Hongkong Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von RedTitan
HONGKONG - Der duftende Hafen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hongkong - 07.09.2002 - 1.Tag
Am 07.09.2002 ging es endlich los, 3 Tage Hongkong und dann 10 Tage Bali waren unser Ziel. Um 14.00 Uhr ging es mit Cathay Pacific Flug CX 288 von Frankfurt nach Hongkong. Die Verpflegung an Bord war perfekt , über Snacks, Mittag- / Abendessen, Nachtsnacks, Frühstück, sowie Nüsse, Süssigkeiten und Getränke bis zum abwinken, gab es auch für jeden Fluggast einen eigenen Monitor im Sitz des Vordermannes und das alles schon in der “Holzklasse”.
Nach knappen 11 Stunden, um 7.00 Uhr Ortszeit (+ 6 Stunden MEZ) erreichten wir den, am 6.Juli 1998 neuerbauten FLughafen, Chek Lap Kok in Hongkong. Nachdem wir auch zügig unsere Koffer bekamen, meldet wir uns an Transferschalter 4D. Dort fragte man uns direkt, wann wir die von uns (in Deutschland) gebuchte Sightseeing Tour machen wollten. Wir hatten die grandiose Auswahl zwischen heute (also unserem Ankunftstag) um 9.45 Uhr in deutsch oder heute um 13.00 Uhr in englisch. Da wir im Flugzeug eh nicht geschlafen haben und fit wie ein Murmeltier nach einer durchzechten Nacht waren, entschieden wir uns ganz spontan die Sightseeing Tour noch am selben Tag in deutsch mitzumachen.
Gegen 8.00 Uhr wurden wir dann in einen Bus verfrachtet und mit 4 anderen Touris nach Kowloon (einem Stadtteil Hongkongs) gebracht.
Nach einer knappen Stunde Fahrt erreichten wir unser gebuchtes Hotel, das Harbour Plaza, ein 5* Hotel direkt am Hafen, mit Blick auf die legendere Skyline von Hongkong Island. Um kurz nach 9.00 Uhr waren natürlich unser Zimmer noch nicht ganz fertig, also liessen wir unsere Koffer an der Rezeption zurück, sahen uns eine halbe Stunde unser Hotel und die nahe Umgebung an, um uns pünktlich um 9.45 Uhr zur Stadtrundfahrt wieder an der Eingangshalle des Hotels einzufinden.
In unserem jugendlichem Leichtsinn, dachten wir das die Stadtrundfahrt etwa ein Stunde dauert, nach dem Motto: “Rein in den Bus - rechts gucken ... Hochhäuser - links gucken ... Hochhäuser - raus aus dem Bus - rein ins Hotel - fertig”.
Doch wir wurden sowohl positiv als auch negativ überrascht. Denn zum negativen dauerte die Tour etwa 4 1/2 Stunden, was unserem Nachholbedarf an Schlaf nicht gerade zu gute kam und zum positiven dauerte sie 4 1/2 Stunden, was natürlich die Anzahl der Sehenswürdigkeiten, die wir abhandeln konnten und sonst wohl auch nicht in den 3 Tagen geschafft hätten, deutlich erhöhte.
Zuerst ging die Fahrt von Kowloon, durch einen Tunnel unter dem chinesischem Meer nach Hongkong Island, einer kurzen Fahrt durch die Hochhausschluchten Hongongs, folgte die Fahrt zum Victoria Peak, wohl einem der bekanntesten Punkte in Hongkong.
Der Victoria Peak (oder auch nur Peak genannt) ist so etwas wie der “Hausberg” von Hongkong, mit 554 m (die Höhenangaben varieren immer etwas) ist er der höchste Punkt in Hongkong. Hinauf kommt man entweder mit dem Bus, oder aber stilecht mit der Peak Tram, einer Zahnradbahn. Heute sollten wir den Peak mit dem Touri-Bus erreichen, aber am nächsten Tag wollten wir nochmal wieder kommen und dann The Peak mit der Zahnradbahn bezwingen. Wenn man den Victoria Peak mit der Zahnradbahn erreicht, dann kommt man mit dieser in der Peak Gallerie in Level 4 an. Unter anderem sind dort ein Kabinett für Wachsfiguren, eine Kuriositäten Show, ein Mövenpick Restaurant, so wie diverse Shops und Restaurants untergebracht.
