Elisabeth Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von T_Goose
Das beste Musical des Jahres
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Genial! Einfach nur genial und atemberaubend. Das war das Erste, was ich nach dem Besuch des Musicals Elisabeth im Essener Colosseum dachte.
Anfangs war ich zwar etwas skeptisch, da es das Leben der österreichischen Kaiserin Sissi zeigt, und mir nur die Sissi-Filme aus dem Fernsehen bekannt waren. Aber diese haben sich in keinster Weise bestätigt. Ganz im Gegenteil. Die kitschigen Klischees haben sich nicht bestätigt ( Gott sei Dank ).
Spielort :
Das Musical Elisabeth von Michael Kunze und Sylvester Levay, wird seit März 2001 in Essen im Colosseum, einer umgebauten Industriehalle, aufgeführt. Das Colosseum liegt direkt am Berliner Platz. Es gibt viele Parkmöglichkeiten, ist aber mit der U-Bahn ( U11/17/18 ) problemlos und stressfrei zu erreichen.
Die Halle wurde zu einem eleganten und stilvollen Ort umgebaut, das innere der Halle wurde dabei in seiner Form nicht verändert. Die alten Stahlsäulen und wurden belassen, was aber keinen alten oder verfallenen Eindruck machte. Es vermittelte irgendwie einen sehr modernen und eben eleganten Eindruck.
Das Colosseum fasste 1550 Besucher.
Ich hatte zwei Karten für das Musical, für die Vorstellung am Mittwoch Abend um 18.30 Uhr bestellt. Die Sitzplätze waren in vier Preiskategorien eingeteilt. Des weiteren gab es Plätze auf dem Parkett und auf dem Rang. Die Preise in den vier Kategorien gingen von 33 € bis 90 €. Wobei die Abendvorstellungen am Wochenende mit Abstand die teuersten waren.
Ich habe für die beiden Plätze Parkett links, der Kategorie 2, je 62 € bezahlt.
Die Karten hatte ich reserviert und sie waren für uns an der Abendkasse hinterlegt worden. Eine halbe Stunde vor Beginn des Musicals konnten wir die Karten abholen.
Wir waren nicht die einzigen, die sich ihre Karten haben reservieren lassen. Das war aber auch gut so, denn die Vorstellung war restlos ausverkauft!!!!!!! Anstehen mussten wir trotzdem kaum, da das Herausgeben der Karten sehr schnell und unkompliziert ging.
Wir haben von unserem Reiseveranstalter ( DERTOUR ) zwei hervorragende Platzkarten erhalten, Parkett Reihe 15 ( von 30 ) und genau in der Mitte! Es waren die wohl genialsten Karten, die man im Parkett bekommen konnte.
Bis zum Beginn des Musicals waren es noch 30 Minuten und so schauten wir an den Merchandising-Ständen und an der Bar vorbei. An den Ständen gab es einige Andenken an das Musical. Angefangen mit dem Programmheft, des Musical-CD, Tassen, T-Shirts, Kugelschreiber, u.s.w. Bis auf ein Programmheft für 5,50 € kauften wir aber nichts.
An der Bar gab es die üblichen Getränke, Softdrinks wie Cola, Fanta und Sprite, Wasser, O-Saft, Kaffee und Bier. Die Preise hierfür waren aber recht hoch, zwischen 3 € - 5 €. Die Wartezeiten auf die benötigten Getränke war akzeptabel, sie lagen unter einer Minute.
In einem Nebenraum gab es das Kaiserbuffet. Hier konnte man gegen einen kleinen Aufpreis von 25 € pro Person, bei der Kartenreservierung an einem köstlichen mahl, mit einer großen Auswahl an Gerichten der neuen deutschen Küche teilnehmen. Wenn man den Werbeprospekten glauben kann, eine vorzügliche Sache, wir haben aber nicht daran teilgenommen.
Auf den Monitoren, die am Rand des Theaters hingen, war zu lesen, wer die heutige Vorstellung spielen würde. Zu unserem erstaunen, war des die erste Besetzung, mit Pia Douwes ( Elisabeth ), Uwe Kröger ( Der Tod ), Carsten Lepper ( Der Attentäter, Luigi Lucheni ), André Bauer ( Kaiser Franz Joseph ), Jesper Tydén ( Erzherzog Rudolf ), Gabriele Ramm ( Erzherzogin Sophie ) Sabine Maria Reiß ( Herzogin Ludovika/Frau Wolf ) und Claus Dam ( Herzog Max in Bayern ).
