Homo faber (Taschenbuch) / Max Frisch Testbericht
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Erfahrungsbericht von Michuri
Alle ist berechen- und kontrollierbar (?)
Pro:
Wirklichkeitsbezogen
Kontra:
Sehr nüchtern, alles wird schon im Vorhinein verraten
Empfehlung:
Ja
Hier ist mein Testbericht zu \"Homo Faber\". Ich hab es eigentlich nur zufällig von einem Bekannten erhalten und las es erst nach einiger Zeit, dafür dann aber innerhalb von 3 Tagen:-)
1.Autor
Max Frisch: geb. 1911 in Zürich
gest. 1991 in Zürich
1932: Arbeitet als Journalist
1941: Wird Architekt
1954: Schriftsteller
Max Frisch war 2x verheiratet, unternahm viele Reisen (u.a Italien, Frankreich, arabische Staaten,
UdSSR)
1975 besucht er als Mitglied der offiziellen Delegation des deut. Bundekanzlers Helmut Schmidt
China.
Er hat den Ruf als Dramatiker. Der deutsche Verleger Peter Suhrkamp zeigte großes Interesse
an seinen Büchern. So erschienen die meisten Werke von Max Frisch im Suhrkamp Verlag
Mit Geschichten wie \"Homo Faber\" wurde er schließlich ein bedeutender Prosaautor
2.Zum Buch
Seitenanzahl: 203
Verlag: Suhrkamp
Autor: Max Frisch
Art: Taschenbuch
Drama
3.Homo Faber
Frisch nennt dieses Werk Bericht, da es aus der Sicht des nüchternen Erzählers Faber ist.
Homo (lat.) = Mensch
Faber (griech.) = Verfertiger, Künstler
Walter Faber ist ein Mensch mit technischen und mathematischen Ansichten und glaubt
weder an Fügung noch an Schicksal. Die technische Welt ist für ihn die ideale Welt.
Der Mensch ist für ihn neben der Maschine ein mangelhaftes Produkt. Er sieht die
Dinge wie sie sind.
Alles ist berechen -und kontrolliebar.
Das Buch ist in zwei Stationen unterteilt. Als Faber den ersten Teil seines Berichtes
schreibt, ist er in Caracas und muss wegen Krankheit im Bett liegen.
Station 1
Walter Faber ist auf Geschäftsreise, in einem Flugzeug auf dem Weg nach Mexiko. Hauptziel ist
Caracas in Venezuela. Er sitzt neben einem jungen Deutschen aus Düsseldorf, der viel von sich
erzählt, unter anderem auch, dass er seinen Bruder in Guatemala besuchen will. Faber ist
genervt und versucht Gespräche mit ihm zu vermeiden. Gleichzeitig erinnert ihn der junge Mann
an jemanden.
Aufgrund eines Motorschadens muss die Maschine in der Wüste von Tamaulipas notlanden.
Faber wird auch in einer solchen Situation weder hysterisch, noch sieht er es als ein besonders
schreckliches Ereignis. Er freundet sich mit dem Deutschen, der Herbert Hencke heißt, an.
Er erfährt, dass Herbert der Bruder seines Freundes Joachim ist, den er schon seit 20 nicht
mehr gesehen hat. Während dem Aufenthalt in der Wüste denk Walter Faber viel an die
Vergangenheit. 1936 wollte er seine Geliebt Hanna heiraten, die damals von ihm schwanger
war und als deutsche Jüdes von einer Ausweisung ins NS-Deutschland bedroht war. Hanna
lehnte den Antrag jedoch ab. Beide vereinbarten, dass Hanna das Kind von Joachim, der
angehender Arzt war, abtreiben lassen sollte. Faber verließ die Schweiz und ging nach
Bagdad.
Schließlich gelangen Faber und Herbert nach Mexico-City und Faber beschließt, Herbert
nach Guantemala zu begleiten, wo Joachim nun lebt. Ein Mann namens Marcel, der
Denkmäler erkundet, schließt sich ihnen an. Sie kommen zu einer Plantage, wo sie
Joachim in einer Baracke erhängt finden. Herbert bleibt und Faber kehrt zurück nach
New York. Dort macht er erstmal mit seiner momentanen (verheirateten) Freundin Ivy
schluss und macht sich dann per Schiff auf den Weg nach Paris.
