Frühgeburt & Frühgeburten-Vorsorge Testbericht




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Erfahrungsbericht von savova
Mein Frühchen
Pro:
Nix!!
Kontra:
Alles!
Empfehlung:
Nein
Ich war in der 12.SSW mit Blutungen im Krankenhaus, es bestand die Gefahr einer Fehlgeburt. 1 Wochen liegen und zum Glück war alles wieder gut.
Ich genoss die Zeit sehr, fand es total toll, schwanger zu sein. Hatte kaum Bauch, was ich aber schade fand! Hätte so gern mein Babybäuchlein gezeigt.
Dann, der 15.2.2000, ich bin wie immer aufgestanden, hatte eigentlich um 8h einen Termin.
Geh in die Küche, da machte es so komisch "plopp", weiß nicht, wie ich es sonst beschreiben soll. Und hatte ein komisches, feuchtes Gefühl.
Super, mein 1. Gedanke, oh nein, keine Blutungen!!
Aber als ich nachsah, war da nur klare Flüssigkeit.
Mir wurde mumligt, war ja grad erst SWW 29+3.
Meine Ärztin angerufen, ich sollte sofort kommen.
Tja, vorzeitiger Blasensprung, mein Kind hatte sich auch noch nicht gedreht, mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus.
Zwischendurch kamen und gingen leichte Wehen.
Bekam im KH sofort einen Zugang und wehenhemmende Mittel. Es gab die Lungenreifespritze für mein Baby
(die Lunge ist zu dieser Zeit noch nicht entfaltet, diese Spritze hilft dabei, gibt es innerhalb von 24 Stunden 2 mal nd je länger das Baby danach drin bleibt, umso größer die Chance, daß es wirkt und das Baby gut atmen kann, wenn es kommt)
Nachts wurde ich auf ein Zimmer geschoben, es wurde Platz gebraucht.
Am 17.2.00, etwa 2 Stunden, nachdem die “Mindestdrinbleibzeit” nach der Spritze vorbei war, bekam ich fürchterliche Schmerzen, konnte sie nicht wirklich einordnen, ich kam anÌs CTG (wo die Herztöne des Baby und die Wehentätigkeit gemessen werden), es waren Wehen, der Oberarzt kam, untersuchte mich und sagte: Da guckt schon der Fuß raus, sofort in den OP! Notkaiserschnitt.
Mein Gott, hatte ich ANGST!!!
Keine Leute frei, es gab grad schon 3 Kaiserschnitte mit Frühchen, ich war doch ziemlich fertig.
Zum Glück war meine Mama da, sonst wäre ich sicher Amok gelaufen.
Ich bekam dann eine Vollnarkose, weil alles sehr schnell gehen mußte und um 15.54h war meine Tochter da.
Sie wurde gleich auf die Kinderintensiv gebracht, leider ins andere Krankenhaus (mein Arbeitgeber), so konnte ich sie gar nicht sehen.
Erst nach 2 Tagen war ich soweit, hinzufahren.
**Mein Baby**
Samira, geboren 10 Wochen zu früh, hatte 1150g und 36 cm.
Wie sie da so lag im Inkubator, verkabelt, da ich selber auf Intensivstation arbeite, eigentlich nichts Neues, aber mein Baby da so zu sehen, am Monitor angeschlossen, Puls, Blutdruck, Atmung, alles überwacht. Sie was so winzig klein, aber Gott sei Dank ohne Beatmung.
Mein tapferes Mädchen hatte sofort spontan geatmet und so gut, dass sie es alleine schaffte!
Laut Personal war soweit alles ok, sie hatte leichte Gelbsucht, was bei Babys nicht selten ist, lag unter der Lampe, damit die Werte besser wurden.
Sie war dunkelbraun und überall hatte sie Härchen, war sofort schwer verliebt!
Von da an fuhr ich täglich von meinem KH zu ihr, wickelte, fütterte, kuschelte mit ihr.
Es sah alles gut aus.
**Die Infektionen**
Nach wenigen Tagen hatte sie eine Infektion und mußte Antibiotika bekommen( Streptokken B)
Wir wurden recht schnell in den "Nicht"Intensivbereich verlegt, sie kam in ein Wärmebettchen, alles sah prima aus.
Ich war nach der Entlassung aus dem KH jeden Tag von morgens bis abends da, habe mein Kind komplett selber versorgt, es gab eine "Stillschwester" Monika, die sich auf das Stillen speziealisiert hatte und eine echte Hilfe war.
2. Infektion mit Strep.B ereilte uns nach ca. 2 Wochen, wieder Antibiose, wieder schnell besser.
Nach 4 Wochen war die Überlegung, ob sie nicht bald nach Hause könnte, sie nahm gut zu, alles war prima.
3 Tage, bevor es so weit war, war Samira sehr merkwürdig, ich mochte gar nicht weg, als ich abends, später als sonst, ging, sagte ich noch, sie sollen bitte gut aufpassen und wenn was ist, anrufen. Ich rief später noch mal an, alles war ok.
