Kalifornien Testbericht

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Erfahrungsbericht von schmusenase

The State of Fruits and Nuts

Pro:

Einfach alles!

Kontra:

Nix!

Empfehlung:

Ja

Natürlich könnte man Reiseführer füllen, so mannigfaltig sind die Sehenswürdigkeiten, kulturellen Angebote, Erholungsmöglichkeiten und natürlich auch Einkaufsmöglichkeiten, die sich dort bieten.

Beginnen möchte ich mit allgemeinen Reisetipps zu Kalifornien, aber auch speziell zur Region Los Angeles und Santa Barbara (zu meiner heimlichen Liebe werde ich allerdings einen gesonderten Bericht verfassen), denn dort verbringe ich die meiste Zeit, wenn ich Kalifornien besuche. Dies war nun mein 5., mehrwöchiger Aufenthalt in dieser Region, einiges hat sich verändert, vieles ist sich treu geblieben, daher möchte ich nun die aus meiner Sicht wichtigen und für künftige Besucher möglicherweise wissenswerte und nützliche Informationen zusammenstellen, denn im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist vieles ganz anders, als wir Mitteleuropäer oder besser gesagt: wir Deutschen dies gewohnt sind.

Fangen wir mit der Einreise an:


***Einreise***
Nach dem 11. September 2001 hat sich für die Einreise einiges an Modalitäten geändert. Reichte in den 90-er Jahren noch der Reisepass sowie das an Bord des Flugzeuges auszufüllende grüne Einreiseformular für die Erteilung eines Touristenvisums, das bis zu 90 Tage nach Einreise gültig ist, aus, so muss man jetzt bereits vor der Einreise zum einen bereits bei der Airline nach Buchung der Flüge die Reisedaten - Aufenthaltsort und Dauer sowie Passdaten - hinterlegen; darüber hinaus muss man bei der amerikanischen Botschaft formal vorab - spätestens 3 Tage vor Abflug - ein Touristenvisum beantragen. Dies geschieht online und man erhält umgehend einen Bescheid über die Erteilung oder Ablehnung der Einreisegenehmigung. Ich habe diese für jeden einzelnen von uns direkt nach Absendung des Antrages erhalten. Pauschaltouristen sollten sich bei der Buchung im Reisebüro vergewissern, welche Daten sie für die Einreise brauchen, denn nicht immer wird eine Hotelanschrift ohne weiteres akzeptiert. Hierzu habe ich keine Erfahrungswerte, denn wir sind stets privat untergebracht und haben daher für die Dauer unserer Reise eine feste Adresse, unter der man uns erreichen kann.

Die von der Botschaft verlangten Angaben entsprechen im übrigen exakt denen, die man auch in dem grünen Formular an Bord des Flugzeuges macht: persönliche Daten, Reisepassdaten, Aufenthaltsort in den USA. Dann kommen noch einige allgemeine Fragen zum Gesundheits- und Geisteszustand - hier muss ich immer in mich hineingrinsen, denn wenn ich mir so manche Begegnung mit den "fruits and nuts" in Kalifornien in Erinnerung rufe, dann können manche US-Bürger von Glück sagen, dass sie diese Frage nicht beantworten müssen - LACH!, dann noch Fragen zu Vorstrafen etc.

Das grüne Formular wird durch diese Online-Vorabbeantragung nicht hinfällig, es wird nach wie vor benötigt, denn am Einreiseschalter wird ein Teil des Formulars bei Erteilung des Touristenvisums zusätzlich in den dazugehörigen Reisepass eingeheftet und erst bei der Ausreise wieder aus dem Reisepass entnommen. Es empfiehlt sich daher in jedem Fall, im Flugzeug einen Kugelschreiber oder wasserfesten Stift parat zu haben, um das Formular auszufüllen. Bleistift oder Buntstift werden als Ausfüllhilfe nicht akzeptiert.


Als Europäer benötigt man zur Einreise in die USA nach wie vor einen maschinenlesbaren Reisepass; dies gilt im übrigen auch für Kinder; die vor 2006 ausgestellten Kinderausweise werden nicht anerkannt, hier ist dann rechtzeitig vor Abreise die Beantragung eines Visums bei der amerikanischen Botschaft vonnöten. Da ich wusste, dass wir die USA bereisen werden, sobald unsere Kinder alt genug für die Reisestrapazen sein werden, hatte ich bereits 2007 für meine Minis entsprechen die inzwischen neuen Kinderreisepässe, die den "alten" Kinderausweis seit 2006 flächendeckend ersetzen, anfertigen lassen. Diese Kinderausweise entsprechen bereits der neuen Norm, sehen ähnlich aus wir die Reisepässe für Erwachsene und enthalten bereits ein biometrisches Foto.

