Leben mit dem Hund Testbericht

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Erfahrungsbericht von LufiA

Hallo, hier ist Murphy

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Gestern habe ich eine tolle Reise gemacht, ein neues Leben begonnen und viel erlebt, aber ich erzähle mal von Anfang an:

Am 23. Januar 2004 wurde ich geboren auf einem Bauernhof mitten in Schleswig-Holstein. Meine Mama ist dort der Hofhund, eine wunderschöne Border Collie-Hündin. Letztes Jahr hatte sie ein Techtelmechtel mit dem Hund vom Nachbarhof, einem Deutschen Drahthaar, und das Ergebnis war ich, Murphy und noch 10 Geschwister.
Sieben von uns Elf sind aber gleich wieder weg gewesen, die Bäuerin hat sie auf die Schubkarre geladen und wir haben sie nie wieder gesehen.
Wir anderen Vier blieben bei Mama und wurden von ihr großgezogen.
Das war ein tolles Leben auf dem Bauernhof. Erst waren wir immer im Kuhstall, aber als wir etwas größer waren haben wir den ganzen Hof für uns erkundet und überall herumgetollt. Nur auf den Trecker musste man immer aufpassen, der war gefährlich.

Gestern klingelte bei der Bäuerin das Telefon. Lufi war dran, auf der Suche nach einem tollen Hund.
Lufi und Kerrin suchten schon seit einiger Zeit einen Hund, eine Katze wollten sie zwar auch mal, aber der Sohn, Celli, hat eine Katzenallergie. Kerrin wollte ja eigentlich einen Langhaar-Dackel, aber für Lufi konnte der Hund ruhig etwas größer sein.
Egal, Kerrin, Lufi und Celli kamen gestern Nachmittag vorbei und wollten mich kennen lernen. Meine drei Brüder waren schon vergeben und kommen auch bald in eine neue Familie.
Zuerst begrüßte Mama sie. Mama musste ja gucken wer da auf den Hof kommt. Die Bäuerin brachte die Drei dann zu uns in den Kuhstall, wo wir sie dann beschnupperten. Dann durfte ich zu Lufi auf den Arm und der wollte mich gleich gar nicht wieder hergeben. Kerrin war da schon schwerer zu überzeugen, aber als ich bei Ihr auf dem Arm saß, ein treuer Hundeblick und ein Schlabbern mit der Zunge durch Ihr Gesicht und schon hatte ich gewonnen.
?Er soll Murphy heißen? sagte Kerrin und damit war die Sache geklärt.

Nun hieß es Abschied nehmen von Mama und den Brüdern und es ging ab ins Auto. Autogefahren bin ich noch nie, ich war ja immer auf dem Hof.
Ein komisches Gefühl, da ging mir gleich das Mittagessen im Magen herum. Wenn das mal gut geht?

Es dauerte nicht lange, da hielten wir in Neumünster vor einem Haus mit ganz viel Glasfenstern. Dort gingen Kerrin und Lufi hinein und ich blieb mit Celli im Auto sitzen. Doch Lufi kam bald wieder und holte mich.
Fressnapf hieß der Laden, ein Paradies für Tiere, das kann ich Euch sagen. Ein Haufen zu Fressen, leckere Knabbereien und viel, viel Spielzeug.
Nur leider auch etwas sehr unangenehmes: Halsbänder und Leinen. Dafür hatte mich Lufi herein geholt, um mir ein Halsband zu verpassen. Ganz schön gemein.
Aber Futter wurde auch gekauft und was zum Spielen habe ich bekommen und ein Handschuh mit so Noppen dran für die Fellpflege und Rückenmassage, sehr angenehm. Und gewogen wurde ich: 5400 Gr., ganz schön schwer, oder nicht?

Dann ging die Fahrt weiter nach Trappenkamp.
Die Fahrerei und die ganze Aufregung und dann noch dieses blöde Halsband, das war zuviel für mich und meinen Magen. Das Mittagessen ging retour, ich legte mich zufrieden auf die andere Seite vom Rücksitz und Celli versuchte mit Tüchern die Sauerei wieder weg zu machen.

In Trappenkamp sollte ich dann erstmal Spazieren gehen mit Kerrin und Lufi. Wäre ja auch ganz nett gewesen, wenn da nicht das blöde Halsband mit der Leine gewesen wäre. Irgendwie konnten wir uns am Anfang nicht auf eine Richtung einigen, das muss Lufi noch lernen, wo ich hingehen will. Aus Protest habe ich mich dann auf eine Wiese gesetzt und gepinkelt.
Kerrin war ganz außer sich und hat mich gelobt, was ich für ein braver Hund wäre und wie toll ich bin.

Komisch.
Die Bauern haben nie so ein Theater gemacht, wenn ich in den Kuhstall gepinkelt habe.

