Gothika (VHS) Testbericht

Gothika-vhs-thriller
ab 10,15
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004

5 Sterne
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Erfahrungsbericht von michafuchsi

Traue niemandem, der dich für verrückt hält!

Pro:

gute Story, überraschende Wendungen

Kontra:

einiges ist überzogen

Empfehlung:

Ja

Eigene Meinung

Als ich die erste Vorschau zu dem Film gesehen habe hat mich diese überhaupt nicht überzeugt. Für mich das das alles nach einem Abklatsch von „The Ring“ aus. Auch das Making of… konnte mich nicht wirklich überzeugen. Man erfuhr zwar, dass es im Film um mehr ging, als um ein nasses Mädchen, aber es hörte sich immer noch nach einer Story an, die schon zigmal über die Leinwand geflimmert sein könnte.

Zum Glück wurde ich von Freunden überredet mit in den Film zu gehen und ich muss sagen, es hat sich gelohnt…

Der Film hat viele verschiedene Gesichter und zeigt, wie schnell man auch logisch denkende Menschen an den Rand des Wahnsinns treiben kann.

Man wird aus der Stimmung der heilen Welt schnell heraus gerissen und findet sich in der Welt von Miranda Grey wider. Die schauspielerische Leistung von Halle Barry und Penélopez Cruz sind unglaublich authentisch und ziehen den Zuschauer in den Bann des Films. Vor Allem die Anfangsszene in der Miranda mit Cloe über die Vergewaltigungen spricht fand ich überzeugend dargestellt. Es machte deutlich, wie wenig glauben einem Menschen geschenkt wird, der für Verrückt gehalten wird und wie wenig er anderen Menschen trauen kann.

Für einen Thriller ist die Story ist sehr gut aufgebaut und verliert im Laufe des Filmes kaum an Spannung. Es kommen immer neue Details ans Licht, und man wird hin und wieder auch durch einige Bilder erschreckt. Ab der ersten Sekunde versucht man abzuschätzen, was in der nächsten Szene passieren könnte, aber trotz allem wird man wieder überrascht.

Die Umgebung im Film ist bis auf den Anfang und das Ende immer düster und in typischem Gefängnis grau gehalten, was eine bedrückende Stimmung aufbringt. Die Spannung wird durch das ständig flackernde Licht heraufgesetzt, was allerdings in manchen Szenen auch nervend sein kann und überflüssig erscheint.

Die „Happy-End“-Szene am Schluss, fand ich etwas überzogen, und machte sie deshalb für meinen Geschmack überflüssig. Ebenso fand ich die Beziehung zwischen Pete und Miranda etwas eigenartig dargestellt, da sie irgendwo zwischen Freundschaft und Affäre zu schweben schien. Trotzdem war da nicht halbes und nichts ganzes zwischen ihnen. Ich fand die Leistung von Robert Downy Jr. nicht wirklich überzeugend. Er hat zwar zwischendurch gut zur Story beigetragen, aber das meiste fand ich übertrieben dargestellt.

Alles in allem muss ich sagen, der Kinobesuch hat sich gelohnt. Der Film hat mich angesprochen und einige Male habe ich mich auch erschreckt. Der Film ich nach meiner Meinung nach sehenswert!


Der Filminhalt:

Dr. Miranda Grey (Halle Barry) ist Psychologin in einem Gefängnis. Sie ist eine erfahrene Ärztin, die ihre Fälle mit Logik und Intelligenz angeht. Eine ihrer Patientinnen ist Cloe, die wegen Mordes an ihrem Stiefvater verurteilt worden ist. Cloe erzählt in ihren Sitzungen von Vergewaltigungen durch den Teufel, die sie in ihrer Zelle erlebt. Jeder hält Cloe für verrückt und ihre Berichte werden als Wahnvorstellungen abgetan und mit Medikamenten behandelt.

Miranda Grey ist im Gefängnis hoch angesehen und versteht sich mit jedem gut. Einer Ihrer Kollegen ist Pete Graham. Er hat ein persönliches Interesse an Dr. Grey und versucht sie immer wieder zu einem Date zu überreden. Miranda Grey lehnt dies aber immer wieder ab, da sie mit Dr. Douglas Grey, dem Vorgesetzten der beiden glücklich verheiratet ist.

Die Geschichte nimmt eine Wendung, als Miranda eines Abends bei heftigem Regen heimfahren will. Wegen einer unterspülten Straße muss sie einen Umweg nehmen. Die Strecke führt sie über eine Brücke, an der ihr Mann und der befreundete Sheriff regelmäßig zum Angeln gehen. Hinter der Brücke steht ein durchnässtes Mädchen mitten auf der Fahrbahn und Miranda versucht auszuweichen. Sie prallt mit ihrem Auto gegen einen Baum. Sie steigt aus und spricht das Mädchen an, ob es Hilfe brauche. Das Mädchen schweigt und schaut sie nur an, dann passiert etwas unheimliches mit dem Mädchen, es verwandelt sich in eine Flamme…

Als Miranda 3 Tage später erwacht liegt sie in einer Zelle „ihres“ Gefängnisses und kann sich an nichts mehr erinnern. Sie ruft nach den Aufsehern, die sie direkt ruhig stellen wollen. Pete Graham kommt hinzu und klärt Miranda auf, warum sie im Gefängnis ist. Sie wurde wegen Mordverdacht an ihrem Mann eingeliefert. Als Miranda alles leugnet, sagt ihr Pete, dass die Beweise eindeutig seien, sie wurde am Tatort blutüberströmt aufgegriffen…

Nach und nach beruhigt sich Miranda wieder und wird von Pete psychologisch betreut. Jeder glaubt, dass Miranda durch die Arbeit mit den Inhaftierten verrückt geworden ist. Doch Miranda glaubt weiter an ihre Unschuld, obwohl sie sich immer mehr an die Details des Abends erinnern kann.

Die einzige, zu der Miranda noch etwas vertrauen aufbringen kann, ist Cloe, da sie die einzige ist, die sie nicht für verrückt hält. Miranda wird immer wieder von dem mysteriösen Mädchen aufgesucht, welches eigentlich schon lange Tod sein müsste. Miranda erfährt durch sie nach und nach, was für ein Geheimnis auf dem Gefängnis liegt und was es mit den wirren Behauptungen von Cloe auf sich hat.

Nun versucht Miranda mit Hilfe des unheimlichen Mädchens und Cloe die Wahrheit über den Mord an ihrem Mann und den Vergewaltigungen im Gefängnis auf die Spur zu kommen. Sie muss einige Rätsel lösen und sich vielen dunklen Geheimnissen stellen. Dabei hilft ihr ihre Logik und Intelligenz und auch ein bisschen das Übernatürliche.

Ein Film in dem sich immer neue Überraschungen auftun und der spannend bis zum Schluss bleibt.
Traue niemandem, der dich für verrückt hält….



Die Facts:

Originaltitel: Gothika (2003)
Spieldauer: 98 Minuten
Genre: Thriller / Horror
Regie: Mathieu Kassovitz

Die Schauspieler:

Dr. Miranda Grey: Halle Berry
Chloe Sava: Penélopez Cruz
Pete Graham: Robert Downey Jr.
Dr. Douglas Grey: Charles S. Dutton
uvm.

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