Fujifilm Nexia Q1 Silber Testbericht
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Summe aller Bewertungen
- Verarbeitung:
- Bildqualität:
- Zuverlässigkeit:
- Ausstattung:
Erfahrungsbericht von bjlghs
Fujfilm Nexia Q 1 Silber - Winzling mit guten Eigenschaften
Pro:
leicht, klein, handlich, preiswert, gute Optik
Kontra:
APS-System bei der Entwicklung der Bilder teurer
Empfehlung:
Ja
Fujifilm Nexia Q 1 Silber
Wer schon einmal eine möglichst kleine Taschenkamera analoger Art gesucht hat und nicht das normale rechteckige Format der Masse der Kameras sucht, wird an der Fujifilm Nexia Q 1 nicht vorbeikommen.
Aussehen
Diese kleine rundliche und ziemlich flache Kamera (siehe Fotos) ist trotz ihrer geringen Ausmaße (ca. 9,5 x 8 x 3 cm, Gewicht gemäß Hersteller 110 Gramm ohne Batterie und wahrscheinlich 130 mit derselben) eine komplette Kleinbildkamera mit Autofokus und automatischer Belichtung, die APS Filme verbraucht. Das heißt, dass auch nur ein entsprechender Film in das vorgegebene Filmkästchen passt. Ich habe eine Kamera in silberner und weißer Ausführung, dass heißt, das Gehäuse ist bis auf die Frontpartie in Silber gehalten. Lediglich die Frontrundung ist weiß beschichtet. Aus dieser weißen Front „lugt“ das kleine Objektiv heraus und es sind die Messöffnungen für die Entfernungseinstellung und der Lichtverhältnisse darunter zu sehen.
Über dem Objektiv ist der Sucher angeordnet, in dem kein Leuchtrahmen das Sichtfeld „einschränkt“. Und last but not least ist darüber ein festeingebauter Blitz zu sehen, der das aus meiner Sicht harmonische Bild der angebotenen „Fronttechnik“ sehr schön abrundet. Es gibt nach meinem Kenntnisstand diese kleine, interessant gestylte Kamera auch mit einer blauen Frontpartie, die aber zu Zeiten meines Kaufes nicht zur Verfügung stand.
Auf der Rückseite der Kamera ist natürlich der Sucher wichtigstes Instrument, der in diesem Falle mit schwarzem, gut aussehenden Kunststoff umrandet ist. Darunter eingelegt in bzw. abgedeckt durch eine kleine durchsichtige Kunststoffscheibe befindet sich eine Mini-Datenwand, die darüber aufklären kann, ob Saft in der Batterie ist, ob ein Bild eingelegt ist und wenn ja, welches Bild gerade gemacht werden kann (Nummer).
An einer der Außenseiten der Kamera ist neben dem Filmschachthebel eine Öse angebracht, an der eine kleine, geflochtene Handkordel aus Kunststofffasern für das Handgelenk hängt, die in der Praxis sehr nützlich ist, weil ein solch kleines Instrument gern mal aus der Hand rutschen kann und dann aufgefangen wird.
Zur Technik
Bei der Nexia Q 1 von Fujifilm handelt es sich um eine vollautomatische Autofokus-Kamera. Die Kamera wurde mit einem Fujinon Objektiv bestückt mit einer Brennweite von 22 mm bei einer recht geringen Lichtstärke von 1:8. Schon daraus kann man ersehen, dass diese Kamera nur in ganz bestimmten Bereichen des Alltags von Nutzen sein kann.
Bei gutem, hellem Wetter lassen sich damit auch in der freien Natur gute Aufnahmen erzielen, aber dafür ist die kleine Kamera eigentlich nicht gedacht. Sie spielt ihre Stärken erst aus, wenn man im häuslichen Bereich auf kurze Entfernungen unter künstlichem oder schwachem Außenlicht den Blitz nutzt, der recht gute Ausleuchtung je nach Filmempfindlichkeit innerhalb eines Bereiches von 60 cm, die nicht unterschritten werden sollten, bis 2 Meter bei ISO100 und bis 6 Meter bei ISO 800 bietet.
