Freizeit Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von enibas

Kinder und Computer – eine verhängnisvolle Affäre?

Pro:

Ohne Medien geht es nicht - aber auf die Dosierung kommt es an

Kontra:

oft verantungsloser Umgang

Empfehlung:

Nein

Natürlich ändert sich die Arbeitswelt und das Freizeitverhalten. Nur stellt sich die Frage: Müssen wir deshalb auch die Kinderzimmer digital aufrüsten? Dieses Thema möchte ich einmal etwas kritischer unter die Lupe nehmen.

In vielen Familien denken die Eltern oft Glotze und Gameboy , bzw. PC-Games, fordern schon genug Opfer, denn Kinder am Computer beschädigen ihre Wahrnehmung, ihr Gefühlsleben, ihre sozialen Kontakte, verkümmern körperlich – dies ist die Befürchtung der Eltern. Andere hingegen verweisen auf Untersuchungen, daß gerade Computerkinder keine Stubenhocker sind, gerne Sport treiben und gesellig leben.

Jedes Medium fordert seine \"Opfer\", zeigt ein gewisses Suchtpotential. Schon vor dem Computer gab es Kinder, die sich hinter einer Mauer von Büchern zurückzogen. Doch niemand fordert, Kindern keine Bücher mehr zu geben.
Die gleiche \"Gefahr\" droht bei Radio, Fernsehen, Spielekonsole, Computer. Doch Eltern verwechseln, meiner Meinung nach, Medien oftmals mit Arzneimitteln, wenn sie in einer Tabelle etwa nachlesen wollen, daß Siebenjährige evtl. 40 Minuten TV und 25 Minuten PC am Tag konsumieren dürfen, um sich ohne Beschädigung weiterzuentwickeln.

Aber worauf kommt es an, wenn nicht das Medium selbst das Problem darstellt?
Natürlich sind es die Inhalte der Medien und ihre Darbietung, die über die Folgen entscheiden. Ob ich einem Kind eine pfiffige Maus oder eine martialische Kampfschildkröte zur Identifikation anbiete, kann ein unterschiedliches Verhalten nach sich ziehen. Ebenso kommt es auf die Begleitung der Kinder an.
Pädagogen fordern seit jeher, daß Eltern gerade bei kleinen Kindern mit vor dem Fernseher sitzen und über das Geschehene mit ihnen sprechen. Das gleiche gilt natürlich auch für den Computer. Als Babysitter taugt das eine Medium so wenig wie das andere!

Zunächst gibt es einen Unterschied, wie Eltern die Inhalte beeinflussen können. Buch, Software und Konsolenspiel werden gemeinsam gekauft oder ausgeliehen und erlauben daher ein gewisses Maß an elterlicher Kontrolle. Bei Radio und Fernsehen ist dies schon schwieriger. Wer sie ins Kinderzimmer stellt, und damit zur freien Verfügung, übergibt die Verantwortung für den Inhalt an Dritte, und verliert somit weitgehend die Kontrolle.
Aber nicht nur Eltern sollten Kontrolle ausüben. Kinder lernen, wenn sie Einfluß auf das haben, was sie erleben, wenn sie die Konsequenzen ihrer Handlungen registrieren und bewerten.
Diese Erfahrungen machen Kinder natürlich am besten im Kontakt zu anderen, beim Spiel in der Gruppe etwa. Medien können allerdings Situationen bieten, die nicht alltäglich sind und bieten Raum für Experimente. Sie ermöglichen Entscheidungen, die sich zurücknehmen lassen und bei denen ein Fehlschlag nicht gleich unangenehme Konsequenzen nach sich zeiht.

Meine Fazit zu diesem ewigen Diskussionsthema: Ohne Medien geht es nicht, aber es kommt auf die Dosierung an!

Ich bin gespannt auf eure Meinungen und Kommentare.

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