Auf der Fahrt lernt er die 20-jährige Elisabeth Piper kennen, die Sabeth gennant wird.
Sie erinnert ihn an seine Jugendliebe Hanna. Am Ende der Reise macht er Sabeth
einen Antrag, doch ihre Wege trennen sich. In Paris beschließt Faber Urlaub zu nehmen
und trifft Sabeth im Louvre wieder, obwohl in Kunst langweilt, da das ein Ergebnis
menschlicher Fantasie ist. Die Beiden reisen nach Griechenland. Auf dem Weg
verlieben sie sich ineinander. Faber verändert sich, er ist nicht mehr so gefühlslos.
Dann allerdings erfährt er von Sabeth, dass sie Hannas Tochter ist. Der Vater soll
jedoch Joachim sein. Er rechnet nach und beruhigt sich, dass sie wohl tatsächlich
das Kind von Joachim ist.
In Griechenland verbringen die Zwei eine Nacht am Strand. Am nächsten Morgen wird
Sabeth von einer Kreuzotter gebissen und fällt eine Böschung hinab. Faber bringt sie
in ein Krankenhaus in Athen. Dort trifft er auf Hanna. Sie ist ruhig und sachlich, auch als
sie erfährt, dass Faber und Sabeth eine Beziehung haben. Am Tag darauf zeigt Faber
Hanna die Unfallsstelle und Hanna gesteht schließlich, das Walter Faber selbst der
Vater von Sabeth sei und er damit mit seiner eigenen Tochter eine Beziehung hatte.
Sabeth stirbt wenig später an einem Schädelbruch.
Zweite Station
Faber liegt in einem athener Krankenhaus, wo er auf eine Magenoperation vorbereitet
wird.
Faber kehr nach Sabeth Tod nach New York zurück und stellt fest, dass seine Wohnung
dort von jemand anderem bewohnt wird, deshalb reist er nach Guantemala und besucht
Herbert. Danach macht er Urlaub in Europa. Schließlich kehrt er nach Athen zurück, um
bei Hanna zu sein. Die Geschichte endet damit, dass er zu der Operation geholt wird.
Faber ist sich sicher, dass es sich um Magenkrebs handelt.
4.Stil
Die ganze Geschichte spielt um 1957, mit ständigen Rückblenden zum Jahre 1936. Sie wird in der Ich-Form erzählt,
aus der Sicht von Faber.
Gefühle und Empfindungen sind nur sehr karg beschrieben
Es werden hauptsächlich Parataxe verwendet
Angaben sind immer sehr genau bei Datum und Ort und technischen Sachen (Bsp: \"...unsere Super-Constellation, damals
eine DC-4\")
Einige Anglizismen, vor allen Dingen als Faber in Cuba ist. Da kritisiert er viel am \"American Way of Life\", der ihm verlogen
und gespielt optimistisch erscheint.
Der Realität entnommene Details, wie eine Mondfinsternis, die damals wirklich stattfand. Die Story spielt auch zur Zeit des
Wirtschaftswunders und man kann an dem deutschen Herbert deutlich sehen, dass es daheim wieder berauf geht.
Es wird auch viel Englisch und Französich gesprochen, wenn Faber sich mit Ausländern unterhält wird nur weniges ins
Deutsche übersetzt.
