König der Löwen Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Preis-Leistungs-Verhältnis:  gut
  • Empfehlenswert:  ja

Erfahrungsbericht von carlo2000

Ein grandioses Musical-Erlebnis im Hamburger Hafen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Allgemeines
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Nachdem ich bereits im Dezember des vergangenen Jahres die Eintrittskarten erworben habe, war es in der vergangenen Woche endlich so weit - ich habe das Musical ‘Der König der Löwen’ besucht. Die Vorfreude auf die Vorstellung war sehr groß, denn ich hatte bis dahin nur positive Kommentare über das Musical gehört, da alle, die es bisher gesehen hatten, restlos begeistert von der Darbietung waren. Seit Dienstag gehöre ich auch dazu, denn all meine Erwartung, die ich an das Musical hatte, wurden in positivem Sinne weit übertroffen. Und so kann ich im Nachhinein sagen, dass sich jeder Cent des nicht gerade günstigen Eintrittspreises von etwa 70 Euro gelohnt hat, so dass ich bereits jetzt überlege, ob ich mir das Ganze nicht noch ein zweites Mal ansehen soll. Allerdings wird das wohl noch eine Weile dauern, denn, wie ich gehört habe, sollen bis August alle Vorstellungen ausverkauft sein.

Das Theater und die Anreise
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Das ‘Theater im Hafen’, in dem ‘Der König der Löwen’ aufgeführt wird, liegt mitten im Hamburger Hafen direkt gegenüber den bekannten St. Pauli Landungsbrücken, von wo aus das zeltartige Gebäude bereits gut zu sehen ist. Das Theater wurde bereits vor mehreren Jahren gebaut, allerdings wurde dort zunächst das Musical ‘Buddy Holly’ aufgeführt. Nach dem Umbau dient es nun ausschließlich der Aufführung des vom New Yorker Broadway stammenden Musicals ‘Der König der Löwen’.

Man kann das Theater entweder mit dem eigenen Auto erreichen oder aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Kommt man mit dem Auto, muß man in den Freihafen fahren und kann sein Fahrzeug dann in unmittelbarer Nähe des Musicalzelts parken - jedoch gegen eine Gebühr von drei Euro. Ich empfehle jedoch - und so habe ich es auch gemacht - die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Hierzu muss man sich entweder mit der U-Bahn oder mit der S-Bahn zum Bahnhof Landungsbrücken begeben, von wo aus man nach einem sehr kurzen Fußweg den Anleger des kostenlosen Fähr-Shuttle-Services erreicht. Diese Schiffe, die gut sichtbar als König-der-Löwen-Shuttles gekennzeichnet sind, bringen die Musical-Besucher in kurzen Taktzeiten innerhalb weniger Minuten auf die andere Seite des Hafenbeckens direkt vor das Musicalzelt. Diese kurze Fahrt durch den Hafen ist für sich genommen schon ein schönes Erlebnis, da der Blick auf Hamburg insbesondere auch bei Dunkelheit sehr imposant ist.

Ist man dann am Theater angekommen, gelangt man in das sehr modern und ansprechend gestaltete Foyer, in dem es eine Reihe recht vornehm wirkender Bars mit ebenso vornehmen Preisen gibt sowie ein paar gemütliche Sitzecken, die das Warten auf den Einlaß etwas bequemer machen. Denn die Türen zum eigentlichen Aufführungssaal werden erst etwa eine Viertelstunde vor Beginn der Vorstellung geöffnet. Erstaunlicherweise gelingt es, dass alle Besucher innerhalb dieser Viertelstunde ihre Plätze einnehmen, so dass die Vorstellung bei meinem Besuch pünktlich um 20 Uhr beginnen konnte. Ich habe dabei auf der oberen Tribüne (Rang) in der ersten Reihe gesessen und das auch noch ziemlich genau in der Mitte, so dass ich einen hervorragenden Blick von oben auf die Bühne hatte, wie er besser nicht hätte sein können.

Worum geht es in dem Musical?
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Mufasa, der König der Löwen, hat mit seiner Frau und Königin Saribi Nachwuchs bekommen. Beide präsentieren bei einer Versammlung aller Tiere stolz ihren Thronfolger Simba. Es gibt jedoch einen Neider, nämlich Scar, den Bruder von Mufasa. Er will nicht akzeptieren, dass Simba der rechmäßige Thronfolger ist, sondern selber den Posten des Königs bekleiden.

