er das Seine“, getreu dem Motto die Armen werden ärmer, die Reichen werden reicher.
Danach folgt das Aufeinandertreffen der Familien in Bad Ischl, wo Franz Joseph sich auf den ersten Blick entgegen der beiden mütterlichen Absichten in Elisabeth verliebt. Sprachlich in der Musik wird dies ausdrucksstark interpretiert in „So wie man denkt“. Man könnte auch sagen erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Im Anschluss daran wird das junge Glück inszeniert. Elisabeth und Franz Josef sind verliebt und nichts erscheint ihnen unmöglich. Trotz der Warnungen des Kaisers vor dem Leben an seiner Seite bestätigt sie musikalisch „Nichts ist schwer“ und bringt zum Ausdruck dass nichts wirklich schwer ist, wenn die Liebe und Achtung zueinander stimmig ist.
Nun wird die Hochzeit zelebriert und Elisabeth wird Kaiserin von Österreich. Sie erfasst nicht die Konsequenzen für ihr eigenes Schicksal und das ihrer Umgebung. In „Alle Fragen sind gestellt“ sind alle Klarheiten vermeintlich beseitigt.
Schon während des Hochzeitsballes zweifeln Sophie, Max und die Gäste die Wahl der neuen Kaiserin an. Währenddessen wird sie vom Tod beobachtet, er spinnt hier sein Netz um Elisabeth und erweist sich als gefährlicher Feind für den Kaiser. Nun wird Elisabeth bewusst, dass sie zum Besitz der Öffentlichkeit geworden ist.
„Der letzte Tanz“ zum Schluss der Szene vom Tod gesungen beginnt langsam, ist an Elisabeth gerichtet und sagt aus dass ihm die Ehre des letzten Tanzes zuteil wird. Sonst bisher eher im Sologesang erlebt man hier das gesamte Stimmenvolumen des Ensembles auf der Bühne.
Die Auseinandersetzungen zu Hofe mit Sophie lassen nicht lange auf sich warten, Elisabeth nimmt in ihrer unbekümmerten Art den Hof als eine für ihr Wesen gefährliche Umgebung wahr. Verzweifelt wendet sie sich an ihren Mann, der jedoch dem Willen seiner Mutter fügt. Durch Beschwichtigung hofft er, den Konflikten ausweichen zu können. Sissi lehnt sich auf und beginnt hier ihren Kampf um ihre persönliche Unabhängigkeit und Freiheit.„Ich gehöre nur mir“ ist ihre Antwort darauf. Zunächst eher schwach und immer stärker werdend, parallel ihres Lebenslaufes, wohl das bekannteste Lied. Darin stellt sie klar, dass nichts und niemand ihre Wünsche und Erwartungen brechen kann, sie sich nicht beugen will, nicht gehorsam sein will und auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit ist. Jetzt werden die ersten Ehejahre skizziert. Elisabeth schenkt zwei Töchtern das Leben. Sofort nach der Entbindung jedoch werden ihr die Kinder von der Schwiegermutter entzogen um sie in den Genuss ihrer „Erziehung“ kommen zu lassen. Als der Kaiser um ihre Begleitung nach Ungarn bittet, verlangt sie ihre Töchter mitnehmen zu können.. Er gibt ihr gegen den Willen seiner Mutter die Zustimmung. Der Erfolg endet allerdings in einer Tragödie. Mit dem Lied „Die Schatten werden länger“ welches sehr imposant von Uwe Kröger intoniert wird, steigert sich die Dramatik in dieser Szenerie bis zum Tod der jüngeren Tochter Sophie.
Anschließend wird die Stimmung des Volkes in einer „fröhlichen Apokalypse dargestellt. Die Szene spielt kurz nach der Geburt des Thronfolgers, da dies eines der Themen ist. Hier sagt Lucheni in seiner erzählenden Rolle den Untergang des Habsburger Reiches voraus.