Allerdings haben wir unabhängig vom "kleinen Papierkrieg" im Vorfeld festgestellt, dass im Gegensatz zu unserer Einreise im Jahr 2003 die Sicherheitsvorkehrungen zwar gleich streng geblieben, die Zollkontrollen in den USA allerdings doch inzwischen wesentlich entspannter waren, als wir das noch vor 6 Jahren erlebt haben. Seinerzeit hat man uns in einer halbstündigen Session wirklich jeden einzelnen Koffer durchwühlt und jede Zeitschrift und jedes Buch durchgeblättert ...

Heikel sind die USA bei der Einfuhr von Lebensmitteln. Frisches Obst, Fleisch- und Wurstwaren sowie Zubereitungen aus denselben sind nicht ohne weiteres gestattet; sofern man wie wir Freunde hat, die sich immer über das ein oder andere kulinarische Mitbringsel aus Deutschland freuen, so sollte man sich vorher sicherheitshalber vorab informieren, welche Lebensmittel gestattet sind und welche nicht.
Kaffee, Schokolade, Kekse etc. stellen in der Regel kein Problem dar, solange sich die mitgeführten Mengen in einem erträglichen Rahmen halten. Da ich um die Qualität amerikanischen Brotes und Brötchen weiss, packe ich mir immer einen kleinen Vorrat an Vollkornbrot ein, denn dieses ist dort in keinem Supermarkt oder in der Bäckerei aufzutreiben. Was die Amerikaner unter Vollkornbrot verstehen, entpuppt sich als toastbrotähnliche Masse, die durch gemahlene Körner angereichert wurde.

Auch habe ich stets eine Auswahl an Maggi und Knorr Fixbeuteln im Gepäck, denn meine Freunde lieben diese Basissoßen und etwas adäquates ist in Kalifornien nicht zu bekommen. Es gibt natürlich auch dort diverse Mischungen, doch diese sind geschmacklich bisweilen nur schwer zu ertragen.

Noch an Bord des Flugzeuges erhält man pro Familie eine Zollerklärung, die man tunlichst wahrheitsgemäß ausfüllen sollte und in der man die wesentlichen Dinge, die man zum Verbleib in den USA mit sich führt, aufführt.

Beherzigt man all diese Vorschriften, so steht einer zügigen Einreise - gute Laune der Sicherheitsbeamten vorausgesetzt; vieles ist in den USA leider auch der Willkür der Mitarbeiter überlassen - nichts mehr im Wege.


***Mietwagen***
Wer keine Bustour durch Kalifornien bzw. eine Pauschalreise inklusive diverser Ausflüge in die Region gebucht hat, kommt um ein fahrbares Fortbewegungsmittel angesichts der Entfernungen nicht herum. In und um Los Angeles gibt es zwar ein gut ausgebautes Schienen - und Busnetz, aber die Nutzung derselben ist für ortsunkundige nicht immer einfach zu durchschauen und mit Kindern im Schlepptau auch nicht unbedingt zu empfehlen, da die Fahrzeiten dort angesichts der Entfernungen die gewohnten deutschen Fahrzeiten oft bei weitem übersteigen. Darüber hinaus sind die Linien-Busse nicht klimatisiert; bei den hohen Temperaturen wird eine Busfahrt durch Downtown LA leicht zu einem Survival-Erlebnis. Wir sind noch zu kinderlosen Zeiten aus Neugierde das ein oder andere Mal mit dem Bus gefahren, weil wir es eben einfach mal ausprobieren wollten, aber ein Vergnügen war dies nur äußerst bedingt, mal abgesehen von den großen Entfernungen zwischen den einzelnen Haltestellen!

Zum anderen ist z.B. ein Abstecher in den nächstgelegen Supermarkt meist nicht unter Überwindung einer Strecke von mindestens 3 km zu leisten.
Bei Standard-Temperaturen über 30°C im Sommer zu Fuß zwar machbar, allerdings bekommt man leicht Verderbliches oft nicht unbeschadet nach Hause. Ich habe da schon so manchen Feldversuch hinter mich gebracht; wenngleich ich mit Hitze gut klarkomme und in Deutschland auch im Sommer so manchen Kleineinkauf per Pedes erledige, so steige ich in LA lieber ins Auto, als eine geschlagene halbe Stunde pro Strecke zum Supermarkt zu laufen ...

Einen Mietwagen bekommt man in Los Angeles nach Ankunft in der Nähe des Flughafens. Alle Mietwagenunternehmen bieten für Touristen Shuttleverbindungen vom Flughafen zu ihrem Standort und natürlich bei Abreise auch wieder zum Flughafen zurück an. Zu Fuß sind die Autovermietungen im Gegensatz zu deutschen Flughäfen nicht erreichbar; der Shuttlebus ist knappe 20 Minuten Fahrzeit unterwegs.

