Kölner Dom Testbericht

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Erfahrungsbericht von krawallo

Absolut sehenswert....! ! !

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Als Neukölner gehört es natürlich zum guten Ton, das man sich früher oder später den Dom anschaut und sich mit ihm beschäftigt. Auch bei mir hat es nicht lange gedauert, und ich habe meinen ersten Besuch in diesem Bauwerk hinter mich gebracht.
Seit seiner Vollendung im Jahre 1880 ist der Dom der eindeutige Mittelpunkt dieser Stadt, Orientierungspunkt für Stadtfremde und der Stolz aller Kölner. Das Abbild seiner beiden 157 Meter hohen Türme prangt sogar auf der Vereinsfahne des 1.FC Köln.
In unmittelbarer Nähe zum Rhein ergibt der Dom auch ein wunderbares Panorama, besonders, wenn ich Abends von der Arbeit über eine der zahlreichen Brücken fahre und regelmäßig einen Blick auf dieses Kunstwerk werfe, kann ich mich nur froh schätzen, in dieser Metropole am Rhein meine Zelte aufgeschlagen zu haben.


Technische Daten:
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Länge 144 Meter, im Querhaus 86 Meter breit und im Mittelschiff 43 Meter hoch.
Der Dachfirst ist 61 Meter, der Dachreiter 109 Meter hoch.
Die Fassade ist 61 Meter breit und 153 Meter hoch.
Der Dom bedeckt eine Fläche von fast 8.000 Quadratmetern und hat eine innere Nutzfläche von 6.166 m².
Alle Fensterflächen machen über 10.000 m², alle Dachflächen über 12.500 m² aus.
Der umbaute Raum beträgt ohne das aufwendige Strebwerk 407.000 m³.
Grundsteinlegung war 1248, die Fertigstellung erfolgte im Jahre 1880.
(Infos Tourismusbüro Köln)


Eigentlich bin ich ja nicht unbedingt so ein kultureller Mensch, aber bei diesem „Weltkulturerbe“ habe ich wirklich eine Ausnahme gemacht.
Die Westfront des Domes zeigt das Hauptportal, an diesem Punkt gehen täglich bis zu 50.000 Menschen vorüber und staunen über die eigenwillige Bauweise und das beindruckende Wahrzeichen der rheinischen Metropole, und man sieht regelmäßig Besucher aus aller Welt, die den Kopf nach hinten recken, um die ganze Form des Doms überblicken zu können.

Jeder, der wie ich, durch den Hauptbahnhof die Stadt am Rhein besucht, erblickt auf Anhieb das beeindruckende Gebäude schon von der Ferne und kann sich seiner Anziehungskraft kaum entziehen. Dieser „Koloß“ überwältigt wohl jeden Neuankömmling, der die Bahnhofsvorhalle verläßt und will ihn wie ich näher betrachten.

Über eine der Treppen erreicht man in kürzester Zeit die Domterrasse, wo besonders in den Mittagsstunden reges Treiben herrscht, Künstler ihre Künste darstellen und asiatische Reisetruppen ihre Photoapparate bis zur Erschöpfung klicken.
Unter der Domplatte kann man sein Auto zu horrenden Preisen parken, um sich anschließend mit einem Stadtbummel den Tag in der Domstadt zu versüßen. Hinter dem Dom wirbeln Skateboard-Fahrer und Inliner in ausgelassener Fröhlichkeit umher, älter Omas führen ihre Hundchen spazieren und junges Volk trifft sich zum ausführlichem Klönen.
Nicht unweit davon sieht man vereinzelte Kioske, die den üblichen Domkitsch verkaufen und sich nach wie vor nicht der Einnahmen wegen beklagen können.
Die Kunst scheint die Nähe des Gotteshauses zu suchen, denn gleich vier Ausstellungsgebäude sind Nachbarn, darunter das Römisch-Germanische Museum, und das Museum Ludwig.
Auf meinem Weg zu meiner Arbeitsstelle komme ich fast täglich am Dom vorbei und komme nicht umher diesem spektakulären Bau zu bestaunen.

