Leben mit dem Hund Testbericht
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Erfahrungsbericht von danysahne123
Wie konntest du....?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Diese Geschichte fand ich vor kurzem auf einer Internetseite über Golden Retriever. Er hat mich so sehr berührt, dass ich ihn euch hier vorstellen muss:
Wie konntest Du?
Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich dich mit meinen Mätzchen und brachte dich zum Lachen. Du nanntest mich \"dein Kind\" und trotz einer Anzahl von gekauten Schuhen und einigen Sofakissen, die ich \"ermordete\", wurde ich dein bester Freund. Wann immer ich \"ungezogen\" war, zeigtest du mir mahnend den Zeigefinger und sagtest: \"Wie konntest Du?\" - aber dann hattest du dich sofort erweichen lassen und rolltest mich zur Seite, um meinen Bauch zu kraulen. Meine Aufenthalte in der Wohnung wurden während deines Studiums immer länger, aber ich riss mich zusammen. Ich erinnere mich an jene Nächte, als ich mich an dich im Bett ganze nahe anschmiegte und dir zuhörte, wie du im Schlaf gesprochen hattest und ich glaubte, dass das Leben nicht vollkommener sein könnte. Wir gingen in den Park, um dort lange spazieren zu gehen oder um herumzutollen, wir fuhren mit dem Auto irgendwohin, kauften uns ein Eis (ich erhielt nur den Rest der Waffel mit ein wenig Eis, weil, \"zuviel Eiscreme ist für Hunde nicht gesund\", sagtest Du), und ich hielt im Sonnenstrahl, der durch die Balkontüre ins Wohnzimmer hinein schien, ein langes Schläfchen und wartete so, bis du von der Arbeit nach Hause kamst. Allmählich verbrachtes du mehr Zeit auf der Arbeit als zu Hause mit mir, um \"Karriere\" zu machen. Auch verbrachtest du nun sehr viel Zeit damit, um einen \"menschlichen Partner\" finden zu können. Ich wartete immer geduldig auf dich, tröstete dich bei Liebeskummer und deinen Enttäuschungen und freute mich ebenso mit dir, als du Erfolg bei einer Frau hattest. Sie, jetzt ist sie deine Ehefrau, ist kein \"Hundeliebhaber\", aber trotzdem begrüßte ich sie in unserem Heim, respektiere sie und zeigte ihr, dass ich sie mag. Ich war glücklich, weil du glücklich warst! Dann kam die Zeit, in der Babys zur Welt kamen. Ich teilte die Aufregung mit dir. Ich war von der glatten Haut und vom angenehmen Geruch des Babys fasziniert, so dass auch ich sie bemuttern wollte. Aber du und deine Frau dachten nur daran, dass ich den Kindern schaden und sie verletzen könnte. Daher musste ich die meiste Zeit nun verbannt in einem anderen Raum verbringen, Oh, wie ich sie lieben wollte, aber es war mir vergönnt, denn ich war ein \"Gefangener der Liebe\". Während sie anfingen zu wachsen, wurde ich ihr Freund. Sie zogen an meinem Fell, griffen auf wackeligen Beinen, nach mir, stießen ihre Finger in meine Augen, forschten an meinen Ohren und gaben mir Küsse auf meine Schnauze. Ich liebte alles an ihnen, besonders ihre Berührungen, weil Deine so selten wurden. Ich war soweit, dass ich die Kinder notfalls mit meinem Leben verteidigen würde. Ich war soweit, in ihre Betten zu schleichen, um ihren Sorgen und geheimsten Träume zuzuhören. Zusammen mit ihnen das Motorengeräusch deines Autos zu erwarten, während du in die Einfahrt fuhrst. Vor langer Zeit, als man dich fragte, ob du ein Haustier hättest, zogst du aus deiner Brieftasche ein Foto von mir und erzähltest mit vollem Stolz über mich. Die letzten Jahre antwortest du nur noch mit \"Ja\" und wechselst das Thema. Ich war früher \"Dein Hund\" und bin heute \"nur ein Hund\"! Dann hattest Du eine neue Karrieregelegenheit in einer anderen Stadt, und du und deine Familie zogen in eine Wohnung, in der Haustiere nicht erlaubt waren. Du hattest für dich und deine Familie die richtige Entscheidung zu finden, obwohl es einmal eine Zeit gab, in der \"ich\" deine Familie war. Mann oh Mann, hatte