Knoblauch Testbericht
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Erfahrungsbericht von jozeil
Allround-Arznei aus Nachbars Garten!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
In Griechenland kaum weg zu denken, in Italien ein muss, die Türken, Ungarn, ja sogar die Chinesen verwenden ihn, und auch in Österreich und Deutschland darf er in keiner Küche fehlen. Ich liebe ihn, würde ihn wahrscheinlich öfter verwenden, könnt ihn sogar roh essen, auf einem guten Butterbrot, als Suppe oder zum Würzen.
Von, was ich euch hier mal erzähle, ist der ...
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Knobi, Allium sativum, auf Deutsch Knoblauch.
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Stinken, ja das tut man danach, oder auch nicht, je nachdem wie es die eigene Nase empfindet, wobei es mir noch nie aufgefallen ist, wenn ich danach rieche.
Hier zu Lande wird die Knolle ja eigentlich als Gewürz gehandelt, was aber nicht überall so der Fall ist. In südlichen Ländern wird nicht so sparsam damit umgegangen, sonder diese wie Gemüse behandelt, was auch auf das geringere Herzinfarktrisiko Einfluss hat, dazu aber später mehr.
Zudem ist er auf der ganzen Welt bekannt und gilt als eines der weit verbreitetsten Gemüsepflanze der Welt.
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Geschichte
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Aus Zentralasien kommt er und „stank“ bereits in der Antike, als Abwehr von Hexerei und schwarzer Magie, allerdings noch nicht als Gewürz verwendet. Vampire damit abzuschrecken war in früheren Zeiten wohl Gang und gäbe, woraus sich auch erklärt, dass Seefahrer immer eine Knolle bei sich hatten und Kindern ein Amulett aus Knoblauch umgehängt wurde, um sie zu schützen. Später ging man sogar soweit, sich damit die Brust, Achselhöhlen und Fußsohlen damit einzureiben, stinken also, um vor Geistern und Dämonen geschützt zu sein. Dies sollte helfen, da der Knofi in angeschnittenem Zustand schwarz wird und so die These entstanden ist, er würde das Böse aufsaugen. Heute weis man ja zum Glück mehr darüber.
Bekannt ist auch, dass die Bauarbeiter, Sklaven der Ägypter, beim Bau der Pyramiden täglich Knoblauchrationen erhielten und auch in der Bibel findet er schon seine Erwähnung.
Bei uns fand er während des Römischen Reiches seinen Einzug, doch im Fernen Osten wurde er schon viel früher verwendet, nicht nur als Gewürz, nein, ihr werdet es nicht glauben, als Nahrungsmittel wurde er von den ärmeren Schichten verwendet. Allerdings war er etwas süßer als der, den wir heute kennen. Durch die Seefahrt erfuhr er dann auch in Afrika und Amerika Bekanntheit und kommt dort reichlich zur Anwendung. Nur bei uns in Nordeuropa wird er, leider muss ich sagen, wegen seines starken Duftes sehr oft gemieden und selten benützt.
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Wortstamm
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Im deutschen Sprachraum wird der erste Wortbestandteil „Knob“ mit dem Wort „knoten“ oder „Knopf“ in Verbindung gebracht, leitet sich wahrscheinlich jedoch von klieb-, soviel wie spalten, ab. Das zweite Wort „Lauch“ ist mit Locke verwandt, was sich aus dem indoeuropäischen Wort Leug-, sich biegen, ableiten dürfte.
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Anbau
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Knoblauch benötigt, um richtig schön wachsen zu können einen sehr humusreichen Boden. Wird er in lehmigem, zur Austrocknung neigendem Erdreich gesetzt, wird das Wachstum verhindert und eure Ernte fällt wohl unbefriedigend aus. Wegen der feinen Wurzeln braucht er ungestörtes Wachstum, wobei er am besten unter Erdbeeren und im Rosenbeet gedeiht.
Die Zwiebeln erst kurz vor dem Anbau schälen, um nicht auszutrocknen, und in die einzelnen Zehen teilen. Zudem solltet ihr nur gut entwickelte und gesunde Zehen verwenden, da er zunehmend von Pilzkrankheiten befallen werden kann und so die Qualität beeinträchtigt wird, was ihr aber dadurch verhindern könnt. Diese Arbeit müsst ihr leider über euch ergehen lassen, da es, trotz moderner Forschung, noch nicht wirklich, also für die breite Anwendung, gelungen ist, Knobi auch Samen zu ziehen.
Doppelt so tief wie ihre Länge misst gehört er dann in die Erde bugsieren. Aber Achtung, richtig rum, also den spitzen Teil nach oben. In Einzelbeeten solltet ihr zudem nicht auf einen Abstand von 15 x 20 Zentimeter zwischen den einzelnen Pflanzen vergessen.
Machen könnt ihr das entweder Ende Februar bis Mitte März, allerdings nicht später, da ihr euch sonst bei der Ernte im Juli nur über unausgewachsene und kleine Zwiebeln erfreuen könnt. Größere Exemplare erhaltet ihr allerdings, wenn ihr diese Arbeit im September erledigt und der Knobi über Winter gedeihen kann.
Es gibt aber auch Arten, die kleine, so genannte Brutzwiebeln an der Spitze der Triebe ausbilden, die ihr dann auch im September weiterverwenden könnt. Nicht enttäuscht sein, wenn diese dann nur eine kleine Zwiebel bildet. Es ist zwar eigentlich nur eine Zehe, die ihr entweder gleich verspeisen könnt oder, was ich immer mache, wieder stecken, wodurch diese dann richtige Zwiebeln ausbildet.
Setzt ihr ihn so wie ich unter die Erdbeeren. Zwar werden die Zwiebeln dann kleiner, allerdings habt ihr auch Vorteile. Zum einen brauchen die ja Sonne, was auch dem Knoblauch gut tut, zum anderen kann ich so das Netz, welches die Erdbeeren vor den Vögeln schützt, direkt auf die Triebe legen und habe so eine super Haltevorrichtung.
