Kosmos Herr der Ringe - Basisspiel Testbericht

Kosmos-herr-der-ringe-basisspiel
ab 41,21
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Summe aller Bewertungen
  • Präsentation:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  gering
  • Spielanleitung:  gut
  • Wird langweilig:  nie

Erfahrungsbericht von linnie

überraschend gutes Brettspiel in schöner Aufmachung

5
  • Präsentation:  sehr gut
  • Schwierigkeitsgrad:  leicht
  • Spaßfaktor:  sehr gering
  • Spielanleitung:  gut
  • Wird langweilig:  nie
  • Spieldauer:  lang, 1 bis 2 Stunden
  • Das Spiel für:  Hobby-Spieler
  • Spielerzahl:  ab 2

Pro:

man kann es auch zu zweit gut spielen, schönes Spieldesign, schöne Spielidee, viele taktische Möglichkeiten, wird nie langweilig

Kontra:

um richtig viel Spaß zu haben, braucht man mehr Mitspieler, der Einstieg ist schwierig, da das Spiel recht kompliziert ist

Empfehlung:

Ja

Das Herr der Ringe- Brettspiel von Kosmos ist ausgelegt für 2 bis 5 Personen und dauert zu zweit eine Stunde, zu fünft bis zu 2 Stunden.

Ziel des Spieles ist die Zerstörung des Ringes im Schicksalsberg, dazu müssen alle Spieler zusammen gegen Sauron kämpfen. Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines Gefährten (Frodo, Sam, Pippin, Merry und Dick) und bekommt somit eine besondere Zusatzeigenschaft. Frodo darf z.B. alle weißen Hobbitkarten als Joker benutzen, Sam erleidet beim Würfelwurf höchstens einen Schaden, Pippin darf zwei weiße Karten zusammen ausspielen usw. Alle Gefährten werden auf einer Finsternisanzeige auf 0 gesetzt, Sauron auf 15 (bzw. für erfahrenere Spieler auf 12 oder 10). Wenn Sauron und der Ringträger sich auf der Finsternisanzeige begegnen, ist das SPiel sofort beendet und Sauron hat gewonnen. Ringträger ist zuerst Frodo, im Spiel wird dann am Ende jeden Abenteuers der Ring an den Spieler weitergereicht, der die meisten Ringplättchen während des Abenteuers errungen hat.

Zu Spielbeginn erhalten alle Spieler 6 Hobbitkarten. Die Hobbitkarten gibt es weiß und grau unterlegt und im Spiel dürfen zwei Karten zusammen ausgepielt werden, wenn sie unterschiedliche Farben haben bzw. wenn man Pippin spielt. Ansonsten darf nur eine Karte ausgespielt werden. Auf den Hobbitkarten sind vier verschiedene Symbole (Freundschaft, Reise, Versteck, Kampf) bzw. ein Jokersymbol zu sehen. Während jeden Abenteuers (Moria, Helms Klamm, Kankras Lauer, Mordor) gilt es, einen Spielstein auf der Hauptspielleiste weiterzuziehen. In den Abenteuern gibt es mehrere Spielleisten (in Mordor 5, sonst 4), jede Spielleiste trägt eines der Symbole Reise, Versteck, Kampf bzw. Freundschaft, außerdem gibt es eine Ereignisleiste. Das Abenteuer beginnt immer der Ringträger, der zieht zuerst ein Ereigniskärtchen. Auf diesem Kärtchen ist entweder ein "gutes Symbol" (Reise, Versteck, Kampf, Freundschaft) zu sehen oder ein Ring (dann muss der Ringträger auf der Finsternisanzeige einen Schritt in Richtung Dunkelheit gehen), eine Sonnenuhr (dann wird der Spielstein auf der Ereignisanzeige eins weitergesetzt und das in der Regel negative Ereignis muss ausgeführt werden) oder eine Sonnenuhr mit drei kleinen Symbolen. Dieses Ereignis kann man verhindern, indem man 3 Handkarten abgibt oder Lebensplättchen (Ring, Sonne, Herz). Der aktive Spieler muss solange Ereigniskärtchen ziehen, bis er ein gutes Symbol zieht. Dann wird der Spielstein auf der entsprechenden Leiste weitergezogen und der aktive Spieler erhält ein Schild, ein Lebensplättchen (je nachdem was auf dem Spielfeld abgebildet ist), eine Sonderkarte oder er muss würfeln oder Karten abgeben. Was zu tun ist, ist auf dem Spielfeld abgebildet. Der Spielzug kann dann darin bestehen, dass der aktive Spieler entweder eine oder zwei Karten ausspielt, um auf einer bzw. zwei der Spielleisten weiterzuziehen oder er zieht zwei Hobbitkarten nach oder geht einen Schritt auf der Finsternisanzeige zurück.

Diese Spielzüge werden solang wiederholt bis das Abenteuer beendet ist. Das geschieht entweder dadurch, dass die Ereignisanzeige beendet wird (was in der Regel schlecht für die Spieler ist, Ereignisse sollten möglichst vermieden werden) oder wenn die Hauptspielleiste vollendet wird. Am Ende eines Abenteuers benötigt jeder Spieler ein Herz-, ein Sonnen- und ein Ringplättchen. Für jedes fehlende Plättchen muss der SPieler seinen Hobbit auf der Finsternisanzeige ein Feld Richtung Dunkelheit ziehen (außer Merry).

Im letzten Abenteuer ist das Ziel, den Spielstein auf der Hauptaktionsleiste bis zum Schicksalsberg voranzubewegen. Dann muss der aktive Spieler würfeln und die Konsequenzen auf sich nehmen. Ist dann der Ringträger noch im Spiel, hat man gewonnen.

Das Spiel ist wirklich sehr abwechslungsreich und auch kommunikativ, da mann zusammen die beste Taktik beratschlagen muss. Das Spiel ist sicherlich nichts für zwischendurch, weil es doch recht lange dauert, aber für einen Spieleabend bestens geeignet. Falls es doch mal langweilig wird, kann man die Erweiterung "die Feinde" bzw. die Sauron-Erweiterung dazu kaufen. Die Feinde machen das Spiel noch spannender, mit der SAuron-Erweiterung wird es dagegen arg schwer und man gewinnt eigentlich kaum noch.

Das Preis- Leistungsverhältnis ist super, das Spiel hat 35 Euro gekostet, ist aber auch jeden Cent wert! Etwas negativ ist, dass das Spiel anfangs sehr kompliziert ist. Man sollte es vielleicht erst mit Leuten zusammen spielen, die es schon kennen, ansonsten hat man etwas mit der Anleitung zu kämpfen, was den Spielfluss doch etwas stört. Aber spätestens beim dritten Spielen sollten diese Probleme auch aus dem Wege geräumt sein!

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