Hochsprache und Umgangssprache
5.Meine Meinung
Mich hat die Geschichte sehr berührt, weil jeder davon betroffen sein kann. Allerdings wird sehr früh schon das ganze Geheimnis verraten, noch bevor Sabeth auftritt. Damit fehlt der Überraschungseffekt. Nach einer Weile gefiel mir auch der sehr nüchterne Stil nicht mehr besonders. Trotzdem kann ich das Buch jedem empfehlen. Man kann auch einige daraus lernen (nicht nur die Mathematiker und Techniker unter uns;-)
Ich hoffe, mein Bericht hilft euch weiter. Freue mich auf Bewertungen und Kommentare und bin für Fragen und Kritik offen:-)
Eure
Michuri
1.Autor
Max Frisch: geb. 1911 in Zürich
gest. 1991 in Zürich
1932: Arbeitet als Journalist
1941: Wird Architekt
1954: Schriftsteller
Max Frisch war 2x verheiratet, unternahm viele Reisen (u.a Italien, Frankreich, arabische Staaten,
UdSSR)
1975 besucht er als Mitglied der offiziellen Delegation des deut. Bundekanzlers Helmut Schmidt
China.
Er hat den Ruf als Dramatiker. Der deutsche Verleger Peter Suhrkamp zeigte großes Interesse
an seinen Büchern. So erschienen die meisten Werke von Max Frisch im Suhrkamp Verlag
Mit Geschichten wie \"Homo Faber\" wurde er schließlich ein bedeutender Prosaautor
2.Zum Buch
Seitenanzahl: 203
Verlag: Suhrkamp
Autor: Max Frisch
Art: Taschenbuch
Drama
3.Homo Faber
Frisch nennt dieses Werk Bericht, da es aus der Sicht des nüchternen Erzählers Faber ist.
Homo (lat.) = Mensch
Faber (griech.) = Verfertiger, Künstler
Walter Faber ist ein Mensch mit technischen und mathematischen Ansichten und glaubt
weder an Fügung noch an Schicksal. Die technische Welt ist für ihn die ideale Welt.
Der Mensch ist für ihn neben der Maschine ein mangelhaftes Produkt. Er sieht die
Dinge wie sie sind.
Alles ist berechen -und kontrolliebar.
Das Buch ist in zwei Stationen unterteilt. Als Faber den ersten Teil seines Berichtes
schreibt, ist er in Caracas und muss wegen Krankheit im Bett liegen.
Station 1
Walter Faber ist auf Geschäftsreise, in einem Flugzeug auf dem Weg nach Mexiko. Hauptziel ist
Caracas in Venezuela. Er sitzt neben einem jungen Deutschen aus Düsseldorf, der viel von sich
erzählt, unter anderem auch, dass er seinen Bruder in Guatemala besuchen will. Faber ist
genervt und versucht Gespräche mit ihm zu vermeiden. Gleichzeitig erinnert ihn der junge Mann
an jemanden.
Aufgrund eines Motorschadens muss die Maschine in der Wüste von Tamaulipas notlanden.
Faber wird auch in einer solchen Situation weder hysterisch, noch sieht er es als ein besonders
schreckliches Ereignis. Er freundet sich mit dem Deutschen, der Herbert Hencke heißt, an.
Er erfährt, dass Herbert der Bruder seines Freundes Joachim ist, den er schon seit 20 nicht
mehr gesehen hat. Während dem Aufenthalt in der Wüste denk Walter Faber viel an die
Vergangenheit. 1936 wollte er seine Geliebt Hanna heiraten, die damals von ihm schwanger
war und als deutsche Jüdes von einer Ausweisung ins NS-Deutschland bedroht war. Hanna
lehnte den Antrag jedoch ab. Beide vereinbarten, dass Hanna das Kind von Joachim, der
angehender Arzt war, abtreiben lassen sollte. Faber verließ die Schweiz und ging nach
Bagdad.
Schließlich gelangen Faber und Herbert nach Mexico-City und Faber beschließt, Herbert
nach Guantemala zu begleiten, wo Joachim nun lebt. Ein Mann namens Marcel, der
Denkmäler erkundet, schließt sich ihnen an. Sie kommen zu einer Plantage, wo sie
Joachim in einer Baracke erhängt finden. Herbert bleibt und Faber kehrt zurück nach
New York. Dort macht er erstmal mit seiner momentanen (verheirateten) Freundin Ivy
schluss und macht sich dann per Schiff auf den Weg nach Paris.
Auf der Fahrt lernt er die 20-jährige Elisabeth Piper kennen, die Sabeth gennant wird.
