Brandzeichen (Taschenbuch) / Dean Koontz Testbericht

Ullstein-brandzeichen-taschenbuch
ab 2,07
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 06/2004

5 Sterne
(6)
4 Sterne
(0)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von ISchoenherr

Genetik kann man nicht nur schwarz oder weiß sehen

Pro:

Dieses Buch ist einfach toll.

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

KURZINHALT
Als Travis Cornell eines Tages einen streunenden Hund bei sich aufnimmt, ahnt er nicht, daß dies sein bisheriges stark zurückgezogenes Leben gründlich verändern wird. Er muß schon bald erkennen, daß sein neuer Mitbewohner außergewöhnlich intelligent ist. Als er die schüchterne Nora Devon kennen und lieben lernt, finden sie eine Möglichkeit sich mit dem Tier zu verständigen und müssen erkennen, daß sie längst gejagt werden. Zum einen ist die NSA hinter ihnen her, aus deren Labor der Hund entwichen ist. Zum zweiten werden sie von einem irren Killer gejagt, der bei einigen Morden von den ungewöhnlichen Fähigkeiten des Tieres erfahren hat. Und dann ist da noch der Outsider, ebenfalls ein Ergebnis des Labors, welches auch entkommen konnte. Diese ebenfalls hochintelligente Kreatur wurde gezüchtet um zu töten und haßt den Hund, aber auch jedes andere Lebewesen. Über eine Art Verbindung können sich die beiden Forschungsergebnisse gegenseitig spüren.

EINDRUCK
Dieses Buch habe ich bereits 1990 für eine Zugfahrt erworben. (damaliger Preis 9,80 DM) Schon im Zug konnte ich mich nicht von der Story lösen und zu Hause ginge es weiter, bis ich es spät in der Nacht durch hatte. Seitdem habe ich es schon unzählige Male gelesen. Ich gebe zu, ich bin noch immer begeistert und fasziniert, jedes Mal aufs Neue. Brandzeichen ist mein absolutes Lieblingsbuch. Ich kann es jedem nur empfehlen.

Durch die 97% Entschlüsselung des menschlichen Genoms ist die Thematik dieses Buches aktueller wie nie zuvor. Doch was bringen uns diese neuen Erkenntnisse? Heilmittel oder die Möglichkeit noch mehr Leid auf diese Welt zu bringen? Zum Beispiel Insulin das durch genetische Manipulation jetzt auf einfache Weise gewonnen werden kann, ohne dass dafür noch Kühe sterben müssen. Doch auch die Gefahren darf man nicht übersehen, wer weiß denn schon ob eine genetisch veränderte Pflanze nicht die ganze Nahrungskette durcheinander bringt.

Dies sind im Prinzip auch die Aussagen die Koontz versucht seinen Lesern näher zu bringen und was ihm sehr gut gelungen ist. Nur das die Manipulation der Gene hier an größeren Lebewesen stattfindet. So steht der Hund als positives Ergebniss, wenngleich auch er für den Krieg gezüchtet wurde. Der Mißbrauch dieser Art der Forschung zeigt sich in dem Outsider, der wohl die schrecklichsten Vorstellungen zur Genetik bestätigt. Doch obwohl die Kreatur so furchtbar ist und man Angst hat ob sie es schafft den Hund zu töten, so tut sie einem auch leid. Denn im Gegensatz zu dem Hund wird sie immer ausgestossen und einsam sein. Aber tragischerweise ist sie auch intelligent genug dies zu begreifen und sie ist hin und her gerissen zwischen dem angezüchteten Instinkt zu töten, ihrem wahnsinnigen Hass und dem Wunsch irgendwo dazu zu gehören, geliebt zu werden. Sie ist vielleicht das grösste Opfer dieses Buches.

Die Charaktere sind glaubhaft und entwickeln sich im Verlauf der Handlung auch weiter. Trotz des intensiven Horrors den die Kreatur darstellt, des Mitgefühls die man trotz allem für das Wesen empfindet, bleiben auch menschliche Gefühle wie Ehrlichkeit, Treue und Liebe nicht auf der Strecke.

LESEPROBE
Travis fragte sich, ob das Ding im Wald ein Mensch sei, und rief: "Wer ist da? Kommen Sie raus, damit ich Sie sehen kann!"
In den heiseren Atem im Gebüsch mischte sich jetzt ein dumpfes, drohendes Knurren. Der grausige, kehlige Laut ließ Travis hochfahren. Sein Herz schlug noch heftiger, er wurde ebenso stark wie der Retriever an seiner Seite. Einige endlos dahintickende Sekunden lang begriff er nicht, warum allein dieses Geräusch einen solchen Strom der Angst durch seinen Körper jagte. Dann wurde ihm bewusst, dass das, was ihn so erschreckte, die Mehrdeutigkeit des Geräusches war: Das Knurren der Bestie war ganz eindeutig das eines Tieres…
Und doch war da noch eine nicht beschreibbare Eigenschaft, die auf Intelligenz schließen ließ, ein Klang, ein Tonfall, fast wie der Ton, den ein wütender Mensch von sich geben würde. Je mehr er lauschte, desto mehr kam Travis zu dem Schluß, dass es weder eindeutig ein tierisches noch ein menschliches Geräusch war. Aber wenn es keines von beiden war…was, zum Teufel, war es dann?
Er sah, wie die hohen Büsche sich bewegten. Genau vor ihm. Etwas kam auf ihn zu.

AUTOR
Seit Brandzeichen habe ich viele Bücher von Dean R. Koontz gelesen. Und bis auf wenige Ausnahmen haben sie mir alle gefallen. Er gehört ohne Zweifel zu meinen Lieblingsautoren.

ALLGEMEIN
Taschenbuchausgabe vom Heyne Verlag, 2. Auflage. Die Seiten sind stabil und lassen sich gut blättern. Die Druckqualität ebenfalls gut und die Buchstaben sind trotz der langen Zeit, die ich das Buch schon besitze nicht verblasst. Nur die Seiten sind etwas vergilbt, aber das überrascht mich nicht nach 15 Jahren häufigen Gebrauchs. An der Bindequalität lässt sich ebenfalls nichts aussetzen. Bislang hat sich noch keine einzige Seite gelöst, nur ein paar Ecken sind etwas mitgenommen vom häufigen Gebrauch.

Ich habe "Brandzeichen" bereits in verschiedenen Coverdarstellungen entdeckt. Aber ich muß sagen meine gefällt mir am Besten. Ein großes hundeähnliches Wesen mit bersteingelben Augen und langen Reißzähnen ist darauf dargestellt.

ISBN meiner Ausgabe: 3453041860
Originaltitel: Watchers

@ISchoenherr aka Cat

60 Bewertungen, 3 Kommentare

  • BaBy1987

    22.06.2005, 16:48 Uhr von BaBy1987
    Bewertung: sehr hilfreich

    liest sich als seehr interessant!! lg baby

  • Lotosblüte

    10.06.2005, 21:02 Uhr von Lotosblüte
    Bewertung: sehr hilfreich

    War zwar das einzige, das ich gelesen habe, aber vielleicht gönn ich mir noch mal eines. War sehr gut. lg

  • kleinvolli

    07.06.2005, 16:23 Uhr von kleinvolli
    Bewertung: sehr hilfreich

    Der beste Koontz den ich bisher gelesen habe