Life for Rent - Dido Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2003
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Summe aller Bewertungen
- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von marenmoon
Musik zum Träumen?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ja, ich gebe es zu. Manchmal muss es einfach Musik sein, die als typische „Frauenmusik“ verschrien ist. Beziehungsweise, von der Männer nie zugeben würden, dass sie sie hören. Dido. Die Musik einer Frau, deren Gesicht so umscheinbar und normal ist, dass ihr schon Menschen gesagt haben, dass sie dieser berühmten Musikerin Dido doch so ähnlich sähe. Um Didos neues Album „Life for rent“ soll es jetzt gehen. Das Album habe ich für 13 Euro bei Amazon erworben, der Preis liegt in den Läden wahrscheinlich ähnlich.
Das COVER ist ziemlich einfach und unaufdringlich gestaltet. Man sieht ein schwarzweiß-Foto der Musikerin, auf dem ihre Gesichtskonturen nicht richtig deutlich zu erkennen sind. In der linken oberen Ecke prangt in roter Schrift „Dido – life for rent“. Auf der Rückseite der CD gibt es noch ein Foto der Sängerin und natürlich die Titel. Insgesamt also ein Cover, dass recht unspektakulär ist und wenig über den Inhalt der CD aussagt. Keine Kettensägen, keine coolen Rapperfotos…man muss also abwarten, was sich auf der CD so findet ;-)
Schon vielversprechender ist da das BOOKLET. Neben den kompletten Songtexten finden sich dort eine Menge Fotos, die bei der Aufnahme der CD entstanden. Sie alle zeigen Dido und ihre Crew als eine Art Familie, die anscheinend viel Spaß gehabt hat. Insgesamt also ein durchaus schönes Booklet. Besonders gut finde ich, dass die Songtexte enthalten sind und man sie nicht mühsam aus dem Netz ziehen muss.
Und was ist nun mit der MUSIK? Die CD enthält 11 Songs, alle mehr oder minder mit einem Thema: Der Liebe. Der Opener ist „White Flag“, ein Song, der momentan in den Radios rauf und runter läuft. Es geht um eine in die Brüche gegangene Beziehung, mit deren Ende sich die „Ich-Erzählerin“ nicht abfinden will:
„There will be no white flag above my door,
I’m in love and always will be”
Was auch immer man von dieser Vorstellung der ewigen Liebe halten mag, der Song hat echte Ohrwurmqualitäten und lässt einen so schnell nicht wieder los. Anders ist da der nächste Titel „Stoned“. Es geht um Liebe, um Rausch, um große Gefühle. Mal wieder. Aber dieser Song ist anders, weniger gefällig, weniger schmeichelhaft für die Ohren. Elektrische, leicht dissonante Klänge erschrecken zunächst, heben sich dann aber angenehm von vielen anderen Dido-Songs ab. Auch „Life for rent“ ist einer dieser typischen Dido-Songs. Leicht plätschert er vor sich hin, aber auch hier gibt es wieder erhebliche Ohrwurm-Gefahr. In diese Kategorie gehört auch „Mary’s in India“, eine schöne Ballade, die man am besten nicht dann hören sollte, wenn es einem sowieso schon schlecht geht. „See you when you’re fourty“ fällt auch nicht viel aus diesem Schema. Eigentlich ist die „Ich-Erzählerin“ zwar in einer wütenden Verfassung (zumindest lässt es der Text vermuten), aber irgendwie kommt das bei Didos Gesang nicht sonderlich zur Geltung. Schon ein bisschen näher kommt diesem Gefühl der Song „Don’t leave home“. Hier wirkt Didos Stimme eher flehend, vorwurfsvoll. Aber auch das nur in Ansätzen.
Etwas anders kommt „Who makes you feel“ daher. Es geht um die Ahnung, dass der Freund der Erzählerin fremd geht und die damit verbundenen Gedanken, die sie sich macht.
„I don’t mind if you come home late,
And I don’t ever ask you where you’ve been,
I just assume if there’s a problem, you’d tell me
But listen and think when I say, oh but listen and think when I say...”
Wenig kontrastreich komm “Sand in my shoes” daher. Eher so ein Song, bei dem man sich hinterher nicht mehr erinnert, dass man ihn schon mal gehört hat…Ähnlich geht es mir bei „Do you have a little time“ und „The land is mine“. Es erinnert stark an „Life for rent“, wieder gibt es Gitarrenbegleitung und ruhigen Gesang. Schön ist dann der letzte Song des Albums „See the sun“. Er erinnert mich ans Meer, an einen Tag am Strand.