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Düngung
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Wie schon erwähnt, benötigt er für einen guten Wuchs sehr humusreichen Boden. Dieser sollte Stickstoff, Phosphat, Kali und Kalkreich sein, wobei das Kalken bei Bedarf möglichst vor dem Anbau erfolgen sollte.
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Ernte und Lagerung
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Wenn die Blattspitzen oben trocken werden, sie sich verfärben und nach unten biegen, könnt ihr mit der Ernte beginnen. Macht ihr dies zu bald, neigen die unreifen Zehen zum Schrumpfen, zu spät bekommt er fleckige Schalen und sichtbare Zehen. Auch solltet ihr ihn, um Schimmel zu vermeiden, nachtrocknen lassen. Am besten erreicht ihr dies, indem ihr ihn einfach einige Tage an einem gut durchlüfteten, warmen Ort auslegt. 3 bis 5 Tage später könnt ihr ihn dann einlagern, wobei sich wohl am schönsten der Zopf eignet. Das ist aber selbst mir zu viel Arbeit und benötigt auch noch Geschick, weshalb ich das lieber bleiben lasse und ihn lieber im Netz lagere. Dann könnt ihr auf ihn, idealer weise bei 0 ° C, auf jeden Fall aber kühl und bei hoher Luftfeuchtigkeit (60 – 70 %) aufbewahrt fast ein Jahr lang darauf zurück greifen.
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Unkraut, Schädlinge und Krankheiten
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Auch wenn euch das jetzt stinkt, er bleibt leider auch von solchen Übeln nicht verschont. Unkrautbekämpfung dürfte wohl klar sein, nicht mit Chemie sonst wär der Eigenanbau ohnehin sinnlos, aber eben mit der Hacke, wobei bitte nicht zu tief in der Nähe der Pflanze werken, da diese sonst logischer weise verletzt werden könnten.
Bei den Krankheiten gibt es da mal „Fusarium“. Den Befall dieses Krankheitserregers erkennt ihr an der Vergilbung der Blattspitzen. Er befällt die Wurzeln, höhlt diese aus und verfärbt sie bräunlich. Da ich dieses Problem aber noch nicht hatte, weiß ich leider auch nicht, wie man der an den Kragen geht.
Dann kann euch auch noch den Grauschimmel stressen, der die Zwiebel mit einem blau-grünen Belag überzieht. Hier hilft das Spritzen mit Schachtelhalmbrühe. Dazu den Schachtelhalm in einem großen Topf kurz aufkochen und dann mit Wasser ansetzen. Danach mit einer Spritzflasche auf die befallenen Pflanzen sprühen.
Besonders anfällig gegen Viren und Erregern ist der Knobi bei Stress und Wachstumsstillstand. Um dies zu vermeiden, solltet ihr die leider immer wieder vorkommenden Blattläuse rigoros bekämpfen.
Aber auch Thrips und Drahtwürmer können dem Knoblauch schlecht gestimmt sein. Chemisch kann man dies ja nun lösen, dennoch versuche ich vorher, sollte ich einmal von Thrips nicht verschont bleiben, diese mit einer zweiprozentigen Schmierseifenlösung davon zu befreien. Bei Drahtwürmern lege ich Kartoffelscheiben als Köder aus. Diese dann immer wieder mal austauschen und so diese Biester dezimieren. Allerdings ist dem wirklich schwer herzukommen, wodurch sich die chemische Keule oft nicht vermeiden lässt. Bei mir aber zum Glück erst zweimal der Fall.
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Sorten
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Erhältlich sind über 600 verschiedene Sorten, wobei sich nur wenige für den anbei in unseren Breiten lohnen. Die Allerbesten finden sich in Frankreich, Spanien und Italien.
Jedoch handelt es sich bei der Benennung meist eher um ihre Herkunft und stellen keine wirklichen Sorten da. So sind die Verbreitetsten in Deutschland Thüringer und Echo, Österreich die Laaer und in Frankreich Messidrome.
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Wofür dieser ganze Aufwand?
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Ich für meinen Teil freue mich einfach mehr, wenn etwas selbst Gezogenes auf den Tisch kommt, als wie einfach so im Laden gekauft. Zudem ist er, wenn nicht durch Schädlinge befallen, frei von Chemie. Auch ist er, bei richtiger Düngung viel geschmackvoller als aus dem Supermarkt besorgter und ist halt was Besonderes, weshalb ich ihn auch weiterhin anbauen werde.
Zudem enthält er schwefelhaltige Verbindung (sind für den Geruch verantwortlich), Selen, Ajoen (fragt nicht, was das genau ist), Allicine (keine Ahnung) und viele andere Stoffe, die ihres zu der positiven Wirkung beitragen und den Knoblauch zu einem wertvollem Medikament der Natur werden lassen.
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V E R W E N D U N G S V I E L F A L T
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In der Küche
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Logisch, jeder kennt ihn als Gewürz zu den vielfältigsten Speisen. Ob Italienisch, Griechisch oder asiatisch, ob zu einem deutschen Eisbein oder zum Gulasch, überall wird er benötigt, um dem Gericht das gewisse Etwas zu geben und ist zudem noch appetitanregend.
Anders als in unseren Breiten wird er in den südlichen Ländern oft frisch, am Ende der Kochzeit zu gegeben, wodurch er ein intensiveres Aroma abgibt. Eben nicht zerkocht und meist schon gar nicht mehr schmeckbar. Dies hat dann aber auch zur Folge, dass der Geruch bei Weitem strenger ist. Etwas vermindern lässt sich das dann, wenn ihr für einige Minuten an einem Stück Apfel (hilft nicht wirklich), frischer Petersilie (schon viel besser), einigen Kaffeebohnen (schmeckt abscheulich) oder etwas Kümmel (ganz angenehm) kaut. Oder ihr vertraut auf Pfefferminz, 1-2 Gewürznelken oder Ingwer.