Jetzt war es langsam an der Zeit, die Sitzplätze einzunehmen. Eine Einlasstür war immer für 4 Reihen geöffnet worden. So ging alles ohne Probleme und ohne großes durcheinander ab. Die Sitzplätze füllten sich schnell und die Vorführung konnte pünktlich beginnen.
Die Sitze waren alle in einem roten Stoff gehalten. Alles war sehr sauber und die Beinfreiheit war riesig, besser als in Logenplätzen im Kino!
Das Orchester, das im Orchestergraben verschunden war, spielte sich noch ein. Plötzlich verstummten sie, das Licht ging aus und das Musical begann.
Es war stockfinster. Der Vorhang hatte sich bereits geöffnet, man konnte aber noch nichts sehen. Dann kam aus der Dunkelheit eine Stimme ( die des Richters )und fragte, warum er Sissi getötet habe. Ein Scheinwerfer zeigte auf die Bühne, und man sah nur den Oberkörper von Sissi Mörder ( Luigi Lucheni ), der an einem Galgen hing. Er sagte, dass sie den Tod wollte und er ihr diesen Gefallen erfüllt habe. Er schnitt das Seil durch an dem er hing, die Bühne wurde hell erleuchtet. Alle tanzten und es sah aus, als wären sie Marionetten, die an dünnen Schnüren befestigte, gesteuert wurden. Es war wirklich atemberaubend.
Von nun an ging es weiter mit dem Leben von Sissi. Wie es dazu kam, das Kaiser Franz Joseph sie im Alter von 16 Jahren heiratete, wie sie von ihrer Schwiegermutter unterdrückt wurde, wie sie zwei Kinder zur Welt brachte, sie sie nicht erziehen durfte und beide schließlich starben. Der erste nach einer langen Krankheit, der andere nahm sich später auf tragische Weise das Leben. Alles bis hin, zu ihrem tragischen Tod, am 10. September 1898 am Genfer See.
Das Bühnenbild wurde ständig verändert. Mal sah man durch einen Bilderrahmen, um einen Einblick in die schöne und idyllische Welt zu bekommen, oder die Drehbühne, die über mehrere Hebebühnen verfügte und dem ganzen einen ganz eigenen Touch gab.
Interessant war auch die Darstellung eines Schachfeldes, auf dem die weiter Vorgehensweise gegen Sissi geplant wurde.
Alles wurde immer wieder vom Attentäter auf Sissi unterbrochen, der durch das Musical führte, wie eine Art Moderator.
Die beiden beindruckendsten Sachen waren meiner Meinung nach der Tod, der zwischendurch immer wieder auf der Bühne erschien. Er kam still und leise und versuchte Sissi zu sich zu holen. Besonders gelungen war dabei ein Arm der an der rechten Seite der Bühne heruntergelassen wurde, über den der Tod auf die Bühne kam oder wieder verschwand.
Das andere war das Solo der Sissi Darstellerin Pia Douwes, als sie ihr Solo „Ich gehör nur mir“ von sich gab. Sie war allein auf der Bühne und schmetterte ihre Stimme ins Publikum, dass es einem eiskalt den Rücken herunter lief. Ihre Stimme war so klar und rein, phänomenal. Es war auch die Szene, die nach dem Abschluss am meisten Applaus bekam!
Das Musical dauerte mit einer 20minütigen Unterbrechung 2 Stunden und 45 Minuten. Alle die dabei waren, standen am Ende im Theater und applaudierten lautstark. Ich habe niemanden gesehen dem es nicht gefallen hat. Und meiner Freundin und mir hat es auch absolut Weltklasse gefallen. Wir waren sehr froh, dass wir dieses Musical besucht hatten. Ich kann es nur jedem, ob Musical Freund oder nicht, nur empfehlen! Nicht umsonst, wurde es zum besten Musical 2001 gewählt!!!
Wenn Ihr also auch am überlegen seit, ob oder welches Musical Ihr euch als nächstes anschauen wollt, dann kann ich das Musical Elisabeth nur wärmstens empfehlen. Es lohnt sich auf alle Fälle.
Vielleicht auch ein Geschenk, denn bald ist Valentinstag!