Wer am Ankunftstag aufgrund der langen Anreise nicht unbedingt direkt einen Mietwagen anstrebt, um sich übermüdet und gerädert in den dichten Verkehr in unbekanntem Terrain einzureihen, der sollte sich mit einem Taxi vom Flughafen aus zu seinem Bestimmungsort bringen lassen und sich erst am darauffolgenden Tag sein Vehikel organisieren. In Los Angeles gibt es in jedem Stadtteil zahlreiche Zweigstellen von Autovermietungen, oftmals haben diese auch direkt im Hotel oder aber unweit eines Hotels eine Anmietstation.

In jedem Fall sollte man das Leihfahrzeug noch vor Anreise reservieren. Insbesondere in der Ferienzeit, also von Mitte Juni bis Anfang September, kann es aufgrund großer Nachfrage passieren, dass die Kapazitäten selbst der großen und namhaften Anbieter wie Hertz, Avis oder National (Europcar) begrenzt sind und dann nicht immer das günstigste Angebot zur Verfügung steht.

Eine Reservierung von Deutschland aus bietet im übrigen noch andere Vorteile: Mitglieder von deutschen Automobilclubs profitieren hier von guten Preisen inklusive aller für Kalifornien erforderlichen Versicherungen und Steuern.
Wir sind in Deutschland gewohnt, bei Anmietung eines Fahrzeuges den Endpreis inklusive Versicherung und Steuer genannt zu bekommen.

In Kalifornien ist dies nicht üblich! Der Mietpreis ist dort stets exklusive Versicherungen und Steuern. So mancher hat hier ob des vermeintlichen Schnäppchens eine böse Überraschung erlebt, denn alleine die Versicherungen kosten im Schnitt pro Tag zusätzliche 35 USD, dann kommt auf den Gesamtpreis (Mietpreis + Versicherungen) noch einmal die Steuer von derzeit knapp über 10% in Los Angeles auf den Gesamtpreis obendrauf.

Um hier nicht in die Kostenfalle zu tappen gibt es zwei Lösungsmöglichkeiten: Entweder besorgt man sich vor Abreise eine Goldene Kreditkarte, die auch alle erdenklichen Pkw-Versicherungen im Ausland abdeckt, damit man auf diese Zusatzleistungen vor Ort dann verzichten kann (in diesem Falle sollte man die Versicherungsbedingungen der Kreditkarte, die diese ausweisen in englischer Sprache mit sich führen, denn alleine die Vorlage der Kreditkarte reicht beim Verzicht auf die Versicherungen den Angestellten des Mietwagenunternehmens als Nachweis des vorhandenen Versicherungsschutzes nicht aus!). Wer solch eine Karte nicht beantragen kann oder will, muss den Wagen von Deutschland aus über einen auch in Deutschland ansässigen Anbieter zu den uns gewohnten Modalitäten und Bedingungen reservieren.
WICHTIGER HINWEIS: Eine Anmietung ist immer nur mit Kreditkarte möglich! In Kalifornien werden EC-Karte und eine Barkaution im Gegensatz zu Deutschland generell nicht akzeptiert!!!

Ich hatte in diesem Jahr entgegen meiner sonstigen Gewohnheit mal bei einem lokalen Anbieter, der inzwischen auch versucht, auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen, ENTERPRISE Car Rental einen Mietwagen reserviert; die Erfahrung war niederschmetternd und wir sind kurzfristig über den ADAC doch wieder reumütig zu Hertz zurückgekehrt, die Gründe hierfür werde ich in einem gesonderten Report detailliert beschreiben.

Für uns ist jetzt schon sicher, dass wir auch beim nächsten Kalifornien-Besuch wieder über den ADAC unseren Mietwagen ordern werden.


***Zahlungsmöglichkeiten***
Während wir uns in Deutschland immer noch ein wenig schwer tun mit dem bargeldlosen Bezahlen, insbesondere mit der Nutzung von Kreditkarten, so funktioniert in Kalifornien ohne Plastikgeld fast nichts. Oder aber anders formuliert: Bargeld kommt nur in den seltensten Fällen zum Einsatz. Diejenigen, die bar zahlen wollen, können dies natürlich tun, allerdings sollte man wissen, dass kaum ein Supermarkt, Kiosk oder Geschäfte Banknoten über 20 USD akzeptiert. Dies liegt daran, dass die meisten Geschäfte nicht die Möglichkeit haben, die oft und gerne gefälschten 50 bzw. 100 Dollar Noten auf ihre Echtheit hin zu prüfen.