Auf eine angenehme Art soll auch das Trinken von Wein zum Essen helfen, kann ich aber nicht beschwören, da ich kein Weintrinker bin und mich der Geruch ja auch eigentlich nicht stört.
Bei der Verwendung ist Folgendes zu beachten. Je feiner ihr ihn presst oder zerkleinert, desto intensiver ist auch sein Aroma. Starkes Erhitzen und bräunen solltet ihr auch verhindern, da er sich sonst von seiner bitteren Seite zeigt. Lieber bei reduzierter Hitze nur goldgelb werden lassen.
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in der Medizin
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Von der medizinischen Seite hat der Knobi, wie wohl schon ein jeder einmal gehört hat, so einiges zu bieten. So kommen unter den Essern viel seltener Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Infarkte zum Tragen. Auch vor erhöhtem Blutduck und Cholesterinspiegel bleiben sie meist verschont. Zudem schützt er vor Krebs, putzt die Arterien aus, und verhinder die Verklumpungen des Blutes. Um dies in optimaler Weise zu erreichen, ist aber laut Wissenschafter eine Menge von 4 g frischem Knoblauch erforderlich, was einen Konsum von mindesten 2 Zehen täglich gleich zu setzen ist.
Seine Wirkstoffe haben aber auch im Bauch- und Darmbereich ihren Nutzen. So „bekämpft“ er Keime, Bakterien, Viren und Parasiten, greift aber die wichtige Mikroflora des Darms nicht an.
Zudem sollte er, um seine Wirksamkeit richtig nutzen zu können, nach dem Zerkleinern erst eine halbe Stunde später Verwendung finden. Diese Zeit benötigt nämlich das Enzym Alliance, um sich den Kontakt mit Sauerstoff voll zu entfalten.
*“*“*Die Hausapotheke*“*“*
Dazu gibt es wohl so einiges zu berichten. Hier findet er sowohl innerlich als auch äußerlich seinen Nutzen.
Innen
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Logisch, wird er mal mit dem Essen als Gewürz aufgenommen. Wer dies jetzt nicht will, kann auch auf die Wirkstoffe in Pillenform zurückgreifen, die dann auch meist nicht riechen. Ich für meinen Teil ziehe aber immer noch die natürlich Pflanze vor, ja, ich geb\'s zu, ich liebe ihn.
Des Weiteren hilft er auch bei Bronchitis, wobei ein Saft aus einer gepressten Zehe, einem Esslöffel Zitronensaft und einem Esslöffel Honig gemixt und dieser dann einige Male auf den Tag verteilt eingenommen wird. Schmeckt zwar nicht ganz dolle, hilft aber aus eigener Erfahrung und lindert die Symptome.
Außen
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Ja, auch hier lässt er sich vielfach nützen. Stinkt zwar erbärmlich, bringt aber doch so seine Vorteile. Durch seine antibakterielle Wirkung eignet er sich für die Desinfektion von Wunden mittels Knoblauchessig. (in ½ liter Essig 3 Knoblauchzehen für einige Tage einlegen und ziehen lassen)
Genauso verspricht er bei lästigen Warzen und Hühneraugen als Auflage in Breiform Linderung.
Bei Rheuma, Muskelschmerzen oder Hexenschuss soll er ebenfalls in Salbenform helfen. Dazu gepressten Knoblauch mit Schweineschmalz vermischen und an den betroffenen Stellen auftragen und über Nacht einwirken lassen. Und dies hilft auch wirklich. Hatte mir mal den Fuß verstaucht und diese Medizin angewendet. Am nächsten Tag war die Schwellung schon merklich zurück gegangen und schmerzte bei Weitem weniger.
Sicher gibt es auch noch andere Anwendungen, die ich aber ehrlich nicht alle kenne. Vielleicht kennt ja von euch noch wer andere Möglichkeiten, die ich dann, wenn genehmigt, gerne als Update anfüge.
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Wer mich denn nun schon etwas länger kennt, der weiß, dass ich hier dann auch mal wieder einige Rezepte anfügen möchte. Zum Teil sind diese einfachst was es jedem Laien ermöglichen sollte eine köstliche Speise aus gesunden Zutaten zu kreieren. Natürlich lassen sich alle Rezepte je nach eigenen Vorlieben variieren und abändern. Vor allem, was die Anzahl an verkochten Knoblauchzehen betrifft.
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Den Klassiker schlechthin und wohl bei jedem schon mal im Magen gelandet stellt sicherlich die stink-normale Knoblauchsuppe da. Hier ein ganz einfaches und unverschnörkeltes Rezept für die ...
Klassische Knoblauchsuppe
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Zu allererst solltet ich 1 große Knolle Knoblauch, geschält und fein gehackt gemeinsam mit einer gehackten Zwiebel in etwas erhitztem Olivenöl bratender Weise baden. Nach leichtem Anbräunen mit 1 Liter Brühe aufgießen und für ca. 15 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer, wer will auch etwas Kümmel schön würzen und die Sahne untermengen. Jetzt auf keinen Fall mehr aufkochen, da sich das Obers sonst absetzt und sofort, am besten mit einer Scheibe kräftigem Bauernbrot servieren.
Mir das Liebste, was ich kenne, wenn es nur mal eine Kleinigkeit für zwischendurch und nicht viel Aufwand von Nöten sein sollte ist das ...
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Etwas Herzhaftes von der italienischen Seite sind wohl immer Spagetti, womit wir bei den ...
Spagetti in Knoblauch-Sahne angelangt sind.
