Lavendel Testbericht
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Summe aller Bewertungen
Erfahrungsbericht von maertens
Südfrankreich im Garten!
Pro:
sieht gut aus, duftet gut, ist pflegeleicht
Kontra:
wächst sehr schnell
Empfehlung:
Ja
Wer einmal in der Provence in Südfrankreich war, und das auch zur richtigen Zeit im Juli, wird sich an die hübschen blauen Felder erinnern, welche der Landschaft ihren ganz besonderen Reiz geben. Daran erinnerte ich mich, als ich letztes Jahr meinen großen Balkontopf bepflanzen wollte und ich nach einer geeigneten Pflanze im örtlichen Gartenmarkt suchte.
Geeignet soll heißen: Sie sollte direkte Sonne vertragen, kurze Trockenheit nicht übel nehmen, gut aussehen und möglichst auch noch nutzbringend sein. Seitdem habe ich Lavendel auf meinem Balkon.
Pflanzenbeschreibung:
Lavendel, lat. Lavendula angustifolia, kann bis zu einem Meter groß werden, was eigentlich für Balkone weniger geeignet ist. Allerdings kann man den Strauch im Herbst ohne Probleme zurückschneiden und somit dem Wildwuchs vorbeugen. Es sind ca. 25 verschiedene Arten von Lavendel bekannt, von denen aber hauptsächlich Lavendula angustifolia in Mitteleuropa verbreitet ist. Diese Lavendelart ist auch die einzige frostharte Sorte.
Lavendel zählt zur Familie der Lippenblütler, zu der auch so bekannte Pflanzen wie Oregano, Majoran, Rosmarin, Salbei, Thymian und Bohnenkraut zählen. Seine Blätter sind hellgrau bis grün und lederartig. Sie sehen fast aus wie Nadeln, so schmal und hart sind sie. Im Hochsommer fängt Lavendel an zu blühen, die Blütenrispen haben eine intensive violette Farbe. Auf meinem Südbalkon erscheinen die ersten Blüten bereits Mitte Juni.
Pflege:
Lavendel ist relativ pflegeleicht. Aus der trockenen Mittelmeerregion stammend verträgt er Trockenheit sehr gut. So macht es der Pflanze auch wenig aus, wenn der Wurzelballen einmal völlig austrocknet. Zwar verträgt die Pflanze auch kurzzeitige starke Feuchtigkeit, auf Dauer sollte man das Substrat aber nur mäßig feucht halten.
Lavendel liebt einen sonnigen Standort. Der kann vollsonnig sein, also ein Standort, der anderen Pflanzen meist nicht zusagt.
Das Substrat sollte leicht kalkhaltig sein. Eine Düngung mit handelsüblichem Universaldünger wird empfohlen, günstig ist eine Düngergabe alle 2 Wochen während der Vegetationszeit. Um bei Balkonhaltung das Pflänzchen aber nicht zu sehr wachsen zu lassen, sollte man mit Düngergaben sparsam sein. Im Frühjahr ist die Gabe einer Portion Gartenkalk aber auf alle Fälle günstig.
Ist Lavendel abgeblüht, sollten die Triebe stark zurückgeschnitten werden. Schneidet man erst im Frühjahr zurück, blüht die Pflanze in diesem Jahr entweder überhaupt nicht oder nur sehr spät.
Die Schädlingsanfälligkeit von Lavendel ist sehr niedrig. Die ätherischen Öle der Blätter und Blüten halten Schädlinge meist fern. Es wird sogar empfohlen, Lavendel zur Schädlingsabwehr zwischen andere anfällige Pflanzen wie zum Beispiel Rosen zu setzen.
Vermehren kann man Lavendel über Stecklinge. Dazu bricht man einfach einen Zweig ab und steckt ihn in die Erde. Nach ca. 12 Monate ist der Zweig ausreichend bewurzelt, um verpflanzt zu werden. Schneller geht es natürlich, sich die Jungpflanzen vom Händler zu holen. Das ist auch kein teures Vergnügen, je nach Größe zahlt man zwischen 99 Cent und 1,99 Euro.
Lavendel als Nutzpflanze:
Dass Lavendel vielseitig einsetzbar ist, wussten schon die Griechen, Perser und Römer. Die Römer gaben der Pflanze auch ihren Namen, sie legten das Kraut zwischen ihre Wäsche, wohl des Duftes wegen und zur Mottenabwehr. Auch als Badezusatz fand es Verwendung. Aus dieser Zeit stammt wahrscheinlich auch der Wortstamm „lavare“, was so viel wie waschen bedeutet.