Möchte man also alle Einkäufe mit Bargeld bewältigen, so sollte man darauf bedacht sein, sich bei der Bank nur 20 Dollar-Scheine bzw. kleinere Einheiten (10 USD, 5 USD bzw. 1 USD) aushändigen zu lassen. Größere Scheine muss man umständlich bei einer Bank vor Ort gegen kleinere Scheine umtauschen lassen. Natürlich kann man auch mit Traveller-Schecks im Gepäck unterwegs sein, doch Kreditkarten sind in der Handhabung einfacher und werden mit wenigen Ausnahmen, zum Beispiel an kleinen Verkaufsständen innerhalb von Vergnügungsparks bzw. an öffentlichen Parkplätzen überall akzeptiert.

Wir haben in den knapp 3 Wochen, die wir in Kalifornien unterwegs waren, lediglich rund 100 USD Bargeld benötigt, die wir vor Abreise bei einer Bank gewechselt hatten; vorzugsweise haben wir damit die Parkgebühren am Strand, in der Museumsmeile und in Disneyland gezahlt, alles andere haben wir mit der Kreditkarte abgewickelt.

Das Zahlen mit Kreditkarte kostet zwar einen kleinen Obolus wegen der entstehenden Gebühren für den Auslandseinsatz, dafür hat man aber den Vorteil, dass man immer zum tagesgültigen Dollarkurs den Betrag belastet bekommt, was in der Summe bedeutend besser ist, als zum ungünstigen Kurs bei einer Bank in Deutschland im Vorhinein Bargeld einzutauschen bzw. gegen teure Gebühren Bargeld direkt in den USA am Automaten abzuheben.

Wir haben uns inzwischen angewöhnt, rechtzeitig vor dem Urlaub eine Visa und eine Mastercard Gold zuzulegen, mit der wir dann alle im Urlaub anfallenden ausgaben einschließlich Mietwagen zahlen. Sobald alle Abrechnungen durch sind, kündigen wir die Karten wieder und geben sie zurück, denn zu Hause kommt man durchaus auch mit einer "herkömmlichen" Kreditkarte aus.


***Mehrwertsteuer***
Dies ist nun für Deutsche ein wahrlich gewöhnungsbedürftiges Terrain, denn während wir es gewohnt sind, Bruttopreise auf den Preisschildern vorzufinden, so werden in Kalifornien - wie im übrigen auch im Rest der USA - jegliche Waren stets zum Nettopreis feilgeboten, selbst in den Supermärkten.

Die Mehrwertsteuer ist dabei - im Gegensatz zu Deutschland - nicht produktabhängig gestaffelt, sondern gilt einheitlich für alle Güter.
Wissenswert ist hier auch noch, dass die Mehrwertsteuer in den USA von Verwaltungsbezirk zu Verwaltungsbezirk unterschiedlich ist; sie wird je nach Bedarf angepasst. In und um Los Angeles liegt die Mehrwertsteuer aktuell bei knapp über 10%, in Santa Barbara dagegen werden nur knapp über 7% Mehrwertsteuer fällig.
Lediglich die Preise in den Vergnügungsparks (Eintrittspreis), an den Tankstellen sowie auf den Parkplätzen sind Bruttopreise.
Auch in den Restaurants, selbst bei den Fastfoodketten werden immer nur Nettopreise angegeben, die Tax (Mehrwertsteuer) wird beim Bezahlen draufgeschlagen.

Da schon seit Jahren Santa Barbara einen günstigeren Mehrwertsteuersatz als Los Angeles hat, versuchen wir immer, den Löwenanteil unserer Einkäufe an Bekleidung und Mitbringseln sowie Andenken dort einzukaufen, zumal ich das Shoppen in Santa Barbara irgendwie schöner finde als auf den Flaniermeilen von LA.


Kommen wir nun nach dem allgemeinen Vorgeplänkel zu den Unternehmungen und Sehenswürdigkeiten, wobei ich den Fokus auf diejenigen legen möchte, die insbesondere für Familien mit Kindern gut geeignet sind, denn sobald man Kinder hat, wird das Nightlife meist zur Nebensache und der Urlaub ist unternehmungstechnisch meist hauptsächlich auf die Kinderbespaßung und -belustigung ausgerichtet.

In und um Los Angeles gibt es eine Fülle von Vergnügungsparks, Museen, Parkanlagen und natürlich Stränden, die mehr als einen Besuch wert sind.


***Vergnügungsparks***
Die namhaftesten Vergnügungsparks sind Disneyland in Anaheim, die Universal Studios in Los Angeles, Knott's Berry Farm in Soak City (Orange County), das Santa Monica Pier (wobei dies eine überschaubare Anlage ist und eher an eine mittelgroße Kirmes erinnert) und Six Flags Magic Mountain. Zu Disneyland und zum Santa Monica Pier werde ich noch gesondert berichten.