die Autofahrt Spaß gemacht, bis ich bemerkte, wo wir angekommen waren. Es roch nach Hunden und Katzen, nach Furcht und nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest Papiere aus und sagtest, dass du wissen würdest, dass man ein gutes Heim für mich finden würde. Die beiden Damen hinter der Theke zuckten mit den Achseln und zeigten dir einen geschmerzten Blick. Sie verstanden die Wirklichkeit, der ein Hund mittleren Alters gegenüberstand, ja sogar ein Hund mit \"Papieren\", Du hattest die Finger deines Sohnes von meinem Halsband lösen müssen, während er weinend schrie \"Nein Papa, bitte lass mir meinen Hund nicht wegnehmen!\" Ich wunderte mich in diesem Moment nur, wie du ihm gerade Lektionen über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortlichkeit beibringen konntest. Zum Abschied gabst du mir einen Klaps auf den Kopf, vermiedest dabei, mir in meine Augen zu schauen und lehntest höflich ab, mein Halsband und meine Leine mitzunehmen. Du hattest einen Termin einzuhalten, nun habe ich auch einen! Kurz nachdem du gegangen warst, sagten die zwei netten Damen, dass du vermutlich Monate voraus vom Umzug wusstest und somit auch eine Möglichkeit vorhanden gewesen sein musste, einen \"guten Platz\" für mich zu finden. Sie schüttelten ihre Köpfe und fragten sich ... \"Wie konntest Du?\" Die beiden netten Damen widmeten uns ihre ganze Aufmerksamkeit, wann immer es ihre Zeit zuließ. Sie fütterten uns täglich und ausreichend, aber ich verlor meinen Appetit bereits vor Tagen. Anfangs, wann immer jemand an meinen Gehege vorbei ging, hetzte ich zur Frontseite und hoffte, dass du es bist, dass du deine Meinung geändert hättest und dass alles nur ein böser Traum war, oder ich hoffte, dass es zumindest jemand sein würde, der mich mögen könnte, der mich retten würde. Aber die Wahrheit war, dass ich es nicht mit den liebenswerten, kleinen und so tolpatischen Welpen aufnehmen konnte. Weltvergessen in meinem eigenen Schicksal zog ich mich in einer weichen Ecke zurück und wartete ab. Eines Tages, es war am Nachmittag, hörte ich Schritte. Man holte mich ab, ich ging über einen langen Korridor, bis ich an dessen Ende einen Raum betrat. Es war ein seliger, ruhiger Raum. Die Frau platzierte mich auf einen Tisch, kraulte meine Ohren und erklärt mir, dass ich mich nicht zu sorgen hätte. Mein Herz schlug in voller Erwartung auf das, was da kommen sollte. Gleichzeitig hatte ich ein Gefühl der Entlastung. Mir, dem Gefangenen der Liebe, gingen die Tage aus. Gemäß meiner Natur war ich mehr um die nette Frau besorgt, als um mich selbst. Ich erkannte, dass sie eine Belastung trägt, die tonnenschwer sein musste. Sie platzierte leicht einen Aderlass um mein Vorderbein, während eine Träne ihre Wange hinunterkullerte. Ich leckte ihre Hand in der gleichen Art und Weise, wie ich es bereits Jahre vorher tat, um dich zu trösten. Sie schob sachverständig die hypodermatische Nadel in meine Vene. Nachdem ich den Einstich und den Eintritt der kühlenden Flüssigkeit in meinen Körper verspürte, lehnte ich mich schläfrig zurück, schaute dabei in ihre freundlichen Augen und murmelte: \"Wie konntest Du?\". Möglicherweise verstand sie meine Hundesprache, denn sie sagte, \"Es tut mir leid!\". Sie umarmte mich hastig und erklärte, dass es ihr Job sei, mir einen besseren Platz zu verschaffen, wo ich nicht ignoriert, missbraucht oder verlassen würde. Einem Platz, an dem ich mich nicht verstecken müsse, einen Platz der Liebe und des Lichts, der so anders sei als auf Erden. Mit meinem letzten Bissen von Energie wedelte ich mit meinem Schwanz und versuchte ihr so zu sagen, dass mein \"Wie konntest Du?\", nicht gegen sie gerichtet war. Ich dacht an dich, mein geliebtes Herrchen. Ich werde immer an dich denken und auf dich warten. Möge jeder dir in deinem Leben immer diese Loyalität zeigen.
