Erfahrungsbericht von Gering
Grisham mal ohne Thrill ?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
John Grisham ist vor allem durch seine Thriller bekannt geworden. Mit dem Roman „Die Farm“ stellt er aber unter Beweiß, dass nicht nur die Krimischiene, sondern auch die Sozialstudie von ihm ebenso beherrscht wird.
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Inhalt
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Arkansas, 1952. Luke Chandler wächst auf einer kleinen Baumwollfarm auf, gemeinsam mit seinen Eltern und seinen Großeltern. Sein Vater und sein Großvater, Pappy, sind beide Soldaten gewesen und der Onkel Lukes, Ricky, dient derzeit im Koreakrieg.
Luke ist ein junge wie jeder anderer auch, doch natürlich unterscheidet sich das leben eines Farmersohnes in Arkansas grundlegend von dem leben, dass wir uns vielleicht unter einem ganz normalen Jungendasein vorstellen. Die Chandlers sind normale Farmer, besser als reine Pächter, denn sie bewirtschaften zu einem teil eigenes land. Schulden drücken jedoch das Leben der Familie, denn die Baumwollfarm wirft nicht immer genug ab, um die Jahreskosten zu decken. Schon einmal musste Lukes Vater deshalb in den Norden und in den Autofabriken zusätzlich Geld verdienen, um die Rechnungen bezahlen zu können.
Deshalb ist auch jede einzelne Ernte wichtig und die Ernte dieses Jahres scheint eine Rekordernte zu werden, auch wenn das den grundlegenden Pessimismus der Chandlers ändern könnte, denn eine Rekordernte bedeutet auch, dass man für den Ballen Baumwolle weniger erhält. Schwierig in diesem Jahr ist die Beschaffung von Arbeitskräften, denn viele Leute aus dem bergen, angewiesen auf die zusätzliche Einnahmequelle der Baumwollernte, sind nicht da, und auch die mexikanischen Arbeitskräfte kommen recht spät. So haben die Chandler allen Grund sich Sorgen zu machen.
Mit der Zeit finden sich aber Arbeitskräfte, darunter auch eine Familie aus den Bergen, die den Sohn Hank mit auf die Farm bringt. Hank ist ein roher, überheblicher Kerl. Und als Hank bei einer Schlägerei in der Stadt die Nerven verliert und einen seiner Gegenüber kaltblütig erschlägt, haben sich die Chandlers auch noch die Sorgen um den mord zu machen, denn eine Verhaftung eines Familienmitgliedes hätte zur Folge gehabt, dass alle Familienmitglieder die Farm verlassen hätten und damit wären auch die Arbeitskräfte verloren gewesen.
Doch die Erntezeit hat für die Chandlers noch viel mehr an Überraschungen parat, als diese sich hätten träumen lassen können…
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Meinung
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Das Leben in Arkansas mag heute angenehm sein und die Vorzüge der modernen Technik kann man bei einer Fahrt durch das eigentlich öde Land an jeder Straße sehen, wenn auch die Entfernungen bisweilen Ausmaße haben, di wir in Deutschland so nicht nachvollziehen können. Für die Farmer zu Beginn der 50 er Jahre, natürlich vorher und nachher genau so, hatte nicht viele Annehmlichkeiten zu bieten, nur Sorgen vor allem. Denn die Bedienungen und die Bezahlung des Ernteertrages waren so gering, dass jedes Jahr und jede Ernte zu einem Nullsummenspiel verkommen. Grisham beschreibt in seinem Buch, dass als Handlungszeit nur die zeit zwischen September und Oktober 1952 hat, am Beispiel der Chandlers das harte Leben der Farmer, die Armut der Menschen, die Mühen und die knochenharte Arbeit.
Exemplarisch am leben Luke wird dabei die Realität kritisch dargestellt, doch natürlich hat Luke Träume, wie sie jeder Junge und auch jedes Mädchen hat. Für Luke steht fest, dass er Baseballprofi werden will, Baseball als das Spiel, das das einzige Freizeitvergnügen der Chandlers ist, den vor allem dieses kann über das Radio empfangen werden.
Und auch aus der Sicht Lukes werden die Probleme hinterleuchtet: Für einiges, was Luke sich wünscht, ist kein Geld da. Denn Eltern und Großeltern müssen jeden Cent doppelt herumdrehen.
Die Not der Menschen, zusammen mit der enormen körperlichen Belastung, beleuchtet den American way of life auf eine sehr kritische Weise, beleuchtet die harte, bittere Realität der breiten ländlichen Masse, die sich von der Lebensweise der „reichen“ Städter deutlich unterschied.
Anspruchslos waren sie, denn hohe Ansprüche konnte sich niemand leisten. Hart zu sich selbst, körperliche Strapazen gewohnt, alle Soldaten, und alle ohne großartige Hoffnung für die Zukunft.
