James Bond 007 - Goldfinger (DVD) Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von Bjoern.Becher

Vielleicht der Beste Bond aller Zeiten?...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

...mit Sicherheit aber der mit der bekanntesten Szene aller Bond-Filme und zwar der als James Bond gefesselt auf einem Tisch liegt und ein Laserstrahl sich zwischen seinen Beinen auf ihn zu bewegt. Diese Szene wurde u.a. sogar von den Simpsons parodiert. Wer jetzt noch nicht weiß um welchen Bond es geht, es geht um : James Bond 007 - Goldfinger.
Bevor ich aber erläutere ob dieser Bond vielleicht der beste ist oder nur ein sehr guter oder vielleicht sogar ein missratener Bond, etwas zum Inhalt des Films.

Der Inhalt
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James Bond (Sean Connery) bekommt den Auftrag den Goldhändler Auric Goldfinger (Gert Fröbe) in Miami zu beschatten. James Bond macht dies auf seine eigene Art. Er macht sich an Goldfingers hübsche Sekretärin Jill Masterson (Shirley Eaton) heran. Nach einer gemeinsam Nacht mit Jill, wird Bond aber nieder geschlagen und findet am nächsten Morgen Jill auf grausame Weise ermordet in seinem Bett: Man hat ihre Haut komplett mit Gold überzogen, so dass die Haut nicht mehr atmen konnte und sie gestorben ist.
James Bond wird zurück nach England beordert. Er will aber Rache nehmen an Goldfinger, den er zurecht für denjenigen hält, der diesen Mord veranlasst hat. Er schafft es so seinen Vorgesetzten \"M\" (Bernard Lee) zu überreden weiter an Goldfinger dran zu bleiben. Er erfährt auch den eigentlichen Grund, warum er Goldfinger beschatten soll. Goldfinger soll in großem Maße Gold schmuggeln.
Bond macht sich also auf die Suche nach Goldfinger und trifft auf dieser die hübsche Tilly (Tania Mallett), die wie sich herausstellt die Schwester von Jill ist und ihre Schwester rächen will. Zusammen beschatten sie das Lager von Goldfinger, werden dabei aber aufgespürt, was Tilly mit dem Leben bezahlen muss. James Bond befindet sich dagegen in Gefangenschaft von Goldfinger und erfährt dort, dass Goldfinger was teuflischeres vorhat, als sie gedacht haben. Er will mit der Unterstützung seiner hübschen Privatpilotin Pussy Galore (Honor Blackmann) nach Fort Knox und dort eine Atombome zünden. Bond sucht verzweifelt nach einer Möglichkeit aus der Gefangenschaft zu entfliehen oder wenigstens seinen Freund Felix Leitner (Cec Linder) zu informieren, doch alle Versuche schlagen fehl. So besinnt sich Bond auf seine Stärken und fängt an seinen Charme bei Pussy Galore spielen zu lassen. Doch kann er den Sieg von Goldfinger und den Tod zahlreicher Menschen noch verhindern?

Für eine Antwort auf diese Frage müsst ihr euch schon den Film ansehen, aber wenn ihr nur ein bisschen was über James Bond wisst, könnt ihr sie wahrscheinlich selbst beantworten, jetzt aber zu meiner Meinung zum Film.

Meine Meinung
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Goldfinger war das dritte Abenteuer von James Bond und das bis dahin erfolgreichste. Die Zuschauer strömten in die Kinos und wollten die Schauspieler bewundern.

Allen voran natürlich Sean Connery als James Bond. Gewohnt cool und mit viel Charme bei den Frauen, überzeugt Connery in seiner Paraderolle als James Bond. Er ist zumindest meiner Meinung nach unstreitig der beste Bond-Darsteller aller Zeiten.

Überzeugend auch als Bösewicht der deutsche Gert Fröbe. Er hat ja auch schon in deutschen Filmen (\"Es geschah am helllichten Tag\") den Bösewicht überzeugend gespielt und schafft es auch in seiner Rolle immer das diabolische rüberzubringen ohne wie andere Bond-Bösewichte es \"geschafft\" haben, lächerlich zu wirken. Dies liegt sicher auch daran, dass die Rolle von Goldfinger perfekt zu Fröbe gepasst hat, allein schon äußerlich gleicht der im dem Film zugrunde liegenden Buch \"Goldfinger\" von Ian Fleming beschriebene Goldfinger Gert Fröbe fast genau. Fröbe hat sich mit diesem Bond nicht nur einen Namen gemacht, nein er ist meiner Meinung nach vielleicht der beste Bösewicht aller Zeiten.

Als eins der beiden wichtigen Bond-Girls wusste die bis dahin nur in ein paar Serien aufgetretene Shirley Eaton zu überzeugen. Auch wenn ihr Auftritt nur 3 Minuten dauerte, bezauberte sie den Zuschauer (so auch mich) und stirbt leider den schrecklichen Tod. Hierzu noch etwas: Dies war auch bei den Dreharbeiten höchst gefährlich, so dass immer eine Menge Ärzte anwesend waren, als diese Szene gedreht wurde.