Einige Worte des Autors:
Wenn \"Wie konntest Du?\" Tränen in Ihre Augen trieb, dann erging es Ihnen genauso wie mir, als ich dies schrieb. Jedermann ist es erlaubt diese Geschichte weiterzugeben, solange es einem nicht kommerziellen Zweck dient. Erklären Sie der Öffentlichkeit, dass die Entscheidung, ein Haustier in eine Familie aufzunehmen, eine wichtige für das Leben ist, dass Tiere unsere Liebe und unseren Respekt verdienen
Jim Willis.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2005-05-20 14:38:19 mit dem Titel Wir sehen uns wieder.........
Mein heutiger Bericht ist eigentlich ein Teil meiner Trauerarbeit. Meine Hündin Jacky ist gestern früh gestorben. Sie war 13 Jahre und 7 Monate alt und damit ein wichtiger Teil in meinem Leben.
Ich war 19, als mir mein damaliger Freund zu Weihnachten einen kleinen Hund schenken wollte. Da ich ja schon damals ein totaler Tierfreund war, hatte ich dagegen natürlich nichts einzuwenden. Wir fuhren dann also, ich weiß es noch wie heute, am 13. Dezember 1991 nach Slubicé, die polnische Stadt auf der anderen Seite der Oder bei Frankfurt/Oder. Damals wurden auf dem Einkaufsmarkt immer noch Hundewelpen angeboten. Und da wurden wir auch schnell fündig. Ein kleines graues Fellknäuel eroberte sofort unsere Herzen. Der “Verkäufer” wollte mir weis machen, dass die kleine ein Chow Chow wäre. Das sie das nicht ist, war mir klar. Sie wird mal groß, sehr groß. Die Tatzen waren dementsprechend groß. Ich wollte sie unbedingt haben. Wir einigten uns auf einen Kaufpreis von damals 70 DM und waren nun stolze Hundebesitzer.
Das Problem war nun aber folgendes: Wie bekommt man einen Hund über die Grenze, wenn er keine Papiere oder Gesundheitsbescheinigung hat? Da blieb nur eins: sie musste rüber geschmuggelt werden. Da es ja ziemlich kalt war, hatte ich eine dicke Winterjacke an. Unter diese steckte ich die süße und hoffte, dass sie still hält. Die Schlange an der Grenze war wie immer höllisch lang. Ich schwitzte Blut und Wasser. Die Kleine war so zappelig! Das sie Flöhe hat, war mir klar und das ich dann zu Hause zusammen mit ihr erst mal entfloht werden musste, war auch klar. Mir war das im Moment aber total egal. Als wenn ein Engel seine schützende Hand über uns hielt, schlief meine kleine dann kurz bevor wir an der Grenze dran waren, prompt ein und hielt still. Unter der dicken Jacke fiel sie überhaupt nicht auf. Als wir auf deutschen Boden waren, war unsere Freude unsagbar groß.
Von nun an bestimmte dieses kleine Fellknäuel, dass wir Jacky nannten, unser Leben. Sie musste beschäftigt werden, musste erzogen werden und musste ihren Ausgang haben. Alles kein Problem, dachten wir. Ich machte damals einen Job, der nur 5 Minuten von zu Hause entfernt war. So konnte ich in der Mittagspause immer rasch nach Hause fahren und sie Gassi führen. In der Zwischenzeit untersuchte sie dann meist unsere Wohnung. Schminkzeug, Kämme, Schuhe oder Süßigkeiten - es gab nichts, was sie nicht untersuchte. Aber ein lieber Blick von ihr und alles war verziehen.
Jacky wuchs und wuchs. Sie wollte einfach nicht aufhören zu wachsen. Als sie dann endlich fertig war, hatte sie eine Schulterhöhe von 62 cm. Ihr Gesicht war absolut lieb, ihre Schlappohren machten sie zum Magnet für Kuschelhände. Wir wollten nun auch wissen, welche Rasse unsere Jacky denn nun sei. Also kauften wir uns ein dickes Hundebuch. Beim durchblättern fiel uns der Kaukasische Schäferhund auf. So etwas musste unsere Jacky sein. Aha!
Mein damaliger Freund arbeitete beim Wachschutz. Dort wurde Jacky dann auch zum Wachhund ausgebildet. Sie begleitete ihn dann auch immer zum Dienst. So hätte es weiter gehen können... Ich wurde dann 1994 schwanger und hatte eigentlich gar keine Angst vor dem zusammenleben mit Hund und Baby. Es kam wie ich es mir dachte. Als ich mit dem Baby nach Hause kam, schnupperte Jacky an der Windel und akzeptierte meine Tochter sofort. Sie bewachte stolz den Kinderwagen und kam gern auf Spaziergänge mit.
