Krieg und Frieden Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von semper4dlis

Russlands verschwiegener Krieg

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

24. Dezember 1979

Die gesamte westliche Welt ist Militärisch wie Politisch gelähmt und wird durch die Sowjetische Intervention in Afghanistan vor vollendete Tatsachen gestellt.

Die Interessen Russlands in Südwestasien bestehen schon seit Mitte des letzten Jahrhunderts. Zwar wollten die Nachfolger der Zaren nicht gerade Indien erobern, doch hätten sie den Subkontinent gern in ihren Einflussbereich gebracht, ausserdem wurde ein Ozeanhafen dringend benötigt. Weiterhin haben Afghanistan und der Iran eine gemeinsame Grenze zur ehemaligen UDSSR und hinter diesen beiden „Pufferstaaten“ liegt der Persische Golf, wichtigster Transportweg für das wertvollste Handelsgut des Westens – das Erdöl.

Als 1973 die Afghanische Monarchie gestürzt wurde behielt die neue Republikanische Regierung, unter General Mohammed Daud, die freundschaftlichen Beziehungen zu Moskau bei, woraufhin die Militärische Unterstützung weiterfloss. Dennoch waren es Offiziere die den Militärputsch von 1978 anführten. Daud wurde getötet und Mohammed Taraki von der Demokratischen Volkspartei Afghanistans übernahm die Regierung. Diese war wiederum in die Khalq-Partei unter Taraki selbst und der Parcham Partei mit Babrak Karmal als Führer zersplittert. Diese Teilung zeigte sich auch innerhalb der Streitkräfte. Diese Schwächung und eine überstürzt durchgeführte Marxistische Landreform führte die stets auf ihre Unabhängigkeit bedachten Bergstämme in die Rebellion.

Im Frühjahr 1979 gelang den Rebellen die Einnahme der Stadt Herat im Westen Afghanistans, wobei sie Hunderte von Regierungstreuen Soldaten massakrierten. Weitere Rebellen Angriffe während des Sommers 79 wie z.B. auf Bagram und die Militärbasis Shindan schienen ein unerbittliches Abgleiten in die Anarchie zu Signalisieren
Schlimmer für die UDSSR war der Umstand das viele der Rebellen vom islamischen Fundamentalismus durchdrungen waren der zum Sturz des Schahs im Iran geführt hatte. Die Aussicht auf eine zweite Chomeini-ähnliche Theokratie an der Grenze zu den sowjetischen zentralasiatischen Republiken, mit ihrem hohen moslemischen Bevölkerungsanteil, konnte als Bedrohung für die UDSSR selbst angesehen werden. Ein Freundschaftsvertrag vom Dezember 1978 sicherte der Sowjetunion zu, entsprechende Massnahmen ergreifen zu dürfen.

Vom 24. bis 26. Dezember 1979 verlegten die Sowjets 6000 Soldaten auf ihre Basen in Bagram und Shindand. Weitere 15.000 Soldaten, verstärkt durch Panzer, Jagdbomber und Kampfhubschrauber, rückten von der Russischen Grenze vor.
Ab Februar 1980 führten die Afghanisch Sowjetischen Luftstreitkräfte Angriffe auf Flüchtlingswege im Pakistanischen Grenzgebiet durch. Sie erhofften sich dadurch auch eine Unterbindung des Nachschubs der Mudjaheddins, der Gotteskrieger, wie sich die Rebellen nun selbst bezeichneten. Über diese Versorgungswege trafen aus so unterschiedlichen Quellen wie Saudi-Arabien, China, Iran, und Ägypten modernere Waffensysteme für die Rebellen ein.
Dadurch wurden sie in die Lage versetzt der erdrückenden Lufthoheit etwas entgegen zu setzen.
Nach Angaben der USA und anderer Regierungen wurden während des Afghanistan-Konflikts Biologische und Chemische Waffen durch die Sowjetunion zum Einsatz gebracht.
Die nächsten beiden Kriegsjahre brachten eine stetige Ausweitung und zunehmende Brutalität mit sich ohne das sich eine klare Entscheidung abzeichnete.
Während der Belagerung von Kost durch die Mudjaheddin, musste die Russische Luftwaffe täglich ca 150 – 180 Einsätze fliegen. Dies war für die Sowjets eine äusserst beunruhigende Entwicklung, welche mit noch mehr Härte und Willkür behandelt wurde. In Strafaktionen wurden ganze Dörfer, in denen Rebellen vermutet wurden, mit Kampfflugzeugen und Panzern dem Erdboden gleichgemacht.
Die Besatzungsmacht war mittlerweile auf 135.000 Mann angestiegen, um die Desertationen aus der Afghanischen Armee (ca. 2/3) auszugleichen. Ab dem Frühjahr 1985 wurde eine neue Offensive im von Rebellen kontrollierten Panjshir-Tal durchgeführt. Diese Bombardements zum Niederhalten einer Rebellion erinnerten an Malaya und Vietnam.
Bis zum Jahr 1988 gelang es keiner Seite den Krieg für sich zu Entscheiden und der Innen sowie Aussenpolitische Druck auf die UDSSR nahm immer mehr zu.
Nach dem neuen Reform-Kurs in der Sowjetunion durch Michail Gorbatschow begann für die Russische Armee der lange Gefahrvolle Rückzug entlang der Hauptverkehrsstrasse von Salang. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde die Unterstützung für die Afghanische Regierung langsam eingestellt. Nach dem vollständigen Abzug der Russen kam es zum Bürgerkrieg, das Regime Nadjibulla wurde gestürzt und durch eine Islamische Regierung ersetzt.

