Grafschafter Goldsaft Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Geschmack:  sehr gut
  • Geruch:  sehr gut
  • Streichfähigkeit:  sehr gut

Erfahrungsbericht von jeelbein

Flüssige Rüben...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Mein heutiges Frühstücksbrötchen hat mir mal wieder derartig gut geschmeckt, daß ich die Energie aufbringen kann, die Gemeinde der Lesenden an meinem Geschmackserlebnis teilhaben zu lassen.

Der Aufstrich auf meinem Brötchen war nämlich GRAFSCHAFTER GOLDSAFT, meine Oma aus dem Rheinland nannte ihn immer Rübenkraut.
Einige Zeit war Goldsaft bei mir nicht so beliebt, weil ich mich mal ziemlich damit eingesaut hatte, er ist nämlich wirklich klebrig und hinterläßt schön dunkelbraune Flecken. Bisher kannte ich den Goldsaft nur in dem quietschgelben Pappbecher zu ca. 1,50 DM. Sehr umweltfreundlich aber da das Zeug recht lange hält, leiert der Pappdeckel auch mit der Zeit aus und die ganze Verpackung droht unansehnlich zu werden.
Nun habe ich entdeckt, daß die Leute von der Grafschafter Krautfabrik aus Meckenheim auch Honig mögen (ich glaube zumindest, daß die Langnese-Menschen das vorher hatten). Die Technik der auf dem Kopf stehenden Spenderflasche (wie bei der FLOTTEN BIENE) wird auch beim Goldsaft eingesetzt ! Super !
Wenn es ein Produkt gibt, daß nach dieser Spenderflasche geschrien hat, dann Goldsaft.
Die zwei Mark, die er im Spender mehr kostet zahle ich gern, die Umwelt muß ich dafür an anderer Stelle schonen.

Vielleicht erstmal ein paar interessante Informationen zum Thema Goldsaft:

1. ROHSTOFF

Die Zuckerrübe ist der einzige Rohstoff, aus dem der Goldsaft hergestellt wird. Die Zuckerrübe (beta vulgaris) gehört zu den Gänsefußgewächsen und kommt wohl ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, wo sie auch wild vorkommt.
Zuckerrüben bestehen zu 75% aus Wasser und dem Rest Trockensubstanz, im Laufe des Wachstums sinkt der Wassergehalt. Die Trockensubstanz teilt sich auf in anorganische Bestandteile (Asche) und organische (im wesentlichen Zucker und Stickstoffverbindungen wie Aminosäuren und Proteine). Die Aschebestandteile sitzen zumeist im oberen Teil der Rübe, dem Kopf. Kopf und Blätter (das Kraut) werden meistens gleich als Dünger wieder untergepflügt.
Zuckerrüben werden auf ca. 500.000 Hektar Fläche in Deutschland angebaut, im März, April gesät und Mitte September bis Dezember geerntet (Rübenkampagne).


2. HERSTELLUNG

Grafschafter Goldsaft ist eigentlich Zuckerrübensirup und besteht auch 100%-ig aus Zuckerrüben – Ihr wißt schon diese Dinger, die wie Riesenkartoffeln aussehen und im Herbst immer von den Transportern vor einem auf die Straße fallen).
Die Rüben, die nicht vom Anhänger fallen landen bei der Krautfabrik und werden geprüft auf Zucker- und Schmutzgehalt und – so für gut befunden – auf dem Lagerplatz abgeladen.
Dann werden die Rüben vorgewaschen und das Blattgrün entfernt, um dann zu fingergroßen Schnitzeln zerkleinert zu werden.
Die Rübenschnitzelchen werden dann vorgekocht, damit sie schön weich werden und bei 105 °C mehrere Stunden gedämpft. Dabei wird ein Teil der in den Rüben enthaltenen Saccharose (woraus der normale Haushaltszucker besteht) in Glucose und Fructose umgewandelt (Fachausdruck Inversion). Hierbei wird auch verhindert, daß der Zucker auskristallisiert (würde auch zu sehr beim Essen knirschen).
So, nun muß der kleingekochte Rübenbrei nur noch ordentlich (mit hydraulischen Pressen) ausgequetscht werden, damit man den Rohsaft erhält, der dann von unerwünschten Feststoffteilchen befreit wird.
Die letzte Stufe ist dann das Eindicken durch Verdampfen (schonen unter Vakuum). Bei 78% Trockensubstanzgehalt hat man dann endlich das fertige Endprodukt.

3. INHALTSSTOFFE

100 Gramm Goldsaft enthalten haben einen Brennwert von 270 kcal oder 1135 kJ
Eiweiß: 2,9 g
Kohlenhydrate 64,5 g ( davon: 31,5 g Saccharose, 16 g Fruktose u. 17 g Glukose)
Fett:

13 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Haggia

    06.08.2002, 00:02 Uhr von Haggia
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich liebe Sirup!