Erfahrungsbericht von schraddel
GEZ-Reform - Alle dürfen zahlen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Bisher soll es ja Leute gegeben haben, die zwar einen PC besitzen, aber weder Radio noch Fernseher. Oder dies zumindest der GEZ gegenüber behauptet haben.
Wenn es nach dem Willen der Gebühreneinzieher geht, ist es damit ab 2005 vorbei. Noch ist zwar nichts beschlossen, aber zumindest aus Bayern (von Edmund Stoiber persönlich) kam eine hervorragende Idee zur wundersamen Geldvermehrung: GEZ-Gebühren nicht mehr pro Gerät, sondern pro Haushalt zu kassieren. Dass die Gebühren dabei gleich drastisch angehoben werden, versteht sich von selbst, denn schließlich muss man bei der Berechnung vom Durchschnittshaushalt ausgehen, und der besitzt mehr als einen Fernseher.
Gleichzeitig soll das in Kraft treten, was die GEZ den "erweiterten Gerätebegriff" nennt. Bereits 1997 hatte man vor, den Computer kurzerhand zum Radio zu erklären, verschob dieses Vorhaben aber nach zahlreichen Protesten auf 2004 - vielleicht nicht zuletzt in der Hoffnung auf die technische Weiterentwicklung, die ja auch stattfand. Als Radio geht ein moderner PC nicht mehr durch; das ist dann schon mindestens ein Fernseher.
Es dürfte ab 2005 vermutlich niemanden mehr geben, der nicht aus dem einen oder anderen Grund Gebühren an die GEZ bezahlen muss und damit öffentlich-rechtliche Sender finanziert, die er womöglich nie oder nur sehr selten nutzt.
Eine auch nur halbwegs gerechte Lösung scheint es nicht zu geben. Es wäre zwar technisch möglich, nutzungsabhängige Entgelte einzuführen, ähnlich wie beim Pay-TV. Aber von den datenschutzrechtlichen Bedenken abgesehen, wäre der Aufwand dafür zu hoch.
Wenn man aber das öffentlich-rechtliche System beibehalten will (was ich befürworte) und ohnehin demnächst praktisch jeder bezahlen muss: Warum werden die Gebühren nicht gleich in Form einer Rundfunksteuer erhoben, und die - dann nutzlose - Organisation GEZ abgeschafft? Dadurch würde einiges an Verwaltungskosten wegfallen, und Fernsehen könnte durchaus auch billiger werden.
Links zum Thema:
- Quellen zu diesem Beitrag:
http://www.heise.de/newsticker/data/jo-26.10.01-002/
http://www.heise.de/newsticker/data/em-13.10.01-001/
- Die GEZ selbst:
http://www.gez.de
- Anti-GEZ-Seite:
http://www.gezneindanke.de/
Nachtrag:
Da unten stand mal "Preis/Leistung sehr gut"; das war natürlich verklickt! Wurde erst durch eine Bewertung darauf aufmerksam und habe das korrigiert.
Wenn es nach dem Willen der Gebühreneinzieher geht, ist es damit ab 2005 vorbei. Noch ist zwar nichts beschlossen, aber zumindest aus Bayern (von Edmund Stoiber persönlich) kam eine hervorragende Idee zur wundersamen Geldvermehrung: GEZ-Gebühren nicht mehr pro Gerät, sondern pro Haushalt zu kassieren. Dass die Gebühren dabei gleich drastisch angehoben werden, versteht sich von selbst, denn schließlich muss man bei der Berechnung vom Durchschnittshaushalt ausgehen, und der besitzt mehr als einen Fernseher.
Gleichzeitig soll das in Kraft treten, was die GEZ den "erweiterten Gerätebegriff" nennt. Bereits 1997 hatte man vor, den Computer kurzerhand zum Radio zu erklären, verschob dieses Vorhaben aber nach zahlreichen Protesten auf 2004 - vielleicht nicht zuletzt in der Hoffnung auf die technische Weiterentwicklung, die ja auch stattfand. Als Radio geht ein moderner PC nicht mehr durch; das ist dann schon mindestens ein Fernseher.
Es dürfte ab 2005 vermutlich niemanden mehr geben, der nicht aus dem einen oder anderen Grund Gebühren an die GEZ bezahlen muss und damit öffentlich-rechtliche Sender finanziert, die er womöglich nie oder nur sehr selten nutzt.
Eine auch nur halbwegs gerechte Lösung scheint es nicht zu geben. Es wäre zwar technisch möglich, nutzungsabhängige Entgelte einzuführen, ähnlich wie beim Pay-TV. Aber von den datenschutzrechtlichen Bedenken abgesehen, wäre der Aufwand dafür zu hoch.
Wenn man aber das öffentlich-rechtliche System beibehalten will (was ich befürworte) und ohnehin demnächst praktisch jeder bezahlen muss: Warum werden die Gebühren nicht gleich in Form einer Rundfunksteuer erhoben, und die - dann nutzlose - Organisation GEZ abgeschafft? Dadurch würde einiges an Verwaltungskosten wegfallen, und Fernsehen könnte durchaus auch billiger werden.
Links zum Thema:
- Quellen zu diesem Beitrag:
http://www.heise.de/newsticker/data/jo-26.10.01-002/
http://www.heise.de/newsticker/data/em-13.10.01-001/
- Die GEZ selbst:
http://www.gez.de
- Anti-GEZ-Seite:
http://www.gezneindanke.de/
Nachtrag:
Da unten stand mal "Preis/Leistung sehr gut"; das war natürlich verklickt! Wurde erst durch eine Bewertung darauf aufmerksam und habe das korrigiert.
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