Kapuzinerkresse Tipps & Tricks Testbericht

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Erfahrungsbericht von jorka1965

Kräuter Teil 4 - Tropaeolum majus

Pro:

lecker und gesund, tolle Blüten

Kontra:

für Weiche zu scharf *g*

Empfehlung:

Ja

Ja und weiter geht es mit meinen Kräuterberichten.

Oft hatte ich darüber gelesen und in diesem Jahr wurde die Kapuzinerkresse auch das erste Mal bei mir im Garten angebaut, und das noch erfolgreich.

Die Kresse gehört zur Familie der Kreuzblütler mit etwa 150 Arten krautiger Pflanzen, zu denen als wohl bekannteste die Gartenkresse und eben die Kapuzinerkresse gehört.
Die Kapuzinerkresse ist eine einjährige Pflanze welche außer einen halbschattigen Standort keinerlei Ansprüche stellt. Was aber zu empfehlen ist, ist das regelmäßige hacken.
Dadurch wird die Pflanze besonders kräftig.
Sie kann auch im Balkonkasten wohnen.
Angebaut wird sie auf der Grundlage von Samen. Diese können käuflich erworben oder selbstständig aus alten Pflanzen gewonnen werden.
Die Keimdauer beträgt etwa 10-14 Tage und wenn sie das Licht der Welt erblickt hat wächst die Kapuzinerkresse recht schnell.
Der Samen kann ab April ausgebracht werden.
Sie wird etwa 20 cm groß, wachsen aber leicht kriechend. Sie hat einen kräftigen Stengel mir vielen Blättern welche rund sind und aussehen wie kleine Blätter von Wasserrosen.
Tellerflach erreichen sie einen Durchmesser von etwa 5-8 cm.

Wisst ihr warum die Kresse Kapuzinerkresse heißt ?
Ihren Namen verdankt sie der Blütenform, die den Kapuzen der Kapuzinermönchen ähnelt.

Ja und genau die Blüten sind ein weiteres Merkmal der Kapuzinerkresse.
Diese Pflanzen treiben verhältnismäßig große Blüten in einer großen Farbenvielfalt.
Somit ist die Kapukresse nicht nur etwas essbares, sondern auch ein Hingucker.
Für die einen sind es also Blumen, für die andern (so wie ich) eine leckere Sache.

Die Kapukresse ist wegen ihres hohen Gehalts an Vitamin C und des scharf-würzigen Geschmacks als Salat, Gewürz oder zur Garnierung beliebt.
Verwendung finden na ihr werdet es euch schon denken die Blätter und auch die Samen.
Zusätzlich können die schönen Blüten (können mitgegessen werden) als zusätzliche Garnierung benutzt werden.
Ansonsten werden die Blätter die scharf würzig mit einem typischen Kressegeschmack sind als Salatbeilage , als Garnierung, einfach so pur zum naschen, in der Kräuterbutter oder einfach auf eine Butterstulle verwendet.
Des weiteren können die grünen Samen sauer eingelegt werden und als Kapernersatz verwendet werden. Doch das ist wohl noch ein Überbleibsel aus der Mangelwirtschaft der DDR, den nun gibt es ja immer Kapern.

Auch findet die Pflanze Verwendung in der Volksheilkunde.
Findige Menschen hatten die Kapuzinerkresse als erste Pflanze zur Herstellung von Antibiotikum auf natürlicher Weise entdeckt.
Sie wirkt blutreinigend und kräftigend, hilft bei Erkältungen, Bronchitis, grippalen Infekten und wird bei Infektionen der Harnwege angewendet.

Sogar in der Kosmetik kann sie verwendet werden z.B. als Harrwasser
Zur Herstellung nimmt man etwa 4 Handvoll Blätter und Blüten und übergießt sie mit 0,25 l hochprozentigem Alkohol. Das Ganze läßt man mindestens 14 Tage in einem verschlossenen Gefäß durchziehen. Anschließend wird gefiltert und mit 0,25 l destilliertem Wasser aufgefüllt. Mit diesem Kapuzinerhaarwasser wird die Kopfhaut täglich massiert.


Alles im allen gesund für den Körper und als blühende Pflanze ein absoluter Blickpunkt in jedem Garten.
Mal sehen ob es klappt mit der eigenen Ernte von Samen für das nächste Jahr.

Danke fürs Lesen euer Andrè alias jorka1965.


Bisher erschienen im Hause jorka1965:



Kräuter Teil 1 - Anethum graveolens - Dill
Kräuter Teil 2 - Levisticum officinale - Liebstöckel
Kräuter Teil 3 – Ocimum basilicum - Basilikum

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