Epilepsie Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Mondy
Was muß ein Mensch alles ertragen, wie steht man sowas durch?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Was muß ein Mensch alles ertragen, wie steht man sowas durch? Kann man es überhaupt durch stehen?
Kurz: Dieser Bericht hat nix mit der Krankheit direkt zu tun, aber ich möchte gerne meine Erlebnisse darüber nieder schreiben und habe mir deswegen diese Rubrik ausgesucht.
Angefangen hat die Epilepsie bei meiner Mutter, als sie ein Baby war. Da waren die Anfälle aber nur zwei- oder dreimal aufgetreten. Der nächste Anfallschub kam in der Pubertätsphase (aber auch hier nur sehr gering).
Richtig los ging es dann, als sie mit mir schwanger war. Da häuften sich die Anfälle so sehr, das ich im Bauch meiner Mutter bald mein Leben verloren hätte (laut Schilderungen meiner Mutter und Verwanden). Zum Glück gab es für sie und für mich Rettung.
Die ganzen nächsten 17 Jahre verliefen die Anfälle sehr unterschiedlich, mal hat sie nur kleine (kurze Aussetzer und in die Runde starren) oder auch große Anfälle (Verkrampfungen am ganzen Körper und Spucke lief aus ihren Mund). Diese Anfälle waren für mich das schlimmste, mit ansehen zu müssen, wie sich die eigene Mutter quält und weh tut.
Aber ich konnte ihr nicht helfen, ich mußte sie in Ruhe lassen bis sich der Krampf löste.
Ich hätte so gerne was für sie getan, aber die Ärzte haben mir geraten sie in Ruhe zu lassen bis alles vorbei ist. Das läßt sich so einfach sagen, aber keiner kann sich vorstellen, wie das weh tut.
17 Jahre (ich habe mit ihr alleine gelebt), habe ich das alles mitgemacht (was ich auch nicht bereue, sie kann ja nix dafür), aber am 05.05.1989 hatte meine Mutter die Erlösung ihrer vielen Anfälle.
Sie bekam einen Anfall in der Wanne, und keiner konnte ihr rechtzeitig helfen. Auch ich nicht, da ich zu diesen Zeitpunkt zu meinen Freund bin.
Als sie von ihrer Mutter gefunden wurde, kam jede Hilfe zu spät.
Heute, nach fast 13 Jahren kann ich immer noch nicht so frei darüber sprechen wie ich es gerne möchte. Die Ärzte versuchten mir klar zu machen, das eine Operation für meine Mutter nie in Frage kommen konnte (warum? das habe ich bis heute nicht verstanden). Sie sind der Meinung, das es für sie und mich am besten ist (auch wenn es schlimm klingt), aber durch die vielen Anfälle in den ganzen Jahren sterben immer mehr Gehirnzellen ab und eines Tages wäre sie in die Psychiatrie gekommen und sie hätte mich nicht mehr erkannt.
Bei diesen Punkt sage ich mir selbst: "So ist es doch besser für sie, aber ist das auch die Wahrheit, was die Ärzte mir damals sagten?".
Ich wüßte zu gerne, ob ihr wirklich nicht geholfen werden konnte, oder nur eine faule Ausrede im Staate der DDR war.
Kurz: Dieser Bericht hat nix mit der Krankheit direkt zu tun, aber ich möchte gerne meine Erlebnisse darüber nieder schreiben und habe mir deswegen diese Rubrik ausgesucht.
Angefangen hat die Epilepsie bei meiner Mutter, als sie ein Baby war. Da waren die Anfälle aber nur zwei- oder dreimal aufgetreten. Der nächste Anfallschub kam in der Pubertätsphase (aber auch hier nur sehr gering).
Richtig los ging es dann, als sie mit mir schwanger war. Da häuften sich die Anfälle so sehr, das ich im Bauch meiner Mutter bald mein Leben verloren hätte (laut Schilderungen meiner Mutter und Verwanden). Zum Glück gab es für sie und für mich Rettung.
Die ganzen nächsten 17 Jahre verliefen die Anfälle sehr unterschiedlich, mal hat sie nur kleine (kurze Aussetzer und in die Runde starren) oder auch große Anfälle (Verkrampfungen am ganzen Körper und Spucke lief aus ihren Mund). Diese Anfälle waren für mich das schlimmste, mit ansehen zu müssen, wie sich die eigene Mutter quält und weh tut.
Aber ich konnte ihr nicht helfen, ich mußte sie in Ruhe lassen bis sich der Krampf löste.
Ich hätte so gerne was für sie getan, aber die Ärzte haben mir geraten sie in Ruhe zu lassen bis alles vorbei ist. Das läßt sich so einfach sagen, aber keiner kann sich vorstellen, wie das weh tut.
17 Jahre (ich habe mit ihr alleine gelebt), habe ich das alles mitgemacht (was ich auch nicht bereue, sie kann ja nix dafür), aber am 05.05.1989 hatte meine Mutter die Erlösung ihrer vielen Anfälle.
Sie bekam einen Anfall in der Wanne, und keiner konnte ihr rechtzeitig helfen. Auch ich nicht, da ich zu diesen Zeitpunkt zu meinen Freund bin.
Als sie von ihrer Mutter gefunden wurde, kam jede Hilfe zu spät.
Heute, nach fast 13 Jahren kann ich immer noch nicht so frei darüber sprechen wie ich es gerne möchte. Die Ärzte versuchten mir klar zu machen, das eine Operation für meine Mutter nie in Frage kommen konnte (warum? das habe ich bis heute nicht verstanden). Sie sind der Meinung, das es für sie und mich am besten ist (auch wenn es schlimm klingt), aber durch die vielen Anfälle in den ganzen Jahren sterben immer mehr Gehirnzellen ab und eines Tages wäre sie in die Psychiatrie gekommen und sie hätte mich nicht mehr erkannt.
Bei diesen Punkt sage ich mir selbst: "So ist es doch besser für sie, aber ist das auch die Wahrheit, was die Ärzte mir damals sagten?".
Ich wüßte zu gerne, ob ihr wirklich nicht geholfen werden konnte, oder nur eine faule Ausrede im Staate der DDR war.
16 Bewertungen, 4 Kommentare
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09.05.2002, 17:04 Uhr von Chris_ONeal
Bewertung: sehr hilfreichEine sehr hilfreiche Meinung ][ MFG CHRIS ONEAL ][
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08.03.2002, 21:15 Uhr von Irve71
Bewertung: sehr hilfreichDie Wahrheit wirst du wohl leider nie erfahren. Trotzdem Nen schönen Abend noch, **Irve**
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08.03.2002, 21:10 Uhr von Calauer
Bewertung: sehr hilfreichja ja ganz schlimm
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08.03.2002, 21:01 Uhr von AliAsAliAs
Bewertung: sehr hilfreichIs ne richtig schlimme Sache --- gruß vom alias
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