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5 Zehen Knoblauch erst mal schälen und in dünne Scheiben schneiden. 75 g Speck, ich verwende aber lieber Parmaschinken, fein würfeln. Diesen dann in etwas Öl knusprig braten, dann Knoblauch mit dazu und kurz bräunen. Knoblauch raus und 1 El Mehl rein, anschwitzen und mit 3/8 l Brühe und 200 ml Obers ablöschen. Bei schwacher Hitze nur noch, während die Spagetti bissfest kochen, 10 Minuten reduzieren. Abschmecken mittels Salz und Pfeffer, mit etwas Petersilie garniert servieren und einen großen Salat dazu reichen. Wer will, kann auch noch Parmesan darüber streuen, so wie ich!
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Um international zu bleiben, wandere ich auch ab und zu nach Frankreich, wo es mir das ...
Französisches Knoblauchgratin
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... besonders angetan hat.
12 Knoblauchzehen werden erst mal geschält. Diese dann mit je 100 g Creme fraiche, Sahne und Brühe kurz kochen lassen (5 Minuten) (*die 5 Minuten Terrine* pst. Is mir grad nur eben eingefallen!) Ordentlich mit Salz und Pfeffer würzen und mal in Ruhe lassen. 250 g Nudeln bissfest kochen und mit etwas Öl vermischen. Wir wollen ja Nudeln haben und keinen Teigklos. 1 Zucchini längs ganz, ganz dünn aufschneiden, 100 g Champignons dasselbe Schicksal zuteil werden lassen und dann in kaltes Wasser tauchen, nachdem ihr die Scheiben zuvor für kurze Zeit in kochendem Wasser blanchiert habt. In eine flache Auflaufform das zuvor vermengte Nudel-, Gemüse-, Saucen- Gemisch füllen und mit viiiiiel Käse bestreuen. Für 30 Minuten bei 180 Grad in den Ofen damit, überbacken, auf Teller anrichten und mit Petersilie, etwas Knoblauch und gehackten Walnüssen bestreut servieren.
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Eine super schmeckende und ganz einfache Art, seinen biederen Weinessig durch eine wahre Köstlichkeit zu ersetzen und so dem Salat für obige Rezepte einen besonderen Touch zu geben, ist das Herstellen von ...
Knoblauchessig
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Dafür 8 geschälte und in Stücke geschnittene Knoblauchzehen mit 1 Tl Pfefferkörnern in eine Flasche füllen. ½ Liter guten Weißweinessig mit 1 Prise Salz kurz aufkochen und in die Flasche gießen. Gut verschlossen dies 3 Wochen lang stehen lassen und dann den gereiften Essig in eine saubere Flasche umfüllen. So hält er sich gekühlt mehrere Wochen und eignet sich hervorragend zu jeder Art von Salat und Gemüse als Geschmacksgeber.
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Solls mal was leichtes, schnelles und einfach supi Leckeres, fantastisch mal so zwischendurch auf dem Schreibtisch, während des Surfens, sein, kann ich nur eine Empfehlung aussprechen, das ...
Knoblauchbrot
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2 Scheiben Ciabatta oder rustikales Bauernbrot im Toaster schön braun rösten. 1 Knoblauchzehe durch die Presse jagen, aufs Brötchen streichen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Dann noch mit Thymian und Majoran, beides möglichst frisch, weißem Pfeffer und etwas Salz würzen und mit schwarzen Oliven nebst gutem Rotwein verspeisen.
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Mein absoluter Lieblingshit ist allerdings eine ganz andere Variante, von der wohl viele von euch nicht so begeistert sein werden und Abstand halten möchten. Dennoch kann ich euch einen Versuch nur empfehlen, da es für die Gesundheit nur zuträglich ist, der ...
eingelegter Knoblauch
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500 g Knoblauch in seine Einzelteile zerlegen und kurz, 1 – 2 Minuten blanchieren. ½ Liter Essig und je 1/8 Liter trockenen Weißwein sowie Wasser mit 3 Chilischoten, etwas Ingwer, Saft einer Zitrone, je 1 Tl Salz, Pfefferkörner, Rosmarin, Thymian und Basilikum, 2 El Honig und 3 Lorbeerblätter ca 5 Minuten kochen lassen, den Knoblauch in Gläser schichten und mit dem Sud aufgießen. Als Abschluss mit etwas Olivenöl versiegeln und mindestens 3 Wochen zum Durchziehen Zeit lassen. Danach steht dem Genuss zur Jause nichts mehr im Weg.
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All diese Rezepte hab ich selber schon ausprobiert und war bzw. bin jedesmal wieder begeistert, welch Vielfalt Knoblauch zu bieten hat. Besonders angetan hat es mir der eingelegte Knobi, den ich echt gern zu Schinken oder kaltem Braten verzehre. Aber auch die Knoblauchsuppe ist immer wieder ein Genuss und mit einer Scheibe Brot auch eine vollwertige und sättigende Mahlzeit.
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Fazit:
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Auch wenn ich Knoblauch nicht immer verwenden kann, eben der gesellschaftlichen Verpflichtungen wegen, findet er doch immer wieder und häufiger Verwendung bei mir im Haushalt. Und dies wie ihr aus obigen Punkten erfahren konntet, nicht nur in der Küche sonder auch als Allheilmittel. Meine Meinung zu Knoblauch dürfte euch schon aufgefallen sein. Ich würze damit, auch wenn es einigen nicht passt.
Gut, nicht soviel dass es 5 Meilen gegen den Wind zu riechen ist, aber doch mehr als so manch anderer. Zudem stehe ich zu meiner Ansicht, dass Knoblauch nicht stinkt, denn die, die ihn nicht konsumieren sind ja selber schuld. Würden auch sie dazu greifen, müssten und könnten sie ihn nicht riechen, würden gesünder leben und es entginge ihnen kein einzigartiges Gewürz und Heilmittel unserer Natur.
Danke für euer Interesse an meinem Bericht, sowie fürs Lesen und Bewerten nebst Kommentaren,
ad rem
euer Jörg
© by jozeil 10/2002
Quellen:
1) http://www.syngenta.de/crop/ku/spezial/ku_arz_kno.htm
2) http://www-ang.kfunigraz.ac.at/~katzer/germ/ generic_frame.html?Alli_sat.html
3) Kursbuch gesunde Ernährung , die Küche als Apotheke der Natur von Ingeborg Münzing-Ruef, Verlag Zaber Sandmann.