Der Blick von “The Peak” auf die Skyline von Hongkong Island, über das Meer und den Hafen entschädigt sogar für den fehlenden Schlaf. ;-)
Danach ging es weiter Richtung Repulse Bay, vorbei am “Haus mit Loch”. Vor der Erbauung dieses Hauses, stand dort ein Hotel, welches Pleite ging. Später fand sich ein Käufer, der sich zuerst bei einen Feng Shui Meister Rat und Hilfe holte. Dieser liess das Haus abreissen und ein Wohnhaus bauen, in dessen Mitte man ein Loch über 9 Etagen liess. Die einfache Erklärung für das Loch ist folgende: Der Feng Shui Meister befand das Loch als wichtig, um dem Drachen, der in den Bergen wohnt, freien Zutritt zum Wasser zu gewähren.
Danach hatten wir einen kurzen Aufenthalt im Tin Hau Tempel bei Repulse Bay. Der Tempel wurde 1767 erbaut und erst Ende der 90er Jahre renoviert.
Der Tin Hau Tempel liegt direkt am Meer und somit auch am Strand von Repulse Bay, einer schönen Bucht, welche einen herrlichen Blick auf das Meer und die kleinen Berge bietet. Der Strand hat einen schönen hellen Sand und relativ klares Wasser.
Danach ging es weiter, am Ocean Park vorbei, einem Freizeit Park mit Achterbahn, Seilbahn, großen Aquarien und Delfin Show, in Richtung des berühmten Fischerdorfes Aberdeen Im Hafen liegen einige Dschunken, auf denen auch heute noch viele Familien wohnen und arbeiten. Die meisten der ehemals 40.000 Bootsbewohner wurden jedoch in nahgelegene Hochhäuser umquartiert. Ein Highlight von Aberdeen ist wohl das 80 Meter lange, schwimmende Jumbo Restaurant im Hafenbecken, zu dem die die hungrigen Gäste mit zwei kleinen Booten (Fähren) kostenlos hinübergefahren werden. Besonders beeindruckend muss es nach Sonnenuntergang dort sein, wenn das Restaurant von vielen bunten Lampen und Lichter hellerleuchtet ist.
Danach ging es langsam aber sicher Richtung Hotel, was unseren vor Müdigkeit arg strapazierten Körpern sehr entgegen kam. Im Hotel war dann auch unser Zimmer “Einzugs-Fertig”.
Bevor wir aber unsere müden Knochen, auf das bequeme Hotelbett legen sollte, wollten wir doch unbedingt noch den “Roof-top Swimming Pool” ausprobieren. Auf dem Dach gab es neben dem Pool auch noch einen Whirlepool, eine kleine Pool-Bar, sowie Sonnenliegen und einen grandiosen Blick (aus dem Wasser) auf die Skyline.
Danach ging es dann aber wirklich ins Bett für einen kleinen Mittagsschlaf. Nach 2 Stunden Schlaf, die zwar eindeutig zu kurz, aber dennoch sehr erholsam waren, wollten wir in der einsetzenden Dämmerung noch der legendären Nathan Road einen Besuch abstatten, welche Nachts durch Neonreklame hellerleuchtet ist. Nach einem ausgedehntem Bummel über die Nathan Road und einige der ansässigen Nachtmärkte, ging es gegen 22.00 Uhr wieder zurück zum Hotel, um letzendlich unseren nun wirklich wohlverdienten Schlaf nachzuholen.
Hongkong - 08.09.2002 - 2.Tag
Am nächsten Morgen, ging es frisch ausgeruht los. Ein heisser, drückender, schwüler, aber dennoch schöner Tag mit hoher Luftfeuchtigkeit empfing uns bereits um 8.00 Uhr morgens. Am nächsten Morgen, ging es frisch ausgeruht los. Ein heisser, drückender, schwüler, aber dennoch schöner Tag mit hoher Luftfeuchtigkeit empfing uns bereits um 8.00 Uhr morgens. (Mittags sollten wir eine Luftfeuchtigkeit von 87 % bei 35 °C im Schatten erreichen).