Anschließend kommt eine Szene die jeden Besucher vor Wut die Tränen in die Augen treibt. Der kleine Rudolf sehnt sich und verlangt nach seiner Mama. Sophie vertraut ihn aber dem strengen Grafen an, der ihn auf die Rolle des Kaisers vorbereiten soll. Eindrucksvoll ist das hier in der identischen Kostümwahl mit dem des Kaisers dargestellt. Als Elisabeth erfährt, unter welchen Umständen er gedrillt wird und wie sehr er unter der militärischen Erziehung leidet, stellt sie dem Kaiser ein Ultimatum. Hier ist die Musik mit „Elisabeth, mach auf mein Engel“ von Franz Joseph gesungen und „Elisabeth, sei nicht verzweifelt“ vom Tod gesungen gut gewählt und stellt unterschwellig deutlich die Rivalität dar. Des Kaisers Töne sind ruhig, leise und verliebt und voller Sorge und er bittet sie ihn zu unterstützen. Elisabeth verweist ihn an seine Mutter. In den Disput mischt sich der Tod mit sanfter Stimme, um den Keil zwischen den Eheleuten größer werden zu lassen. Wenn sich der Tod auch interessant darstellt entzeiht sie sich ihm und stellt dem Kaiser, der immer noch vor verschlossener Tür steht im Sprechgesang ein Ultimatum mit ihren Forderungen. Weiß sie doch ihr gewachsenes Selbstbewusstsein und ihre Schönheit zu ihren Gunsten zu nutzen. Ihr Stolz lässt hier noch keine Resignation zu und ihr Trotz schlägt in Bitterkeit und Hass um.
Anschließend wird die wirtschaftliche Not des Volkes im Verhältnis zum Prunkvollen Leben am Hofe dargestellt. Dies wird mit dem einfachen Lied „Milch“ dargestellt. Es wird abwechselnd von Frauen, Männern und Lucheni gesungen. Lucheni erklärt das Geheimnis der Milchknappheit damit dass Elisabeth in Milch badet und dass dadurch die Leute dursten und hungern müssen, damit sie keinen Kummer hat, wenn sie ein Haar verliert. Die Empörung des Volkes wird immer größer gegen die Kaiserin, sind doch schon Todesfälle deswegen zu beklagen. Das Finale des 1. Aktes stellt die Blindheit Elisabeths für ihr Volk klar heraus und stellt ihren Narzissmus hervor. Mit dem Lied „Ich will Dir nur sagen“ geht Franz Joseph auf Elisabeths Ultimatum ein, weil er sie nicht verlieren möchte. Der Tod zwängt sich erneut zwischen sie, weil er bemerkt dass die beiden sich einander wieder näher kommen. \"Ich gehör nur mir!“ ist Elisabeths voluminöse Antwort darauf. Ruhelos reist Elisabeth über 18 Jahre nun von Ort zu Ort. Nur noch gelegentlich kehrt sie an den Hof zurück. Ihre innere Zerrissenheit wird charakteristisch gut dargestellt.
Der zweite Akt hat 16 Szenen beginnend in Ungarn mit der Krönung der beiden Eheleute zu Kaiser und Kaiserin von Österreich. Lucheni singt „Kitsch“, ein sehr fetziges Lied und bietet darin ironisch diversen Nippes der Kaiserin Elisabeth an. So gibt er auf seine Art und Weise zu verstehen, wie diese Versöhnung durch die Krönung besiegelt wird.
Auch hier in Ungarn bleibt der Tod ihr Begleiter. In „Wenn ich tanzen will“ singen Elisabeth und der Tod ein Duett. Sie will sich aus den Klauen des Todes befreien. Dieselbe Aussage wie „Ich gehör nur mir“ findet sich in der Passage „Wenn ich tanzen will, dann tanz ich so wie\'s mir gefällt“. Dieses Lied in seinem Stakkato erinnert ein wenig vom Timbre her an Rosenstolz und von der Musik an den Bolero von Ravel in seiner einzigartigen Steigerungsfähigkeit.
In der nächsten Szene ist der zehnjährige Rudolf allein im Bett und verlangt mit „Mama, wo bist du“ in sehr schön dargestellter kindlicher Art nach seiner Mama. Das Gefühl der Angst und Einsamkeit wird von dem kleinen Jungen gut interpretiert. AUch hier rührt es zu Tränen voller Mitgefühl. Nachdem sie ihre eigenen Interessen in den Vordergrund gestellt und sich von Rudolph abgewandt hat singt der Tod \"Sie hört Dich nicht, ruf nicht nach ihr\" und stellt sich ihm als Freund vor.
In „Wir oder Sie“ betrachtet Sophie den Einfluss Elisabeths in Ungarn und die Rolle sowie ihren wachsenden Einfluss auf den Kaiser mit Argwohn. Sie beschleißt die Macht zu brechen, indem sie den Kaiser mit körperlicher Lust verführen lässt und untreu werden lässt.