Von, was ich euch hier mal erzähle, ist der ...
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Knobi, Allium sativum, auf Deutsch Knoblauch.
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Stinken, ja das tut man danach, oder auch nicht, je nachdem wie es die eigene Nase empfindet, wobei es mir noch nie aufgefallen ist, wenn ich danach rieche.
Hier zu Lande wird die Knolle ja eigentlich als Gewürz gehandelt, was aber nicht überall so der Fall ist. In südlichen Ländern wird nicht so sparsam damit umgegangen, sonder diese wie Gemüse behandelt, was auch auf das geringere Herzinfarktrisiko Einfluss hat, dazu aber später mehr.
Zudem ist er auf der ganzen Welt bekannt und gilt als eines der weit verbreitetsten Gemüsepflanze der Welt.
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Geschichte
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Aus Zentralasien kommt er und „stank“ bereits in der Antike, als Abwehr von Hexerei und schwarzer Magie, allerdings noch nicht als Gewürz verwendet. Vampire damit abzuschrecken war in früheren Zeiten wohl Gang und gäbe, woraus sich auch erklärt, dass Seefahrer immer eine Knolle bei sich hatten und Kindern ein Amulett aus Knoblauch umgehängt wurde, um sie zu schützen. Später ging man sogar soweit, sich damit die Brust, Achselhöhlen und Fußsohlen damit einzureiben, stinken also, um vor Geistern und Dämonen geschützt zu sein. Dies sollte helfen, da der Knofi in angeschnittenem Zustand schwarz wird und so die These entstanden ist, er würde das Böse aufsaugen. Heute weis man ja zum Glück mehr darüber.
Bekannt ist auch, dass die Bauarbeiter, Sklaven der Ägypter, beim Bau der Pyramiden täglich Knoblauchrationen erhielten und auch in der Bibel findet er schon seine Erwähnung.
Bei uns fand er während des Römischen Reiches seinen Einzug, doch im Fernen Osten wurde er schon viel früher verwendet, nicht nur als Gewürz, nein, ihr werdet es nicht glauben, als Nahrungsmittel wurde er von den ärmeren Schichten verwendet. Allerdings war er etwas süßer als der, den wir heute kennen. Durch die Seefahrt erfuhr er dann auch in Afrika und Amerika Bekanntheit und kommt dort reichlich zur Anwendung. Nur bei uns in Nordeuropa wird er, leider muss ich sagen, wegen seines starken Duftes sehr oft gemieden und selten benützt.
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Im deutschen Sprachraum wird der erste Wortbestandteil „Knob“ mit dem Wort „knoten“ oder „Knopf“ in Verbindung gebracht, leitet sich wahrscheinlich jedoch von klieb-, soviel wie spalten, ab. Das zweite Wort „Lauch“ ist mit Locke verwandt, was sich aus dem indoeuropäischen Wort Leug-, sich biegen, ableiten dürfte.
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Anbau
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Knoblauch benötigt, um richtig schön wachsen zu können einen sehr humusreichen Boden. Wird er in lehmigem, zur Austrocknung neigendem Erdreich gesetzt, wird das Wachstum verhindert und eure Ernte fällt wohl unbefriedigend aus. Wegen der feinen Wurzeln braucht er ungestörtes Wachstum, wobei er am besten unter Erdbeeren und im Rosenbeet gedeiht.
Die Zwiebeln erst kurz vor dem Anbau schälen, um nicht auszutrocknen, und in die einzelnen Zehen teilen. Zudem solltet ihr nur gut entwickelte und gesunde Zehen verwenden, da er zunehmend von Pilzkrankheiten befallen werden kann und so die Qualität beeinträchtigt wird, was ihr aber dadurch verhindern könnt. Diese Arbeit müsst ihr leider über euch ergehen lassen, da es, trotz moderner Forschung, noch nicht wirklich, also für die breite Anwendung, gelungen ist, Knobi auch Samen zu ziehen.
Doppelt so tief wie ihre Länge misst gehört er dann in die Erde bugsieren. Aber Achtung, richtig rum, also den spitzen Teil nach oben. In Einzelbeeten solltet ihr zudem nicht auf einen Abstand von 15 x 20 Zentimeter zwischen den einzelnen Pflanzen vergessen.
Machen könnt ihr das entweder Ende Februar bis Mitte März, allerdings nicht später, da ihr euch sonst bei der Ernte im Juli nur über unausgewachsene und kleine Zwiebeln erfreuen könnt. Größere Exemplare erhaltet ihr allerdings, wenn ihr diese Arbeit im September erledigt und der Knobi über Winter gedeihen kann.
Es gibt aber auch Arten, die kleine, so genannte Brutzwiebeln an der Spitze der Triebe ausbilden, die ihr dann auch im September weiterverwenden könnt. Nicht enttäuscht sein, wenn diese dann nur eine kleine Zwiebel bildet. Es ist zwar eigentlich nur eine Zehe, die ihr entweder gleich verspeisen könnt oder, was ich immer mache, wieder stecken, wodurch diese dann richtige Zwiebeln ausbildet.
Setzt ihr ihn so wie ich unter die Erdbeeren. Zwar werden die Zwiebeln dann kleiner, allerdings habt ihr auch Vorteile. Zum einen brauchen die ja Sonne, was auch dem Knoblauch gut tut, zum anderen kann ich so das Netz, welches die Erdbeeren vor den Vögeln schützt, direkt auf die Triebe legen und habe so eine super Haltevorrichtung.
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Düngung
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Wie schon erwähnt, benötigt er für einen guten Wuchs sehr humusreichen Boden. Dieser sollte Stickstoff, Phosphat, Kali und Kalkreich sein, wobei das Kalken bei Bedarf möglichst vor dem Anbau erfolgen sollte.