Der erste Anblick des Doms hat mich verzückt: heidnische Antike und christliches Mittelalter wurden hier in Eintracht miteinander verbunden und die Fußgängerpforte am Hauptportal zieht einen förmlich in die Kathedrale hinein. Das sonst graue Gemäuer aus Sandstein schimmert in der Sonne wie in Gold getaucht. Die Pfeiler, Strebebögen und Fensterrosen und die zahlreichen Figuren aus Stein geben diesem „Gotteshaus“ dieses gewisse Etwas, auch wenn einige der Statuen durch die Luftverschmutzung sehr angegriffen wurden, macht es dem Gesamtkunstwerk nichts aus. Nachts wird der Dom von Lichtern angestrahlt und hebt sich dadurch von Stadtbild ab und macht diesen Ort zu etwas besonderem.

Der eigentliche Geist des Mittelalters ist jedoch in der rein hochgotischen Architektur im Inneren zu betrachten. Die Architektur versteht es mich gleichzeitig zu ernüchtern und zu erheben. Diese Wirkung wird durch das Wechselspiel des Lichteinfalls erzeugt.
Bei meinem ersten Besuch war ich wirklich beeindruckt von den hohen und bunten Fenstern und den faszinierenden Glasmalerein. Diese erfüllen die Kathedrale mit einem geheimnisvollem Leuchten und strahlen etwas sehr erhabenes auf mich aus.
Die Bibelfenster im Chorumgang und die Königsfenster mit der Anbetung der Heiligen Drei Könige ziehen mich auch nach meinem mittlerweile fünftem Besuch immer wieder aufs Neue in ihren Bann. Direkt gegenüber liegt das sogenannte „Bayernfenster“, welches farbenfroh und sehr wirkungsvoll dem Auge des Betrachters schmeichelt und angeblich zu einem der kostbarsten Glasmalereien des 19. Jahrhunderts zählen. Die zahlreichen Glasfenster machen den Dom zu einem wahrlich mystischem Raum, und sogar „Ungläubige“ wie ich bekommen hier das Gefühl etwas „Heiliges“ zu erleben und hier beten zu können, sosehr nimmt einen dieser Raum ein.
Die angeblichen Gebeine der Heiligen Drei Könige wurden im Jahr 1164 als Kriegsbeute in die Stadt gebracht und die für die Christen so bedeutenden Reliquien werden im Chorumgang angemessen präsentiert. Der vergoldete Schrein und das „Gero-Kreuz“ in der Sakramenterkapelle stammen mit dem gotischen Altar der Stadtpatrone zu den absoluten Anziehungspunkten der Katerahle und haben sich für mich bei jedem Besuch für mich als Höhepunkt des Rundgangs ausgezeichnet. Optisch ist für mich das Chorgestühl aber immer wieder ein Augenschmaus, zusammen mit den moderneren Türen von Mataré heben sie diese Sehenswürdigkeit zu etwas absolut außergewöhnlichem hervor.

Fazit:
Ein kurzer Besuch im Kölner Dom lohnt eigentlich immer. Durch die gute Lage direkt am Bahnhof können auch durchreisende einen schnellen Blick riskieren und sich von dem Wahrzeichen der rheinischen Metropole einnehmen lassen. Ich persönlich habe es mir nicht nehmen lassen dieser Objekt der Geschichte zu untersuchen. Mich haben die Farben im Innenraum und die faszinierenden Gemäuer und die außergewöhnliche Geschichte eingenommen und sollte bei jedem Gast zum Standardbesuch gehören. Auf der Domplatte ist moderne Kultur angesagt und dort pulsiert das wahre Leben, wie man es in kaum einer Deutschen Stadt kennt. Durch all diese positiven Eigenschaften vergebe ich ausnahmsweise einmal die vollen fünf Sterne.

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