Das zweite Bondgirl sorgte für einen Skandal und wurde dadurch eins der berühmtesten Bondgirls. Honor Blackmann heißt die Dame aber ihre Rolle hatte den Vornamen Pussy, was in Amerika sogar viele Journalisten zu so einer Verlegenheit brachte, dass sie kurzerhand bei Interview als Kitty bezeichnet wurde. Auch Honor Blackmann schaffte es ihre Rolle gut asuzufüllen und gibt ein gutes Bondgirl ab (wobei der Anspruch bei einem Bondgirl auch nicht ganz zu hoch liegt).

Noch besonders zu erwähnen ist Harold Sakata, der auch eine Rolle spielt, die in kaum einem Bond-Film fehlen darf und zwar die des Handlangers des \"Bösen\" der schier unbesiegbar scheint. Er erreicht zwar zu keinem Zeitpunkt das Niveau oder den Kultstatus des Beißer, aber er ist trotzdem ein weiteres belebendes Element.

Die Story dieses Bonds ist ähnlich aufgebaut, wie die meisten, aber trotzdem, was ich sehr gut finde, nicht so vorhersehbar wie vor allem die Storys der neuen Bonds. Dies ist ein dicker Pluspunkt.
Natürlich ist der Bond wie alle an vielen Stellen etwas unrealistisch, aber das gehört bei einem Bond eigentlich schon dazu, und fällt nicht mehr negativ ins Gewicht.
Der Film überzeugt außerdem durch sehr gute und solide Action, die natürlich heute nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit ist.

Auch der Soundtrack dieses Bond mag vollauf zu überzeugen, vor allem natürlich das Titellied \"Goldfinger\" von Shirley Bassey.

Jetzt komme ich aber noch zu dem negativen, was leider auch bei diesem Bond-Film nicht ganz fehlt. Das Ende ist zwar sehr Bond untypisch (was eigentlich ganz gut ist), aber leider auch nicht allzu furios und spannend. Dazu tragen auch die beiden Showdowns bei, was sogar den Eindruck erweckt als wäre dem Regisseur das bewusst gewesen und er hätte schnell noch ein zweites spannenderes Ende hinterhergeschoben (was aber nicht gelang).

Dieser Bondfilm gehört sicherlich zu den besten, vor allem aufgrund von Gert Fröbe, ob es aber der beste ist? Aufgrund des verpatzten Ende reicht es meiner Meinung nach nicht ganz für die Bestnoten und damit wohl auch nicht für die Krone als bester Bond.
Zu empfehlen ist dieser Bond aber auf jeden Fall.

James Bond 007 - Goldfinger bekommt von mir 9 von 10 möglichen Punkten!

Zum Abschluss des Berichts noch einmal alle wichtigen Daten des Films in der Übersicht:

Titel Deutschland: Goldfinger
Originaltitel: Goldfinger
Genre: Action-Thriller
England 1964, FSK 16, Laufzeit: 106 Minuten

Darsteller: Sean Connery (James Bond), Gert Fröbe (Auric Goldfinger), Honor Blackman (Pussy Galore), Shirley Eaton (Jill Masterson), Tania Mallett (Tilly Masterson), Harold Sakata (Odd Job), Bernard Lee (\"M\"), Cec Linder (Felix Leiter), Lois Maxwell (Miss Moneypenny), Desmond Llewelyn (\"Q\"), Martin Benson (Solo), Austin Willis (Simmons), Nadja Regin (Bonita)

Regie: Guy Hamilton
Produzenten: Harry Saltzman, Albert R. Broccoli für Eon Productions
Drehbuch: Richard Maibaum, Paul Dehn nach den Romanen von Ian Fleming
Musik: John Barry
Kamera: Ted Moore
Spezialeffekte: John Stears, Frank George
Ausstattung: Ken Adam, Peter Murton
Schnitt: Peter Hunt
Stunts: Bob Simmons (Koordination)


Als besondere Statistik noch ein Überblick über alle bisher erschienen James Bond-Abenteuer. In der runden Klammer () steht der Name des Bond-Darstellers (Sean Connery, George Lazenby, Roger Moore, Timothy Dalton oder Pierce Brosnan), in der eckigen Klammer meine Wertung für dieses Abenteuer, falls auf dieser Plattform schon ein Bericht von mir zu diesem Film besteht.

1962: James Bond jagt Dr. No (Connery)
1963: Liebesgrüße aus Moskau (Connery) [9/10]
1964: Goldfinger (Connery) [9/10]
1965: Feuerball (Connery) [8/10]
1967: Man lebt nur zweimal (Connery)
1969: Im Geheimdienst ihrer Majestät (Lazenby)
1971: Diamantenfieber (Connery)
1973: Leben und sterben lassen (Moore)
1974: Der Mann mit dem goldenen Colt (Moore)
1977: Der Spion der mich liebte (Moore)
1979: Moonraker (Moore)
1981: In tödlicher Mission (Moore)
1983: Octopussy (Moore)
1985: Im Angesicht des Todes (Moore)
1987: Der Hauch des Todes (Dalton)
1989: Lizenz zum Töten (Dalton)
1995: Goldeneye (Brosnan)
1997: Der Morgen stirbt nie (Brosnan)
1999: Die Welt ist nicht genug (Brosnan)
2002: Stirb an einem anderen Tag (Brosnan)

Der 1983 gedrehte Film \"Sag niemals nie\" mit Sean Connery gehört nicht zur offiziellen Bond-Reihe und ist deswegen, auch nicht in dieser Liste zu finden. Außerdem ist der Film auch nur eine Kopie von Feuerball.



© Björn Becher 2002

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