Effi Briest (Taschenbuch) / Theodor Fontane Testbericht

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Erfahrungsbericht von rotemela

Effi Briest -- Langweilig?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Die Meinungen über Fontanes \"Effi Briest\" gehen weit auseinander:
Die einen finden das Buch gähnend langweilig, seitenlang scheint die Handlung stillzustehen und durch die vieeeeeeelen Vorausdeutungen kann man schon sehr früh das Ende erahnen. Aber ist DESWEGEN der Roman langweilig? Eigentlich sollte man ja froh sein, dass der Roman in \"Alltagssprache\" gehalten ist und auch die Thematik ziemlich aktuell ist:
Ein junges, lebenslustiges Mädchen wird von ihrer gesellschafts-\"geilen\" Mutter in eine Ehe mit dem langweiligen, stinkreichen älteren Instetten getrieben. Klar, nach \"außen\" heile Welt: Effi zieht mit ihrem Mann in ein großes Haus und gebärt bald eine Tochter. Doch der Schein trügt: Die junge Ehefrau fühlt sich in dem unheimlichen \"Spukhaus\" nicht wohl und fängt -aus Einsamkeit und unzureichender Zärtlichkeiten ihres Mannes- eine Affäre mit dem \"Macho\" Crampas an... Die Affäre währt nicht lange, die Familie Instetten zieht um, die Sache scheint vergessen. Jahre später findet Effis Ehemann jedoch die Liebesbriefe von Crampas an Effi und fordert seinen Nebenbuhler nach all den Jahren zum Duell heraus. Crampas stirbt, Effi wird das Kind weggenommen, vertrieben und lebt nun am Rande der Gesellschaft, bis sie schließlich doch von ihrer Familie wieder aufgenommen wird.

So, und das soll langweilig sein???
1. hat Fontane die Geschichte nicht erfunden, sondern sie basiert auf einer wahren Begebenheit
und
2. ist dieser Roman sicher wertvoller als jede x-beliebige Talkshow und Seifenoper

Fazit: Lesen und sich bilden ;)

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