Der Blitz ist ein nicht abschaltbarer Automatikblitz, der etwa 5-6 Sekunden Aufladezeit bei halbwegs voller Batterie bietet und der mittels einer LED-Vorbeleuchtung (Vorlicht) den sogenannten Rote-Augen-Effekt verringern soll und nach meinen Erfahrungen dies auch sehr ordentlich kann.
Zum Betrieb dieser kleinen, handlichen Kamera bedarf es einer ebenfalls kleinen 3-Volt-Lithium-Batterie des Typs CR2 – CR2/DL. Diese Batterie hält nach meinem Erfahrungsstand zumindest mehr als 7 Filme (rund ca. 120 Bilder, davon 2/3 mit Blitz), die ich bisher gemacht habe. Nach einer Probemessung im Fotofachhandel war auch nach dieser Anzahl von Filmen die Batterie noch voll da. Weiterreichende Erfahrungen habe ich nur mit anderen Kameras mit deutlich höherem technischen Anspruch gemacht und auch da hielt diese Batterie bis zu 16-18 Filme an mindesten 24 Bildern, wobei mindesten ein Drittel der Bilder mit Blitz gemacht wurden.
Mittels eines kleinen Hebels, der nur die Stellungen an und aus kennt, wird die Kamera aktiviert. Durch das Aktivieren wird auch die Objektivabdeckung automatisch geöffnet (und beim Ausstellen auch automatisch wieder geschlossen), so dass das Objektiv nicht unwissentlich beschädigt werden kann. Natürlich wird der in das Filmfach eingelegte Film automatisch vorgespult und nach „Abknipsen“ aller Fotos (mindestens 15) auch wieder automatisch zurückgespult. Beim Abschalten der Kamera wird daneben eine Auslösersperre eingelegt, die weiteres z.B. versehentliches Auslösen vermeidet.
Außerdem kann man mit der Nexia Q 1 zwei Formate für die zu entwickelnden Bilder wählen, nämlich ein normales Format (C für Classic) und ein mit H bezeichnetes Format, das aus einem 16 x 23 Bild ein 16 x 28 mm Bild (Panorama-Format) macht. Aber tatsächlich sind beide Formate in einem Format von 16,7 x 30,2 mm angelegt. Es wird halt nur ausbelichtet, was der „Knipser“ per Hebel ausgewählt hat.
Wird etwa 5 Minuten keine „Action“ mit der eingeschalteten Kamera gemacht, schaltet sich die LED-Anzeige automatisch aus, um sofort wieder anzuspringen, wenn man den Auslöser leicht berührt. Eine sehr praktische Stromersparnis, wie ich finde.
Zum Film APS
Dazu habe ich bei Nikon eine kleine Abhandlung gefunden, die ich hier ausdrücklich als Zitat einstelle und ich möchte auf die ausführlichen Erklärungen zum Thema APS und seiner Geschichte hinweisen, die man unter Nikon System online nachlesen kann. Zur Film-Technik also nur soviel:
Zitat:
Tatsächlich bietet APS gegenüber dem konventionellen Kleinbildfilm wesentliche Vorteile
- kleinere, leichtere Kameras und Objektive dank eines kleineren Filmformates
- leichtere Handhabung beim Filmeinlegen, die Filmpatrone wird wie eine Batterie in die Kamera geschoben, alles weitere geschieht automatisch
- Wahl zwischen drei unterschiedlichen Bildformaten
- sichere Filmaufbewahrung; der entwickelte Film kommt in der Patrone zum Kunden zurück und verbleibt dort, vor Staub, Licht und Fingerabdrücken geschützt
- die Kamera speichert wichtige Belichtungsdaten auf den Magnetstreifen des Films. Das Labor kann anhand der Daten zu Blitzlichteinsatz, Gegenlichtsituation, Farbtemperatur etc. die Qualität des Abzugs verbessern
- bequemeres Bestellen von Abzügen: gleich nach der Aufnahme kann auf dem Magnetstreifen des Films die gewünschte Anzahl der Abzüge einer Aufnahme angegeben werden
- leichtere Nachbestellung durch Ermitteln der Bildnummer auf dem Index Print und automatisches Wiederfinden des entsprechenden Negativs im Labor
- gleichmäßigere Ergebnisse bei Erst- und Nachbestellung dank der auf dem Film gespeicherten Daten (Zitatende).