Ciao T_Goose
Anfangs war ich zwar etwas skeptisch, da es das Leben der österreichischen Kaiserin Sissi zeigt, und mir nur die Sissi-Filme aus dem Fernsehen bekannt waren. Aber diese haben sich in keinster Weise bestätigt. Ganz im Gegenteil. Die kitschigen Klischees haben sich nicht bestätigt ( Gott sei Dank ).
Spielort :
Das Musical Elisabeth von Michael Kunze und Sylvester Levay, wird seit März 2001 in Essen im Colosseum, einer umgebauten Industriehalle, aufgeführt. Das Colosseum liegt direkt am Berliner Platz. Es gibt viele Parkmöglichkeiten, ist aber mit der U-Bahn ( U11/17/18 ) problemlos und stressfrei zu erreichen.
Die Halle wurde zu einem eleganten und stilvollen Ort umgebaut, das innere der Halle wurde dabei in seiner Form nicht verändert. Die alten Stahlsäulen und wurden belassen, was aber keinen alten oder verfallenen Eindruck machte. Es vermittelte irgendwie einen sehr modernen und eben eleganten Eindruck.
Das Colosseum fasste 1550 Besucher.
Ich hatte zwei Karten für das Musical, für die Vorstellung am Mittwoch Abend um 18.30 Uhr bestellt. Die Sitzplätze waren in vier Preiskategorien eingeteilt. Des weiteren gab es Plätze auf dem Parkett und auf dem Rang. Die Preise in den vier Kategorien gingen von 33 € bis 90 €. Wobei die Abendvorstellungen am Wochenende mit Abstand die teuersten waren.
Ich habe für die beiden Plätze Parkett links, der Kategorie 2, je 62 € bezahlt.
Die Karten hatte ich reserviert und sie waren für uns an der Abendkasse hinterlegt worden. Eine halbe Stunde vor Beginn des Musicals konnten wir die Karten abholen.
Wir waren nicht die einzigen, die sich ihre Karten haben reservieren lassen. Das war aber auch gut so, denn die Vorstellung war restlos ausverkauft!!!!!!! Anstehen mussten wir trotzdem kaum, da das Herausgeben der Karten sehr schnell und unkompliziert ging.
Wir haben von unserem Reiseveranstalter ( DERTOUR ) zwei hervorragende Platzkarten erhalten, Parkett Reihe 15 ( von 30 ) und genau in der Mitte! Es waren die wohl genialsten Karten, die man im Parkett bekommen konnte.
Bis zum Beginn des Musicals waren es noch 30 Minuten und so schauten wir an den Merchandising-Ständen und an der Bar vorbei. An den Ständen gab es einige Andenken an das Musical. Angefangen mit dem Programmheft, des Musical-CD, Tassen, T-Shirts, Kugelschreiber, u.s.w. Bis auf ein Programmheft für 5,50 € kauften wir aber nichts.
An der Bar gab es die üblichen Getränke, Softdrinks wie Cola, Fanta und Sprite, Wasser, O-Saft, Kaffee und Bier. Die Preise hierfür waren aber recht hoch, zwischen 3 € - 5 €. Die Wartezeiten auf die benötigten Getränke war akzeptabel, sie lagen unter einer Minute.
In einem Nebenraum gab es das Kaiserbuffet. Hier konnte man gegen einen kleinen Aufpreis von 25 € pro Person, bei der Kartenreservierung an einem köstlichen mahl, mit einer großen Auswahl an Gerichten der neuen deutschen Küche teilnehmen. Wenn man den Werbeprospekten glauben kann, eine vorzügliche Sache, wir haben aber nicht daran teilgenommen.
Auf den Monitoren, die am Rand des Theaters hingen, war zu lesen, wer die heutige Vorstellung spielen würde. Zu unserem erstaunen, war des die erste Besetzung, mit Pia Douwes ( Elisabeth ), Uwe Kröger ( Der Tod ), Carsten Lepper ( Der Attentäter, Luigi Lucheni ), André Bauer ( Kaiser Franz Joseph ), Jesper Tydén ( Erzherzog Rudolf ), Gabriele Ramm ( Erzherzogin Sophie ) Sabine Maria Reiß ( Herzogin Ludovika/Frau Wolf ) und Claus Dam ( Herzog Max in Bayern ).