Mit „Nur kein Genieren“, gesungen in Frau Wolffs Bordell preisen Lucheni und Frau Wolf gemeinsam die Vorzüge der Mädchen an und spotten über sogenannte Kenner. Der von Sophie beauftragte Graf weiß allerdings nicht dass das „feurige“ Mädchen durch Fieber, verursacht durch eine Geschlechtskrankheit, so feurig ist.
Die Szenerie wechselt in die Wiener Hofburg, wo sich Elisabeth bei sportlichen Übungen unwohl fühlt. Der Tod erscheint als Arzt verkleidet und erklärt ihr die Untreue ihres Mannes.
Der Wunsch nach Unabhängigkeit wird ihr bewusster, aber sie lehnt sich auf und weist ihn ab.
Nun kommt es zum Eklat zwischen Franz Joseph und Sophie. Elisabeth flüchtet und dies wird „Nie kommt sie zur Ruhe“ eindrucksvoll dargestellt. Er wirft seiner Muter vor, das Glück immer zerstört haben zu wollen, sie entgegnet im Versiegen ihrer Kräfte und der Nähe ihres Todes, dass es ihr nur um die Monarchie vor dem drohenden Untergang zu bewahren
Währenddessen vertreibt sich Elisabeth die Zeit mit Reisen, Körperpflege und Gedichten ohne zu bemerken, das der Kaiser mit liebevollen Briefen zeigt, wie sehr er sie vermisst.
Während eines Besuches im Irrenhaus wird Elisabeth mit einer Patientin konfrontiert, welche behauptet Elisabeth selbst zu sein. \"Ich wollte ich wäre wirklich Du in der Zwangsjacke statt im Korsett\", gesungen von Elisabeth stellen ihren Wunsch nach Ruhe dar, egal um welchen Preis. Sie stellt klar, dass sie nur die Starke spielt und das Leben aus lauter Lügen besteht.„Sieh mich an“ und „Nichts, nichts, gar nichts“ sind die passenden musikalischen Erklärungen. Der Wahnsinn als Ausweg aus ihrem bisherigen Leben?
Nach einem Streit über politische Differenzen zwischen Vater und Sohn, der dieselbe Grundhaltung wie seine Mutter zu Ungarn einnimmt und nachdem er sich vom Tod, seinem Freund aus Kindertagen, in eine politische Verschwörung hineinziehen lässt, durchschaut der Vater das Komplott und bezeichnet den Sohn als Verräter
Hier begegnen sich der inzwischen 30-jährige Rudolf und der Tod bei„Die Schatten werden länger“. Die Toten bilden einen Chor. Der Tod hält ihn dazu an, die Macht zu ergreifen.
Mit „Wenn ich Dein Spiegel wär“ wird offenbart dass der Geheimdienst die Verschwörung von Rudolf entdeckt und er bittet seine Mutter zwischen ihn und seinem Vater zu vermitteln.
Rudolf verzweifelt zunehmend. Einmal noch bittet er auf Korfu in schier auswegloser Lage seine Mutter um Hilfe. Sie soll beim Vater für ihn Partei ergreifen, sie verweigert jedoch ihre Mithilfe. Sie hat sich nicht befreit, um wieder Bittstellerin zu werden. Verzweifelt fährt Rudolf nach Mayerling. Dort wartet der Tod.
Voller Gewissensbisse trägt Elisabeth nach Rudolfs Tod nur noch schwarze Kleidung. Sie hat ihn im Kampf um ihre eigene Selbständigkeit und Freiheit geopfert und kann dies nicht verwinden. Nun wird ihr Wunsch zu sterben übermächtig. Doch jetzt ist es der Tod, der sich bitten lässt. Bei dem Song „Boote in der Nacht“ treffen sich Elisabeth und Franz-Joseph ein letztes Mal an der Cote d\' Azur. „ Auf Elisabeths „Wir sind 2Boote mit unterschiedlichen Zielen“ antwortet Franz-Joseph: \"Du möchtest alles, doch manchmal ist wenig schon sehr viel\". Elisabeth findet sein Lebensziel zu primitiv. Franz-Joseph beteuert seine Liebe zu ihr aber sie antwortet nur:“Was nicht sein kann, kann nicht sein. Erst nach einem weiteren Jahrzehnt voller Rastlosigkeit erlöst der Tod die Kaiserin, die so voller Todessehnsucht ist und das Attentat am Ufer des Genfer Sees führt die Liebenden zusammen. Elisabeths Kämpfen und Sehnen endet in einer leidenschaftlichen Umarmung mit dem Tod“.