Zuerst einmal ging es zum Uhrenturm an der Spitze von Kowloon, einem der wenigen Denkmäler der Kolonialzeit und dem letzten Überbleibsel des 1915 erbauten Bahnhofs. Auf dem ehemaligen Gelände des alten Bahnhofs befindet sich nun eine schöne Promenade, sowie das Cultural Centre mit Theater, Kunstmuseum und Konzerthalle.
Danach ging es zur nahgelegenen U-Bahnstation “Tsim Sha Tsui” an der Nathan Road, um von dort mit der MTR (Mass Transit Railway), zur Haltestelle “Wong Tai Sin” zu gelangen und um dort den gleichnamigen “Wong Tai Sin” Tempel zu besuchen. An der MTR Station ist der Tempel bereits ausgeschildert (Richtung: Ausgang B2)
Der Wong Tai Sin Tempel ist ein großer und farbenfroher Tempel, der von Gläubigen stark frequentiert wird. Die ganze Tempelanlage ist vom Rauch der Räucherstäbchen eingehüllt und an langen Tischen und auf dem Boden opfern die Menschen Nahrungsmittel. (von Orangen über Kekse bis hin zu gebratenen Hühnern) Viele Gläubige sieht man dort mit Glücksstäbchen aus Bambus, die so lange geschüttelt werden, bis ein Stäbchen herausfällt. Dies ist eine einfache Befragung des Orakels, welche die Chinesen keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Rund um den Tempel sind kleine Hütten, in denen Wahrsager sitzen, die aus der Hand lesen oder aber auch das herausgefallene Glücksstäbchen deuten. So hört man bisweilen im Wong Tai Sin Tempel ein ohrenbetäubenden Lärm, der durch das schütteln der Glücksstäbchen zu stande kommt.
Danach ging es wieder mit der U-Bahn (MTR) zurück Richtung Nathan Road und von dort mit dem praktischen und vorallem kostenlosen Hotel-Schuttle-Bus ins Harbour Plaza. Am Hotel angekommen, kam uns in den Sinn die nahgelegenen Shopping Center abzuklappern. Im Umkreis von etwa 1 km gab es einige große und kleinere Shopping Malls. Neben Shopping Centern wie, Home World, Treasure World, Screen World, Fashion World, Juniper Mansions, Willow Mansions, Palm Mansions, die jeweils in einem eigenem Komplex untergbracht waren, gab es noch das (zumindestens für uns) herausragende “The Whampoa”, ein Einkaufszentrum, welches detailgetreu einem Schiff nachempfunden war. (Frei nach dem Motto: Jeans auf dem Sonnendeck und Pullis auf dem Achterdeck)
Nach dem wir uns dann die nächsten 1 1/2 Stunden von der Mittagshitze ausgeruht haben und irgendwie versucht haben die hohe Luftfeuchtigkeit zu verarbeiten, ging es auch schon wieder los zu unserer abendlichen Hongkong Island Besichtigungstour.
Von der nahgelegenen Anlegestelle “Hung Hom”, ging es mit der legendären Star Ferry nach “Central” in Hongkong Island. Die Star Ferry unterhält mehrere Schiffe, welche diversen Anlegestellen in Kowloon und diverse in Hongkong Island miteinander verbinden. Die Star Ferry gibt es seit Dezember 1888 und wenn man die (zu meist) grün weissen Schiffe sieht, liegt der Gedanke nahe, das diese immer noch aus der Gründerzeit stammen. Die Schiffe haben alle Namen die etwas mit “Star” zu tun haben, wie zum Beispiel: Silver Star, Western Star oder World Star.
Beim Anleger “Central” in Hongkong Island angelangt, ging es an der City Hall vorbei, in Richtug Statue Square, dem Mittelpunkt der ehemaligen Kronkolonie. Dort ist auch der letzte erhaltene Kolonialbau in Hongkong Island zu finden, das 1910 erbaute Legco Building, das Stadtparlament. Nach dem der Auslöser der Kamera hektisch betätigt und maletriert wurde, ging es auch direkt weiter, ein Spaziergang durch die Hochhausschluchten, bis hin zur St. John’s Cathedral.