***Museen***
Los Angeles verfügt über eine großangelegte Museumsmeile, die direkt neben dem Olympiastadion angesiedelt ist.

Das Schöne daran: Man zahlt im eigentlichen Sinne keinen Eintritt. Die Museen bitten lediglich Erwachsene Besucher um eine Spende von 5 USD pro Person, für Kinder wird dies nicht verlangt. Ebenfalls ein Schnäppchen, wenn ich an die Eintrittspreise der Museen in Bonn denke ...
Das Parken in der Anlage kostet 8 Dollar für den ganzen Tag; für uns Parkgebührengeschädigte Rheinländer, die wir in einem Parkhaus in Bonn schon für eine Stunde 4 Euro berappen müssen, ein echtes Schnäppchen.


Wir haben mit unserem Nachwuchs in diesem Jahr das "California Science Center" besucht. Hier findet man auf einer über Etagen verteilten Ausstellungsfläche Exponate zu den nachfolgend genannten Themenkomplexen:

- Creative World: Hier erfährt man alles rund um Erfindungen und Umgebungen, die Menschen geschaffen haben, um ihr Bedürfnis hinsichtlich Kommunikation, Transportmöglichkeiten und dergleichen mehr zu befriedigen.
- World of Life: Die Exponate in diesem Bereich beschäftigen sich damit, wie Menschen, Tiere, Pflanzen und selbst kleinste Einzeller die gleichen Prozesse durchlaufen, um am Leben zu bleiben.
- Air and Space Exhibits: Hier kann man echte Artefakte und unzählige Fotografien aus dem Weltraum bewundern und in die Faszination Raumfahrt eintauchen. Gleichzeitig erfährt man hier etwas über die wissenschaftlichen Aspekte der Flugzeugtechnik und Raumfahrttechnik.
- Neben diesen Kernausstellungsflächen gibt es noch eine Reihe von sog. Wanderausstellungen, die gezeigt werden. So konnten wir einige Exponate und Experimente rund um die Nutzung regenerativer und alternativer Energien betrachten, in einem anderen Raum eine Erdbebensimulation erfahren, in einem Flugsimulator mit Delfinen in ihren Lebensraum eintauchten (der Flugsimulator ermöglicht natürlich auch eine Reihe anderer "Erfahrungen" wie z.B. eine Reise zur ISS, einen Flug mit der F18 etc.). Der Simulatorflug war im übrigen die einzige kostenpflichtige Attraktion im Science Center, aber bei 4,50 USD kann man wahrlich nicht meckern.

Uns hat besonders gut gefallen, dass alle Exponate zum Anfassen und Ausprobieren waren. So konnten unsere Kinder z.B. Ausprobieren, wie viel Kraft sie an einer Handkurbel aufwenden müssen, um eine 15 Watt bzw. eine 60 Watt Glühbirne zum Leuchten zu bringen. Gar keine so leichte Aufgabe. Sie konnten sich aber auch als kleine Architekten erproben und erfahren, ob ihr Konstrukt einem leichten, mittleren und schweren Erdbeben standhalten würde.
Ein weiterer Fokus des Hauses lag eindeutig darauf, die Besucher für den Einsatz für ihre Umwelt zu sensibilisieren. Hier wurden für Kinder Cartoons gezeigt, die dazu dienen sollte, den Kindern klar zu machen, dass z.B. Trinkwasser oder aber auch Energieverschwendung vermeidbar sind. Die Cartoons konnten wahlweise auf englisch oder aber auf spanisch abgespielt werden.
Wenngleich unser Nachwuchs beide Sprachen nicht beherrscht, so hat er dennoch den Sinn der Cartoons voll erfasst und ein Wort fest in den aktiven Wortschatz übernommen: "wastehead". Dieser Begriff tönt immer dann durch unser Haus, wenn z.B. der Fernseher läuft und keiner davor sitzt, beim Zähneputzen das Wasser minutenlang läuft ...

Auch wir Erwachsene haben das ein oder andere mit Erstaunen aufgenommen und gleichermaßen mit viel Spaß ausprobiert.

Krönender Abschluss unseres Museumstages war ein Besuch des IMAX-Kinos, das zu dem Science Center gehört. Dort haben wir uns den Film "Wild Ocean" 3D angesehen.