Wer IST Dido überhaupt? Die Sängerin ist seit ungefähr drei Jahren international erfolgreich. Ihren Durchbruch hatte sie mit ihrem Gesangspart beim Song „Stan“ von Sänger Eminem. Dort war sie zwar nur „Beiwerk“, aber nachdem sie ihre erste CD „No Angel“ herausgebracht hatte, wurde sie auch als eigenständige Sängerin bekannt. Im Dezember 2003 erschien dann „Life for rent“ (um das es ja hier geht…). Mit dieser CD steigerte sie ihren Bekanntheitsgrad wohl erheblich und ist derzeit mit „White flag“ und „Life for rent“ sowohl bei VIVA und MTV, als auch bei diversen Radiosendern zuhauf vertreten.
Und nun folgt meine BEWERTUNG. Wie sicher schon angeklungen ist, höre ich diese CD gerne, habe aber auch einige Kritikpunkte. Zunächst einmal aber zum Positiven: „Life for rent“ ist eine CD, die man einfach so vor sich hin hören kann. Die Lieder fließen vor sich hin, haben aber, wenn man sich einmal die Mühe macht und die Texte liest, mehr Inhalt als man vermuten würde. Es geht um all die Phasen im Leben, die man so durchmacht. Liebe, große Gefühle, Trennungsschmerz, Wut auf den anderen, Eifersucht. Irgendwie alles, was mit Liebe im weiteren Sinne zusammenhängt. Klar ist allerdings, dass man diese CD nicht in jeder Lebenslage hören sollte. Bei Liebeskummer wird sie einen nur noch mehr deprimieren, bei Wut wird sie auch nicht beruhigen können.
Wirklich negativ an dieser Scheibe ist wohl die nach einer Zeit auffällige Ähnlichkeit der Songs. Nur wenige stechen wirklich hervor (darunter „White flag“ und „Stoned“), viele hören sich so gleich an, dass man sie auch nach mehrmaligem Hören nicht auseinander halten kann. Dies wird sicherlich viele potentielle Käufer abschrecken und ist auch ein wirkliches Manko. Ich allerdings bereue den Kauf der CD bis jetzt noch nicht.
Auch wenn ich oft nur nebenbei diese Musik höre, so tut sie mir doch gut. Nicht immer, aber immer dann, wenn ich ruhig vor mich hinarbeite oder einfach nur in meinem Bett liege und träume.
©marenmoon 11.2.o4
Das COVER ist ziemlich einfach und unaufdringlich gestaltet. Man sieht ein schwarzweiß-Foto der Musikerin, auf dem ihre Gesichtskonturen nicht richtig deutlich zu erkennen sind. In der linken oberen Ecke prangt in roter Schrift „Dido – life for rent“. Auf der Rückseite der CD gibt es noch ein Foto der Sängerin und natürlich die Titel. Insgesamt also ein Cover, dass recht unspektakulär ist und wenig über den Inhalt der CD aussagt. Keine Kettensägen, keine coolen Rapperfotos…man muss also abwarten, was sich auf der CD so findet ;-)
Schon vielversprechender ist da das BOOKLET. Neben den kompletten Songtexten finden sich dort eine Menge Fotos, die bei der Aufnahme der CD entstanden. Sie alle zeigen Dido und ihre Crew als eine Art Familie, die anscheinend viel Spaß gehabt hat. Insgesamt also ein durchaus schönes Booklet. Besonders gut finde ich, dass die Songtexte enthalten sind und man sie nicht mühsam aus dem Netz ziehen muss.