Meine Tochter war gerade erst 4 Monate alt, da ging die Beziehung flöten. Ich blieb allein mit Kind, Hund und inzwischen auch Katze. Die Tränen flossen endlos. Wenn ich meine drei nicht gehabt hätte, wer weiß..... Doch die Zeit heilt alle Wunden. Nach einem Jahr voll viel Zeit für mich und meine Tiere wollte ich dann doch nicht mehr allein sein. Aber wer will schon eine Kuh mit Kalb?! Also studierte ich die Anzeigen in der Tageszeitungen und traf mich auch mit einigen Herren. Doch bei keinem machte es “klick”. Ich wollte schon fast aufgeben, da las ich folgende Anzeige:
“Junger Mann vom Lande 28/1,82m/80 kg sucht brennend Frau mit Herz und Verstand, gern auch mit Kind. Bin etwas schüchtern, aber nicht von gestern.” Na, das hörte sich doch gut an. Ich schrieb ihm also einen Brief, stellte mich vor, verschwieg auch mein Kind und meine Tiere nicht und wartete ab. Es vergingen keine 3 Tage, da rief er mich an. Mann war ich aufgeregt! Am Samstag darauf trafen wir uns dann und es machte ganz laut “klick”. Das war der Mann, mit dem ich alt werden wollte! Wir trafen uns immer öfter und es dauerte nicht lange, da besuchte er uns in unserer Wohnung. Er klingelte und ich öffnete die Haustür. Jacky begrüßte ihn auch gleich sehr “herzig”. Sie stellte sich vor ihm auf, legte ihre Vorderpfoten auf seine Schultern und bellte ihn kurz an. Dann ging sie in ihre Ecke und ließ ihn eintreten. Sie hat mir damit ihr O.K. gegeben.
Wenige Monate später zogen wir zusammen, heirateten und bekamen zusammen noch 2 Kinder. Jacky war immer ein Teil von uns. Im Winter zog sie den Schlitten mit den Kindern. Im Sommer ging sie mit uns baden. Und die ausgiebigen Spaziergänge waren wunderschön. Sie war sehr temperamentvoll und meldet grundsätzlich alle Besucher lautstark an. Einen unserer Freunde mochte sie überhaupt nicht. Wenn er uns besuchte, konnte sie sich gar nicht mehr beruhigen. Selbst einen Tag vor ihrem Tod schimpfte sie ihn fürchterlich aus.
Vor einem Monat entdeckte ich eine Beule an ihrem Brustkorb. Sie war noch klein wie ein Tischtennisball, aber ich wusste schon damals, was sie bedeutete. Die Beule wuchs zusehends. Der Tierarzt offenbarte uns, dass der Krebs, der sie nun offensichtlich befallen hatte, nicht heilbar war. Ihr konnte nicht geholfen werden. Vor einer Woche war die Beule dann auch schon faustgroß. Sie platzte an einer Stelle dann auch auf. Die Wunde wurde immer größer, ihr ging es zunehmend schlechter. Nun musste ich auch unsere Kinder einweihen. Sie mussten darauf vorbereitet werden, dass Jacky uns bald verlässt.
Gestern früh nun hat ihr liebes Herz aufgehört zu schlagen. Ich wollte es nicht wahr haben, aber meine geliebte Jacky hat uns verlassen. Mein Mann hatte es schon früh gesehen, als er zur Arbeit ging. Den Kindern sagte ich es noch nicht gleich. Ich lotste sie zur Schule und zeigte meinen Schmerz nicht. Sie sollten sie so in Erinnerung behalten, wie sie sie zuletzt gesehen haben. Ich begrub sie im Garten an einer Stelle, wo nie jemand rauftritt. Ein paar Blumen und ihr Halsband zieren ihr Grab. Als die Kinder mittags von der Schule kamen, sagte ich es ihnen dann. Seit dem herrscht in unserem Haus große Trauer. Wenn auch die drei Goldies eine große Hilfe bei der Trauerbewältigung sind, bleibt doch die Leere...
Liebe Jacky ich danke dir für die wunderbare Zeit. Ich bin mir sicher, wir sehen uns im Himmel wieder ©
Wie konntest Du?
Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich dich mit meinen Mätzchen und brachte dich zum Lachen. Du nanntest mich \"dein Kind\" und trotz einer Anzahl von gekauten Schuhen und einigen Sofakissen, die ich \"ermordete\", wurde ich dein bester Freund. Wann immer ich \"ungezogen\" war, zeigtest du mir mahnend den Zeigefinger und sagtest: \"Wie konntest Du?\" - aber dann hattest du dich sofort erweichen lassen und rolltest mich zur Seite, um meinen Bauch zu kraulen. Meine Aufenthalte in der Wohnung wurden während deines Studiums immer länger, aber ich riss mich zusammen. Ich erinnere mich an jene Nächte, als ich mich an dich im Bett ganze nahe anschmiegte und dir zuhörte, wie du im Schlaf gesprochen hattest und ich glaubte, dass das Leben nicht vollkommener sein könnte. Wir gingen in den Park, um dort lange spazieren zu gehen oder um herumzutollen, wir fuhren mit dem Auto irgendwohin, kauften uns ein Eis (ich erhielt nur den Rest der Waffel mit ein wenig Eis, weil, \"zuviel Eiscreme ist für Hunde nicht gesund\", sagtest Du), und ich hielt im Sonnenstrahl, der durch die Balkontüre ins Wohnzimmer hinein schien, ein langes Schläfchen und wartete so, bis du von der Arbeit nach Hause kamst. Allmählich verbrachtes du mehr Zeit auf der Arbeit als zu Hause mit mir, um \"Karriere\" zu machen. Auch verbrachtest du nun sehr viel Zeit damit, um einen \"menschlichen Partner\" finden zu können. Ich wartete immer geduldig auf dich, tröstete dich bei Liebeskummer und deinen Enttäuschungen und freute mich ebenso mit dir, als du Erfolg bei einer Frau hattest. Sie, jetzt ist sie deine Ehefrau, ist kein \"Hundeliebhaber\", aber trotzdem begrüßte ich sie in unserem Heim, respektiere sie und zeigte ihr, dass ich sie mag. Ich war glücklich, weil du glücklich warst! Dann kam die Zeit, in der Babys zur Welt kamen. Ich teilte die Aufregung mit dir. Ich war von der glatten Haut und vom angenehmen Geruch des Babys fasziniert, so dass auch ich sie bemuttern wollte. Aber du und deine Frau dachten nur daran, dass ich den Kindern schaden und sie verletzen könnte. Daher musste ich die meiste Zeit nun verbannt in einem anderen Raum verbringen, Oh, wie ich sie lieben wollte, aber es war mir vergönnt, denn ich war ein \"Gefangener der Liebe\". Während sie anfingen zu wachsen, wurde ich ihr Freund. Sie zogen an meinem Fell, griffen auf wackeligen Beinen, nach mir, stießen ihre Finger in meine Augen, forschten an meinen Ohren und gaben mir Küsse auf meine Schnauze. Ich liebte alles an ihnen, besonders ihre Berührungen, weil Deine so selten wurden. Ich war soweit, dass ich die Kinder notfalls mit meinem Leben verteidigen würde. Ich war soweit, in ihre Betten zu schleichen, um ihren Sorgen und geheimsten Träume zuzuhören. Zusammen mit ihnen das Motorengeräusch deines Autos zu erwarten, während du in die Einfahrt fuhrst. Vor langer Zeit, als man dich fragte, ob du ein Haustier hättest, zogst du aus deiner Brieftasche ein Foto von mir und erzähltest mit vollem Stolz über mich. Die letzten Jahre antwortest du nur noch mit \"Ja\" und wechselst das Thema. Ich war früher \"Dein Hund\" und bin heute \"nur ein Hund\"! Dann hattest Du eine neue Karrieregelegenheit in einer anderen Stadt, und du und deine Familie zogen in eine Wohnung, in der Haustiere nicht erlaubt waren. Du hattest für dich und deine Familie die richtige Entscheidung zu finden, obwohl es einmal eine Zeit gab, in der \"ich\" deine Familie war. Mann oh Mann, hatte die Autofahrt Spaß gemacht, bis ich bemerkte, wo wir angekommen waren. Es roch nach Hunden und Katzen, nach Furcht und nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest Papiere aus und sagtest, dass du wissen würdest, dass man ein gutes Heim für mich finden würde. Die beiden Damen hinter der Theke zuckten mit den Achseln und zeigten dir einen geschmerzten Blick. Sie verstanden die Wirklichkeit, der ein Hund mittleren Alters gegenüberstand, ja sogar ein Hund mit \"Papieren\", Du hattest die Finger deines Sohnes von meinem Halsband lösen müssen, während er weinend schrie \"Nein Papa, bitte lass mir meinen Hund nicht wegnehmen!