Man kann also mit diesem kleineren Format (üblich war bis dahin analog 35mm Kleinbildformat – in früheren Zeiten gab es noch Kleinstbildformate 18mm mit 110er Filme, aber das ist Geschichte) als Verbraucher für bestimmte Bereiche des Fotografierens nicht viel falsch machen. Ich habe in meiner Sammlung eine kleine Anzahl von APS-Kameras und konnte bei den einzelnen Testfilmen feststellen, dass die Bildschärfe und Farbgenauigkeit gerade im Nahbereich ausgesprochen gut war (zum Beispiel auch bei der Nikon 125 nuvis, aber das ist eine andere Geschichte)
Natürlich hat das APS System auch Nachteile. Durch das kleinere Negativ-Format (16,7x30,2 mm)
müssen APS –Fotos stärker vergrößert werden und erreichen nur rund 60 Prozent der Auflösung des Kleinbildformates. Das wurde zwar durch verbessertes Filmmaterial versucht abzudecken, ist aber letztlich bis heute nicht gelungen. Allerdings hat der Markt das neue Format offensichtlich vor der digitalen Welle angenommen gehabt und nach Aussagen von Nikon bis 1999 rund 20 Prozent des Filmmarktes ausgemacht.
Zum Handling
Ich habe diese kleine, gutaussehende und aus meiner Sicht sehr praktische Kamera fast ausschließlich für schnelle Aufnahmen im Freundeskreis, In Sporthallen zum Ablichten meiner Mädels und zu Hause für die „Beknipsung“ der Familienmitglieder (Frau, Sohn, Hund) genutzt und durchweg gute Ergebnisse erzielt.
Die schnelle, vorgegebene Verschlusszeit von einer 1/100 Sekunde bietet eine ausreichende Sicherheit gegen kleine Verwackler und der ausgezeichnete Blitz ist breitgestreut und erzeugt keine blakigen Gesichter bei Porträts. Für die noch Analog-Fotografierer eine schnelle Taschenkamera, die im Nahbereich nicht nur schnell, sondern auch präzise und scharf skizziert und ordentliche Farbwiedergabe gewährleistet.
Die Kamera liegt leicht und locker in der Hand, läßt sich sehr schnell und präzise bedienen und macht fast alles automatisch. Nur den Film muß man „manuell“ einlegen und den Auslöser muß man drücken. Sie beutelt die Jackentasche nicht besonders aus und paßt vor allem in fast jede.
Zu den Preisen
Heute bekommt man eine solche Kamera schon fast „geschenkt“. Die von mir beschriebene Kamera kostete ursprünglich rund 50 Euro, dann irgendwann einmal 30 Euro und derzeit wird sie zum teil für 19,95 Euro verscherbelt (Digital macht‘s möglich). (www.geizkragen.de/preisvergleich/foto-und-co/aps-kameras/fuji/fuji-nexia-q1/77975.html )
Die APS-Filme schwankten in den letzten zwei Jahren sehr stark. Ein 240iger APS Fujifilm hat mich vor kurzem nur noch knapp 1,79 Euro gekostet (25 Bilder), der ursprünglich mal bei rund 3,50 Euro lag (und für die Schlauen sei ergänzt, der Film war nicht abgelaufen) Man bekommt heute solche Filme in Fotofachgeschäften sicher regelmäßig unter 3 Euro. Im Fachhandel sind allerdings für einen Film mit 40 Aufnahmen schon rund 5 Euro zu berappen.
Die Entwicklung wird auch sehr unterschiedlich angeboten. Ich habe immer so rund 40 – 45 Cent pro Bild bezahlt, wenn ich den Fotofachhandel genutzt habe (z.B. Foto Dose) aber es gibt auch günstigere Entwicklungen z. B. über Budnikowski.
