Honda Accord Testbericht

Honda-accord
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Abbildung beispielhaft
ab 31,03
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Summe aller Bewertungen
  • Fahreigenschaften:  gut
  • Fahrkomfort:  sehr gut
  • Platzangebot:  sehr großzügig
  • Zuverlässigkeit:  sehr gut

Erfahrungsbericht von SwenSch

Als Gebrauchter empfehlenswert!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ich habe mir vor drei Jahren einen Honda Accord, Baujahr 1988, gekauft. Damals hatte ich eine klare Vorstellung über den Höchstbetrag, den ich ausgeben wollte und die lag bei maximal 5000 DM. Bei einem großen Gebrauchtwagenhändler hatte ich mehrere Alternativen:
einen 13 Jahre alten Ford Scorpio mit durchgerosteter Heckklappe
einen 7 Jahre alten VW Polo
einen 6 Jahre alten Opel Corsa
einen 11 Jahre alten Honda Accord.

Wie die Autos so nebeneinander standen, verliebt ich mich in den Accord. Der musste es sein, mit seinen dunklen Heckleuchten und Rauchsilbermetallick-Lackierung. Preis: 4950 DM. Eine Probefahrt überzeugt mich vollends und ich kaufte den Wagen. Zu allererst ließ ich eine große Inspektion machen (700 DM, incl. Bremsen, Wischer, Zahn- und Keilriemen), da ich mit meinem ersten Wagen mal wegen Zahnriemenriess liegengeblieben bin.

Jetzt mal zum Wagen:

Technische Daten:
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Höchstgeschwindigkeit: 182 km/h
Leistung: 75 kW bei 5500 Umdrehungen
Hubraum: 1932 ccm
Länge: 4535mm
Breite: 1695mm
Höhe: 1355mm
Leergewicht: 1110 kg
Höchstgewicht: 1660 kg (=550 kg Zuladung)
Bereifung: 185/65R14 oder 195/60R14
Anhängelast: 1200kg/500kg (gebremst/ungebremst)

Ausstattung:
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Bequeme Polstersitze, die angenehm straff sind. Die Bewegungsfreiheit vorne ist an und für sich perfekt. Fahrer über 185cm Körpergröße sollten allerdings allenfalls Kinder hinter sich placieren. Wenn der Vordersitz nämlich passend eingestellt ist, ergibt sich hinten kaum noch Kniefreiheit.
Die Rücksitze haben keine eigenen Kopfstützen.
4 Sitze haben 3-Punkt-Gurte, während der Notsitz auf der Rückbank (in der mitten) nur über einen Beckengurt verfügt. Ist aber normal.
Alle Bedienelemente sind übersichtlich abgebracht, so sind die Lichtschalter in den Blinkerhebel integriert. Die Heizung ist oben am Armaturenbrett integriert. Einzig der Schalter für die Nebelschlussleute ist etwas versteckt angebracht. Das Radio sitzt nicht zu tief.
Der Wagen hat eine Zentralverriegelung (nicht per Funk, sondern nur über Schloss an der Fahrertür), elektrisch verstellbare Aussenspiegel, elektrisches Glasschiebedach und eine elektrische Antenne. Die Seitenscheiben vorne sind belüftet, das heißt, sie beschlagen eigentlich nicht.
Der Kofferraum ist groß genug für einen kleinen Urlaub (es passen rein: Kinderwagen, Hochstuhl, Reisebett plus Gebäck für 2 Erwachene und ein Kleinkind für 4 Tage). Was fehlt ist eine umklappbare Rückbank oder wenigstens eine Durchlademöglichkeit.
Der Notsitz kann in eine Armlehne verwandelt werden (Rückwand lässt sich herunterklappen.
Tank und Kofferraum lassen sich von innen entriegeln.

Fahrverhalten
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Durch den Frontantrieb ist der Accord ein guntmütiges Fahrzeug, zumindest solange man nicht allzu flott in die Kurven geht. Dann geht der Wagen nämlich ziemlich in die Knie (man hat das Gefühl, es fehlt nicht mehr viel und die kurveninneren Räder heben ab) und schiebt über die Vorderräder nach außen. Aber ich denke, mit 50 in der 180 Grad Kurve einer Autobahnausfahrt reichen auch aus.
Die Beschleunigung ist nicht schlecht, der erste Gang ist allerdings wirklich nur fürs Losrollen ausgelegt. Der Wagen lässt sich sehr schaltfaul fahren. Wenn ich nachts mal an den Arbeitsplatz gerufen werde, schalte ich kurz nach dem Abfahren in den 5. Gang und der bleibt über eine Strecke von 18 km auch drin, wobei die Fahrt durch mehrere Dörfer geht.
Der Geräuschpegel ist nicht zu hoch, allerdings sollte man bei Geschwindigkeiten über 70 km/h das Schiebedach entweder ganz zu oder ganz aufmachen. Ein kleiner Spalt sorgt für einen Lärm, dass man sein eigenes Wort nicht mehr versteht. Über Tempo 100 gehört das Dach auf jeden Fall geschlossen.

Sonst noch was
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Der Verbrauch liegt für ein altes Fahrzeug in dieser Größe bei äußerst angenehmen 8,5 Litern Normalbenzin auf 100 Kilometern, bei 50:50 Stadt- und Überlandverkehr. Auf der Autobahn kommt man mit 7-7,5 Litern hin (wphlgemerkt: Fahrt durch Belgien und Frankreich mit strengem Tempolimit von 120). Mehr als 9,5 Litern habe ich noch nie gebraucht.
Öl musste ich auch noch nie nachfüllen.
Meine Versicherung führt den Wagen gerade in Typenklasse 21, was für mich bei 70% einen Aufwand für Haftpflicht von ca. 700 Euro bedeutet. Steuer muss ich seit diesem Jahr 211 Euro löhnen.
Natürlich ist bei so einem alten Wagen der Lack nicht mehr 1a. Ein paar kleine Kratzer hat er abbekommen und dort, wo der Lack nicht direkt nachgebessert wurde, hat er ein wenig Rost angesetzt. Ansonsten ist kein Rost zu finden.

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