Der Film hatte eine Laufzeit von rund 45 Minuten und folgenden kurz zusammengefassten Inhalt:
Jedes Jahr wandern in den Ozeanen vor Südafrika Milliarden Fische zur KwaZulu-Natal Wild Coast.
Wale, Haie, Herden von Delfinen, afrikanische Pinguine und Basstölpel konkurrieren in einem beeindruckenden Kampf ums Überleben unter Wasser: sie alle folgen der kalten Strömung, denn die Raubtiere des Ozeans leben von riesigen Sardinenschwärmen.
Diese Fische wiederum sind von Plankton abhängig.
Dieser Kreislauf des Lebens hat sich über Millionen von Jahren entwickelt. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts, als die Fischerei immer mehr an Effizienz gewonnen hat, sind ganze Fischbestände regelrecht zusammengebrochen, einer nach dem anderen.. Manche sagen, die Fische seine durch natürliche Einflüsse verschwunden, andere sagen, der Klimawandel fordere hier einen grausamen Tribut, denn er die hat die Ökologie der Ozeane dramatisch verändert. Aber dennoch gibt es kaum Zweifel daran, dass über die Fischerei das Ökosystem nachhaltig geschädigt wurde.
Südafrika versucht inzwischen seit einigen Jahren durch die Einrichtung umfangreicher Fangbegrenzungen und die Einrichtung von Naturschutzgebieten vor seinen Küsten der Natur zu helfen, sich zu regenerieren, um dieses Kreislauf am Leben zu erhalten und die Artenvielfalt zu schützen.
Beeindruckende Bilder, die uns allen sicherlich noch sehr lange sehr lebendig in Erinnerung bleiben werden!
Natürlich gibt es auch noch andere Museen wie z.B. das Luft- und Raumfahrtmuseum, das Naturkundemuseum und dergleichen mehr.
Den Besuch dieser Einrichtungen haben wir uns für den nächsten Urlaub in Kalifornien schon fest vorgemerkt.


***Sehenswürdigkeiten***
Wer Los Angeles bereist, kommt um eine Touristenattraktion nicht herum: den "Walk of Fame" und das "Chinese Theatre" auf den Hollywood Boulevard.

Natürlich sind auch wir mit unseren Kindern die Sternchen abgelaufen und haben nach uns bekannten Namen und Figuren umgesehen.
Mein Mann und ich haben dies zwar nun schon zum 5. Mal getan, aber es macht immer wieder Spaß. Allerdings ist es uns zum ersten Mal widerfahren, dass viele "Hollywoodgrößen" wie z.B. Micky Maus, Pocahontas, Tigger, Elvis, Batman und andere Filmhelden sich vor dem Kodak und Chinese Theatre tummelten, um sich mit begeisterten Fans gegen den Obolus eines Dollar fotografieren zu lassen. Meine Kinder waren völlig geplättet und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Was gibt es für einen kleinen Fan auch größeres, als seine Serienhelden Batman und Superman nicht als Comic-Film, sondern ins Gespräch vertieft aus einem knappen Meter Entfernung beobachten zu können ...

Natürlich gibt es dort auch eine "Touristenfalle" neben der anderen: Unzählige Sightseeing-Anbieter buhlen hier um Touristen, denen sie tolle Stories über Stars und Sternchen auf einer Tour durch Bel Air und Hollywood versprechen - angeblich wissen die alle, wo z.B. Madonna wohnt - Schmunzel!; ein Andenken-Shop reiht sich an den nächsten und natürlich dürfen auch einige weitere Attraktionen wie z.B. das "Wax Museum" oder das "Guinness World of Records Museum" nicht fehlen.
Obwohl diese Straße eine der berühmtesten ist, frage ich mich dennoch immer wieder, warum diese immer so schmuddelig und dreckig anmutet. Mit Flaniermeilen wie dem Rodeo Drive kann der "Walk of Fame" einfach - leider - nicht mithalten.

Natürlich gibt es aber nicht nur den Stadtteil Hollywood, der einen Abstecher wert ist. Auch ein Spaziergang am Venice Beach, dem Künstlerviertel von Los Angeles mit seinen vielen schrägen Selbstdarstellern entlang der Strand-Promenade, und damit meine ich nicht nur die im Freien trainierenden Möchtegern-Muskelmänner! und den unzähligen kleinen Antiquitätenläden lohnt sich stets. Allerdings wird man auch hier enttäuscht sein, wenn man einen sauberen und gepflegten Ortsteil vermutet. Venice Beach mutet eher ein wenig heruntergekommen an, und so manche Behausung dort benötigt nicht nur einen neuen Außenanstrich ...

Optisch besser, sauberer und gleichzeitig ein wenig teurer wird es dann in Santa Monica. Dort findet man neben einem langen, picobello gepflegten Strand direkt neben dem Santa Monica Pier auch viele schöne Geschäfte und Restaurants.