Fazit:
Für unterwegs, auf Partys, für schnelle Schnapsschüsse und zuhause ist die Fujifilm Nexia Q 1 eine wendige, angenehm zu tragende und leicht zu handhabende Analog-Kamera im APS-System, die ich vorbehaltlos empfehlen kann und sie sieht dabei auch noch ganz ordentlich (und eigentlich gar nicht wie eine Kamera) aus und kostet „fast gar nichts“ mehr.
bjlghs
Wer schon einmal eine möglichst kleine Taschenkamera analoger Art gesucht hat und nicht das normale rechteckige Format der Masse der Kameras sucht, wird an der Fujifilm Nexia Q 1 nicht vorbeikommen.
Aussehen
Diese kleine rundliche und ziemlich flache Kamera (siehe Fotos) ist trotz ihrer geringen Ausmaße (ca. 9,5 x 8 x 3 cm, Gewicht gemäß Hersteller 110 Gramm ohne Batterie und wahrscheinlich 130 mit derselben) eine komplette Kleinbildkamera mit Autofokus und automatischer Belichtung, die APS Filme verbraucht. Das heißt, dass auch nur ein entsprechender Film in das vorgegebene Filmkästchen passt. Ich habe eine Kamera in silberner und weißer Ausführung, dass heißt, das Gehäuse ist bis auf die Frontpartie in Silber gehalten. Lediglich die Frontrundung ist weiß beschichtet. Aus dieser weißen Front „lugt“ das kleine Objektiv heraus und es sind die Messöffnungen für die Entfernungseinstellung und der Lichtverhältnisse darunter zu sehen.
Über dem Objektiv ist der Sucher angeordnet, in dem kein Leuchtrahmen das Sichtfeld „einschränkt“. Und last but not least ist darüber ein festeingebauter Blitz zu sehen, der das aus meiner Sicht harmonische Bild der angebotenen „Fronttechnik“ sehr schön abrundet. Es gibt nach meinem Kenntnisstand diese kleine, interessant gestylte Kamera auch mit einer blauen Frontpartie, die aber zu Zeiten meines Kaufes nicht zur Verfügung stand.
Auf der Rückseite der Kamera ist natürlich der Sucher wichtigstes Instrument, der in diesem Falle mit schwarzem, gut aussehenden Kunststoff umrandet ist. Darunter eingelegt in bzw. abgedeckt durch eine kleine durchsichtige Kunststoffscheibe befindet sich eine Mini-Datenwand, die darüber aufklären kann, ob Saft in der Batterie ist, ob ein Bild eingelegt ist und wenn ja, welches Bild gerade gemacht werden kann (Nummer).
An einer der Außenseiten der Kamera ist neben dem Filmschachthebel eine Öse angebracht, an der eine kleine, geflochtene Handkordel aus Kunststofffasern für das Handgelenk hängt, die in der Praxis sehr nützlich ist, weil ein solch kleines Instrument gern mal aus der Hand rutschen kann und dann aufgefangen wird.
Zur Technik
Bei der Nexia Q 1 von Fujifilm handelt es sich um eine vollautomatische Autofokus-Kamera. Die Kamera wurde mit einem Fujinon Objektiv bestückt mit einer Brennweite von 22 mm bei einer recht geringen Lichtstärke von 1:8. Schon daraus kann man ersehen, dass diese Kamera nur in ganz bestimmten Bereichen des Alltags von Nutzen sein kann.
Bei gutem, hellem Wetter lassen sich damit auch in der freien Natur gute Aufnahmen erzielen, aber dafür ist die kleine Kamera eigentlich nicht gedacht. Sie spielt ihre Stärken erst aus, wenn man im häuslichen Bereich auf kurze Entfernungen unter künstlichem oder schwachem Außenlicht den Blitz nutzt, der recht gute Ausleuchtung je nach Filmempfindlichkeit innerhalb eines Bereiches von 60 cm, die nicht unterschritten werden sollten, bis 2 Meter bei ISO100 und bis 6 Meter bei ISO 800 bietet.
Der Blitz ist ein nicht abschaltbarer Automatikblitz, der etwa 5-6 Sekunden Aufladezeit bei halbwegs voller Batterie bietet und der mittels einer LED-Vorbeleuchtung (Vorlicht) den sogenannten Rote-Augen-Effekt verringern soll und nach meinen Erfahrungen dies auch sehr ordentlich kann.