Um zur 1849 geweihten St. John’s Cathedral zu gelangen, muss man eine kleine Steintreppe empor steigen. Die Kathedrale ist einseitig im Hong Kong Park eingebettet.
Danach gings wie immer im “schweinsgalopp” weiter, da wir den Sonnenuntergang auf Victoria Peak erleben wollten. Mit der seit 1898 fahrenden Peak Tram gings es dann bergauf und uns wurde während der Fahrt ein gigantischer und unvergesslicher Blick auf Hongkong geboten. (Kleiner Tip: auf die rechte Seite setzen, dort hat man den deutlich schöneren Blick) Oben angekommen, hüllte sich dann die Skyline von Hongkong und unser sehnsüchtig erwarteter Sonnenuntergang in eine kleine dezente Dunstwolke, so das wir recht wenig davon hatten. Aber trotz Dunst war es imer noch ein traumhaftes Erlebnis.
Mit der Tram ging es dann bergab, wo sich uns im dunklem ein noch schöneres Bild bot als auf dem Weg nach oben.
Unten angekommen, ging es zu Fuss ein wenig durch das von Neonreklame hellerstrahlte Hongkong Island, wo wir uns in Richtung Li Yuen Street East und West begaben. Dies sind zwei enge Gassen, in denen kleine Märkte stattfinden, wo man günstig Kleidung, Taschen und Lederwaren einkaufen kann. In unmittelbarer Nähe sind auch einige Essens Märkte, auf denen man Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch bekommt.
Danach mussten wir unbedingt eine Fahrt mit legendäre Straßenbahn unternehmen. Diese fährt sein 1904 mit ihren Doppelgeschossigen Wagen und ihren Holzbänken durch Hongong Island. Es empfiehlt sich die Fahrt in der oberen Etage der Tram anzutreten, von dort hat man einen unvergleichlichen Blick auf die Stadt und das Leben das dort pulsiert. Eine Fahrt kostet, immer 2 HK-$ (etwa 30 Cent), egal ob man nur eine Station oder von der Anfangs- bis zur Endstation fährt.
Nach einem weiteren Spaziergang durch Hongkong, vorbei am Central Plaza, dem zur Zeit höchstem Gebäude von Hongkong, endete unser Spaziergang am Convention and Exhibition Centre, in dem 1997 die feierliche Übergabe von Hongkong an die Volksrepublik China stattfand. Danach ging es dann wieder mit der Star Ferry nach Kowloon zurück und von dort auf dem schnellsten Weg ins Hotel oder besser gesagt ins Bett.
Hongkong - 09.09.2002 - 3.Tag
Nach dem Aufwachen und einem kleinen Frühstück, gings es die letzten Stunden die uns in Hongkong blieben, noch einmal mit der Star Ferry rüber nach Hongkong Island um dort noch einmal eine kleine Tour im Hellen mit der Straßenbahn zu machen! Zuerst ging es jedoch am Hong Kong Convention and Exhibition Centre, für welches das Meer mal wieder weichen musste, vorbei zum Central Plaza, einem 374 m hohem Bürogebäude. In der Eingangshalle empfängt einen Marmor, Palmen ud ein Brunnen, sowie ein super schneller Aufzug, der einen in etwa 30 Sekunden in die 46. Etage bringt, von wo man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt hat. Wieder unten angekommen, ging es zur Tram zum Western Market dem wir auch noch einen Besuch abstatten wollten. Doch der Western Markt der mittlerweile in den Sheung Wan Complex umgezogen ist, war um 9.30 Uhr noch geschlossen. Er öffnet erst ab 10.30 Uhr seine Pforten, was für uns zu spät war, da wir ja irgendwie noch unseren Weiterflug nach Bali bekommen mussten. ;)
Also ging es wieder Richtung Hotel um in Ruhe die Koffer zu packen und um uns dann auf den Transfer zum Flughafen einzurichten.
Der Bericht über Bali wird zu gegebener Zeit folgen !