Habe aber schlecht geschlafen, um kurz nach 7h klingelte das Telefon, werde diese Sätze nie vergessen!
"Frau J. hier ist die 69, Ihre Tochter ist sehr krank, sie liegt wieder im Intensivbereich, wird (CPAP)beamtet, aber wir haben alles im Griff, keine Sorge! Nur bekommen wir sie noch nicht von der Beatmung ab."
(CPAP-Beatmung bedeutet, sie wurde nicht komplett, sondern nur unterstützt beatmet)
Ich hatte Panik alleine hinzugehen, bin zu meiner Mutter, die meinen knapp 1jährigen Neffen da hatte, meine Schwester anrief, sie solle kommen, wir müßten ins KH:
Ich war nur am Weinen, völlig am Ende.Meine Mama ganz ruhig und "der Fels in der Brandung".
Als wir ankamen lag mein kleiner Engel da, total aufgedunsen, ohne Schnorchel im Hals, sie hatte sie spontan selber extubiert(Beatmungsschlauch rausgezogen).
Ich war plötzlich ganz ruhig, aber als meine Mama(genau wie ich Krankenschwester) sie so sah, brach sie total zusammen und heulte.
Wieder Streptokken b, keiner wußte woher.
Sie hatte in der Nacht einfach aufgehört zu atmen, wäre sie nicht am Monitor gewesen, .....
Zu Hause hätte ich es doch gar nicht gemerkt, da wäre sie mir sicher gestorben!
Nun ging die Suche nach der Ursache los, als sie kamen und was von Sono des Schädels sagten, wurde mir schlecht!
Eine schwnagere Schwester dort fragte mich, wie es für mich, als Krankenschwester sei, besser oder schlechter.
Ich konnte nur sagen: Schlimmer!!! Man kennt die Hintergründe ganz anders und macht sich die totalen Horrorvorstellungen was sein könnte!
Sono vom Kopf...ist was im Gehirn???Was bedeutet das, wenn ja....ich war völlig fertig!!! Aß nichts mehr, nahm zu meinen 8kg der Schwangerschaft in wenigenTtagen noch 4 weitere kg ab.
Sie fanden nichts, nirgendwo!
Schlechte Venen, immer gab es Probleme mit Zugängen, als der ZVK (ein zentraler Venenkatheter, bis kurz vorÌs Herz) gelegt wurde, blieb Mama da, ich rannte gaaanz weit weg.
Die Ärtze und Schwestern waren alle sehr lieb und haben wirklich mitgelitten!
Nach 2 Wochen i.v. Antibiose wurde Samira auf Penicillinsaft umgestellt. Kein Risiko mehr eingehen!!
2 Wochen mußten wir dann noch mit dem Saft zur Beobachtung da bleiben.
Alles war ok.
Dann sagten sie, wir könnten bald gehen.
PANIK!!!
Was, wenn zu hause wieder was passiert?
Monitor? Nein, dafür bestehe bei uns kein Bedarf!
Ich hatte Angst, Panik, war am Ende, obwohl ich mich riesig freute, mein Baby nach 10 Wochen endlich mitnehmen zu dürfen.
**Zu Hause**
Am 25.4.00 war es soweit .Ich sollte sie mitnehmen dürfen...aber leider war ein Blutwert nicht ganz ok, bei jedem anderen Kind hätte keiner was dazu gesagt, aber bei der Vorgeschichte wollten sie lieber auf Nummer sicher gehen und behielten sie noch einen Tag da, nahmen noch andere Werte ab.
Alles ok, am 26.4. kam sie dann endlich nach Hause
Mit 42cm und knapp 2300g durfte ich sie mitnehmen.
Alle waren traurig, denn wir haben uns gut verstanden, aber glücklich, daß alles gut war.
Ich habe die ersten Nächte nicht geschlafen, döste immer nur vor mich hin, streckte hoch und dachte: Was ist jetzt? Und ein paar Sekunden später war Samira wach.
Monika meinte im KH zu mir, wir hätten eine starke Bindung, da ich ja am Tag der letzten Infektion gleich wußte, es stimmt was nicht.
Ich war immer kurz vor ihr hellwach, lauschte ständig, ob sie noch atmet.
Ich glaube, nach 2 Wochen wurde es besser ,nur mein Kind merkte, mit Mama ist was komisch.
Sie wollte Nachts ständig an die Brust, nuckelte aber nur, hielt mich echt auf Trab.
Bis meine Hebamme einschritt und mir ein paartolle Tips gab.
Nach wenigen Tagen war alles super und ich hatte das tollste Baby der Welt. Sie schlief schön, war ausgeglichen,....
Wir mußten aber noch Monate lang jeden Tag 3 Mal Penizillinsaft geben, weil die Ursache völlig unklar war!
**Beim Arzt**
Wir suchten natürlich den besten Kinderarzt in Hannover, der sich mit Eifer drauf stürzte und alles tat, was man tun kann.