Im Süden Frankreichs wird Lavendel schon seit dem 16ten Jahrhundert angebaut. Dort setzt man vorrangig auf die Produktion von Lavendelöl, welches in der Naturmedizin und Kosmetik zum Einsatz kommt.
Aber auch in der berühmten Gewürzmischung „Kräuter der Provence“ ist Lavendel enthalten. In der deutschen Küche findet Lavendel jedoch nur selten Anwendung, da bei falscher Dosierung die ätherischen Öle das Essen schnell bitter machen können.
Lavendelöl wird durch Dampfdestillation gewonnen, das heißt die Pflanzenteile werden hoher Temperatur ausgesetzt, die leicht flüchtigen ätherischen Öle dampfen aus und werden destilliert. Da die Ausbeute ziemlich gering ist, hat das so gewonnene Lavendelöl auch seinen Preis.
Folgende Einsatzgebiete habe ich recherchiert:
Lavendel wirkt antiseptisch, beruhigend, blähungstreibend, harntreibend und krampflösend. Einsatz finden die ätherischen Öle zur Linderung von Asthma, der Begegnung von Erschöpfungszuständen, bei Herzbeschwerden, Husten, Kreislaufschwäche, Migräne, Nervosität, Nervenschwäche, Neuralgien und bei Schlaflosigkeit.
Mit Lavendelöl als Einreibung behandelt man Insektenstiche, beschleunigt man die Wundheilung, es hilft bei Fußpilz, Entzündungen und Sonnenbrand. Lavendelhaltige Badezusätze wirken entspannend und beruhigend.
Getrocknete Lavendelblüten in Stoffsäckchen („Lavendelkissen“) finden Anwendung zur Beruhigung von Kleinkindern und als Einschlafunterstützung.
Innerlich als Tee eingenommen hilft Lavendel bei Magen und Darmbeschwerden sowie bei Appetitlosigkeit.
In der Literatur findet man dermaßen viele Anwendungsfälle, dass es den Rahmen sprengen würde, hier alles aufzuzählen. Ich selber verwende Lavendel weder medizinisch noch anderweitig. Mir reicht es aus, wenn es auf meinem Balkon gut duftet und schön aussieht.
Fazit:
Wer eine anspruchslose hübsche Pflanze sucht, die gut duftet, pralle Sonne und gelegentlich Trockenheit verträgt, liegt mit Lavendel richtig. Wer zudem die Pflanze auch noch medizinisch einsetzen will oder sich den guten Duft ins Haus holen möchte, kann mit Lavendel auch so gut wie nicht falsch machen. Ich würde die Pflanze uneingeschränkt jedem empfehlen.
Geeignet soll heißen: Sie sollte direkte Sonne vertragen, kurze Trockenheit nicht übel nehmen, gut aussehen und möglichst auch noch nutzbringend sein. Seitdem habe ich Lavendel auf meinem Balkon.
Pflanzenbeschreibung:
Lavendel, lat. Lavendula angustifolia, kann bis zu einem Meter groß werden, was eigentlich für Balkone weniger geeignet ist. Allerdings kann man den Strauch im Herbst ohne Probleme zurückschneiden und somit dem Wildwuchs vorbeugen. Es sind ca. 25 verschiedene Arten von Lavendel bekannt, von denen aber hauptsächlich Lavendula angustifolia in Mitteleuropa verbreitet ist. Diese Lavendelart ist auch die einzige frostharte Sorte.
Lavendel zählt zur Familie der Lippenblütler, zu der auch so bekannte Pflanzen wie Oregano, Majoran, Rosmarin, Salbei, Thymian und Bohnenkraut zählen. Seine Blätter sind hellgrau bis grün und lederartig. Sie sehen fast aus wie Nadeln, so schmal und hart sind sie. Im Hochsommer fängt Lavendel an zu blühen, die Blütenrispen haben eine intensive violette Farbe. Auf meinem Südbalkon erscheinen die ersten Blüten bereits Mitte Juni.
Pflege:
Lavendel ist relativ pflegeleicht. Aus der trockenen Mittelmeerregion stammend verträgt er Trockenheit sehr gut. So macht es der Pflanze auch wenig aus, wenn der Wurzelballen einmal völlig austrocknet. Zwar verträgt die Pflanze auch kurzzeitige starke Feuchtigkeit, auf Dauer sollte man das Substrat aber nur mäßig feucht halten.
Lavendel liebt einen sonnigen Standort. Der kann vollsonnig sein, also ein Standort, der anderen Pflanzen meist nicht zusagt.