Wer Bilder von Hongkong und den oben beschriebenen Plätzen, Häusern und Sehendwürdigkeiten sehen möchte kann gerne auf unserer Homepage nachgucken: www.uli-und-thomas.de.vu
Am 07.09.2002 ging es endlich los, 3 Tage Hongkong und dann 10 Tage Bali waren unser Ziel. Um 14.00 Uhr ging es mit Cathay Pacific Flug CX 288 von Frankfurt nach Hongkong. Die Verpflegung an Bord war perfekt , über Snacks, Mittag- / Abendessen, Nachtsnacks, Frühstück, sowie Nüsse, Süssigkeiten und Getränke bis zum abwinken, gab es auch für jeden Fluggast einen eigenen Monitor im Sitz des Vordermannes und das alles schon in der “Holzklasse”.
Nach knappen 11 Stunden, um 7.00 Uhr Ortszeit (+ 6 Stunden MEZ) erreichten wir den, am 6.Juli 1998 neuerbauten FLughafen, Chek Lap Kok in Hongkong. Nachdem wir auch zügig unsere Koffer bekamen, meldet wir uns an Transferschalter 4D. Dort fragte man uns direkt, wann wir die von uns (in Deutschland) gebuchte Sightseeing Tour machen wollten. Wir hatten die grandiose Auswahl zwischen heute (also unserem Ankunftstag) um 9.45 Uhr in deutsch oder heute um 13.00 Uhr in englisch. Da wir im Flugzeug eh nicht geschlafen haben und fit wie ein Murmeltier nach einer durchzechten Nacht waren, entschieden wir uns ganz spontan die Sightseeing Tour noch am selben Tag in deutsch mitzumachen.
Gegen 8.00 Uhr wurden wir dann in einen Bus verfrachtet und mit 4 anderen Touris nach Kowloon (einem Stadtteil Hongkongs) gebracht.
Nach einer knappen Stunde Fahrt erreichten wir unser gebuchtes Hotel, das Harbour Plaza, ein 5* Hotel direkt am Hafen, mit Blick auf die legendere Skyline von Hongkong Island. Um kurz nach 9.00 Uhr waren natürlich unser Zimmer noch nicht ganz fertig, also liessen wir unsere Koffer an der Rezeption zurück, sahen uns eine halbe Stunde unser Hotel und die nahe Umgebung an, um uns pünktlich um 9.45 Uhr zur Stadtrundfahrt wieder an der Eingangshalle des Hotels einzufinden.
In unserem jugendlichem Leichtsinn, dachten wir das die Stadtrundfahrt etwa ein Stunde dauert, nach dem Motto: “Rein in den Bus - rechts gucken ... Hochhäuser - links gucken ... Hochhäuser - raus aus dem Bus - rein ins Hotel - fertig”.
Doch wir wurden sowohl positiv als auch negativ überrascht. Denn zum negativen dauerte die Tour etwa 4 1/2 Stunden, was unserem Nachholbedarf an Schlaf nicht gerade zu gute kam und zum positiven dauerte sie 4 1/2 Stunden, was natürlich die Anzahl der Sehenswürdigkeiten, die wir abhandeln konnten und sonst wohl auch nicht in den 3 Tagen geschafft hätten, deutlich erhöhte.
Zuerst ging die Fahrt von Kowloon, durch einen Tunnel unter dem chinesischem Meer nach Hongkong Island, einer kurzen Fahrt durch die Hochhausschluchten Hongongs, folgte die Fahrt zum Victoria Peak, wohl einem der bekanntesten Punkte in Hongkong.
Der Victoria Peak (oder auch nur Peak genannt) ist so etwas wie der “Hausberg” von Hongkong, mit 554 m (die Höhenangaben varieren immer etwas) ist er der höchste Punkt in Hongkong. Hinauf kommt man entweder mit dem Bus, oder aber stilecht mit der Peak Tram, einer Zahnradbahn. Heute sollten wir den Peak mit dem Touri-Bus erreichen, aber am nächsten Tag wollten wir nochmal wieder kommen und dann The Peak mit der Zahnradbahn bezwingen. Wenn man den Victoria Peak mit der Zahnradbahn erreicht, dann kommt man mit dieser in der Peak Gallerie in Level 4 an. Unter anderem sind dort ein Kabinett für Wachsfiguren, eine Kuriositäten Show, ein Mövenpick Restaurant, so wie diverse Shops und Restaurants untergebracht.