\" Ich wunderte mich in diesem Moment nur, wie du ihm gerade Lektionen über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortlichkeit beibringen konntest. Zum Abschied gabst du mir einen Klaps auf den Kopf, vermiedest dabei, mir in meine Augen zu schauen und lehntest höflich ab, mein Halsband und meine Leine mitzunehmen. Du hattest einen Termin einzuhalten, nun habe ich auch einen! Kurz nachdem du gegangen warst, sagten die zwei netten Damen, dass du vermutlich Monate voraus vom Umzug wusstest und somit auch eine Möglichkeit vorhanden gewesen sein musste, einen \"guten Platz\" für mich zu finden. Sie schüttelten ihre Köpfe und fragten sich ... \"Wie konntest Du?\" Die beiden netten Damen widmeten uns ihre ganze Aufmerksamkeit, wann immer es ihre Zeit zuließ. Sie fütterten uns täglich und ausreichend, aber ich verlor meinen Appetit bereits vor Tagen. Anfangs, wann immer jemand an meinen Gehege vorbei ging, hetzte ich zur Frontseite und hoffte, dass du es bist, dass du deine Meinung geändert hättest und dass alles nur ein böser Traum war, oder ich hoffte, dass es zumindest jemand sein würde, der mich mögen könnte, der mich retten würde. Aber die Wahrheit war, dass ich es nicht mit den liebenswerten, kleinen und so tolpatischen Welpen aufnehmen konnte. Weltvergessen in meinem eigenen Schicksal zog ich mich in einer weichen Ecke zurück und wartete ab. Eines Tages, es war am Nachmittag, hörte ich Schritte. Man holte mich ab, ich ging über einen langen Korridor, bis ich an dessen Ende einen Raum betrat. Es war ein seliger, ruhiger Raum. Die Frau platzierte mich auf einen Tisch, kraulte meine Ohren und erklärt mir, dass ich mich nicht zu sorgen hätte. Mein Herz schlug in voller Erwartung auf das, was da kommen sollte. Gleichzeitig hatte ich ein Gefühl der Entlastung. Mir, dem Gefangenen der Liebe, gingen die Tage aus. Gemäß meiner Natur war ich mehr um die nette Frau besorgt, als um mich selbst. Ich erkannte, dass sie eine Belastung trägt, die tonnenschwer sein musste. Sie platzierte leicht einen Aderlass um mein Vorderbein, während eine Träne ihre Wange hinunterkullerte. Ich leckte ihre Hand in der gleichen Art und Weise, wie ich es bereits Jahre vorher tat, um dich zu trösten. Sie schob sachverständig die hypodermatische Nadel in meine Vene. Nachdem ich den Einstich und den Eintritt der kühlenden Flüssigkeit in meinen Körper verspürte, lehnte ich mich schläfrig zurück, schaute dabei in ihre freundlichen Augen und murmelte: \"Wie konntest Du?\". Möglicherweise verstand sie meine Hundesprache, denn sie sagte, \"Es tut mir leid!\". Sie umarmte mich hastig und erklärte, dass es ihr Job sei, mir einen besseren Platz zu verschaffen, wo ich nicht ignoriert, missbraucht oder verlassen würde. Einem Platz, an dem ich mich nicht verstecken müsse, einen Platz der Liebe und des Lichts, der so anders sei als auf Erden. Mit meinem letzten Bissen von Energie wedelte ich mit meinem Schwanz und versuchte ihr so zu sagen, dass mein \"Wie konntest Du?\", nicht gegen sie gerichtet war. Ich dacht an dich, mein geliebtes Herrchen. Ich werde immer an dich denken und auf dich warten. Möge jeder dir in deinem Leben immer diese Loyalität zeigen.
Einige Worte des Autors:
Wenn \"Wie konntest Du?\" Tränen in Ihre Augen trieb, dann erging es Ihnen genauso wie mir, als ich dies schrieb. Jedermann ist es erlaubt diese Geschichte weiterzugeben, solange es einem nicht kommerziellen Zweck dient. Erklären Sie der Öffentlichkeit, dass die Entscheidung, ein Haustier in eine Familie aufzunehmen, eine wichtige für das Leben ist, dass Tiere unsere Liebe und unseren Respekt verdienen
Jim Willis.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2005-05-20 14:38:19 mit dem Titel Wir sehen uns wieder.........