Zum Betrieb dieser kleinen, handlichen Kamera bedarf es einer ebenfalls kleinen 3-Volt-Lithium-Batterie des Typs CR2 – CR2/DL. Diese Batterie hält nach meinem Erfahrungsstand zumindest mehr als 7 Filme (rund ca. 120 Bilder, davon 2/3 mit Blitz), die ich bisher gemacht habe. Nach einer Probemessung im Fotofachhandel war auch nach dieser Anzahl von Filmen die Batterie noch voll da. Weiterreichende Erfahrungen habe ich nur mit anderen Kameras mit deutlich höherem technischen Anspruch gemacht und auch da hielt diese Batterie bis zu 16-18 Filme an mindesten 24 Bildern, wobei mindesten ein Drittel der Bilder mit Blitz gemacht wurden.
Mittels eines kleinen Hebels, der nur die Stellungen an und aus kennt, wird die Kamera aktiviert. Durch das Aktivieren wird auch die Objektivabdeckung automatisch geöffnet (und beim Ausstellen auch automatisch wieder geschlossen), so dass das Objektiv nicht unwissentlich beschädigt werden kann. Natürlich wird der in das Filmfach eingelegte Film automatisch vorgespult und nach „Abknipsen“ aller Fotos (mindestens 15) auch wieder automatisch zurückgespult. Beim Abschalten der Kamera wird daneben eine Auslösersperre eingelegt, die weiteres z.B. versehentliches Auslösen vermeidet.
Außerdem kann man mit der Nexia Q 1 zwei Formate für die zu entwickelnden Bilder wählen, nämlich ein normales Format (C für Classic) und ein mit H bezeichnetes Format, das aus einem 16 x 23 Bild ein 16 x 28 mm Bild (Panorama-Format) macht. Aber tatsächlich sind beide Formate in einem Format von 16,7 x 30,2 mm angelegt. Es wird halt nur ausbelichtet, was der „Knipser“ per Hebel ausgewählt hat.
Wird etwa 5 Minuten keine „Action“ mit der eingeschalteten Kamera gemacht, schaltet sich die LED-Anzeige automatisch aus, um sofort wieder anzuspringen, wenn man den Auslöser leicht berührt. Eine sehr praktische Stromersparnis, wie ich finde.
Zum Film APS
Dazu habe ich bei Nikon eine kleine Abhandlung gefunden, die ich hier ausdrücklich als Zitat einstelle und ich möchte auf die ausführlichen Erklärungen zum Thema APS und seiner Geschichte hinweisen, die man unter Nikon System online nachlesen kann. Zur Film-Technik also nur soviel:
Zitat:
Tatsächlich bietet APS gegenüber dem konventionellen Kleinbildfilm wesentliche Vorteile
- kleinere, leichtere Kameras und Objektive dank eines kleineren Filmformates
- leichtere Handhabung beim Filmeinlegen, die Filmpatrone wird wie eine Batterie in die Kamera geschoben, alles weitere geschieht automatisch
- Wahl zwischen drei unterschiedlichen Bildformaten
- sichere Filmaufbewahrung; der entwickelte Film kommt in der Patrone zum Kunden zurück und verbleibt dort, vor Staub, Licht und Fingerabdrücken geschützt
- die Kamera speichert wichtige Belichtungsdaten auf den Magnetstreifen des Films. Das Labor kann anhand der Daten zu Blitzlichteinsatz, Gegenlichtsituation, Farbtemperatur etc. die Qualität des Abzugs verbessern
- bequemeres Bestellen von Abzügen: gleich nach der Aufnahme kann auf dem Magnetstreifen des Films die gewünschte Anzahl der Abzüge einer Aufnahme angegeben werden
- leichtere Nachbestellung durch Ermitteln der Bildnummer auf dem Index Print und automatisches Wiederfinden des entsprechenden Negativs im Labor
- gleichmäßigere Ergebnisse bei Erst- und Nachbestellung dank der auf dem Film gespeicherten Daten (Zitatende).
