Gesundheit von Baby und Kind Testbericht

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Erfahrungsbericht von Casi08

Streicheleinheiten für die Kleinen

Pro:

Fördert die Entwicklung des Babys

Kontra:

Nichts

Empfehlung:

Ja

Ein Kind mit Berührungen zu füttern, seine Haut und seinen Rücken zu nähren, ist ebenso wichtig, wie seinen Magen zu füllen.
(Frederick Leboyer)

Eine zärtliche Berührung, eine innige Umarmung sagen mehr als tausend Worte. Jeder von uns sehnt sich nach Zuneigung und Liebe. Diese Sehnsucht wird am Ehesten durch körperliche Zuwendungen befriedigt. Wichtig für den Erwachsenen, ist dieser Ausdruck von Zuneigung für Babys sogar lebenswichtig.

Ein Balsam für Körper und Seele der kleinen Erdenbewohner ist die indische Baby-Massage, die dort schon seit Jahrhunderten angewandt wird und mehr und mehr Einzug in die westliche Hemisphäre hält.


~~~Argumente für die Baby-Massage~~~

Babys lechzen geradezu nach den Berührungen und Zuwendungen der Eltern. Da sie sich noch nicht artikulieren können und auch noch nicht direkt verstehen was wir ihnen sagen, wird ihre körperliche und geistige Entwicklung entscheidend von den körperlichen Zuwendungen geprägt, die die Eltern ihnen in der ersten Zeit ihres Lebens zu Teil werden lassen. Mehr als wir Erwachsene merken Babys anhand der Blicke die wir ihnen zuwerfen oder anhand unseres Verhaltens beim Wickeln wie wir gerade drauf sind.

Bei der Baby-Massage klinken wir uns für einen kurzen Moment aus dem Alltagsstress aus, sind ganz für unsere Kleinen da und geben Ihnen somit stärker als wir das im normalen Tagesablauf tun können, das Gefühl unser Lebensmittelpunkt zu sein.


~~~Wirkungen~~~

In erster Linie wird durch die Baby-Massage die emotionelle Bindung zwischen den kleinen Wesen und ihren Eltern gefördert. Das „ganz auf die Sache konzentrieren“ vermittelt den Kleinen ein Gefühl der Geborgenheit, der Sicherheit und der Zuneigung während sie den Eltern sehr deutlich die Hilfsbedürftigkeit und Schutzlosigkeit vor Augen führt.

Neben den emotionellen Effekten kann durch eine gezielte Baby-Massage aber auch ein geregelter Schlafrhythmus gefördert werden. Man kann kleine Wehwehchen, wie z.B. das Bauchweh wegmassieren. Die Muskulatur der Kleinen wird entspannt., die Durchblutung wird gefördert, die Verdauung angeregt, so dass sich letztendlich das gesamte Wohlbefinden verbessert.

Ganz nebenbei lernen Babys ihren Körper besser kennen, vor Allem wenn man passend zum jeweils massierten Körperteil mit dem Kind singt oder spricht.


~~~Vorbereitungen~~~

Wichtig ist, dass man sich die Zeit nimmt, die für eine Massage benötigt wird. Ein Massieren zwischen Tür und Angel bringt eher den gegenteiligen Effekt als das sie hilft.
Neugeborene sollten hierbei maximal 5 Minuten massiert werden. Ab der 4. Woche kann man die Massage auf 10 Minuten ausdehnen. Dies sind natürlich nur Richtwerte, Priorität haben natürlich die Bedürfnisse des Kindes.
Zudem sollte man die Massage immer zu einem bestimmten Zeitpunkt durchführen, z.B. nach dem Aufstehen um das Kind zu entmüden und fit für den Tag zu machen oder vor dem Schlafengehen zur Beruhigung.

Da die Kleinen bei der Massage nackt sind muss der Raum in dem ich massieren möchte natürlich entsprechend warm sein. Zusätzlich kann man, um Atmosphäre zu schaffen, das Licht dämpfen, Kerzen aufstellen oder die Lieblingsmusik abspielen oder singen. Das hilft den Eltern wie dem Kind sich auf die Massage vorzubereiten. Hier kann man eigentlich nichts verkehrt machen, was Klein und Groß gefällt ist richtig.

Natürlich muss das Massageöl in greifbarer Nähe sein und auch eine saugfähige Unterlage darf nicht fehlen, da die Kleinen sich durch die Massage entspannen und regelmäßig anfangen Pipi zu machen.