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Ernte und Lagerung
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Wenn die Blattspitzen oben trocken werden, sie sich verfärben und nach unten biegen, könnt ihr mit der Ernte beginnen. Macht ihr dies zu bald, neigen die unreifen Zehen zum Schrumpfen, zu spät bekommt er fleckige Schalen und sichtbare Zehen. Auch solltet ihr ihn, um Schimmel zu vermeiden, nachtrocknen lassen. Am besten erreicht ihr dies, indem ihr ihn einfach einige Tage an einem gut durchlüfteten, warmen Ort auslegt. 3 bis 5 Tage später könnt ihr ihn dann einlagern, wobei sich wohl am schönsten der Zopf eignet. Das ist aber selbst mir zu viel Arbeit und benötigt auch noch Geschick, weshalb ich das lieber bleiben lasse und ihn lieber im Netz lagere. Dann könnt ihr auf ihn, idealer weise bei 0 ° C, auf jeden Fall aber kühl und bei hoher Luftfeuchtigkeit (60 – 70 %) aufbewahrt fast ein Jahr lang darauf zurück greifen.
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Unkraut, Schädlinge und Krankheiten
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Auch wenn euch das jetzt stinkt, er bleibt leider auch von solchen Übeln nicht verschont. Unkrautbekämpfung dürfte wohl klar sein, nicht mit Chemie sonst wär der Eigenanbau ohnehin sinnlos, aber eben mit der Hacke, wobei bitte nicht zu tief in der Nähe der Pflanze werken, da diese sonst logischer weise verletzt werden könnten.
Bei den Krankheiten gibt es da mal „Fusarium“. Den Befall dieses Krankheitserregers erkennt ihr an der Vergilbung der Blattspitzen. Er befällt die Wurzeln, höhlt diese aus und verfärbt sie bräunlich. Da ich dieses Problem aber noch nicht hatte, weiß ich leider auch nicht, wie man der an den Kragen geht.
Dann kann euch auch noch den Grauschimmel stressen, der die Zwiebel mit einem blau-grünen Belag überzieht. Hier hilft das Spritzen mit Schachtelhalmbrühe. Dazu den Schachtelhalm in einem großen Topf kurz aufkochen und dann mit Wasser ansetzen. Danach mit einer Spritzflasche auf die befallenen Pflanzen sprühen.
Besonders anfällig gegen Viren und Erregern ist der Knobi bei Stress und Wachstumsstillstand. Um dies zu vermeiden, solltet ihr die leider immer wieder vorkommenden Blattläuse rigoros bekämpfen.
Aber auch Thrips und Drahtwürmer können dem Knoblauch schlecht gestimmt sein. Chemisch kann man dies ja nun lösen, dennoch versuche ich vorher, sollte ich einmal von Thrips nicht verschont bleiben, diese mit einer zweiprozentigen Schmierseifenlösung davon zu befreien. Bei Drahtwürmern lege ich Kartoffelscheiben als Köder aus. Diese dann immer wieder mal austauschen und so diese Biester dezimieren. Allerdings ist dem wirklich schwer herzukommen, wodurch sich die chemische Keule oft nicht vermeiden lässt. Bei mir aber zum Glück erst zweimal der Fall.
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Sorten
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Erhältlich sind über 600 verschiedene Sorten, wobei sich nur wenige für den anbei in unseren Breiten lohnen. Die Allerbesten finden sich in Frankreich, Spanien und Italien.
Jedoch handelt es sich bei der Benennung meist eher um ihre Herkunft und stellen keine wirklichen Sorten da. So sind die Verbreitetsten in Deutschland Thüringer und Echo, Österreich die Laaer und in Frankreich Messidrome.
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Wofür dieser ganze Aufwand?
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Ich für meinen Teil freue mich einfach mehr, wenn etwas selbst Gezogenes auf den Tisch kommt, als wie einfach so im Laden gekauft. Zudem ist er, wenn nicht durch Schädlinge befallen, frei von Chemie. Auch ist er, bei richtiger Düngung viel geschmackvoller als aus dem Supermarkt besorgter und ist halt was Besonderes, weshalb ich ihn auch weiterhin anbauen werde.
Zudem enthält er schwefelhaltige Verbindung (sind für den Geruch verantwortlich), Selen, Ajoen (fragt nicht, was das genau ist), Allicine (keine Ahnung) und viele andere Stoffe, die ihres zu der positiven Wirkung beitragen und den Knoblauch zu einem wertvollem Medikament der Natur werden lassen.
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V E R W E N D U N G S V I E L F A L T
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In der Küche
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Logisch, jeder kennt ihn als Gewürz zu den vielfältigsten Speisen. Ob Italienisch, Griechisch oder asiatisch, ob zu einem deutschen Eisbein oder zum Gulasch, überall wird er benötigt, um dem Gericht das gewisse Etwas zu geben und ist zudem noch appetitanregend.
Anders als in unseren Breiten wird er in den südlichen Ländern oft frisch, am Ende der Kochzeit zu gegeben, wodurch er ein intensiveres Aroma abgibt. Eben nicht zerkocht und meist schon gar nicht mehr schmeckbar. Dies hat dann aber auch zur Folge, dass der Geruch bei Weitem strenger ist. Etwas vermindern lässt sich das dann, wenn ihr für einige Minuten an einem Stück Apfel (hilft nicht wirklich), frischer Petersilie (schon viel besser), einigen Kaffeebohnen (schmeckt abscheulich) oder etwas Kümmel (ganz angenehm) kaut. Oder ihr vertraut auf Pfefferminz, 1-2 Gewürznelken oder Ingwer.
Auf eine angenehme Art soll auch das Trinken von Wein zum Essen helfen, kann ich aber nicht beschwören, da ich kein Weintrinker bin und mich der Geruch ja auch eigentlich nicht stört.
