Krieg und Frieden Allgemein Testbericht

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Erfahrungsbericht von ralf0816

LAßT EUCH NICHTS ERZÄHLEN KRIEG IST SCHEIßE!

Pro:

das Kapital verdient

Kontra:

alles

Empfehlung:

Nein

Krieg ist die Hölle. Hat man uns früher zumindest in der Schule erzählt. Verwandte von mir, die leibhaftig am letzten Weltkrieg teilnehmen „durften“ waren(sind) von dieser Erfahrung wenig begeistert. Steht heutzutage aber wieder hoch im Kurs, was das gesellschaftliche Ansehen betrifft. So gehe ich mal davon aus, dass es nicht gerne gesehen wird, an deutschen Schulen pazifistisches Gedankengut zu verbreiten.
Die „liberalen“ LehrerInnen, also ein Menschenschlag der den GRÜNEN oder der SPD nahe steht, wird schon den neuen „Sachzwängen“ folgen.
Wer nicht mitmacht, ist gestört oder(noch schlimmer) Kommunist.
Was eine Menge Ärger einbringen kann.


Die hochtechnisierten Kriegsmaschinerien, allen voran die USA als einzig verbliebene „Supermacht“ können zu jeder Zeit und überall ihrem Geschäft nachgehen, um jede Kritik von vornherein als das Genörgel von „Spinnern“ zu brandmarken, hat man einen zwar nicht ganz neuen, aber in dieser Intensität noch nicht praktizierten Trick ausgegraben.

Alles ist humanitär. Um der von Diktatoren und religiös vergifteten Irren geplagten Bevölkerung einen Gefallen zu tun, legt man ganze Länder(Jugoslawien) in Schutt und Asche, da man vornehmlich aus der Luft agiert, steht die Anzahl der „Kollateralschäden“ in einem völlig perversen Verhältnis zu den militärischen „Erfolgen“.

Beispiel Kosovo.
Was ist mit den „Konzentrationslagern“, den Massenhinrichtungen, dem „Hufeisenplan“?
Wo sind die lange angekündigten Beweise?
Warum verklagte Scharping nicht den WDR, der eine leider ziemlich unbeachtete Dokumentation ausstrahlte, in der er(und einige anderen Verantwortlichen) als Lügner geoutet wurden?
Interessiert nicht so richtig, es gab ja auch schon wieder einen neuen Krieg(humanitäre Maßnahme) und der nächste kommt bestimmt.

„Kollateralschaden“(Unwort des Jahres 1999) meint übrigens Menschen ohne Uniform, Frauen, Kinder; Greise, also „Zivilisten“ die zur falschen Zeit am falschem Ort sind.
Zuhause, zum Beispiel, auf der Flucht, im Krankenhaus, in den Lagern der Hilfsorganisationen.

Doch wenn der „Krieg gegen den Terror“ erfolgreich sein soll, darf man sich über derartige Nebensächligkeiten keine Gedanken machen.

Krieg hat mit Denken eh ziemlich wenig zu schaffen, wer gerne, oder auch nur aus einer subjektiven Notlage andere Menschen umbringt, oder sich umbringen lässt
landet normalerweise in einer geschlossenen Anstalt.

„Jeder Beruf will ja wohl florieren, und wo Berufstotschläger sind, werden sie also auch den Totschlag wollen“ (Arno Schmidt).

Wenn ein Durchgeknallter in Erfurt eine Menge Menschen umbringt, sind die Schuldigen schnell ausgemacht. Die Jugend ist an sich unberechenbar. Da reichen ein paar Computerspiele und das ein oder andere „Gewaltvideo“ um einen Amoklauf auszulösen.
Die Gesetze müssen verschärft werden, selbstverständlich.
Was das Waffenrecht betrifft bin ich dabei, da ich kein Verständnis dafür habe, das Leute, bei denen das beruflich nicht notwendig erscheint(Berufstotschläger) einen Schrank voller Tötungsinstrumente ihr eigen nennen dürfen.

Wenn ein geistig verwirrter Innenminister öffentlich darüber nachdenkt, die Volljährigkeit auf 21 Jahre heraufzusetzen, geht seltsamerweise weder ein Aufschrei, noch Gelächter durch die „Berliner Republik“(Großdeutschland).
Mit 21 wählen, mit 18 aber schon dazu gezwungen werden, einer Organisation beizutreten, deren Ziel es ist, das möglichst effektive Töten von Menschen zu erlernen.
Und das seit einigen Jahren mit der Möglichkeit, das gelernte auch in der Praxis anzuwenden,
da sind wir wieder bei Arno Schmidt.

„Der kriegsführende Staat gibt sich jedes Unrecht, jede Gewalttätigkeit frei, die den Einzelnen entehren würde. Er bedient sich nicht nur der erlaubten List, sondern auch der bewussten Lüge und des absichtlichen Betruges gegen den Feind (...). Der Staat fordert das Äußerste an Gehorsam und Aufopferung von seinen Bürgern, entmündigt sie aber dabei durch ein Übermaß von Verheimlichung und eine Zensur der Mitteilung und Meinungsäußerung, welche die Stimmung der so intellektuell Unterdrückten wehrlos macht gegen jede ungünstige Situation und jedes wüste Gerücht.“ (Sigmund Freud, 1915)

Um auf den „Krieg gegen den Terror“ zurückzukommen:
Da köchelt jeder an seinem eigenen Süppchen.
Die USA wollen sich ihren Machtbereich sichern, ihn nach Möglichkeit erweitern.
Selbstverständlich aus ökonomischen Gründen.

Europa, das heißt die unter deutscher Führung stehende EU, wird jetzt auch Großmacht.
Da gehören Kriege halt dazu.
Wenn wir erst mal unsere neuen Transportflugzeuge haben, geht es richtig los.

Hat übrigens viel mit Martin Walser zu tun.

Das ist aber auch wieder eine (nicht ganz) andere Geschichte.

12 Bewertungen, 3 Kommentare

  • anonym

    06.06.2002, 15:00 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Na, sind wir heute wieder spitzfindig? Ich find's klasse. Natürlich sollten wir immer aufpassen, nicht zu offensichtlich über die Amis zu lästern. Die haben ihre Pro-tagonisten nämlich überall. - - Übrigens: Gibt es was z

  • Edding

    14.05.2002, 22:57 Uhr von Edding
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr guter Bericht. Meine Meinung ist noch: Gewalt kann man nicht mit Gewalt bekämpfen !!!

  • kaykintzel

    14.05.2002, 22:44 Uhr von kaykintzel
    Bewertung: sehr hilfreich

    spitzen Beitrag. Kay