~~~Der richtige Platz~~~

In Indien massieren die Mütter ihre Kinder immer auf den ausgestreckten Beinen. Sie sind ihrem Nachwuchs somit noch näher als wenn die Massage auf dem Wickeltisch oder auf dem Boden durchgeführt wird. Außerdem kann man seinen Schatz in dieser Position zusätzlich wiegen und schaukeln und ihn beruhigen.

Letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen wo er sein Kind massiert. Hauptsache er sitzt oder steht bequem.


~~~Durchführung einer Massage~~~

Ich beschreibe jetzt wie wir die Massage mit unserer Kleinen durchführen. Dies stellt keine Anleitung dar, sondern kann nur ein kleiner Einblick sein. Jeder muss schon für sich entscheiden wie er seinen Schatz verwöhnt. Sämtliche Bewegungen müssen jedoch gleichmäßig und sanft ausgeführt werden.

Zu Beginn der Massage liegt die Kleine auf dem Rücken und wir streichen gleichmäßig überkreuz von der rechten Schulter über die Brust zum linken Bein und von der linken Schulter über die Brust zum rechten Bein.

Die Beinchen werden massiert indem man sie mit beiden Händen umfasst und dann gleichmäßig und v o r s i c h t i g gegeneinander dreht. Immer schön die Beine abwechseln. Vielleicht kennt das der eine oder andere unter dem Begriff Brennnessel.

Für die Massage der Arme muss man seinen Schatz auf die Seite drehen und den Oberarm umfasst. Danach zieht man seine Hand bis zum Handgelenk. Bevor man jetzt loslässt umfasst man bereit mit der anderen Hand den Oberarm und beginnt mit der gleichen Bewegung.

Die Hände und die Füße des Babys werde massiert indem man die Hand oder den Fuß festhält und mit dem Daumen einen leichten kreisenden Druck auf die Innenflächen der Hand oder die Fußsohle ausübt.

Den Rücken der Kleinen massiert man natürlich am Besten in der Bauchlage. Hierzu fährt man leicht mit beiden Daumen rechts und links der Wirbelsäule entlang vom Popo nach oben.


~~~Eigene Erfahrungen~~~

Meine Frau und ich habe die Massage zu einem täglichen Ritual entwickelt. Für mich ist es immer wieder was ganz besonderes wenn ich dran bin und die Kleine massieren darf. Wenn Sie dann vor mir liegt und mich anstrahlt vergesse ich den ganzen Alltagsstress und bin ganz Papa. Das es meiner Dicken gefällt kann ich ja aus ihren Reaktionen entnehmen.

Dies ist übrigens ein wichtiger Punkt. Sobald die Kleine anfängt und knoddert brechen wir sofort die Massage ab. Dann ist es vielleicht nicht ihr Tag oder sie merkt, dass irgendetwas mit uns nicht stimmt und wir nicht bei der Sache sind.

Man kann auch ein bisschen herumexpiremintieren und Massagegriffe selbst entwickeln. Wichtig ist, dass man hierbei seinen Kopf einschaltet und nicht irgendwelche Sachen macht die offensichtlich wehtun oder schädlich sein könnten.

Als Massageöl haben wir zuerst das ganz normale Babyöl genommen. Nachdem meine Frau mittlerweile an einem Baby-Massage-Kurs teilgenommen hat, haben wir uns ein spezielles Produkt gekauft.
Bericht folgt ;-)

Wem diese Infos nicht genug sind, dem kann ich das Buch Babymassage. Berührung, Wärme, Zärtlichkeit von den Autoren Christina Voormann und Govin Dandekar empfehlen
Bericht folgt ebenfalls ;-))


~~~Fazit~~~

Ich kann allen, die so einen kleinen Wurm zu Hause haben nur empfehlen:

Probiert es einfach mal aus.

Es kostet Euch nichts und ihr werdet Eure helle Freude daran haben.

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