Mein heutiger Bericht ist eigentlich ein Teil meiner Trauerarbeit. Meine Hündin Jacky ist gestern früh gestorben. Sie war 13 Jahre und 7 Monate alt und damit ein wichtiger Teil in meinem Leben.
Ich war 19, als mir mein damaliger Freund zu Weihnachten einen kleinen Hund schenken wollte. Da ich ja schon damals ein totaler Tierfreund war, hatte ich dagegen natürlich nichts einzuwenden. Wir fuhren dann also, ich weiß es noch wie heute, am 13. Dezember 1991 nach Slubicé, die polnische Stadt auf der anderen Seite der Oder bei Frankfurt/Oder. Damals wurden auf dem Einkaufsmarkt immer noch Hundewelpen angeboten. Und da wurden wir auch schnell fündig. Ein kleines graues Fellknäuel eroberte sofort unsere Herzen. Der “Verkäufer” wollte mir weis machen, dass die kleine ein Chow Chow wäre. Das sie das nicht ist, war mir klar. Sie wird mal groß, sehr groß. Die Tatzen waren dementsprechend groß. Ich wollte sie unbedingt haben. Wir einigten uns auf einen Kaufpreis von damals 70 DM und waren nun stolze Hundebesitzer.
Das Problem war nun aber folgendes: Wie bekommt man einen Hund über die Grenze, wenn er keine Papiere oder Gesundheitsbescheinigung hat? Da blieb nur eins: sie musste rüber geschmuggelt werden. Da es ja ziemlich kalt war, hatte ich eine dicke Winterjacke an. Unter diese steckte ich die süße und hoffte, dass sie still hält. Die Schlange an der Grenze war wie immer höllisch lang. Ich schwitzte Blut und Wasser. Die Kleine war so zappelig! Das sie Flöhe hat, war mir klar und das ich dann zu Hause zusammen mit ihr erst mal entfloht werden musste, war auch klar. Mir war das im Moment aber total egal. Als wenn ein Engel seine schützende Hand über uns hielt, schlief meine kleine dann kurz bevor wir an der Grenze dran waren, prompt ein und hielt still. Unter der dicken Jacke fiel sie überhaupt nicht auf. Als wir auf deutschen Boden waren, war unsere Freude unsagbar groß.
Von nun an bestimmte dieses kleine Fellknäuel, dass wir Jacky nannten, unser Leben. Sie musste beschäftigt werden, musste erzogen werden und musste ihren Ausgang haben. Alles kein Problem, dachten wir. Ich machte damals einen Job, der nur 5 Minuten von zu Hause entfernt war. So konnte ich in der Mittagspause immer rasch nach Hause fahren und sie Gassi führen. In der Zwischenzeit untersuchte sie dann meist unsere Wohnung. Schminkzeug, Kämme, Schuhe oder Süßigkeiten - es gab nichts, was sie nicht untersuchte. Aber ein lieber Blick von ihr und alles war verziehen.
Jacky wuchs und wuchs. Sie wollte einfach nicht aufhören zu wachsen. Als sie dann endlich fertig war, hatte sie eine Schulterhöhe von 62 cm. Ihr Gesicht war absolut lieb, ihre Schlappohren machten sie zum Magnet für Kuschelhände. Wir wollten nun auch wissen, welche Rasse unsere Jacky denn nun sei. Also kauften wir uns ein dickes Hundebuch. Beim durchblättern fiel uns der Kaukasische Schäferhund auf. So etwas musste unsere Jacky sein. Aha!
Mein damaliger Freund arbeitete beim Wachschutz. Dort wurde Jacky dann auch zum Wachhund ausgebildet. Sie begleitete ihn dann auch immer zum Dienst. So hätte es weiter gehen können... Ich wurde dann 1994 schwanger und hatte eigentlich gar keine Angst vor dem zusammenleben mit Hund und Baby. Es kam wie ich es mir dachte. Als ich mit dem Baby nach Hause kam, schnupperte Jacky an der Windel und akzeptierte meine Tochter sofort. Sie bewachte stolz den Kinderwagen und kam gern auf Spaziergänge mit.