Zu den Sehenswürdigkeiten, die man in Los Angeles finden kann, gehört natürlich auch die Sternwarte, deren Besuch uns in diesem Urlaub allerdings leider verwehrt blieb, weil die Sternwarte an dem Tag, als wir sie besichtigen wollten, leider geschlossen war. Die Sternwarte und insbesondere die Parkanlage wird regelmäßig nicht nur für Sternengucker genutzt, sondern auch für Open Air Konzertveranstaltungen, daher ist sie nicht immer an allen Tagen für Besucher geöffnet. Vielleicht klappt es dann im nächsten Urlaub.

Kulturell kommen Freunde der gehobenen Kunst in Los Angeles auch voll auf ihre Kosten. Neben der Oper finden in der Hollywood Bowl auch regelmäßig Konzerte statt, die man - je nach Programm rechtzeitige Kartenreservierung vorausgesetzt - besuchen kann. Natürlich hat Los Angeles auch eine ausgeprägte Comedy, Theater und Musicalszene. Wir hatten vor 6 Jahren die ein oder andere Veranstaltung besucht und waren durch die Bank begeistert. In diesem Jahr stand der Urlaub im Zeichen der Kinder, da blieb der Kulturausflug für Mama und Papa auf der Strecke.

Nicht zu vergessen auch das Getty Museum und das Getty Center. Hier werden Exponate aus den diversesten Epochen zugänglich gemacht, die Paul Getty zu seinen Lebzeiten zusammengetragen hat. Natürlich finden im Getty Center auch regelmäßig Wanderausstellungen statt. Selbstverständlich sind beide Bauwerke und die Parkanlage drumherum alleine schon eine Besichtigung wert.


***Strände***
Nach Sightseeing und Shopping ist natürlich ein Schwerpunkt eines jeden Urlaubes die Erholung an einem der zahlreichen Strände an der Küste vor Los Angeles.

Hier gibt es einige, die ich besonders hervorheben möchte, insbesondere weil die Strömung des Pacific (Riptide) dort nicht so ausgeprägt ist und sie daher auch für Familien mit kleineren Kindern gut geeignet sind.

Unbedenklich, mit seicht abfallendem, breitem Strand sind die Strände vor Santa Monica und Venice Beach, hier ist der Riptide nur marginal spürbar, daher kann man seine Kinder auch ohne große Bedenken alleine ins Wasser lassen ohne fürchten zu müssen, dass die Strömung sie zu schnell zu weit von Strand wegzieht oder die Wellen sie überraschen und überrollen.
Weiter nördlich ist der Riptide so stark, dass ungeübte Schwimmer leicht in Schwierigkeiten geraten können, wenn sie die Kraft der Strömung unterschätzen. Wir waren zwar auch häufiger an einem dieser Strände, dem Will Rogers State Beach, weil er für uns am nächsten zu unserer Unterkunft in Stadtteil Woodland Hills gelegen war, der Strand war natürlich auch sehr sauber und gepflegt, aber unsere Kids konnte wir keine Minute aus den Augen lassen, wenn sie im und am Wasser herumgetobt sind.
Selbst uns Erwachsene hat dennoch die ein oder andere Welle ein wenig unsanft erwischt. Man glaubt gar nicht, wie hart sich der Sandboden anfühlen kann, wenn einen eine ordentliche Welle herumwirbelt ...
Wir Erwachsenen sind den Riptide schon gewohnt, daher merken wir eigentlich sehr schnell, wann sich hinter uns eine Wand aus Wasser aufbaut, denn je stärker der Sog ins Meer hinein ist, umso höher und stärker sind die Wellen, die diesem Sog folgen. Unseren Kindern fehlt hierfür noch das Gefühl und der Erfahrungswert, daher sind sie auch schnell in Gefahr, wenn sie zu weit ins Wasser hineingehen. Zwar sind an jedem Strand mehrere Lifeguards unterwegs, dennoch sollte man deren Dienste nicht in Anspruch nehmen müssen ...
Die Lifeguards, die im übrigen zum Fire Department (Feuerwehr) von Los Angeles gehören, haben zu den Riptides weitergehende Informationen im Web hinterlegt. Wer hier mehr erfahren möchte, der folge bitte nachfolgend genanntem Link: http://www.fire.lacounty.gov/Lifeguards/BchSftyRip Currents.asp

Wer allerdings an den Stränden die Badenixen und Boys à la Baywatch erwartet, wird herb enttäuscht sein. In all den Jahren haben wir ziemlich viel zu Gesicht zubekommen, vor allem das, was nicht mehr als ästhetisch zu bezeichnen ist, denn die Idealmaße 90-60-90 bezogen sich eher auf die Beine der Strandbesucher. Anders ausgedrückt: Urlauber fallen nicht nur durch ihre Muttersprache auf, sondern sind auch an ehesten die schlanken Gestalten, die man am Strand antrifft.