Der Blick von “The Peak” auf die Skyline von Hongkong Island, über das Meer und den Hafen entschädigt sogar für den fehlenden Schlaf. ;-)
Danach ging es weiter Richtung Repulse Bay, vorbei am “Haus mit Loch”. Vor der Erbauung dieses Hauses, stand dort ein Hotel, welches Pleite ging. Später fand sich ein Käufer, der sich zuerst bei einen Feng Shui Meister Rat und Hilfe holte. Dieser liess das Haus abreissen und ein Wohnhaus bauen, in dessen Mitte man ein Loch über 9 Etagen liess. Die einfache Erklärung für das Loch ist folgende: Der Feng Shui Meister befand das Loch als wichtig, um dem Drachen, der in den Bergen wohnt, freien Zutritt zum Wasser zu gewähren.
Danach hatten wir einen kurzen Aufenthalt im Tin Hau Tempel bei Repulse Bay. Der Tempel wurde 1767 erbaut und erst Ende der 90er Jahre renoviert.
Der Tin Hau Tempel liegt direkt am Meer und somit auch am Strand von Repulse Bay, einer schönen Bucht, welche einen herrlichen Blick auf das Meer und die kleinen Berge bietet. Der Strand hat einen schönen hellen Sand und relativ klares Wasser.
Danach ging es weiter, am Ocean Park vorbei, einem Freizeit Park mit Achterbahn, Seilbahn, großen Aquarien und Delfin Show, in Richtung des berühmten Fischerdorfes Aberdeen Im Hafen liegen einige Dschunken, auf denen auch heute noch viele Familien wohnen und arbeiten. Die meisten der ehemals 40.000 Bootsbewohner wurden jedoch in nahgelegene Hochhäuser umquartiert. Ein Highlight von Aberdeen ist wohl das 80 Meter lange, schwimmende Jumbo Restaurant im Hafenbecken, zu dem die die hungrigen Gäste mit zwei kleinen Booten (Fähren) kostenlos hinübergefahren werden. Besonders beeindruckend muss es nach Sonnenuntergang dort sein, wenn das Restaurant von vielen bunten Lampen und Lichter hellerleuchtet ist.
Danach ging es langsam aber sicher Richtung Hotel, was unseren vor Müdigkeit arg strapazierten Körpern sehr entgegen kam. Im Hotel war dann auch unser Zimmer “Einzugs-Fertig”.
Bevor wir aber unsere müden Knochen, auf das bequeme Hotelbett legen sollte, wollten wir doch unbedingt noch den “Roof-top Swimming Pool” ausprobieren. Auf dem Dach gab es neben dem Pool auch noch einen Whirlepool, eine kleine Pool-Bar, sowie Sonnenliegen und einen grandiosen Blick (aus dem Wasser) auf die Skyline.
Danach ging es dann aber wirklich ins Bett für einen kleinen Mittagsschlaf. Nach 2 Stunden Schlaf, die zwar eindeutig zu kurz, aber dennoch sehr erholsam waren, wollten wir in der einsetzenden Dämmerung noch der legendären Nathan Road einen Besuch abstatten, welche Nachts durch Neonreklame hellerleuchtet ist. Nach einem ausgedehntem Bummel über die Nathan Road und einige der ansässigen Nachtmärkte, ging es gegen 22.00 Uhr wieder zurück zum Hotel, um letzendlich unseren nun wirklich wohlverdienten Schlaf nachzuholen.
Hongkong - 08.09.2002 - 2.Tag
Am nächsten Morgen, ging es frisch ausgeruht los. Ein heisser, drückender, schwüler, aber dennoch schöner Tag mit hoher Luftfeuchtigkeit empfing uns bereits um 8.00 Uhr morgens. Am nächsten Morgen, ging es frisch ausgeruht los. Ein heisser, drückender, schwüler, aber dennoch schöner Tag mit hoher Luftfeuchtigkeit empfing uns bereits um 8.00 Uhr morgens. (Mittags sollten wir eine Luftfeuchtigkeit von 87 % bei 35 °C im Schatten erreichen).