Bei der Verwendung ist Folgendes zu beachten. Je feiner ihr ihn presst oder zerkleinert, desto intensiver ist auch sein Aroma. Starkes Erhitzen und bräunen solltet ihr auch verhindern, da er sich sonst von seiner bitteren Seite zeigt. Lieber bei reduzierter Hitze nur goldgelb werden lassen.
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in der Medizin
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Von der medizinischen Seite hat der Knobi, wie wohl schon ein jeder einmal gehört hat, so einiges zu bieten. So kommen unter den Essern viel seltener Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Infarkte zum Tragen. Auch vor erhöhtem Blutduck und Cholesterinspiegel bleiben sie meist verschont. Zudem schützt er vor Krebs, putzt die Arterien aus, und verhinder die Verklumpungen des Blutes. Um dies in optimaler Weise zu erreichen, ist aber laut Wissenschafter eine Menge von 4 g frischem Knoblauch erforderlich, was einen Konsum von mindesten 2 Zehen täglich gleich zu setzen ist.
Seine Wirkstoffe haben aber auch im Bauch- und Darmbereich ihren Nutzen. So „bekämpft“ er Keime, Bakterien, Viren und Parasiten, greift aber die wichtige Mikroflora des Darms nicht an.
Zudem sollte er, um seine Wirksamkeit richtig nutzen zu können, nach dem Zerkleinern erst eine halbe Stunde später Verwendung finden. Diese Zeit benötigt nämlich das Enzym Alliance, um sich den Kontakt mit Sauerstoff voll zu entfalten.
*“*“*Die Hausapotheke*“*“*
Dazu gibt es wohl so einiges zu berichten. Hier findet er sowohl innerlich als auch äußerlich seinen Nutzen.
Innen
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Logisch, wird er mal mit dem Essen als Gewürz aufgenommen. Wer dies jetzt nicht will, kann auch auf die Wirkstoffe in Pillenform zurückgreifen, die dann auch meist nicht riechen. Ich für meinen Teil ziehe aber immer noch die natürlich Pflanze vor, ja, ich geb\'s zu, ich liebe ihn.
Des Weiteren hilft er auch bei Bronchitis, wobei ein Saft aus einer gepressten Zehe, einem Esslöffel Zitronensaft und einem Esslöffel Honig gemixt und dieser dann einige Male auf den Tag verteilt eingenommen wird. Schmeckt zwar nicht ganz dolle, hilft aber aus eigener Erfahrung und lindert die Symptome.
Außen
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Ja, auch hier lässt er sich vielfach nützen. Stinkt zwar erbärmlich, bringt aber doch so seine Vorteile. Durch seine antibakterielle Wirkung eignet er sich für die Desinfektion von Wunden mittels Knoblauchessig. (in ½ liter Essig 3 Knoblauchzehen für einige Tage einlegen und ziehen lassen)
Genauso verspricht er bei lästigen Warzen und Hühneraugen als Auflage in Breiform Linderung.
Bei Rheuma, Muskelschmerzen oder Hexenschuss soll er ebenfalls in Salbenform helfen. Dazu gepressten Knoblauch mit Schweineschmalz vermischen und an den betroffenen Stellen auftragen und über Nacht einwirken lassen. Und dies hilft auch wirklich. Hatte mir mal den Fuß verstaucht und diese Medizin angewendet. Am nächsten Tag war die Schwellung schon merklich zurück gegangen und schmerzte bei Weitem weniger.
Sicher gibt es auch noch andere Anwendungen, die ich aber ehrlich nicht alle kenne. Vielleicht kennt ja von euch noch wer andere Möglichkeiten, die ich dann, wenn genehmigt, gerne als Update anfüge.
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Wer mich denn nun schon etwas länger kennt, der weiß, dass ich hier dann auch mal wieder einige Rezepte anfügen möchte. Zum Teil sind diese einfachst was es jedem Laien ermöglichen sollte eine köstliche Speise aus gesunden Zutaten zu kreieren. Natürlich lassen sich alle Rezepte je nach eigenen Vorlieben variieren und abändern. Vor allem, was die Anzahl an verkochten Knoblauchzehen betrifft.
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Den Klassiker schlechthin und wohl bei jedem schon mal im Magen gelandet stellt sicherlich die stink-normale Knoblauchsuppe da. Hier ein ganz einfaches und unverschnörkeltes Rezept für die ...
Klassische Knoblauchsuppe
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Zu allererst solltet ich 1 große Knolle Knoblauch, geschält und fein gehackt gemeinsam mit einer gehackten Zwiebel in etwas erhitztem Olivenöl bratender Weise baden. Nach leichtem Anbräunen mit 1 Liter Brühe aufgießen und für ca. 15 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer, wer will auch etwas Kümmel schön würzen und die Sahne untermengen. Jetzt auf keinen Fall mehr aufkochen, da sich das Obers sonst absetzt und sofort, am besten mit einer Scheibe kräftigem Bauernbrot servieren.
Mir das Liebste, was ich kenne, wenn es nur mal eine Kleinigkeit für zwischendurch und nicht viel Aufwand von Nöten sein sollte ist das ...
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Etwas Herzhaftes von der italienischen Seite sind wohl immer Spagetti, womit wir bei den ...
Spagetti in Knoblauch-Sahne angelangt sind.
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5 Zehen Knoblauch erst mal schälen und in dünne Scheiben schneiden. 75 g Speck, ich verwende aber lieber Parmaschinken, fein würfeln. Diesen dann in etwas Öl knusprig braten, dann Knoblauch mit dazu und kurz bräunen. Knoblauch raus und 1 El Mehl rein, anschwitzen und mit 3/8 l Brühe und 200 ml Obers ablöschen. Bei schwacher Hitze nur noch, während die Spagetti bissfest kochen, 10 Minuten reduzieren. Abschmecken mittels Salz und Pfeffer, mit etwas Petersilie garniert servieren und einen großen Salat dazu reichen. Wer will, kann auch noch Parmesan darüber streuen, so wie ich!