Mein Kind entwickelte sich so super, dass er nicht mal einen Grund aus den Fingern saugen konnte, uns zur Krankengymnastik zu schicken, was er gern getan hätte.
**Entwicklung allgemein**
Sie war immer etwas klein und zierlich, aber entwickelte sich wirklich klasse. Wir mußte zu keiner zusätzlichen Therapie oder Ähnliches.
Anfangs hatte sie öfter mal Husten, sicher auch durch die Vorbelastung meines Asthmas, aber sonst nichts.
Mit 7 Monaten mußten wir wegen eines Harnwegsinfektes ins Krankenhaus, dort nahmen sie noch mal bestimmte Blutwerte ab und mir wurde gesagt, sie brauche das Penizillin nicht mehr nehmen.
**Heute**
Ist Samira 8 1/2 Jahre, ein fröhliches, liebes Mädchen, völlig gesund und man sieht gar nichts von ihrem schweren Start ins Leben, dafür bin ich unendlich dankbar!!
48 Bewertungen, 26 Kommentare
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18.01.2009, 12:39 Uhr von katimouse007
Bewertung: sehr hilfreichKann sehr gut verstehen wie es Dir ergangen ist. Mein Sohn war zwar nicht ganz so früh (34. SSW), aber es gab auch einige Komplikationen. Er hatte eine Lungenentzündung - dank RS Infektion. Wünsche Euch alles Gute! LG Kati
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15.10.2008, 02:31 Uhr von MasterSirTobi
Bewertung: sehr hilfreichSH und Liebe Grüße. LG MasterSirTobi
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10.10.2008, 01:19 Uhr von AngelikaR
Bewertung: besonders wertvollBW Bin hier gerade zu Tränen gerührt von Deinem Bericht. Ich hätte in Deiner Situation auch keine ruhige Minute gehabt, aber scheinbar wahrt ihr Schutzengel füreinander. Ich bin froh, das für Euch alles so gut ausgegangen ist. LG
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09.10.2008, 01:04 Uhr von Striker1981
Bewertung: sehr hilfreichSH und Liebe Grüße vom STRIKER
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06.10.2008, 16:39 Uhr von nobody129
Bewertung: sehr hilfreichsehr ausführlich!
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04.10.2008, 19:49 Uhr von paula2
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße
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30.09.2008, 20:56 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichverregnete grüsse aus berlin lg. petra
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23.09.2008, 13:46 Uhr von frankensteins
Bewertung: sehr hilfreicheuch weiterhin alles, alles Gute lg
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18.09.2008, 19:56 Uhr von presscorpse
Bewertung: sehr hilfreichprima bericht! lg presscorpse
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17.09.2008, 12:39 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichgruss
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17.09.2008, 11:58 Uhr von wolli007
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße, Wolli
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17.09.2008, 01:49 Uhr von senora
Bewertung: sehr hilfreichGuter Bericht und lieben Gruß
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15.09.2008, 17:03 Uhr von stefan103
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße sendet Stefan
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15.09.2008, 16:46 Uhr von bigmama
Bewertung: besonders wertvollNa Gott sei Dank, hat die Kleine jetzt alles gut überstanden. Mußte ja auch viel durchmachen - und du auch. LG Anett
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15.09.2008, 16:44 Uhr von sabtau
Bewertung: sehr hilfreichGuter Bericht! Grüßle
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13.09.2008, 19:56 Uhr von Daisy_Bluemchen
Bewertung: sehr hilfreichviele Grüße ... Daisy
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13.09.2008, 03:02 Uhr von ingoa09
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr guter Bericht! Ein schönes Wochenende, Ingo
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12.09.2008, 19:52 Uhr von Bunny84
Bewertung: sehr hilfreichEinen schönen Start in das Wochenende und liebe Grüße aus dem Münsterland.
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12.09.2008, 19:30 Uhr von Tuffi2106
Bewertung: sehr hilfreichlieben Gruß und ein schönes Wochenende! Tuffi
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12.09.2008, 18:49 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichMein Enkel war auch ein Frühchen, ist zwar immer noch ein zartes Kerlchen aber schlau und pfiffig LG Pet
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12.09.2008, 18:23 Uhr von tk7722
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr interessanter Bericht, liebe Grüße
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12.09.2008, 16:32 Uhr von giselamaria
Bewertung: besonders wertvoll*bw (habe ich geändert, Fotos habe ich gesehen und bewertet, vielen Dank gell :-) schönen Sonntag noch gell LG Gisela
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12.09.2008, 15:54 Uhr von Jerry525
Bewertung: sehr hilfreichBewegender Bericht lg und alles gute Jerry
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12.09.2008, 15:38 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht! Wünsch dir ein schönes Wochenende! LG
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12.09.2008, 14:50 Uhr von Zzaldo
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße sendet dir Stephan
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12.09.2008, 14:35 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichWünsche ein schönes Wochenende pumuckel64


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