A propos Ästhetik: In Kalifornien wird vorausgesetzt, dass man in vorschriftsmäßiger Bekleidung am Strand auftaucht.
Oben Ohne ist ebenso untersagt wie das Nacktbaden von kleinen Kindern. Wer sich hier nicht an die Regeln hält, kann sich auf nachhaltigen Ärger mit den Ordnungshütern einstellen. Ich persönlich finde es albern, das selbst der kleinste Krabbler ohne Windel nicht am Strand geduldet wird, aber so sind nun mal die Gepflogenheiten.


So, nun möchte ich es erst mal mit den allgemeinen Tipps bewenden lassen, wenngleich ich mir sicher bin, dass ich noch viel mehr hätte schreiben können. In Kürze werden weitere Berichte von mir zu einigen Highlights unserer Kalifornienreise aus diesem Jahr folgen, darunter Santa Barbara und Disneyland.

Ich danke Euch / Ihnen allen fürs Lesen, Kommentieren und Bewerten!

54 Bewertungen, 21 Kommentare

  • InteressierterIgel

    30.09.2013, 22:26 Uhr von InteressierterIgel
    Bewertung: besonders wertvoll

    Super ausführlicher Bericht. Man könnte noch ergänzen, dass auch eine Prepaid Kreditkarte (="elektronische Kreditkarte") nicht ausreicht um ein Auto zu mieten, da so die Autovermietung keine Sicherheit im Notfall hat. LG

  • katimouse007

    08.01.2010, 00:12 Uhr von katimouse007
    Bewertung: sehr hilfreich

    würde dir gern ein bh geben. hab leider keins mehr! lg kati

  • liebes35

    15.11.2009, 14:16 Uhr von liebes35
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein guter Bericht. LG Steffi

  • Gemini_

    25.10.2009, 15:45 Uhr von Gemini_
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super! Viele Grüße von Gemini_

  • hameln58

    15.09.2009, 16:04 Uhr von hameln58
    Bewertung: besonders wertvoll

    bw Liebe Grüße aus Hameln Gina

  • Bielefelder1993

    15.09.2009, 15:00 Uhr von Bielefelder1993
    Bewertung: besonders wertvoll

    schöner Bericht ich will auch mal ins Ami land!

  • Yvettte

    14.09.2009, 19:17 Uhr von Yvettte
    Bewertung: besonders wertvoll

    Ganz klar die Höchstnote und liebe Grüße

  • Striker1981

    14.09.2009, 17:16 Uhr von Striker1981
    Bewertung: besonders wertvoll

    BH und Liebe Grüße vom STRIKER

  • Music-King

    14.09.2009, 01:28 Uhr von Music-King
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lieben Gruß vom gegenlesenden Roland

  • Volker111

    13.09.2009, 17:47 Uhr von Volker111
    Bewertung: sehr hilfreich

    Muss ich wohl nochmals zum Umwerten kommen

  • rob1980

    13.09.2009, 04:16 Uhr von rob1980
    Bewertung: besonders wertvoll

    ein toller bericht, respekt....lg rob1980

  • katrinj83

    12.09.2009, 15:31 Uhr von katrinj83
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende... Katrin

  • Kleinnightwish

    12.09.2009, 14:10 Uhr von Kleinnightwish
    Bewertung: besonders wertvoll

    ganz viele liebe grüße von der angi ;)

  • peter_nordberg

    12.09.2009, 12:52 Uhr von peter_nordberg
    Bewertung: besonders wertvoll

    Schöner Bericht von dir. lg Peter

  • tk7722

    12.09.2009, 11:19 Uhr von tk7722
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein sehr schöner Bericht, liebe Grüße

  • anonym

    12.09.2009, 09:41 Uhr von anonym
    Bewertung: besonders wertvoll

    Sehr interessant beschrieben, ich war noch nie dort. Ein schönes Wochenende nocjh. Talulah

  • sigrid9979

    12.09.2009, 04:00 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schön Berichtet.Würde mich über Gegenlesungen freuen ..Lg Sigi

  • cobinho

    12.09.2009, 02:45 Uhr von cobinho
    Bewertung: sehr hilfreich

    dieser bericht ist sogar sehr, sehr hilfreich, schönes Wochenende. LG Patrick

  • morla

    12.09.2009, 02:33 Uhr von morla
    Bewertung: besonders wertvoll

    ein sehr guter und ausführlicher bericht. klasse lg. petra

  • ingoa09

    12.09.2009, 02:11 Uhr von ingoa09
    Bewertung: besonders wertvoll

    Ein ganz toller Bericht! Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Ingo

  • Lale

    12.09.2009, 01:52 Uhr von Lale
    Bewertung: besonders wertvoll

    Bericht wurde gerne gelesen. Besten Gruß sendet die Lale.