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Um international zu bleiben, wandere ich auch ab und zu nach Frankreich, wo es mir das ...
Französisches Knoblauchgratin
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... besonders angetan hat.
12 Knoblauchzehen werden erst mal geschält. Diese dann mit je 100 g Creme fraiche, Sahne und Brühe kurz kochen lassen (5 Minuten) (*die 5 Minuten Terrine* pst. Is mir grad nur eben eingefallen!) Ordentlich mit Salz und Pfeffer würzen und mal in Ruhe lassen. 250 g Nudeln bissfest kochen und mit etwas Öl vermischen. Wir wollen ja Nudeln haben und keinen Teigklos. 1 Zucchini längs ganz, ganz dünn aufschneiden, 100 g Champignons dasselbe Schicksal zuteil werden lassen und dann in kaltes Wasser tauchen, nachdem ihr die Scheiben zuvor für kurze Zeit in kochendem Wasser blanchiert habt. In eine flache Auflaufform das zuvor vermengte Nudel-, Gemüse-, Saucen- Gemisch füllen und mit viiiiiel Käse bestreuen. Für 30 Minuten bei 180 Grad in den Ofen damit, überbacken, auf Teller anrichten und mit Petersilie, etwas Knoblauch und gehackten Walnüssen bestreut servieren.
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Eine super schmeckende und ganz einfache Art, seinen biederen Weinessig durch eine wahre Köstlichkeit zu ersetzen und so dem Salat für obige Rezepte einen besonderen Touch zu geben, ist das Herstellen von ...
Knoblauchessig
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Dafür 8 geschälte und in Stücke geschnittene Knoblauchzehen mit 1 Tl Pfefferkörnern in eine Flasche füllen. ½ Liter guten Weißweinessig mit 1 Prise Salz kurz aufkochen und in die Flasche gießen. Gut verschlossen dies 3 Wochen lang stehen lassen und dann den gereiften Essig in eine saubere Flasche umfüllen. So hält er sich gekühlt mehrere Wochen und eignet sich hervorragend zu jeder Art von Salat und Gemüse als Geschmacksgeber.
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Solls mal was leichtes, schnelles und einfach supi Leckeres, fantastisch mal so zwischendurch auf dem Schreibtisch, während des Surfens, sein, kann ich nur eine Empfehlung aussprechen, das ...
Knoblauchbrot
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2 Scheiben Ciabatta oder rustikales Bauernbrot im Toaster schön braun rösten. 1 Knoblauchzehe durch die Presse jagen, aufs Brötchen streichen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Dann noch mit Thymian und Majoran, beides möglichst frisch, weißem Pfeffer und etwas Salz würzen und mit schwarzen Oliven nebst gutem Rotwein verspeisen.
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Mein absoluter Lieblingshit ist allerdings eine ganz andere Variante, von der wohl viele von euch nicht so begeistert sein werden und Abstand halten möchten. Dennoch kann ich euch einen Versuch nur empfehlen, da es für die Gesundheit nur zuträglich ist, der ...
eingelegter Knoblauch
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500 g Knoblauch in seine Einzelteile zerlegen und kurz, 1 – 2 Minuten blanchieren. ½ Liter Essig und je 1/8 Liter trockenen Weißwein sowie Wasser mit 3 Chilischoten, etwas Ingwer, Saft einer Zitrone, je 1 Tl Salz, Pfefferkörner, Rosmarin, Thymian und Basilikum, 2 El Honig und 3 Lorbeerblätter ca 5 Minuten kochen lassen, den Knoblauch in Gläser schichten und mit dem Sud aufgießen. Als Abschluss mit etwas Olivenöl versiegeln und mindestens 3 Wochen zum Durchziehen Zeit lassen. Danach steht dem Genuss zur Jause nichts mehr im Weg.
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All diese Rezepte hab ich selber schon ausprobiert und war bzw. bin jedesmal wieder begeistert, welch Vielfalt Knoblauch zu bieten hat. Besonders angetan hat es mir der eingelegte Knobi, den ich echt gern zu Schinken oder kaltem Braten verzehre. Aber auch die Knoblauchsuppe ist immer wieder ein Genuss und mit einer Scheibe Brot auch eine vollwertige und sättigende Mahlzeit.
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Fazit:
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Auch wenn ich Knoblauch nicht immer verwenden kann, eben der gesellschaftlichen Verpflichtungen wegen, findet er doch immer wieder und häufiger Verwendung bei mir im Haushalt. Und dies wie ihr aus obigen Punkten erfahren konntet, nicht nur in der Küche sonder auch als Allheilmittel. Meine Meinung zu Knoblauch dürfte euch schon aufgefallen sein. Ich würze damit, auch wenn es einigen nicht passt.
Gut, nicht soviel dass es 5 Meilen gegen den Wind zu riechen ist, aber doch mehr als so manch anderer. Zudem stehe ich zu meiner Ansicht, dass Knoblauch nicht stinkt, denn die, die ihn nicht konsumieren sind ja selber schuld. Würden auch sie dazu greifen, müssten und könnten sie ihn nicht riechen, würden gesünder leben und es entginge ihnen kein einzigartiges Gewürz und Heilmittel unserer Natur.
Danke für euer Interesse an meinem Bericht, sowie fürs Lesen und Bewerten nebst Kommentaren,
ad rem
euer Jörg
© by jozeil 10/2002
Quellen:
1) http://www.syngenta.de/crop/ku/spezial/ku_arz_kno.htm
2) http://www-ang.kfunigraz.ac.at/~katzer/germ/ generic_frame.html?Alli_sat.html
3) Kursbuch gesunde Ernährung , die Küche als Apotheke der Natur von Ingeborg Münzing-Ruef, Verlag Zaber Sandmann.
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