Und was ist nun mit der MUSIK? Die CD enthält 11 Songs, alle mehr oder minder mit einem Thema: Der Liebe. Der Opener ist „White Flag“, ein Song, der momentan in den Radios rauf und runter läuft. Es geht um eine in die Brüche gegangene Beziehung, mit deren Ende sich die „Ich-Erzählerin“ nicht abfinden will:
„There will be no white flag above my door,
I’m in love and always will be”
Was auch immer man von dieser Vorstellung der ewigen Liebe halten mag, der Song hat echte Ohrwurmqualitäten und lässt einen so schnell nicht wieder los. Anders ist da der nächste Titel „Stoned“. Es geht um Liebe, um Rausch, um große Gefühle. Mal wieder. Aber dieser Song ist anders, weniger gefällig, weniger schmeichelhaft für die Ohren. Elektrische, leicht dissonante Klänge erschrecken zunächst, heben sich dann aber angenehm von vielen anderen Dido-Songs ab. Auch „Life for rent“ ist einer dieser typischen Dido-Songs. Leicht plätschert er vor sich hin, aber auch hier gibt es wieder erhebliche Ohrwurm-Gefahr. In diese Kategorie gehört auch „Mary’s in India“, eine schöne Ballade, die man am besten nicht dann hören sollte, wenn es einem sowieso schon schlecht geht. „See you when you’re fourty“ fällt auch nicht viel aus diesem Schema. Eigentlich ist die „Ich-Erzählerin“ zwar in einer wütenden Verfassung (zumindest lässt es der Text vermuten), aber irgendwie kommt das bei Didos Gesang nicht sonderlich zur Geltung. Schon ein bisschen näher kommt diesem Gefühl der Song „Don’t leave home“. Hier wirkt Didos Stimme eher flehend, vorwurfsvoll. Aber auch das nur in Ansätzen.
Etwas anders kommt „Who makes you feel“ daher. Es geht um die Ahnung, dass der Freund der Erzählerin fremd geht und die damit verbundenen Gedanken, die sie sich macht.
„I don’t mind if you come home late,
And I don’t ever ask you where you’ve been,
I just assume if there’s a problem, you’d tell me
But listen and think when I say, oh but listen and think when I say...”
Wenig kontrastreich komm “Sand in my shoes” daher. Eher so ein Song, bei dem man sich hinterher nicht mehr erinnert, dass man ihn schon mal gehört hat…Ähnlich geht es mir bei „Do you have a little time“ und „The land is mine“. Es erinnert stark an „Life for rent“, wieder gibt es Gitarrenbegleitung und ruhigen Gesang. Schön ist dann der letzte Song des Albums „See the sun“. Er erinnert mich ans Meer, an einen Tag am Strand.
Wer IST Dido überhaupt? Die Sängerin ist seit ungefähr drei Jahren international erfolgreich. Ihren Durchbruch hatte sie mit ihrem Gesangspart beim Song „Stan“ von Sänger Eminem. Dort war sie zwar nur „Beiwerk“, aber nachdem sie ihre erste CD „No Angel“ herausgebracht hatte, wurde sie auch als eigenständige Sängerin bekannt. Im Dezember 2003 erschien dann „Life for rent“ (um das es ja hier geht…). Mit dieser CD steigerte sie ihren Bekanntheitsgrad wohl erheblich und ist derzeit mit „White flag“ und „Life for rent“ sowohl bei VIVA und MTV, als auch bei diversen Radiosendern zuhauf vertreten.
Und nun folgt meine BEWERTUNG. Wie sicher schon angeklungen ist, höre ich diese CD gerne, habe aber auch einige Kritikpunkte. Zunächst einmal aber zum Positiven: „Life for rent“ ist eine CD, die man einfach so vor sich hin hören kann. Die Lieder fließen vor sich hin, haben aber, wenn man sich einmal die Mühe macht und die Texte liest, mehr Inhalt als man vermuten würde. Es geht um all die Phasen im Leben, die man so durchmacht. Liebe, große Gefühle, Trennungsschmerz, Wut auf den anderen, Eifersucht. Irgendwie alles, was mit Liebe im weiteren Sinne zusammenhängt. Klar ist allerdings, dass man diese CD nicht in jeder Lebenslage hören sollte. Bei Liebeskummer wird sie einen nur noch mehr deprimieren, bei Wut wird sie auch nicht beruhigen können.
Wirklich negativ an dieser Scheibe ist wohl die nach einer Zeit auffällige Ähnlichkeit der Songs. Nur wenige stechen wirklich hervor (darunter „White flag“ und „Stoned“), viele hören sich so gleich an, dass man sie auch nach mehrmaligem Hören nicht auseinander halten kann. Dies wird sicherlich viele potentielle Käufer abschrecken und ist auch ein wirkliches Manko. Ich allerdings bereue den Kauf der CD bis jetzt noch nicht.
Auch wenn ich oft nur nebenbei diese Musik höre, so tut sie mir doch gut. Nicht immer, aber immer dann, wenn ich ruhig vor mich hinarbeite oder einfach nur in meinem Bett liege und träume.
©marenmoon 11.2.o4
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