Zuerst einmal ging es zum Uhrenturm an der Spitze von Kowloon, einem der wenigen Denkmäler der Kolonialzeit und dem letzten Überbleibsel des 1915 erbauten Bahnhofs. Auf dem ehemaligen Gelände des alten Bahnhofs befindet sich nun eine schöne Promenade, sowie das Cultural Centre mit Theater, Kunstmuseum und Konzerthalle.
Danach ging es zur nahgelegenen U-Bahnstation “Tsim Sha Tsui” an der Nathan Road, um von dort mit der MTR (Mass Transit Railway), zur Haltestelle “Wong Tai Sin” zu gelangen und um dort den gleichnamigen “Wong Tai Sin” Tempel zu besuchen. An der MTR Station ist der Tempel bereits ausgeschildert (Richtung: Ausgang B2)
Der Wong Tai Sin Tempel ist ein großer und farbenfroher Tempel, der von Gläubigen stark frequentiert wird. Die ganze Tempelanlage ist vom Rauch der Räucherstäbchen eingehüllt und an langen Tischen und auf dem Boden opfern die Menschen Nahrungsmittel. (von Orangen über Kekse bis hin zu gebratenen Hühnern) Viele Gläubige sieht man dort mit Glücksstäbchen aus Bambus, die so lange geschüttelt werden, bis ein Stäbchen herausfällt. Dies ist eine einfache Befragung des Orakels, welche die Chinesen keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Rund um den Tempel sind kleine Hütten, in denen Wahrsager sitzen, die aus der Hand lesen oder aber auch das herausgefallene Glücksstäbchen deuten. So hört man bisweilen im Wong Tai Sin Tempel ein ohrenbetäubenden Lärm, der durch das schütteln der Glücksstäbchen zu stande kommt.
Danach ging es wieder mit der U-Bahn (MTR) zurück Richtung Nathan Road und von dort mit dem praktischen und vorallem kostenlosen Hotel-Schuttle-Bus ins Harbour Plaza. Am Hotel angekommen, kam uns in den Sinn die nahgelegenen Shopping Center abzuklappern. Im Umkreis von etwa 1 km gab es einige große und kleinere Shopping Malls. Neben Shopping Centern wie, Home World, Treasure World, Screen World, Fashion World, Juniper Mansions, Willow Mansions, Palm Mansions, die jeweils in einem eigenem Komplex untergbracht waren, gab es noch das (zumindestens für uns) herausragende “The Whampoa”, ein Einkaufszentrum, welches detailgetreu einem Schiff nachempfunden war. (Frei nach dem Motto: Jeans auf dem Sonnendeck und Pullis auf dem Achterdeck)
Nach dem wir uns dann die nächsten 1 1/2 Stunden von der Mittagshitze ausgeruht haben und irgendwie versucht haben die hohe Luftfeuchtigkeit zu verarbeiten, ging es auch schon wieder los zu unserer abendlichen Hongkong Island Besichtigungstour.
Von der nahgelegenen Anlegestelle “Hung Hom”, ging es mit der legendären Star Ferry nach “Central” in Hongkong Island. Die Star Ferry unterhält mehrere Schiffe, welche diversen Anlegestellen in Kowloon und diverse in Hongkong Island miteinander verbinden. Die Star Ferry gibt es seit Dezember 1888 und wenn man die (zu meist) grün weissen Schiffe sieht, liegt der Gedanke nahe, das diese immer noch aus der Gründerzeit stammen. Die Schiffe haben alle Namen die etwas mit “Star” zu tun haben, wie zum Beispiel: Silver Star, Western Star oder World Star.
Beim Anleger “Central” in Hongkong Island angelangt, ging es an der City Hall vorbei, in Richtug Statue Square, dem Mittelpunkt der ehemaligen Kronkolonie. Dort ist auch der letzte erhaltene Kolonialbau in Hongkong Island zu finden, das 1910 erbaute Legco Building, das Stadtparlament. Nach dem der Auslöser der Kamera hektisch betätigt und maletriert wurde, ging es auch direkt weiter, ein Spaziergang durch die Hochhausschluchten, bis hin zur St. John’s Cathedral.