Dieses Finale wird mit „Der Schleier fällt“ imposant eindrucksvoll dargeboten. Lucheni ermordet am 10. September die Kaiserin, der Tod wartet auf sie. Der Tod singt von der Sehnsucht nach ihr und sie will von ihm aufgefangen werden, er soll ihre Erinnerung auslöschen. Doch Elisabeth gehört nur sich.
Perfekt abgestimmt auf den Handlungsablauf ist auch die dreidimensionale Kulisse der zahllosen Bühnenbilder, die trotz aufwendiger Bauten auf der teilbaren, rotierenden Hebebühne zwischendurch, wenn nur einzelne Elemente die Bühne beleben, schlicht gehalten ist.. Dies lenkt nicht zu sehr von den prunkvollen Kostümen ab, die im Gegensatz zu der extra kitschig plüschigen Atmosphäre in Frau Wolfs Bordell immer historisch korrekt bleiben. Selbst die Zeitungen sind originalgetreu nachgebildet. Die stimmungsvolle, auf die jeweilige Szenerie abgestimmte Lichtkulisse, welche die Szenen meist in ein kühl wirkendes Blau taucht trägt vervollständigt die Perfektion.
Die in allen Punkten sehr gut ausgefeilte Choreographie des gesamten Ensembles bei dem mal mit Milchkannen hart aufgeschlagen, oder mit Pistolen “Fang mich doch” gespielt wird sucht seinesgleichen. Herausragend auch das gesamte Ensemble auf einem Schachfeld in Pferdetorsen. Dabei die Bewegungsabläufe eines Pferdes baturgetreu nachzustellen, war für mich eine der tänzerischen Glanzleistungen des Abends. Eine ähnliche Choreographie und aufwängige Bühnentechnisk und Köstumpracht habe ich bisher nur bei Les Misérables erlebt.
Die dramatische Geschichte wird sehr originalgetreu in großartigen Bildern und Kostümen erzählt. Jedes Bühnenbild ist originalgetreu und dreidimensional gebaut, ob die meterhohen Bäume, die Kirche zur Hochzeit oder Krönung in Ungarn, Schlafgemach oder Friedhof, jedes Bild ist mit den aufwendig gestalteten Kostümen der knapp 40 Ensemblemitglieder ein Augenschmaus.
Die Charaktere sind von den Darstellern perfekt gezeichnet. Der Wandel Elisabeths vom “Zirkusmädchen” zur unnahbaren Egoistin mit der immerwährenden Sehnsucht nach dem Tod wird glaubhaft über die Bühne gebracht.
Besondere Beachtung sollte man natürlich auch dem Tod schenken: Uwe Kröger ist in seinem schwarzen Anzug eine Mischung aus erotischem Verführer und fleischgewordenem Teufel. Begleitet wird er von einem Ballett aus schwarzen Todesvögeln mit wunderschönem tiefschwarzem breitem sehr aufwändig gestaltetem großem Gefieder, die in ihrer wenig aufwändigen, aber um so wirkungsvolleren Choreographie weitere Glanzpunkte liefern.
Keine Frage, dass sich zu diesen optischen Highlights auch ein geradezu mehr als satter Sound aus dem Orchestergraben gesellt, die Stimmen der Hauptdarsteller sind ohnehin perfekt. Kristin Hölck als Elisabeth überzeugt mit glockenklarer, brillianter Stimme nicht nur als unerfahrene Sissi am Kaiserhof. Sie schafft es die unterschiedlichen Persönlichkeitsstrukturen ob auf Korfu, im Irrenhaus oder als alternde Diva hervorragend zu interpretieren und die Herzen der Zuschauer zu erobern: Neben Uwe Kröger als Tod spielte Alex Melcher hervorragen schmierig frech die Rolle des Mörders Lucheni.
4.