Dann ging es endlich nach Hause. Celli hatte schon meinen Hundekorb bereitgestellt, ein Riesenteil sage ich Euch, bestimmt 1 Meter im Durchmesser und kuschelig weich mit echtem Lammfell. Da gefällt es mir und ich kann toll schlafen.
Zuerst gab es noch etwas zu Fressen von Kerrin, aber schön vorsichtig, Ihr wisst schon, mein Magen. Dann musste ich mich ausruhen und schlafen, ich war ja ganz geschafft von dem Tag.

Dann kam Elli nach Hause, die war bei Ihrem Papa gewesen. Elli ist auch ganz lieb, aber ein bisschen laut mit Ihren vier Jahren.
Abends als die Kinder im Bett waren wollte Kerrin wieder Spazieren gehen. Ich hatte aber keine Lust und habe lieber geschlafen.
Kerrin hat mich dann einfach geweckt und ist mit mir raus gegangen. Na ja, frische Luft tut ja auch gut. Ich habe dann wieder auf die Wiese gepinkelt und Kerrin war wieder ganz stolz auf mich.
So schlimm ist Spazierengehen gar nicht, wenn nur das blöde Halsband nicht wäre?

Nach einem Schluck aus dem Wassernapf sind dann alle ins Bett gegangen. Die Kinder waren ja schon im Bett und Kerrin und Lufi wollten auch Schlafen. Mein Korb stand direkt neben Lufi am Bett.
Das war auch gut so, mitten in der Nacht musste ich mal wieder, also habe ich Lufi wach gemacht. Hier ist ja kein Kuhstall, wo ich mal schnell hingehen könnte.
Lufi hat sich wieder angezogen und ist mit mir raus gegangen, Nachts um 2.00 Uhr. Ich habe mein Geschäft gemacht und wir konnten wieder ins Bett gehen, also Lufi ins Bett und ich in meinen Korb.

Um 5.00 Uhr wollte ich dann noch einmal. Lufi wieder hoch, angezogen und wieder raus mit mir. Da habe ich ihn dann aber ausgetrickst. Ich hatte nur so getan, als ob ich gepinkelt habe, es war ja Dunkel und außerdem hatte es geregnet. Wir also wieder rein, Lufi wieder ins Bett, aber ich weiter Theater gemacht, ich musste ja schließlich.
Also Lufi wieder hoch, wieder angezogen, wieder mit mir raus. Das reichte mir dann, ich habe brav mein Geschäft gemacht, mir Lufis Lobeshymnen abgeholt und wollte schnell wieder rein bei dem Regen.

Um 7.00 Uhr dachte ich dann es hätten alle genug geschlafen und wollte wieder raus. Diesmal ist Kerrin hoch und mit mir los.
Lufi hat derweil Kaffee gekocht.
Ich bekam mein Frühstück und die Kinder wurden dann auch wach.
Nach einem bisschen morgendlichen Herumtoben, Spielen und Wohnung erkunden durfte ich mich wieder ausruhen.

Jetzt ist es Mittag und mir geht es gut.
Eigentlich ein tolles Leben, obwohl mir Mama, meine Brüder, der Bauernhof und der Kuhstall mit den Kühen noch etwas fehlen.
Aber nicht viel.
Ich kann schlafen so viel ich will, bekomme drei Mahlzeiten am Tag und die brauche ich nicht einmal mit meinen Brüdern teilen oder mir meinen Anteil erkämpfen. Wenn ich mal Pinkeln muss stehe ich einfach auf und Kerrin oder Lufi gehen mit mir nach draußen und finden es immer ganz toll, wenn ich Pinkele oder einen Haufen mache.
Vorhin habe ich sogar mal auf den Teppich gepinkelt, das fand Lufi nicht ganz so toll, aber es regnet ja immer noch draußen, was soll Hund da machen?

Mal sehen was ich in Zukunft noch so alles erlebe, das erzähle ich Euch dann später.
Ich muss ja ganz Trappenkamp noch erkunden, den Wald, den ich hier vom Balkon aus sehen kann, richtig Freundschaft mit den Nachbarshunden schließen (kennen gelernt habe ich sie schon) und zum Hundeplatz wollen Kerrin und Lufi auch mit mir und einen Hundewald, wo wir frei herumlaufen dürfen und toben können soll es auch geben und, und, und…

Also bis bald, Euer Murphy.

© Lufi Arriens

PS: Diesen Bericht habe ich vor ein paar Monaten geschrieben und auch bei Ciao veröffentlicht. Sollte er jemandem bekannt vorkommen, er ist nicht geklaut sondern von mir verfasst.

17 Bewertungen, 2 Kommentare

  • heti88

    31.05.2004, 20:52 Uhr von heti88
    Bewertung: sehr hilfreich

    du hast echt tolle Berichte, deswegen vertrau ich dir

  • ciara

    31.05.2004, 02:20 Uhr von ciara
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich habe sie wieder. Ich grüße dich/euch. Rate mal wer ich bin?