Explosiv Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Unterhaltungswert:
- Informationsgehalt:
- Präsentation:
- Spaß:
- Spannung:
- Romantik:
Erfahrungsbericht von suppengirl
Explodiert
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
„Explodiert“, so nenne ich das „Magazin“ auf RTL immer spaßeshalber. Aber eigentlich finde ich diese Sendung alles andere als lustig. Genau so wie diverse andere Sendungen auf SAT1, Pro7, RTL2, Kabel1 usw. und mittlerweile sogar teilweise auf den öffentlich rechtlichen Sendern.
Es ist richtiggehend ekelerregend, wie Sendungen dieser Art Quoten machen. Klar, genau so wie bei Game- oder Talkshows ist es auch im Bereich „Magazin“ so, dass das gesendet wird, was Quote bringt. Über moral-ethische Gesichtspunkte denkt da keiner mehr nach. Themen werden aufgegriffen und aufgepusht, über Wochen oder gar Monate hinweg.
Beispiel: Kindesmisshandlung. Kindesmisshandlungen oder gar -morde hat es immer gegeben - laut einer Statistik, die ich einmal gesehen habe früher sogar wesentlich mehr! In den letzten zwei Jahren entstand allerdings der Eindruck, dass das ein Problem ist, das es erst seit Kurzem gibt, da die Medien plötzlich voll davon waren. Versteht mich nicht falsch, auch ich finde, dass diese Art des Verbrechens eines der schlimmsten ist, das es gibt. Aber diese Art der Berichterstattung trägt sicher nicht dazu bei, dass sich daran etwas ändert. Sie ist eher kontraproduktiv. Vorverurteilungen, populistische „Schlachtrufe“, melodramatische und äußerst unsachliche und kaum auf gezielte Recherchen beruhende Berichte sind hier an der Tagesordnung. Und das Schlimmste: Dadurch wird uns vorgeführt wie der Großteil der Gesellschaft auf solche Verbrechen reagiert. Die Quoten zeigen doch, dass die Leute so etwas sehen wollen. Um sich selbst vielleicht besser zu fühlen, weil man solche Probleme nicht hat, oder aus welchen niederen Gründen auch immer. Das zu beurteilen überlasse ich Anderen.
Über Monate ging das hinweg, doch plötzlich ist es in diese Richtung wieder relativ ruhig geworden. Weil keine Kinder mehr misshandelt oder ermordet werden? Sicher nicht, das gibt es noch genau so häufig wie vorher. Schlicht und einfach deshalb, weil die Quoten nicht mehr stimmen! Weil die Zuschauer jetzt genug tote und missbrauchte Kinder gesehen haben, weil es ihnen langweilig wurde, für Kindermörder lebenslange oder gar die Todesstrafe zu fordern. Schlicht weil ihr grenzenloser Voyeurismus einen neuen Kick braucht. Ein adäquater Ersatz wurde noch nicht gefunden, die Geschichten mit den Kampfhunden, die ganz urplötzlich täglich hunderte von Menschen angriffen, waren leider nur bedingt tauglich. Das Interesse daran ist doch verhältnismäßig schnell verraucht. Mal sehen, was als nächstes kommt!
Wenn ich mir dann auch noch die Moderatoren dieser Sendungen anschaue - wie z.B. Barbara Eligmann - mit ihren starren Gesichtern und der in die Stimme implantierten Betroffenheit, dann kommt mir das kalte Grausen, denn mir sagen diese Stimmen nur eines: „Mein Name ist Barabra Eligmann und ich bin vielleicht froh, dass ich wegen ihres Voyeurismus so leicht viel Geld verdienen kann!“ Und die Aufmachung der Berichte erst: Dramatische Musik, reißerische Texte, betroffene Sprecher... Und am meisten wundere ich mich oft über die Betroffenen, die oft am Tag nach einem Verbrechen nichts besseres zu tun haben, als ihre Trauer dadurch zu verarbeiten, ihr Gesicht und ihre Geschichte für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen. Da kann ich nur sagen: Armes Deutschland.
Es ist richtiggehend ekelerregend, wie Sendungen dieser Art Quoten machen. Klar, genau so wie bei Game- oder Talkshows ist es auch im Bereich „Magazin“ so, dass das gesendet wird, was Quote bringt. Über moral-ethische Gesichtspunkte denkt da keiner mehr nach. Themen werden aufgegriffen und aufgepusht, über Wochen oder gar Monate hinweg.
Beispiel: Kindesmisshandlung. Kindesmisshandlungen oder gar -morde hat es immer gegeben - laut einer Statistik, die ich einmal gesehen habe früher sogar wesentlich mehr! In den letzten zwei Jahren entstand allerdings der Eindruck, dass das ein Problem ist, das es erst seit Kurzem gibt, da die Medien plötzlich voll davon waren. Versteht mich nicht falsch, auch ich finde, dass diese Art des Verbrechens eines der schlimmsten ist, das es gibt. Aber diese Art der Berichterstattung trägt sicher nicht dazu bei, dass sich daran etwas ändert. Sie ist eher kontraproduktiv. Vorverurteilungen, populistische „Schlachtrufe“, melodramatische und äußerst unsachliche und kaum auf gezielte Recherchen beruhende Berichte sind hier an der Tagesordnung. Und das Schlimmste: Dadurch wird uns vorgeführt wie der Großteil der Gesellschaft auf solche Verbrechen reagiert. Die Quoten zeigen doch, dass die Leute so etwas sehen wollen. Um sich selbst vielleicht besser zu fühlen, weil man solche Probleme nicht hat, oder aus welchen niederen Gründen auch immer. Das zu beurteilen überlasse ich Anderen.
Über Monate ging das hinweg, doch plötzlich ist es in diese Richtung wieder relativ ruhig geworden. Weil keine Kinder mehr misshandelt oder ermordet werden? Sicher nicht, das gibt es noch genau so häufig wie vorher. Schlicht und einfach deshalb, weil die Quoten nicht mehr stimmen! Weil die Zuschauer jetzt genug tote und missbrauchte Kinder gesehen haben, weil es ihnen langweilig wurde, für Kindermörder lebenslange oder gar die Todesstrafe zu fordern. Schlicht weil ihr grenzenloser Voyeurismus einen neuen Kick braucht. Ein adäquater Ersatz wurde noch nicht gefunden, die Geschichten mit den Kampfhunden, die ganz urplötzlich täglich hunderte von Menschen angriffen, waren leider nur bedingt tauglich. Das Interesse daran ist doch verhältnismäßig schnell verraucht. Mal sehen, was als nächstes kommt!
Wenn ich mir dann auch noch die Moderatoren dieser Sendungen anschaue - wie z.B. Barbara Eligmann - mit ihren starren Gesichtern und der in die Stimme implantierten Betroffenheit, dann kommt mir das kalte Grausen, denn mir sagen diese Stimmen nur eines: „Mein Name ist Barabra Eligmann und ich bin vielleicht froh, dass ich wegen ihres Voyeurismus so leicht viel Geld verdienen kann!“ Und die Aufmachung der Berichte erst: Dramatische Musik, reißerische Texte, betroffene Sprecher... Und am meisten wundere ich mich oft über die Betroffenen, die oft am Tag nach einem Verbrechen nichts besseres zu tun haben, als ihre Trauer dadurch zu verarbeiten, ihr Gesicht und ihre Geschichte für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen. Da kann ich nur sagen: Armes Deutschland.
21 Bewertungen, 1 Kommentar
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14.04.2002, 18:47 Uhr von DrDuke
Bewertung: sehr hilfreichSo schlecht find ich das eigentlich nicht
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