Man kann also mit diesem kleineren Format (üblich war bis dahin analog 35mm Kleinbildformat – in früheren Zeiten gab es noch Kleinstbildformate 18mm mit 110er Filme, aber das ist Geschichte) als Verbraucher für bestimmte Bereiche des Fotografierens nicht viel falsch machen. Ich habe in meiner Sammlung eine kleine Anzahl von APS-Kameras und konnte bei den einzelnen Testfilmen feststellen, dass die Bildschärfe und Farbgenauigkeit gerade im Nahbereich ausgesprochen gut war (zum Beispiel auch bei der Nikon 125 nuvis, aber das ist eine andere Geschichte)
Natürlich hat das APS System auch Nachteile. Durch das kleinere Negativ-Format (16,7x30,2 mm)
müssen APS –Fotos stärker vergrößert werden und erreichen nur rund 60 Prozent der Auflösung des Kleinbildformates. Das wurde zwar durch verbessertes Filmmaterial versucht abzudecken, ist aber letztlich bis heute nicht gelungen. Allerdings hat der Markt das neue Format offensichtlich vor der digitalen Welle angenommen gehabt und nach Aussagen von Nikon bis 1999 rund 20 Prozent des Filmmarktes ausgemacht.
Zum Handling
Ich habe diese kleine, gutaussehende und aus meiner Sicht sehr praktische Kamera fast ausschließlich für schnelle Aufnahmen im Freundeskreis, In Sporthallen zum Ablichten meiner Mädels und zu Hause für die „Beknipsung“ der Familienmitglieder (Frau, Sohn, Hund) genutzt und durchweg gute Ergebnisse erzielt.
Die schnelle, vorgegebene Verschlusszeit von einer 1/100 Sekunde bietet eine ausreichende Sicherheit gegen kleine Verwackler und der ausgezeichnete Blitz ist breitgestreut und erzeugt keine blakigen Gesichter bei Porträts. Für die noch Analog-Fotografierer eine schnelle Taschenkamera, die im Nahbereich nicht nur schnell, sondern auch präzise und scharf skizziert und ordentliche Farbwiedergabe gewährleistet.
Die Kamera liegt leicht und locker in der Hand, läßt sich sehr schnell und präzise bedienen und macht fast alles automatisch. Nur den Film muß man „manuell“ einlegen und den Auslöser muß man drücken. Sie beutelt die Jackentasche nicht besonders aus und paßt vor allem in fast jede.
Zu den Preisen
Heute bekommt man eine solche Kamera schon fast „geschenkt“. Die von mir beschriebene Kamera kostete ursprünglich rund 50 Euro, dann irgendwann einmal 30 Euro und derzeit wird sie zum teil für 19,95 Euro verscherbelt (Digital macht‘s möglich). (www.geizkragen.de/preisvergleich/foto-und-co/aps-kameras/fuji/fuji-nexia-q1/77975.html )
Die APS-Filme schwankten in den letzten zwei Jahren sehr stark. Ein 240iger APS Fujifilm hat mich vor kurzem nur noch knapp 1,79 Euro gekostet (25 Bilder), der ursprünglich mal bei rund 3,50 Euro lag (und für die Schlauen sei ergänzt, der Film war nicht abgelaufen) Man bekommt heute solche Filme in Fotofachgeschäften sicher regelmäßig unter 3 Euro. Im Fachhandel sind allerdings für einen Film mit 40 Aufnahmen schon rund 5 Euro zu berappen.
Die Entwicklung wird auch sehr unterschiedlich angeboten. Ich habe immer so rund 40 – 45 Cent pro Bild bezahlt, wenn ich den Fotofachhandel genutzt habe (z.B. Foto Dose) aber es gibt auch günstigere Entwicklungen z. B. über Budnikowski.
Fazit:
Für unterwegs, auf Partys, für schnelle Schnapsschüsse und zuhause ist die Fujifilm Nexia Q 1 eine wendige, angenehm zu tragende und leicht zu handhabende Analog-Kamera im APS-System, die ich vorbehaltlos empfehlen kann und sie sieht dabei auch noch ganz ordentlich (und eigentlich gar nicht wie eine Kamera) aus und kostet „fast gar nichts“ mehr.
bjlghs
16 Bewertungen, 1 Kommentar
-
11.02.2005, 22:22 Uhr von kruemel02
Bewertung: sehr hilfreichsüß. Ich habe so eine Kamera noch nirgends gesehen. Schönes WE Oli
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