Das Substrat sollte leicht kalkhaltig sein. Eine Düngung mit handelsüblichem Universaldünger wird empfohlen, günstig ist eine Düngergabe alle 2 Wochen während der Vegetationszeit. Um bei Balkonhaltung das Pflänzchen aber nicht zu sehr wachsen zu lassen, sollte man mit Düngergaben sparsam sein. Im Frühjahr ist die Gabe einer Portion Gartenkalk aber auf alle Fälle günstig.
Ist Lavendel abgeblüht, sollten die Triebe stark zurückgeschnitten werden. Schneidet man erst im Frühjahr zurück, blüht die Pflanze in diesem Jahr entweder überhaupt nicht oder nur sehr spät.
Die Schädlingsanfälligkeit von Lavendel ist sehr niedrig. Die ätherischen Öle der Blätter und Blüten halten Schädlinge meist fern. Es wird sogar empfohlen, Lavendel zur Schädlingsabwehr zwischen andere anfällige Pflanzen wie zum Beispiel Rosen zu setzen.
Vermehren kann man Lavendel über Stecklinge. Dazu bricht man einfach einen Zweig ab und steckt ihn in die Erde. Nach ca. 12 Monate ist der Zweig ausreichend bewurzelt, um verpflanzt zu werden. Schneller geht es natürlich, sich die Jungpflanzen vom Händler zu holen. Das ist auch kein teures Vergnügen, je nach Größe zahlt man zwischen 99 Cent und 1,99 Euro.
Lavendel als Nutzpflanze:
Dass Lavendel vielseitig einsetzbar ist, wussten schon die Griechen, Perser und Römer. Die Römer gaben der Pflanze auch ihren Namen, sie legten das Kraut zwischen ihre Wäsche, wohl des Duftes wegen und zur Mottenabwehr. Auch als Badezusatz fand es Verwendung. Aus dieser Zeit stammt wahrscheinlich auch der Wortstamm „lavare“, was so viel wie waschen bedeutet.
Im Süden Frankreichs wird Lavendel schon seit dem 16ten Jahrhundert angebaut. Dort setzt man vorrangig auf die Produktion von Lavendelöl, welches in der Naturmedizin und Kosmetik zum Einsatz kommt.
Aber auch in der berühmten Gewürzmischung „Kräuter der Provence“ ist Lavendel enthalten. In der deutschen Küche findet Lavendel jedoch nur selten Anwendung, da bei falscher Dosierung die ätherischen Öle das Essen schnell bitter machen können.
Lavendelöl wird durch Dampfdestillation gewonnen, das heißt die Pflanzenteile werden hoher Temperatur ausgesetzt, die leicht flüchtigen ätherischen Öle dampfen aus und werden destilliert. Da die Ausbeute ziemlich gering ist, hat das so gewonnene Lavendelöl auch seinen Preis.
Folgende Einsatzgebiete habe ich recherchiert:
Lavendel wirkt antiseptisch, beruhigend, blähungstreibend, harntreibend und krampflösend. Einsatz finden die ätherischen Öle zur Linderung von Asthma, der Begegnung von Erschöpfungszuständen, bei Herzbeschwerden, Husten, Kreislaufschwäche, Migräne, Nervosität, Nervenschwäche, Neuralgien und bei Schlaflosigkeit.
Mit Lavendelöl als Einreibung behandelt man Insektenstiche, beschleunigt man die Wundheilung, es hilft bei Fußpilz, Entzündungen und Sonnenbrand. Lavendelhaltige Badezusätze wirken entspannend und beruhigend.
Getrocknete Lavendelblüten in Stoffsäckchen („Lavendelkissen“) finden Anwendung zur Beruhigung von Kleinkindern und als Einschlafunterstützung.
Innerlich als Tee eingenommen hilft Lavendel bei Magen und Darmbeschwerden sowie bei Appetitlosigkeit.
In der Literatur findet man dermaßen viele Anwendungsfälle, dass es den Rahmen sprengen würde, hier alles aufzuzählen. Ich selber verwende Lavendel weder medizinisch noch anderweitig. Mir reicht es aus, wenn es auf meinem Balkon gut duftet und schön aussieht.
Fazit:
Wer eine anspruchslose hübsche Pflanze sucht, die gut duftet, pralle Sonne und gelegentlich Trockenheit verträgt, liegt mit Lavendel richtig. Wer zudem die Pflanze auch noch medizinisch einsetzen will oder sich den guten Duft ins Haus holen möchte, kann mit Lavendel auch so gut wie nicht falsch machen. Ich würde die Pflanze uneingeschränkt jedem empfehlen.
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