Meine Tochter war gerade erst 4 Monate alt, da ging die Beziehung flöten. Ich blieb allein mit Kind, Hund und inzwischen auch Katze. Die Tränen flossen endlos. Wenn ich meine drei nicht gehabt hätte, wer weiß..... Doch die Zeit heilt alle Wunden. Nach einem Jahr voll viel Zeit für mich und meine Tiere wollte ich dann doch nicht mehr allein sein. Aber wer will schon eine Kuh mit Kalb?! Also studierte ich die Anzeigen in der Tageszeitungen und traf mich auch mit einigen Herren. Doch bei keinem machte es “klick”. Ich wollte schon fast aufgeben, da las ich folgende Anzeige:
“Junger Mann vom Lande 28/1,82m/80 kg sucht brennend Frau mit Herz und Verstand, gern auch mit Kind. Bin etwas schüchtern, aber nicht von gestern.” Na, das hörte sich doch gut an. Ich schrieb ihm also einen Brief, stellte mich vor, verschwieg auch mein Kind und meine Tiere nicht und wartete ab. Es vergingen keine 3 Tage, da rief er mich an. Mann war ich aufgeregt! Am Samstag darauf trafen wir uns dann und es machte ganz laut “klick”. Das war der Mann, mit dem ich alt werden wollte! Wir trafen uns immer öfter und es dauerte nicht lange, da besuchte er uns in unserer Wohnung. Er klingelte und ich öffnete die Haustür. Jacky begrüßte ihn auch gleich sehr “herzig”. Sie stellte sich vor ihm auf, legte ihre Vorderpfoten auf seine Schultern und bellte ihn kurz an. Dann ging sie in ihre Ecke und ließ ihn eintreten. Sie hat mir damit ihr O.K. gegeben.
Wenige Monate später zogen wir zusammen, heirateten und bekamen zusammen noch 2 Kinder. Jacky war immer ein Teil von uns. Im Winter zog sie den Schlitten mit den Kindern. Im Sommer ging sie mit uns baden. Und die ausgiebigen Spaziergänge waren wunderschön. Sie war sehr temperamentvoll und meldet grundsätzlich alle Besucher lautstark an. Einen unserer Freunde mochte sie überhaupt nicht. Wenn er uns besuchte, konnte sie sich gar nicht mehr beruhigen. Selbst einen Tag vor ihrem Tod schimpfte sie ihn fürchterlich aus.
Vor einem Monat entdeckte ich eine Beule an ihrem Brustkorb. Sie war noch klein wie ein Tischtennisball, aber ich wusste schon damals, was sie bedeutete. Die Beule wuchs zusehends. Der Tierarzt offenbarte uns, dass der Krebs, der sie nun offensichtlich befallen hatte, nicht heilbar war. Ihr konnte nicht geholfen werden. Vor einer Woche war die Beule dann auch schon faustgroß. Sie platzte an einer Stelle dann auch auf. Die Wunde wurde immer größer, ihr ging es zunehmend schlechter. Nun musste ich auch unsere Kinder einweihen. Sie mussten darauf vorbereitet werden, dass Jacky uns bald verlässt.
Gestern früh nun hat ihr liebes Herz aufgehört zu schlagen. Ich wollte es nicht wahr haben, aber meine geliebte Jacky hat uns verlassen. Mein Mann hatte es schon früh gesehen, als er zur Arbeit ging. Den Kindern sagte ich es noch nicht gleich. Ich lotste sie zur Schule und zeigte meinen Schmerz nicht. Sie sollten sie so in Erinnerung behalten, wie sie sie zuletzt gesehen haben. Ich begrub sie im Garten an einer Stelle, wo nie jemand rauftritt. Ein paar Blumen und ihr Halsband zieren ihr Grab. Als die Kinder mittags von der Schule kamen, sagte ich es ihnen dann. Seit dem herrscht in unserem Haus große Trauer. Wenn auch die drei Goldies eine große Hilfe bei der Trauerbewältigung sind, bleibt doch die Leere...
Liebe Jacky ich danke dir für die wunderbare Zeit. Ich bin mir sicher, wir sehen uns im Himmel wieder ©
19 Bewertungen, 1 Kommentar
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20.05.2005, 16:43 Uhr von kleinvolli
Bewertung: sehr hilfreichIst immer hart wenn ein geliebtes Tier stirbt. Bei meinem Hund habe ich auch lange getrauert und seither keinen mehr angenommen. Sehr schöner Bericht. Hört sich nach einem wundervollen Hund an. LG
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