Den Krieg in Afghanistan löste ein gleichermassen vernichtender Machtkampf zwischen verfeindeten Mudjaheddin-Gruppierungen ab der bis in unsere Tage noch anhält.


Silent leges inter arma

Cicero

Im Waffenlärm schweigen die Gesetze


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-11 09:16:51 mit dem Titel 1. Vergeltungsschlag der USA

Luftangriff auf Tokio im Februar 1942

Ausgelöst durch den Angriff der Japaner auf Pearl Harbor brauchte die US-Regierung dringend einen Vergeltungsschlag gegen Japan der vor allem die Moral der Bevölkerung wieder heben sollte.

Oberstleutnant James Doolittle, ein überragender Bombenexperte der US Luftwaffe, wurde bestimmt das Unternehmen zu führen.
Da die Alliierten keine Flugplätze nahe genug an Tokio hatten um einen Angriff a`la Bomben los und ab nach Hause fliegen zu können, wurde ein Plan ausgearbeitet Landflugzeuge von einem Flugzeugträger aus zu starten. Die zweimotorige B-25 „Mitchell“ wurde dafür ausgewählt. Um mehr Treibstoff in den Flugzeugen unterbringen zu können wurde alles was nicht zwingend notwendig war, incl. der kompletten Abwehrbewaffnung, ausgebaut und durch Gummi Treibstoffbehälter ersetzt. Nach erfolgtem Angriff sollten die Maschinen ca. 1900 km über das ostchinesische Meer zu verschiedenen Punkten in China fliegen. Unglücklicherweise konnte Tschiang Kai-schek, wegen der nötigen Geheimhaltung des Unternehmens, nicht rechtzeitig unterrichtet werden.

Am 1. April 1942 wurden 16 B-25 an Bord des Flugzeugträgers Hornet gehievt und auf dem Deck festgezurrt. Nördlich von Midway stiess Vizeadmiral Halsey mit dem Flugzeugträger Enterprise zum Kampfverband.
Am Morgen des 18. April sichtete ein japanisches Patrouillenboot den Verband.
10 Std. vor dem geplanten Nachtangriff wurden die Flugzeuge losgeschickt, um die wertvollen Träger nicht zu Riskieren. 1300 km statt der geplanten 725 km von Tokio entfernt.
Als die Maschinen für den Abflug fertig gemacht wurden herrschte Sturm mit Windgeschwindigkeiten um 65 km/h, schon das Abheben wurde damit erheblich erschwert. Dennoch schafften es alle Maschinen und sie flogen in niedriger Höhe Richtung Japan. In Tokio war gerade eine Luftschutzübung im Gange, als die B-25 in 300 m Höhe, von Flakfeuer kaum Belästigt, darüber hinweg donnerten. In Tokio, Kobe, Yokohama und Nagoya wurden Militär und Fabrikanlagen von den Bomben zerstört.
Eine einzige B-25 wurde durch Abwehrfeuer leicht beschädigt, alle Maschinen entkamen von den japanischen Inseln, aber die Besatzungen wussten, das sie die chinesischen Flugplätze nicht erreichen können, da die Entfernung einfach zu gross war. Ein starker Rückenwind meinte es dennoch gut mit ihnen. Von 50 Besatzungsmitgliedern die über China mit dem Fallschirm absprangen wurde nur einer Getötet. Acht Männer fielen den Japanern in die Hände, drei von ihnen wurden wegen vorsätzlichen Bombardieren von Zivilisten zum Tode verurteilt.

Die Folgen dieses Angriffs waren wesentlich weitreichender als der angerichtete Schaden- nämlich die aufmunternden Nachrichten, die er für die Alliierten lieferte und der psychologische Schock, der ganz Japan erschütterte.


Non mortem timemus, sed cogitationem mortis

Seneca

Nicht den Tod fürchten wir, sondern die Vorstellung des Todes

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