Jetzt war es langsam an der Zeit, die Sitzplätze einzunehmen. Eine Einlasstür war immer für 4 Reihen geöffnet worden. So ging alles ohne Probleme und ohne großes durcheinander ab. Die Sitzplätze füllten sich schnell und die Vorführung konnte pünktlich beginnen.
Die Sitze waren alle in einem roten Stoff gehalten. Alles war sehr sauber und die Beinfreiheit war riesig, besser als in Logenplätzen im Kino!
Das Orchester, das im Orchestergraben verschunden war, spielte sich noch ein. Plötzlich verstummten sie, das Licht ging aus und das Musical begann.
Es war stockfinster. Der Vorhang hatte sich bereits geöffnet, man konnte aber noch nichts sehen. Dann kam aus der Dunkelheit eine Stimme ( die des Richters )und fragte, warum er Sissi getötet habe. Ein Scheinwerfer zeigte auf die Bühne, und man sah nur den Oberkörper von Sissi Mörder ( Luigi Lucheni ), der an einem Galgen hing. Er sagte, dass sie den Tod wollte und er ihr diesen Gefallen erfüllt habe. Er schnitt das Seil durch an dem er hing, die Bühne wurde hell erleuchtet. Alle tanzten und es sah aus, als wären sie Marionetten, die an dünnen Schnüren befestigte, gesteuert wurden. Es war wirklich atemberaubend.
Von nun an ging es weiter mit dem Leben von Sissi. Wie es dazu kam, das Kaiser Franz Joseph sie im Alter von 16 Jahren heiratete, wie sie von ihrer Schwiegermutter unterdrückt wurde, wie sie zwei Kinder zur Welt brachte, sie sie nicht erziehen durfte und beide schließlich starben. Der erste nach einer langen Krankheit, der andere nahm sich später auf tragische Weise das Leben. Alles bis hin, zu ihrem tragischen Tod, am 10. September 1898 am Genfer See.
Das Bühnenbild wurde ständig verändert. Mal sah man durch einen Bilderrahmen, um einen Einblick in die schöne und idyllische Welt zu bekommen, oder die Drehbühne, die über mehrere Hebebühnen verfügte und dem ganzen einen ganz eigenen Touch gab.
Interessant war auch die Darstellung eines Schachfeldes, auf dem die weiter Vorgehensweise gegen Sissi geplant wurde.
Alles wurde immer wieder vom Attentäter auf Sissi unterbrochen, der durch das Musical führte, wie eine Art Moderator.
Die beiden beindruckendsten Sachen waren meiner Meinung nach der Tod, der zwischendurch immer wieder auf der Bühne erschien. Er kam still und leise und versuchte Sissi zu sich zu holen. Besonders gelungen war dabei ein Arm der an der rechten Seite der Bühne heruntergelassen wurde, über den der Tod auf die Bühne kam oder wieder verschwand.
Das andere war das Solo der Sissi Darstellerin Pia Douwes, als sie ihr Solo „Ich gehör nur mir“ von sich gab. Sie war allein auf der Bühne und schmetterte ihre Stimme ins Publikum, dass es einem eiskalt den Rücken herunter lief. Ihre Stimme war so klar und rein, phänomenal. Es war auch die Szene, die nach dem Abschluss am meisten Applaus bekam!
Das Musical dauerte mit einer 20minütigen Unterbrechung 2 Stunden und 45 Minuten. Alle die dabei waren, standen am Ende im Theater und applaudierten lautstark. Ich habe niemanden gesehen dem es nicht gefallen hat. Und meiner Freundin und mir hat es auch absolut Weltklasse gefallen. Wir waren sehr froh, dass wir dieses Musical besucht hatten. Ich kann es nur jedem, ob Musical Freund oder nicht, nur empfehlen! Nicht umsonst, wurde es zum besten Musical 2001 gewählt!!!
Wenn Ihr also auch am überlegen seit, ob oder welches Musical Ihr euch als nächstes anschauen wollt, dann kann ich das Musical Elisabeth nur wärmstens empfehlen. Es lohnt sich auf alle Fälle.
Vielleicht auch ein Geschenk, denn bald ist Valentinstag!
Ciao T_Goose
11 Bewertungen, 1 Kommentar
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11.06.2002, 18:41 Uhr von roma1
Bewertung: sehr hilfreichKlingelt sehr interessant. LG Joanna
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