Mit „Die Farm“ ein Grisham einen eindringlichen Roman vorgelegt, der ein scheinbar langweiliges Thema fesselnd aufs Papier bringt.
Literatur höchster Güte.
Michael
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Inhalt
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Arkansas, 1952. Luke Chandler wächst auf einer kleinen Baumwollfarm auf, gemeinsam mit seinen Eltern und seinen Großeltern. Sein Vater und sein Großvater, Pappy, sind beide Soldaten gewesen und der Onkel Lukes, Ricky, dient derzeit im Koreakrieg.
Luke ist ein junge wie jeder anderer auch, doch natürlich unterscheidet sich das leben eines Farmersohnes in Arkansas grundlegend von dem leben, dass wir uns vielleicht unter einem ganz normalen Jungendasein vorstellen. Die Chandlers sind normale Farmer, besser als reine Pächter, denn sie bewirtschaften zu einem teil eigenes land. Schulden drücken jedoch das Leben der Familie, denn die Baumwollfarm wirft nicht immer genug ab, um die Jahreskosten zu decken. Schon einmal musste Lukes Vater deshalb in den Norden und in den Autofabriken zusätzlich Geld verdienen, um die Rechnungen bezahlen zu können.
Deshalb ist auch jede einzelne Ernte wichtig und die Ernte dieses Jahres scheint eine Rekordernte zu werden, auch wenn das den grundlegenden Pessimismus der Chandlers ändern könnte, denn eine Rekordernte bedeutet auch, dass man für den Ballen Baumwolle weniger erhält. Schwierig in diesem Jahr ist die Beschaffung von Arbeitskräften, denn viele Leute aus dem bergen, angewiesen auf die zusätzliche Einnahmequelle der Baumwollernte, sind nicht da, und auch die mexikanischen Arbeitskräfte kommen recht spät. So haben die Chandler allen Grund sich Sorgen zu machen.
Mit der Zeit finden sich aber Arbeitskräfte, darunter auch eine Familie aus den Bergen, die den Sohn Hank mit auf die Farm bringt. Hank ist ein roher, überheblicher Kerl. Und als Hank bei einer Schlägerei in der Stadt die Nerven verliert und einen seiner Gegenüber kaltblütig erschlägt, haben sich die Chandlers auch noch die Sorgen um den mord zu machen, denn eine Verhaftung eines Familienmitgliedes hätte zur Folge gehabt, dass alle Familienmitglieder die Farm verlassen hätten und damit wären auch die Arbeitskräfte verloren gewesen.
Doch die Erntezeit hat für die Chandlers noch viel mehr an Überraschungen parat, als diese sich hätten träumen lassen können…
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Meinung
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Das Leben in Arkansas mag heute angenehm sein und die Vorzüge der modernen Technik kann man bei einer Fahrt durch das eigentlich öde Land an jeder Straße sehen, wenn auch die Entfernungen bisweilen Ausmaße haben, di wir in Deutschland so nicht nachvollziehen können. Für die Farmer zu Beginn der 50 er Jahre, natürlich vorher und nachher genau so, hatte nicht viele Annehmlichkeiten zu bieten, nur Sorgen vor allem. Denn die Bedienungen und die Bezahlung des Ernteertrages waren so gering, dass jedes Jahr und jede Ernte zu einem Nullsummenspiel verkommen. Grisham beschreibt in seinem Buch, dass als Handlungszeit nur die zeit zwischen September und Oktober 1952 hat, am Beispiel der Chandlers das harte Leben der Farmer, die Armut der Menschen, die Mühen und die knochenharte Arbeit.
Exemplarisch am leben Luke wird dabei die Realität kritisch dargestellt, doch natürlich hat Luke Träume, wie sie jeder Junge und auch jedes Mädchen hat. Für Luke steht fest, dass er Baseballprofi werden will, Baseball als das Spiel, das das einzige Freizeitvergnügen der Chandlers ist, den vor allem dieses kann über das Radio empfangen werden.
Und auch aus der Sicht Lukes werden die Probleme hinterleuchtet: Für einiges, was Luke sich wünscht, ist kein Geld da. Denn Eltern und Großeltern müssen jeden Cent doppelt herumdrehen.
Die Not der Menschen, zusammen mit der enormen körperlichen Belastung, beleuchtet den American way of life auf eine sehr kritische Weise, beleuchtet die harte, bittere Realität der breiten ländlichen Masse, die sich von der Lebensweise der „reichen“ Städter deutlich unterschied.
Anspruchslos waren sie, denn hohe Ansprüche konnte sich niemand leisten. Hart zu sich selbst, körperliche Strapazen gewohnt, alle Soldaten, und alle ohne großartige Hoffnung für die Zukunft.
Mit „Die Farm“ ein Grisham einen eindringlichen Roman vorgelegt, der ein scheinbar langweiliges Thema fesselnd aufs Papier bringt.
Literatur höchster Güte.
Michael
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