Die \"VIII. Mechanische Werkstatt”, eine dreischiffige Industriehalle, wurde zwischen 1898 und 1902 erbaut und bildete mit dem gegenüberliegenden Gebäudekomplex das Tor zur damaligen „Kruppstadt“, und diente als Arbeitsstätte für 12.000 Menschen. Nach dem 2. WK nutzte die AG Kanis die Hallen als Produktionsstätte für ihre Maschinen. 1989 wurde das Bauwerk aufgrund der historischen Bedeutung unter Denkmalschutz gestellt. Sechs Jahre später begann der Umbau zum Theater und somit war der Broadway an der Ruhr um eine Attraktion reicher.. Noch heute zieren das Musicaltheater eine historische Stahlkonstruktion und ein komplett verglastes Dach, welches dem Theater ein ganz besonderes Ambiente verleiht. Ein riesiges Foyer, rechts und links versetzt befinden sich darin Getränketresen, links geht es in eine separate Bar und rechts befindet sich eine Garderobe, dann läuft man auf einen „Schuhkarton“ zu, zu dem man von beiden Seiten Zugang hat, dies ist die eigentliche Musicalhalle. Als Gegenstand der „Route Industriekultur“ sind u.a. der Landschaftspark Nord in Duisburg durch seine bunte Beleuchtung und die Zeche Carl in Essen bekannt geworden, aber auch andere profane Zweckbauten des 19. und 20. Jahrhunderts wie Gasometer, Turbinenhallen und Bahnhöfe wandelten sich im Laufe der Zeit in schützenswerte Baudenkmäler einer vergangenen Epoche. Dadurch entwickelte sich vor allem das Ruhrgebiet zu einer der faszinierendsten Kulturlandschaften Europas. Diese Industriedenkmäler lassen sich heute noch sehr gut zu anderen Zwecken nutzen. Nicht selten sind sie ein bestens geeigneter Ort für Konzerte, Ausstellungen und Theater ob ihrer hervorragenden akustischen Voraussetzungen. Durch die Denkmalschutzbestimmungen bedingt blieben beim Umbau 1995 viele historische Elemente des denkmalgeschützten Gebäudes erhalten. Sämtliche Stahlkonstruktionen und das Mauerwerk wurden nur gereinigt und versiegelt. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Ein neuer Theaterbau, der nicht nur über die neuesten technischen Mittel, sondern auch über eine einzigartige Atmosphäre verfügt. Das Ambiente althergebrachter Industriearchitektur geht eine verbindet sich mit der Moderne auf besonders anspruchsvolle, sehrimposant und doch filigran wirkenden Weise. In die Halle wurde ein Bühnenturm eingesetzt. Der Zuschauerraum verfügt über 1.565 Plätze und ist als eigenständiger Baukörper („Schuhkarton“) integriert, während man das 25 Meter hohe Foyer sowie die Seitenschiffe mit eingehängten Emporen umgab. In das Bühnenhaus mit seinen historischen Elementen und dem Portal wurden Schnürboden und Beleuchterbrücken eingefügt. Das Foyer ist außerdem noch mit überdimensional großen Gemälden und Plastiken von zeitgenössischen Künstlern, die zum überwiegenden Teil aus dem Ruhrgebiet kommen, ausgestattet. Hinzu kommt die Bronzeplastik „Theatre Pops“ des Niederländers Karel Appel.
5.
Eine Kaiserin muss glänzen: Elisabeth erstrahlt in Essen! Neben einer perfekten Bühnentechnik, prachtvollen Kostümen, einzigartigen Choreographien sind absolut perfekt abgestimmte Lieder und deren ebenso authetische Darbietung die Höchstleistungen dieses Musicals.Momentan wird im Radio kräftig geworben. Es gibt sogar günstigere Kartenkonditionen.
Es bleibt zu hoffen, dass dieses hohe künstlerische Niveau auch ab August 2003 mit AIDA, der Geschichte des ägyptischen Königs und der nubischen Prinzessin, an welchem Elton John beteiligt ist, in Deutschland weitergeführt wird, nachdem Joop van den Ende das Collosseum in Essen für Elisabeth, wo ja auch schon die Musicals Joseph und Jesus Christ Superstar aufgeführt wurden, von STELLA übernommen hat.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren sagt MikeNRW
P. S.
Sogar ein Mitglied des Merkel-Clans ist im Ensemble als Totentänzer vertreten, bleibt nur zu klären in welchem verwandtschaftlichen Verhältnis sie zu uns aller Antschi steht.
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