Um zur 1849 geweihten St. John’s Cathedral zu gelangen, muss man eine kleine Steintreppe empor steigen. Die Kathedrale ist einseitig im Hong Kong Park eingebettet.
Danach gings wie immer im “schweinsgalopp” weiter, da wir den Sonnenuntergang auf Victoria Peak erleben wollten. Mit der seit 1898 fahrenden Peak Tram gings es dann bergauf und uns wurde während der Fahrt ein gigantischer und unvergesslicher Blick auf Hongkong geboten. (Kleiner Tip: auf die rechte Seite setzen, dort hat man den deutlich schöneren Blick) Oben angekommen, hüllte sich dann die Skyline von Hongkong und unser sehnsüchtig erwarteter Sonnenuntergang in eine kleine dezente Dunstwolke, so das wir recht wenig davon hatten. Aber trotz Dunst war es imer noch ein traumhaftes Erlebnis.
Mit der Tram ging es dann bergab, wo sich uns im dunklem ein noch schöneres Bild bot als auf dem Weg nach oben.
Unten angekommen, ging es zu Fuss ein wenig durch das von Neonreklame hellerstrahlte Hongkong Island, wo wir uns in Richtung Li Yuen Street East und West begaben. Dies sind zwei enge Gassen, in denen kleine Märkte stattfinden, wo man günstig Kleidung, Taschen und Lederwaren einkaufen kann. In unmittelbarer Nähe sind auch einige Essens Märkte, auf denen man Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch bekommt.
Danach mussten wir unbedingt eine Fahrt mit legendäre Straßenbahn unternehmen. Diese fährt sein 1904 mit ihren Doppelgeschossigen Wagen und ihren Holzbänken durch Hongong Island. Es empfiehlt sich die Fahrt in der oberen Etage der Tram anzutreten, von dort hat man einen unvergleichlichen Blick auf die Stadt und das Leben das dort pulsiert. Eine Fahrt kostet, immer 2 HK-$ (etwa 30 Cent), egal ob man nur eine Station oder von der Anfangs- bis zur Endstation fährt.
Nach einem weiteren Spaziergang durch Hongkong, vorbei am Central Plaza, dem zur Zeit höchstem Gebäude von Hongkong, endete unser Spaziergang am Convention and Exhibition Centre, in dem 1997 die feierliche Übergabe von Hongkong an die Volksrepublik China stattfand. Danach ging es dann wieder mit der Star Ferry nach Kowloon zurück und von dort auf dem schnellsten Weg ins Hotel oder besser gesagt ins Bett.
Hongkong - 09.09.2002 - 3.Tag
Nach dem Aufwachen und einem kleinen Frühstück, gings es die letzten Stunden die uns in Hongkong blieben, noch einmal mit der Star Ferry rüber nach Hongkong Island um dort noch einmal eine kleine Tour im Hellen mit der Straßenbahn zu machen! Zuerst ging es jedoch am Hong Kong Convention and Exhibition Centre, für welches das Meer mal wieder weichen musste, vorbei zum Central Plaza, einem 374 m hohem Bürogebäude. In der Eingangshalle empfängt einen Marmor, Palmen ud ein Brunnen, sowie ein super schneller Aufzug, der einen in etwa 30 Sekunden in die 46. Etage bringt, von wo man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt hat. Wieder unten angekommen, ging es zur Tram zum Western Market dem wir auch noch einen Besuch abstatten wollten. Doch der Western Markt der mittlerweile in den Sheung Wan Complex umgezogen ist, war um 9.30 Uhr noch geschlossen. Er öffnet erst ab 10.30 Uhr seine Pforten, was für uns zu spät war, da wir ja irgendwie noch unseren Weiterflug nach Bali bekommen mussten. ;)
Also ging es wieder Richtung Hotel um in Ruhe die Koffer zu packen und um uns dann auf den Transfer zum Flughafen einzurichten.
Der Bericht über Bali wird zu gegebener Zeit folgen !
Wer Bilder von Hongkong und den oben beschriebenen Plätzen, Häusern und Sehendwürdigkeiten sehen möchte kann gerne auf unserer Homepage nachgucken: www.uli-und-thomas.de.vu
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