Um sein Ziel zu erreichen, verbündet sich Scar mit den Hyänen und lockt Mufasa in eine Falle, wobei dieser stirbt. Scar macht daraufhin Simba für den Tod seines Vaters verantwortlich und rät ihm fortzulaufen und nie wieder zurückzukehren. Simba folgt dieser Empfehlung, so dass der Weg für Scar frei ist, neuer König der Löwen zu sein.

Simba zieht unterdessen ziellos durchs Land und lernt dabei einige interessante Gestalten kennen, allen voran das Erdmännchen Timon und das Warzenschwein Pumbaa, bei denen er aufwächst. Währenddessen glauben alle ehemaligen Freunde von Simba, dass dieser nicht mehr am leben ist. Erst durch einen Zufall trifft er seine ehemalige Jugendfreundin Nala wieder, die Simba aber nicht davon überzeugen kann, in seine Heimat zurückzukehren. Dies gelingt erst der weisen Zauberin Rafiki, die ihm die Augen öffnet und ihn davon überzeugt, dass es seine Pflicht ist zurückzukehren und gegen den tyrannischen Herrscher Scar zu kämpfen.

Simba wagt daraufhin die Rückkehr und es gelingt ihm, Scar zu besiegen und so dessen Schreckensherrschaft, die allen Untertanen Hunger und Leid gebracht hat zu beenden. Simba wird so schließlich doch noch rechtmäßiger König der Löwen mit Nala als Königin.

Die Darsteller und das Bühnenbild
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Bereits zu Beginn weiß das Musical zu begeistern. Die Eröffnungsszene, in der das Löwenbaby Simba der Welt der Tiere vorgestellt wird, gehört zu den absoluten Highlights des Stücks, den bereits hier treten alle mitwirkenden Tiere wie Giraffen, Elefanten, Vögel, usw. auf. Besonders beeindruckend dabei ist, dass sich das Geschehen nicht nur auf der eigentlichen Bühne abspielt, sondern Darsteller auch auf an den Seiten des Theaters befindlichen kleinen Bühnen auftauchen und auch durch die zwischen den Zuschauerreihen liegenden Gängen kommen. Man ist nach dieser Anfangssequenz schön völlig fasziniert von dem Musical und die Vorfreude auf den weiteren Verlauf des Stückes wird noch größer.

Im weiteren Verlauf des Musicals ist es absolut erstaunlich, wie es gelingt, mit relativ einfachen Bühnenbildern eine derart tolle Darbietung zu erzeugen. Aber es ist wahrscheinlich gerade diese Schlichtheit des Bühnenbildes, was die Aufführung noch faszinierender macht, da man so noch intensiver auf die einzelnen Tiere und deren Darsteller achtet.

Die Tierkostüme sind dabei sehr farbenfroh und mit viel Liebe zum Detail gestaltet, wobei immer der Kopf des Darsteller sichtbar bleibt, was aber überhaupt nicht störend ist, sondern ganz im Gegenteil die Aufführung noch interessanter Macht, weil man so immer weiß, wer sich hinter dem jeweiligen Kostüm verbirgt. Die Darstellung der Tiere ist dabei ausnahmslos gut gelungen, wobei das Erdmännchen Timon, das Warzenschwein Pumbaa sowie die Hyänen meiner Ansicht nach besonders hervorzuheben sind.

Die Musik der Aufführung, die zu einem nicht geringen Teil von Elton John stammt, ist ebenfalls ein ganz großes Highlight. Das Musical-Orchester leistet eine wirklich hervorragende Arbeit und der Gesang der Darsteller kann sich ebenfalls sehen lassen, so dass das Stück durch die Musik sehr gut abgerundet wird und der Abend so zu einem wahren Erlebnis wird.

Fazit
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Als Fazit bleibt mir nur, den Machern des Musicals und insbesondere den Darstellern ein ganz, ganz großes Lob auszusprechen. Sie zaubern ein Stück auf die Bühne, das seinesgleichen sucht. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass da nach dem Musical jemand herausgeht, dem es nicht gefallen hat. Ich möchte jedem empfehlen, der dieses Musical bisher nicht gesehen hat: kommt nach Hamburg und schaut es euch an - auch wenn es nicht ganz billig ist -, denn dieser Abend wird unvergeßlich.

Wer sich näher über ‘Der König der Löwen’ informieren möchte, dem empfehle ich einmal auf der Internet-Seite des Musicals unter der Adresse www.loewenkoenig.de vorbeizuschauen. Dort findet man auch Informationen über Buchungsmöglichkeiten für die Tickets.

20 Bewertungen, 1 Kommentar

  • JFK2001

    15.04.2002, 20:49 Uhr von JFK2001
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ganz hervorragend geschrieben!