Sie erinnert ihn an seine Jugendliebe Hanna. Am Ende der Reise macht er Sabeth
einen Antrag, doch ihre Wege trennen sich. In Paris beschließt Faber Urlaub zu nehmen
und trifft Sabeth im Louvre wieder, obwohl in Kunst langweilt, da das ein Ergebnis
menschlicher Fantasie ist. Die Beiden reisen nach Griechenland. Auf dem Weg
verlieben sie sich ineinander. Faber verändert sich, er ist nicht mehr so gefühlslos.
Dann allerdings erfährt er von Sabeth, dass sie Hannas Tochter ist. Der Vater soll
jedoch Joachim sein. Er rechnet nach und beruhigt sich, dass sie wohl tatsächlich
das Kind von Joachim ist.
In Griechenland verbringen die Zwei eine Nacht am Strand. Am nächsten Morgen wird
Sabeth von einer Kreuzotter gebissen und fällt eine Böschung hinab. Faber bringt sie
in ein Krankenhaus in Athen. Dort trifft er auf Hanna. Sie ist ruhig und sachlich, auch als
sie erfährt, dass Faber und Sabeth eine Beziehung haben. Am Tag darauf zeigt Faber
Hanna die Unfallsstelle und Hanna gesteht schließlich, das Walter Faber selbst der
Vater von Sabeth sei und er damit mit seiner eigenen Tochter eine Beziehung hatte.
Sabeth stirbt wenig später an einem Schädelbruch.
Zweite Station
Faber liegt in einem athener Krankenhaus, wo er auf eine Magenoperation vorbereitet
wird.
Faber kehr nach Sabeth Tod nach New York zurück und stellt fest, dass seine Wohnung
dort von jemand anderem bewohnt wird, deshalb reist er nach Guantemala und besucht
Herbert. Danach macht er Urlaub in Europa. Schließlich kehrt er nach Athen zurück, um
bei Hanna zu sein. Die Geschichte endet damit, dass er zu der Operation geholt wird.
Faber ist sich sicher, dass es sich um Magenkrebs handelt.
4.Stil
Die ganze Geschichte spielt um 1957, mit ständigen Rückblenden zum Jahre 1936. Sie wird in der Ich-Form erzählt,
aus der Sicht von Faber.
Gefühle und Empfindungen sind nur sehr karg beschrieben
Es werden hauptsächlich Parataxe verwendet
Angaben sind immer sehr genau bei Datum und Ort und technischen Sachen (Bsp: \"...unsere Super-Constellation, damals
eine DC-4\")
Einige Anglizismen, vor allen Dingen als Faber in Cuba ist. Da kritisiert er viel am \"American Way of Life\", der ihm verlogen
und gespielt optimistisch erscheint.
Der Realität entnommene Details, wie eine Mondfinsternis, die damals wirklich stattfand. Die Story spielt auch zur Zeit des
Wirtschaftswunders und man kann an dem deutschen Herbert deutlich sehen, dass es daheim wieder berauf geht.
Es wird auch viel Englisch und Französich gesprochen, wenn Faber sich mit Ausländern unterhält wird nur weniges ins
Deutsche übersetzt.
Hochsprache und Umgangssprache
5.Meine Meinung
Mich hat die Geschichte sehr berührt, weil jeder davon betroffen sein kann. Allerdings wird sehr früh schon das ganze Geheimnis verraten, noch bevor Sabeth auftritt. Damit fehlt der Überraschungseffekt. Nach einer Weile gefiel mir auch der sehr nüchterne Stil nicht mehr besonders. Trotzdem kann ich das Buch jedem empfehlen. Man kann auch einige daraus lernen (nicht nur die Mathematiker und Techniker unter uns;-)
Ich hoffe, mein Bericht hilft euch weiter. Freue mich auf Bewertungen und Kommentare und bin für Fragen und Kritik offen:-)
Eure
Michuri
7 Bewertungen, 1 Kommentar
-
19.01.2005, 15:27 Uhr von esposa1969
Bewertung: sehr hilfreichwir in der Schule damals gelesen.LG
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