Koriander Testbericht

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Erfahrungsbericht von city-flitzer

Weihnachtszeit ist Korianderzeit?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Bei uns wird Koriander hauptsächlich in der Weihnachtszeit gegessen. Denn er gehört zu den klassischen Gewürzen für das Weihnachtsgebäck. In diesem Zusammenhang kam es mir jetzt in den Sinn, einmal etwas darüber zu schreiben:

Im indischen Raum und in Lateinamerika dagegen rangieren die kleinen kugelförmigen Samen mit ihrem würzigen, etwas am Orangenschalen und Salbei erinnernden Aroma zu den meist verwendeten Gewürzen. Koriander ist z.B. Standardzutat im indischen Curry. Man würzt mit ihm hauptsächlich Gemüse (besonders fein ist z.B. Korianderrotkohl), aber auch Fisch, Brot und Lammfleischgerichte.

Noch beliebter als die Körner sind in all diesen Regionen die jungen Korianderblätter. Sie sehen aus wie Petersilie und werden dort auch so häufig gebraucht, wie bei uns die Petersilie.

Aber in Geruch und Aroma gleichen sich Koriander und Petersilie absolut überhaupt nicht. Das Korianderaroma ist so spezifisch, dass es hier ebenso viel fanatische Anhänger wie Gegner hat - und dass viele Europäer sich erst an ihn gewöhnen müssen. Vielen gelingt es gar nicht. So nannten z.B. die alten Griechen Koriandergrün auch Wanzenkraut, weil sie meinten, es Richt wie Wanzen.

Koriandergrün kann man bei uns nicht kaufen, aber man kann es selber ziehen. Dazu nimmt man einfach Karianderkörner aus dem Gewürzbord und lässt sie 2 Tage in Wasser einweichen. Danach in einen Topf auf feuchte Erde säen, mit etwas Erde bedecken und immer recht feucht halten. Nach acht Tagen haben die Körner gekeimt und nach weiteren 10-14 Tagen kann das Grün geerntet werden.

Ansonsten kann man Korianderpflanzen auch in vielen Gartencentern für ein paar EURO kaufen. Die Pflanze sollte sonnig stehen und regelmäßig gegossen werden.

Hier jetzt noch ein Rezept, in dem man eben erwähntes Koriandergrün verwendet:

Kaninchen mit Koriandergrün

Für 4 Personen benötigt man folgende Zutaten:
4 Kaninchenkeulen,
Salz und Pfeffer,
4 EL Öl,
1 TL gestoßenen Koriander,
8 kleine Zwiebel,
2 Knoblauchzehen,
½ Dose Tomaten,
Zucker, Cayennepfeffer,
2 EL Koriandergrün, geschnitten

Die Kaninchenkeulen werden mit Salz und Essig eingerieben. Öl wird in einem schweren Schmortopf erhitzt und der gestoßene Koriander wird dazugegeben.

Jetzt kommen die Keulen in diesen Topf und werden darin von beiden Seiten hell goldbraun angebraten. Die Zwiebeln und der Knoblauch werden gepellt, in Scheiben geschnitten und ebenfalls in dem Topf kurz angebraten.

Dann kommen aber auch schon die abgetropften und zerpflückten Tomaten dazu. Das Ganze wird noch mit etwas Zucker und Cayennepfeffer gewürzt.

Deckel drauf und ca. 40 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren lassen. Dabei müssen die Keulen ab und zu gewendet werden. Falls beim Schmoren zu viel Flüssigkeit entsteht , sollte man den Deckel ca. 5 Minuten vor dem Ende der Garzeit schon abnehmen.

Das Koriandergrün wird erst kurz vor dem Servieren dazugetan.

Zu dem Gericht passt Baguette oder Reis, ein frischer Blattsalat und ein leichter Rotwein.

Auch dieses Rezept ist, wie schon das vorherige, aus der Sammlung, die ich noch von meiner Großmutter habe. Ich selber habe dieses Rezept noch nicht ausprobiert und kann daher leider zum Geschmack nicht sagen. Es hört sich aber auf jeden Fall sehr vielversprechend an.

Allen, die es dann einmal ausprobieren möchten, wünsche ich einen guten Appetit.

Gruß
city-flitzer

23 Bewertungen, 1 Kommentar

  • morla

    17.03.2006, 23:57 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich