Erzieher/in Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Einstellungschancen:  durchschnittlich
  • Aufstiegschancen:  durchschnittlich
  • Verdienstmöglichkeiten:  durchschnittlich
  • Sozialleistungen:  gut

Erfahrungsbericht von Punica

Idealismuss ist gefragt ohne den geht nichts mehr.......

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Auch ich habe den Beruf der Erzieherin erlernt und habe drei Jahre voll gearbeitet, seitdem bin ich zuhause weil ich selbst Kinder habe und möchte eigentlich aufgrund der entwicklung des Erzieherberufes nicht mehr in den Beruf zurück.

Um anderen eine einblick in dieses Berufbild zugeben schreibe ich diesen Bericht


Als Vorraussetzung für das erlernen dieses Berufes ist ein Realschulabschluß nötig.

Die Ausbildung unterscheidet sich in den einzelnen Bundesländern

In HESSEN gilt folgende Aufteilung

1. 2 Jahre "Vorpraktikum" in einer pädagogischen Einrichtung.Das zweite Jahr muss nicht zwingend in einer pädagogischen Einrichtung abgeleistet werden muss, sondern auch der Nachweis einer einjährigen Berufstätigkeit aussreicht
(welches ich als schwachsinnig empfinde, weil Berufsfremd)

Das pädagogische Jahr kann in einer beliebigen pädagogischen Einrichtung absolviert werden wie z. B. ein Kindergarten, ein Hort, ein Heim ......
In dem pädagogischen Jahr wird mit dem Träger der Einrichtung ein Praktikannten-Vertrag abgeschlossen der einem Ausbildungsverträg entspricht,also alle Versicherungstechnischen Bereich abgedeckt sind leider ist die Praktikanten Bezahlung mit 400,00 bis 500,00 sehr gering.
Im zweiten Jahre je nachdem welcher Tätigkeit man nachgeht ein normaler Arbeitsvertrag, wobei hier der Vorteil besteht das man etwas mehr Geld bekommt, wenn man auch in diesem Jahr im pädagogischen Bereich bleibt liegt das Gehalt bei etwa 700,00 DM.
Bis zur Vollendung des 18ten Lebenjahres besteht Berufschulpflicht, danach ist man davon befreit bzw. kann sich befreien lassen.



Nach den zwei Jahren folgt nun die schulische Ausbildung die ebenfalls zwei Jahre andauert und als Vollzeit schule zu sehen ist, diese Ausbildung schließt man dann mit der staatlichen Prüfung ab die Anerkennung genannt, staatlichen Anerkennung, erfolgt nach dem Anerkennungsjahr.
Der Lehrplan enthält folgende Fächer im ersten Jahr:Didaktik (Lehre vom Lehren), Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Bewegungspädagogik, Spielpädagogik und -didaktik, Kunsterziehung, Werken, Musik, Ethische Bildung (Religion) als Grundfächer.
Im zweiten Jahr wird er durch spezifizierte Bereiche ergänzt
(Wahlpflichtfächer): Heimerziehung, Kindergarten, Hort, und Sonderpädagogik(Behindertenarbeit),2 Fächer müssen belegt werden

Während der Schulzeit finden zwei Praktikas statt, einmal 4 Wochen im Kindergarten-Bereich und einmal 6 Wochen im Hort oder Heim-Bereich.In diesen Praktikas muss jeweils ein Bericht verfasst werden.
Während dieser gibt es allerdings keine Vergütung, der schulbesuch iss kostenfrei.


3. Teil
Das Anerkennungsjahr:
Um die Berufsbezeichnung staatlich anerkannte und geprüfte Erzieherin zu erlangen folgt zum Schluß ein praktisches Jahr welches in in einer pädagogischen Einrichtung erfolgreich absoviert werden muss. Sollte man während dieser zeit länger als 4 Wochen krank sein muss diese zeit nachgeholt werden.
während diesem Jahr wird man durch die Berufsschule betreut und durch Unterricht auf Themenschwerpunkte, die theoretisch, und schriftlich erarbeited werden ausgebildet.
Abschluss dieses Jahre ist die Mündlichen Prüfung (Kolloquim)sowie ein Praktikumsbericht über das gesamte Jahr.

Während des Anerkennungsjahres wird eine etwas bessere Vergütung gezahlt von ca 1200:-DM/Monat.

Nach Abschluß der Ausbildung stehen dann Arbeitsplätze im Bereich Kindergarten, Hort, Krabbelstube oder heim zur Verfügung, leider ist der Zugang in andere Bereiche meist mit einer höheren Qualifikation verbunden.

Der Berufsalltag ist je nach arbeitsform in der Einrichtung und nach Einrichtungsbereich unterschiedlich und lässt sich hier schlecht wiedergeben.....

Der gültige Tarif für Erzieherinnenist der BAT, der Beruf der Erzieherin ist keine gering bezahlter job allerdings reich wird man hier auch nicht, zu mal es kaum Auffstiegschancen gibt, lediglich zur stellvertretenden Leiterin oder zur Leiterin einer Einrichtung kann man sich hocharbeiten.


Erziehrin ist ein durchaus abwechslungsreicher und kreativer Beruf, allerdings muss man auch sehr viel Idealismus mitbringen um die alltäglichen Herrausforderungen zu bewältigen.
Viel ist abhängig von dem Bereich in dem man arbeitet oder dem sozialen Umfeld der Einrichtung.

Mein Tip an Euch wählt diesem Beruf nur wenn ihr wirklich überzeugt seid das ihr ihn auch sicher ausüben wollt seid euch bewusst das viele Dinge in der praxis nicht durchführbar sind aus vielen Gründen.

Nach fast 10 jähriger Pause und beruflichem Fremdgehen bin ich seid einiger Zeit wieder in meinem ursprünglichen Beruf zurueck ...und ich muss sagen er macht immer noch spass auch wenn er einem viel abverlangt ...

Viel Erfolg auf eurer beruflichen Laufbahn

wuenscht Euch

Puni

16 Bewertungen, 3 Kommentare

  • campimo

    30.04.2007, 11:31 Uhr von campimo
    Bewertung: sehr hilfreich

    (¯`•.¸* H & LG *¸.•´¯)

  • Indigo

    12.06.2002, 16:12 Uhr von Indigo
    Bewertung: sehr hilfreich

    Neben Idealismus ist heute vor allem Qualifikation, Empathie und fachliche Kompetenz gefragt. Ich stelle regelmäßig Erzieherinnen ein. Viele Bewerberinnen können nachdrücklich verdeutlichen, dass sie gern mit Kindern arbeiten und hochm

  • elli61

    29.04.2002, 15:52 Uhr von elli61
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gut geschriebener Bericht, ich höre dort doch eine erfahrung herraus gerade was das umsetzen von Ideeen angeht.